ist es wirklich so schlimm?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von sacredheart 16.11.10 - 15:16 Uhr

mir ist da grad beim durchstöbern was aufgefallen und ich muss sagen, es ist echt schockierend.
innerhalb der letzten zwei tage kamen mehrere postings mit beschwerden über das verhalten der lehrer/innen. bei der einen wurde spielzeug weggennommen und nicht wieder zurückgegeben, bei der nächsten werden den kindern horrormärchen erzählt und bei der dritten wird das kind für dinge beschuldigt, wo sie nichts für kann.
was ist denn da los? mag sein, dass ich mich irre, aber die geschichten, die ich hier gelesen habe, grenzen schon fast an persönlichem missfallen der einzelnen kinder den lehrern gegenüber. wie kann man einem kind das spielzeug wegnehmen, obwohl das mitbringen mit der schulleitung abgesprochen war und niemand mutwillig dadurch zu schaden gekommen ist? zudem, wie kann sich die lehrerin eine derartige frechheit erlauben, dem kind zu sagen, es habe pech gehabt, weil sein spielzeug nicht mehr da ist?!

zur zweiten geschichte: wie kann es einem lehrer einfallen, kindern der ersten klasse zu erzählen, wenn sie bestimmte zettel nicht wieder mitbringen(die eigentlich nicht zurückgebracht werden müssten) er dann die polizei rufe würde? für kinder in dem alter ist die polizei noch interessant und sollte nicht als angsteinflößendes druckmittel benutzt werden!!!

zur dritten geschichte: den kindern wird erzählt, der lehrer habe ihnen bleistifte geschenkt, die die eltern allerdings bezahlt haben? was soll das? und warum wird ein kind dafür bestraft, wenn ihr ein anderes die unterlagen entwendet?

ok, es sind alles dinge, die sich spätestens mit der schulleitung klären lassen, doch ist es wirklich sinn der lehrer, sich derart aufzuführen?
Einige werden jetzt wieder sagen:kein wunder, dass kinder keinen respekt mehr haben, wenn keiner durchgreift! ja, stimmt schon, doch die beispiele gehen ja gegen kinder, die sich anscheinend anständig benehmen und sich über recht und unrecht im klaren sind. wären sie das nicht, würden sie nicht vor hilflosigkeit weinen, sondern sich wer weiss wie recht verschaffen.

ich hatte auch schon so manche unterredung mit der schulleiterin unserer schule, doch konnte alles geklärt werden. nur hier frag ich mich wirklich, ob genannte beispiele die regel der erziehungsmethoden in den schulen sind?!

bin auf eure antworten gespannt

Beitrag von sunny42 16.11.10 - 15:55 Uhr

1) Das Leben ist nicht immer fair und gerecht.
Damit muss man lernen umzugehen.

2) Beim hören und wiedergeben kommt nicht selten ein anderes Ergebnis an als Ausgegeben wurde.

Beitrag von sooderso 16.11.10 - 17:14 Uhr

Ich denke, es gibt hier immer nur eine Seite der Geschichte zu lesen. In der die Mutter oder die Kinder meist die "Opfer" sind und die Lehrer die "Täter". Ich finde sobald ein Kind in die Schule geht, sollten sich einige Eltern beruhigen und nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen. Nicht wegen jedem "Pups" in die Schule laufen und jeden Tag ein Feedback von den Lehrern erwarten. So etwas kenne ich gar nicht von meiner Schulzeit. Manchmal denke ich, einige Mütter verhören ihre Kinder regelrecht nach der Schule, um irgendwelche "schlimmen" Dinge zu erfahren, die dann meist verdreht oder überbewertet werden.

Beitrag von schokostreusel 16.11.10 - 18:56 Uhr

Zu dem bereits gesagten kommt noch hinzu, dass du hier im Forum überwiegend die "schlimmen Geschichten" zu hören bekommst. 74
Es ist einfach so, dass man öfters über Dinge berichtet, die schief gelaufen sind um sich Luft zu machen und um andere Sichtweisen zu erfahren. " Heute war alles super, da hat jemand toll reagiert etc. " ist kaum eine Nachricht wert und wie man an den wenigen Nachrichten und ihren Antworten erkennt, interessieren die auch kaum jemanden.

Ich glaube, dass Schule zu 98 % rund läuft, Lehrer sind auch nur Menschen und Fehler passieren jedem.

Beitrag von aylin80 16.11.10 - 19:06 Uhr

Etwas mehr Objektivität und Neutralität wäre angebracht. So manche Reaktion der Mütter aus deinen Beispielen ist ja auch mehr als fragwürdig, ums mal nett auszudrücken.
Die Regel an Schulen ist das nicht. Eher Eltern, die subjektiv und uneinsichtig, die ständig die Autorität von Lehrern in Frage stellen usw. Bei dem Thema Schule denkt jeder, er kann auch mitquatschen, schließlich war ja auch schon jeder mal drin.

Nichts desto trotz gibt es auch Eltern, mit denen eine gute Zusammenarbeit im Sinne der Kinder möglich ist.

Beitrag von tinaxx 16.11.10 - 20:22 Uhr

Ich sage auf dem ersten Elternabend immer folgenden Satz:

"Wenn Sie bereit sind, nicht alles zu glauben, was Ihr Kind zu Hause von der Schule erzählt, bin ich gern bereit, nicht alles zu glauben, was Ihr Kind in der Schule von zu Hause erzählt."

Dann gebe ich den Eltern meine Telefonnummer und bitte dringend darum, Unklarheiten mit mir persönlich zu klären - am besten zeitnah.

In diesem Sinne viele Grüße,
Tina (Lehrerin).

Beitrag von sacredheart 16.11.10 - 21:01 Uhr

danke für eure antworten, ich stimme euch zum größten teil zu. man liest die beiträge durch und merkt sofort, dass es nur einen redner gibt, und das ist nie die mutter;-) ich kenn das aus eigener erfahrung, dass man erstmal auf konfrontation geht, sollte man sich ungerecht behandelt fühlen und das gibt man dann ja auch ungern zu. also klar, dass hier nirgends steht: ich hab die lehrerin dann voll zur sau gemacht"

und zu tinaxx- das was du machst, kommt in der schule meiner tochter auch zur anwendung. kürzlich war, nach zwei monaten schule, der erste elternsprechtag und die lehrerin war ganz erstaunt, dass ich noch nicht angerufen habe und bittete mich darum, auch für die kleinste unklarheit anzurufen;-)

und dass kinder oftmals nur die hälfte der wahrheit mit nach hause bringen und diese dann auch noch verdrehen, hab ich hier auch schon festgestellt;-)

ich kann nur hoffen, dass sich die mütter, die probleme in der schule haben, mal fragen, ob es sich wirklich um ein problem handelt oder ob sie einfach überreagieren, weil sie sich entweder angegriffen fühlen, oder aber den ganzen sachverhalt nicht kennen.

schade, dass man nichtmal in einem forum die wahrheit sagen kann, wenn es zur problembehandlung beiträgt.

lg
sacredheart

Beitrag von leopoldina1971 17.11.10 - 18:17 Uhr

<<"Wenn Sie bereit sind, nicht alles zu glauben, was Ihr Kind zu Hause von der Schule erzählt, bin ich gern bereit, nicht alles zu glauben, was Ihr Kind in der Schule von zu Hause erzählt.">>




Solche unqualifizierten Sätze zeugen nicht gerade von Kompetenz. Ich als Elternteil fände diesen Satz mehr als befremdlich. Du unterstellst direkt beim ersten Elternabend den Kindern, dass sie generell ja nur die Unwahrheit zu Hause sagen. Dann setzt du noch einen drauf, indem du den Eltern suggerierst, dass du alles, aber auch alles über die familiären Situationen oder Ereignisse, seien sie positiv oder negativ, erfährst oder erfahren wirst.




Beitrag von tinaxx 17.11.10 - 19:52 Uhr

Weißt du, ich sage solche Sätze mit einem Augenzwinkern.

Wenn du genau liest, steht da "nicht alles zu glauben" - wenn du daraus ableitest, ich würde Kindern unterstellen generell die Unwahrheit zu sagen, hast du den Satz nicht verstanden. Er bedeutet auch nicht, dass ich alles aus den Familien erfahre - aber sei's drum.

Und ja - als Lehrerin erfahre ich von meinen Schülern Dinge aus den Familien, die ich eigentlich nicht wissen will - ehrlich. Und ich unterrichte nicht an einer Grundschule.

Entspannte Grüße,
Tina.

Beitrag von leopoldina1971 17.11.10 - 20:05 Uhr

Trotz allem würde ich es so als Message bei dem e r s t e n Elternabend auffassen. Außerdem würde ich als Elternteil darin schon eine Unsicherheit der Lehrerin sehen, die scheinbar mit diesen gängigen Problemchen nicht umgehen kann und daher diese "Erpressungsaussage" als latente Warnung vermittelt.
"Wenn sie nicht das und das alles glauben, dann glaub ich auch das und das nicht aus ihrem privaten Bereich" - so und nicht anders ist allein deine Aussage zu verstehen.


Ganz entspannte Grüße
Leopoldina



Beitrag von tinaxx 17.11.10 - 20:28 Uhr

Ich kann deine Argumente nicht nachvollziehen, du (offensichtlich) meine Intention mit diesem Satz nicht.

Also lassen wir's gut sein....

Beitrag von leopoldina1971 18.11.10 - 08:24 Uhr

Ich wollte dir doch nur einmal aufzeigen, dass bestimmt einige deiner Schülereltern diesen nicht ganz ernst gemeinten Satz eventuell falsch auffassen könnten.;-)
Ich hatte doch verstanden, was du damit sagen willst.;-)

Liebe Grüße#winke

Beitrag von seluna 17.11.10 - 18:17 Uhr

Hallo,
ich bin die Verfasserin von Geschichte nummer 3.

Ob die Lehrerin nun sagt das sie die Buntstifte geschenkt hat oder nicht ist mir eigentlich fast egal.
Die Tabelle hat sich auch wieder angefunden (bei einem anderen kind) aber ich musste erst nach haken.

Man darf eines nicht vergessen, zu jeder Geschichte gibt es immer mehrere Seiten.
Die wirkliche, die empfundenen und die erzählte.

Ich war nicht dabei, ich konnte nur wiedergeben was meine Tochter mir erzählte, was mir dann aber auch von Lehrerseite inzw. als richtig bestätigt wurde.

Die Frau hat ihre Marotten, die hat aber jeder Mensch auf Erden und deswegen ist sie nicht automatisch eine schlechte Lehrerin.
Sicher, ich mag in manchen Dingen nicht mir ihr Konform sein, aber muss man das immer?

Wenn es zu sehr knirscht dann spreche ich mit ihr, in der Regel findet sich für alles eine Lösung und wenn es dann immer noch knirscht, dann gibt es zur not noch den Elternrat zur Vermittlung und alles was danach kommt..das wird sich zeigen.