wie machen die Muttis das die Vollzeit arbeiten?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von lilly1985 16.11.10 - 15:01 Uhr

Hallo,
ich bin zwar nicht alleinerziehend, aber so langsam hab ich angst es bald zu sein. Es kriselt momentan... vielleicht ist es auch nur eine Phase...
aber ich möchte einfach auf alles vorbereitet sein.

Ich habe einen Sohn der wird im Januar 5 Jahre alt, er geht in den Kindergarten, der öffnet allerdings erst um 7uhr.
Ich fang aber schon um 6uhr an zu arbeiten.
Montags muss ich bis 18.30uhr arbeiten und der kindergarten hat aber ''nur''
bis 17uhr geöffnet.
Familie und freunde hab ich hier nicht, ich bin 500km weit weg gezogen.
Montags könnte ich es sicherlich im Notfall so einrichten das ich ihn eben zwischendurch abhole und er dann halt 2-3std mit mir auf der Arbeit ist.
Meine Chefin wäre die letzte die etwas dagegen hat, die beiden chefinen haben selber Kinder.
Nur Morgens wäre es kompliziert. Morgens könnt ich ihn nicht zur arbeit mitnehmen und ihn dann zwischendurch wegbringen, wir sind da nur zu Zweit und müssen schon immer schnell arbeiten damit wir pünktlich mit unseren Aufgaben fertig werden.

Nach einer Trennung glaub ich auch nicht das ''Er'' bereit wäre das zu übernehmen.

Beitrag von maschm2579 16.11.10 - 15:34 Uhr

Hallo,

also entweder würde ich im Umfeld eine Mama engagieren die vielleicht Deine Sohn morgens betreut und mit in die Schule nimmt.
Abends dann 1x die Woche das gleiche

Plan B. die Arbeitszeit auf 3/4 reduzieren

Plan C. eine Tagesmutter die zusätzlich einspringt.

lg und alles gute

Beitrag von goldmannchen 17.11.10 - 07:50 Uhr

guten morgen....

ich muss auch um halb sechs aus dem haus.und der kindergarten machte um halb sieben auf.(bin zwar nicht alleinerziehend,zwar getrennt aber jetzt neue beziehung)er hat meinem sohn denn fertig gemacht und ist los zu arbeit.dann musste kai(damals 5-6) kurz auf mich warten bis ich ihn geholt habe zum kindergarten.nun ist er in der schule und inprinzip dasselbe wie vorher,nur das ich ihn anrufe wann er los muss,und er geht los.

wäre ich allein,dann würde ich abends schon alles hinlegen und denn zu arbeiit morgens.dann den kleinen anrufen das er sich fertig machen soll,dann nochmal anrufen das er los muss.

dein kind ist natürlich noch zu klein.wenn du glück hast hilft dein(vielleicht ex) dir nachher oder wie die vorgängerin schon sagte,eine andere mutter fragen ob sie es macht.kannst ihn ja schon soweit fertig machen und hinbringen,sodas die andere nicht noch mehr streß hat,dann muss sie ihn nur noch mitnehmen.

mein ex sagt jetzt,du hast die trennung gewollt,also sieh zu wie du klar kommst...was witzig ist..denn in der beziehung hat er mir auch nie geholfen..:-[

Beitrag von yorks 17.11.10 - 19:41 Uhr

Ich bin zwar nicht alleinerziehend, habe aber das gleiche Problem. Nun musste ich die Konsequenzen ziehen und kann nur noch 30 Stunden arbeiten. Das ist finanziell eine katastrophe da ich eh schon Geringverdiener mit meinen 40 Stunden pro Woche war aber es geht ja nicht anders.

Sprich doch mal mit deinen Chefs. Dann kennst du deine Möglichkeiten.

LG yorks #winke

Beitrag von anunnaki 17.11.10 - 22:21 Uhr

Wenn ich dich richtig verstehe, dann ist es ja noch nicht ganz akut. Es ist natürlich wichtig, sich rechzeitig um etwas zu kümmern, allerdings sollte man sich wegen ungelegter Eier nicht verückt machen....

Als ich in der Situation war, drei mal die Woche nach den Kindergartenöffnungszeiten noch arbeiten zu müssen, habe ich mich um Kontakt mit anderen Alleinerzieherinnen bemüht und auch unter den Kindergartenmüttern gefunden (sind meist die, die weniger in Erscheinung treten und nicht zu den Elternabenden kommen können - da keine Berteuung abends für ihre Kinder möglich ist ;-) ). Wir haben dann eine Art "Kindertauschdienst" ins Leben gerufen, dh. wir waren drei Mütter, jeweils ohne familiäre Hilfe und haben es so organisiert, dass wir unsere Kinder "auf a Packl ghaut" haben und die eine die Kinder der anderen mitgenommen hat und umgekehrt. dadurch hatte man keine blödes Gefühl, da man niemanden etwas schuldig blieb, gleichzeitig war es leistbar (eine Kinderberteuung zu diesen Zeiten hätte mich gleich viel gekostet, wie ich in der gleichen Zeit verdient hätte). Und meine Tochter hatte den Vorteil, dass sie als Einzelkind engen Kontakt zu anderen Kindern hatte, vergleichbar mit Cousinen zB. - schön für sie, da es in ihrer Verwandtschaft keine Kinder außer ihr gibt.

Allerdings hat es nur deshalb so gut funktioniert, weil ich wirklich gute Freundinnen in den anderen Müttern gefunden habe und der Kontakt dadurch nicht reine Zweckgemeinschaft war, sondern auch viele schöne Momente abseits brachte und Vertrauen gegeben hat.

Heute sind die Mädels alle schon so groß, dass es nicht mehr dringend notwendig ist, sie ihren Schulweg alleine meistern, mal ne Stunde allein sein sie nicht in eine Krise stürzt, sondern genossen wird und wir haben alle neue Partnerschaften, die etwas vom Alltagsdruck wegnehmen, dem man ausgesetzt ist, wenn man alles alleine wuppen muss.

Ehrlich gesagt, macht mich das gerade ein wenig wehmütig - war nämlich ne verrückte, anstrengende, schöne Zeit in meinem Leben.

Deswegen mein Rat, such dir Personen, die etwas mit dir und deiner Situation gemeinsam haben. Denn da versteht man dann auch deine Sorgen und Ängste und kennt solche anscheinend ausweglosen Situationen. Eine Hand wäscht die andere. Als Einbahn funktioniert so eine Abmachung aus meiner Erfahrung heraus nur kurz.