Wie gewöhne ich ihm das ab?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sabrinchen22 16.11.10 - 14:29 Uhr

Hallo zusammen,

und zwar geht es um meinen Sohn, der im Dezember drei Jahre alt wird.
Wenn ich ihn abends ins Bett bringe, muss ich immer bei ihm bleiben, bis er schläft und dabei spielt er immer mit meinen Haaren. Nachts kommt er irgendwann rüber zu uns ins Bett und da geht das Haargefummele weiter.
Ganz ehrlich, es tut weh und nervt mich tierisch! Ich sag ihm auch, dass es mir weh tut, aber irgendwie krieg ich es ihm gar nicht abgewöhnt. Außerdem hätte ich auch mal ganz gerne, dass er lernt, abends alleine einzuschlafen. Nur ich darf mit ihm gehen, der Papa nicht und ich hab ja auch noch die Kleine.
Habt ihr Tipps für mich, wie ich meine beiden Problemchen lösen könnte?
#danke für eure Antworten!

LG Sabrinchen

Beitrag von sonne_1975 16.11.10 - 14:53 Uhr

Das erste Problem mit den Haaren musst du durchsetzen. Ich bin da ganz hart, ich lasse nichts zu, was mir weh tut. Entweder er lässt es, oder du gehst. Und du gehst wirklich, allerdings natürlich nur für 20 Sekunden oder so. Dann kommst du rein und fragst, ob er ruhig sein wird. Und usw.

Das zweite Problem würde ich nicht so eng seheh, es gibt sehr viele Kinder in dem Alter, die nur mit Begleitung und auch nur mit Mama einschlafen. Das wird sich von selbst geben.

Mein Grosser ist 4,5 Jahre nur mit mir eingeschlafen (wenn ich im KH war, gab es kein Problem mit Papa) und jetzt schläft er alleine ein und durch (vorher jede Nacht zu uns gekommen).

LG Alla

Beitrag von sabrinchen22 16.11.10 - 15:35 Uhr

Hallo Alla,

hhmm ich glaube, ich muss da wirklich härter sein. Werde mal versuchen, mich da durchzusetzen.
Danke!

LG Sabrinchen

Beitrag von paula74 16.11.10 - 15:28 Uhr

Hallo Sabrinchen
Zu den Haaren: vielleicht braucht Dein Sohn zum Schlafen etwas in der Hand. Unsere Tochter braucht z.B. unbedingt ihr rotes Nuscheli. Das ist eine rote Stoffwindel, die schon über die Jahre total "weichgekuschelt" ist. Ohne das Ding wird nicht geschlafen. Besonder wichtig sind die Fädchen an den Ecken, die nicht gut vernäht sind. Vielleicht versuchst Du Deinem Sohn irgendein Tuch anstelle Deiner Haare anzubieten. Ich würde mal verschiedene Materialien testen: irgendetwas seidiges, dünnes, dickes strubbeliges (Du kennst Deine Haare am Besten ;-)).
LG Paula

Beitrag von sabrinchen22 16.11.10 - 15:37 Uhr

Hallo Paula,

das habe ich schon alles versucht, aber er will nix anderes. Habe ihm sogar eine Puppe mit langen Haaren gekauft, hat aber auch nix gebracht.

LG Sabrinchen

Beitrag von emilia72 16.11.10 - 15:44 Uhr

Hi Sabrinchen,

leider kein Tipp - aber ich kann mitfühlen. Auch unser Kleiner wird im Dezember drei. Seit er ca. 1 Jahr alt ist, macht er mit mir ähnliches wie dein Kleiner. Er fummelt mir unentwegt im Gesicht herum. Auch wenn ich ihm x-Mal die Hand wegnehme, ihm androhe, dass ich aus dem Zimmer gehe und es dann auch mache - er macht es einfach immer wieder. So ganz nebenbei und anscheinend zu seiner Beruhigung. Hab ihm auch schon alle möglichen "Ersatz" angeboten - nichts hilft.

Im Bekanntenkreis haben wir einen 7-jährigen, der das auch immer noch macht und in der Verwandschaft einen 11-jährigen, der abends vorm Fernseher immer Mama's Haare zwirbelt. Es ist anscheinend unheimlich beruhigend - für den Fummelnden. Mich regt es schon seit 2 Jahren auf und mir fällt auch nichts mehr ein. Der Kleine schläft auch nur neben mir ein und das ausschließlich Fummelnd. Wenn ich ihn nicht kraulen lasse, ist er um 23 Uhr noch wach. Habe im Gesicht einige Leberflecke, da ist er ständig am rubbeln. Zum DAVONLAUFEN. Wenn einer hier die ultimative Lösung für unser Problem hat - her damit.

Gruß
Christina

Beitrag von zahnweh 16.11.10 - 17:38 Uhr

Hallo,

zu den Haaren:
vllt was anderes in die Hand drücken. Kuscheltier mit Kringelbarem sicheren Schwänzchen (Haare wären mir zu synthetisch)... ein T-Shirt oder Babywaschlappen mit deinem Geruch dran.

zum Alleine einschlafen:
meine braucht überwiegend Nähe. Je mehr ich das nicht will, desto mehr braucht sie es.
Je entspannter ich sie einfach lasse, desto schneller und ruhiger schläft sie. Der Tag wird kommen, dass sie das nicht mehr will. Spätestens beim ersten Freund.

Wie schläft eure Kleine? Würde sie sich von Papa ins Bett bringen lassen und euer Großer von Dir? Wenn er dann genug Mamasicherheit getankt hat (meine hat da extrem feinste Antennen dafür), will er vllt wieder zum Papa und deine Kleine hat ihre Mamaphase.

Beitrag von sabrinchen22 16.11.10 - 20:25 Uhr

Hallo,
leider will er absolut nix anderes.
Das Problem ist, dass ich auch oft abends alleine bin und somit beide Kinder ins Bett bringen muss.
Das ich mit ihm ins Bett muss, geht ja noch.
Nur würde ich mal so gerne nach drei Jahren wieder mal einen Film im Fernsehen kucken.

LG Sabrinchen

Beitrag von zahnweh 16.11.10 - 22:23 Uhr

Das ist natürlich anstrengend. Ich bringe meine eine jeden Abend allein ins. Mal mit mehr, mal mit weniger Nähe.

Fernsehen war lange Zeit nicht zu "schaffen" (ihr Rhythmus von 21-7 Uhr). Ich bin dazu übergegangen mir nach dem ins Bett bringen in aller Ruhe eine DVD anzuschauen. Die hat auf mich gewartet. Einen Film aufnehmen ging ohne Rekorder sowieso nicht, sonst wäre das auch eine Idee gewesen.

Das Schöne dran: so stand ich selbst nicht unter Zeitdruck und das spürte meine und strahlte auf sie ab :-)

Beitrag von lenesiegel 16.11.10 - 17:50 Uhr

Wie wäre es mit einem Kompromiss, er darf seine Hand auf Deine Haar legen, sobald er zieht muß er die Haare loslassen - er darf es nach einigen Sekunden nochmal versuchen - je nach Deinem Bauchgefühl auch beliebig oft. Wenn es Dir reicht, ist aber Schluß ! Das wird einige Male Trauer auslösen, aber Du bist ja bei ihm und er und auch Du müssen dann die Enttäuschung aushalten ;-)

Das wird und zum gemeinsamen einschlafen - das regelt sich von allein. Bei uns war es irgendwann so, daß er immer unruhiger wurde, beim Einschlafen, sodaß ich irgendwann noch eine Weile bei ihm lag und mit ihm kuschelte und nach vorher angesagter Zeit (Kurzzeitweckerklingeln, oder Ende des Mobilé-liedes) sein Bett und Zimmer verlassen habe. Anfang mußte ich noch einige Male rein, aber es klappte immer besser - ist halt ein Prozeß :-)

Viele liebe Grüße, Lene