An alle Urbianer die im Auslandleben und Krippenkind haben....Frage!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von manimaxi 16.11.10 - 15:25 Uhr

Hallo ihr Lieben,


zu Unterrichtszwecken in Bezug auf die Eingewöhnung von Kindern in ihrer Kindertageseinrichtung suche ich Mamas oder Papas die mir ein bisschen von der Krippeneingewöhnung in anderen Ländern erzählen können. Mich interessiert vorallem:

Sind Krippen oder Einrichtungen der Betreuung unter 3 in eurem Land häufig?

Gibt es einen geregelten Ablauf bei der Eingewöhnung?

Wieviel Zeit nimmt die Eingewöhnung in Anspruch?

Wer nimmt daran Teil?

Wie lief das ab?

Wie habt ihr das empfunden? Was würdet ihr euch anders wünschen?

Ich hoffe, das sich ein paar Mamas finden, die Lust haben, mir zu antworten.

An alle zumindest erstmal lieben Dank fürs lesen.....


#herzlich-lichst,

mani

Beitrag von xunikatx 16.11.10 - 15:41 Uhr

Huhu,

wir leben in Griechenland aber mein Sohn kommt erst naechsten September in den Kindergarten. Da ist er dann 32 Monate also etwas ueber 2,5 Jahre.

Ich haette ihn auch dieses Jahr schon hinbringen koennen aber mir ist das hier nicht sooo ganz vertrauenserweckend. Ich war kurz davor selbst einen deutsch-sprachigen Kindergarten zu eroeffnen:-).

Wenn du naechstes Jahr noch die Infos brauchst..kannste dann quasi "live" miterleben...

bis dann#winke

Beitrag von nadjilia 16.11.10 - 15:45 Uhr

Hallo

kleine Antwort aus dem kleine Nachbarland.

Krippen gibt es einige, meistens nehmen sie Kinder ab 3 Monaten. Aber es sind viel zu wenig Betreuungsplätze und ausserdem seeeeehr teuer.

Die Eingewöhnung lief etwa über 3 Wochen, nach Plan. Wird aber individuell angepasst. Bei uns sah das dann so aus, dass mein Sohn auch schon länger bleiben durfte.
Erst mal 2h mit Mami am Vormittag, dann 2 Stunden ohne Mami. Dann zeitliche Steigerung, einmal mit Mittagessen, evt. Schlafen, dann mit Zvieri. Immer schön abwechselnd Vormittag und Nachmittag bis in der 4. Woche das erste Mal den ganzen Tag. .
Eine Betreuerin ist jeweils für ein Kind die Hauptansprechperson, besonders in der Eingewöhnung.

Ich fands super und mein Sohn konnte es kaum erwarten, wieder hin zu gehen. Wir kriegen jeden Abend Rückmeldung über den Tag, was lief, wie gegessen und geschlafen wurde und ich bin nicht die einzige Mutter, die ihr Kind am Abend fast nicht mehr heimrkriegt.

Nad

Beitrag von nynne 16.11.10 - 17:05 Uhr

Huhu,

hier in Dänemark ist Betreung Gang und Gäbe und ich würde sagen, fast alle Eltern geben ihre Kinder früher oder später in die Fremdbetreuung.
Wobei die meisten es eher früher als später tun.
Viele Zwerge werden schon mit 6 Monaten in die Krippe oder zu einer Tagesmutter gegeben, basierend aber auch darauf, dass meist beide Einkommen zum Lebensunterhalt benötigt werden.
Auch ist hier die Akzeptanz der Arbeitgeber auf Schwangerschaft und Kinder wesentlich besser (aber es gibt auch Ausnahmen). Viele Mamis steigen recht schnell wieder Vollzeit in ihren Job ein.
Oft übernehmen auch Papis Vaterzeit im Anschluss an Mamis Mamazeit.

Zurück zum eigentlichen Thema:
Jede Institution sorgt dafür, dass die Kinder eingewöhnt werden, dabei wird auch individuell aufs Kind geachtet (zumindest bei allen befreundeten Mamas).
In unserer Krippe hiess es generell, dass Kind mit Mama oder Papa vormittags erst mal eine Stunde kommt, und dies täglich gesteigert wird, wobei im nächsten Schritt die Elternperson stückweise in einen Nebenraum geht, das passiert bereits in der ersten Woche, am Ende der Woche wird schon versucht, dass das Kind dort schläft.
Je nachdem, wie sich das Kind einpasst, bewerten die Pädagogen, ob man als Eltern schon nach Hause gehen kann und die Maus nach einer gewissen Zeit wieder abgeholt wird.
Manche Kinder brauchen nur 2 Tage, manche 4 Wochen. Das kommt sehr auf das Kind und vor allem auch das Alter an.
Meine Maus kam mit genau 1 Jahr in die Krippe, für sie ein recht ungünstiger Zeitpunkt, da sie da grad sehr an Mama und Papa hing - aber nach 5 Wochen war sie ein alter Hase in der Krippe :-D

Papa oder Mama verwenden meist ihren Elternurlaub zur Eingewöhnung.
Ich hatte die 1. Woche, die Oma die 2. Woche, der Papa die 3. Woche und danach der Papa Halbzeit die 4. Woche und danach haben wir uns mit dem Abliefern und Holen so eingeteilt, dass sie ganz kurze Krippentage hatte.

Anders würde ich nichts machen, denn bei uns wurde es ja individuell gehandhabt. :-D

LG

Beitrag von new-mom 16.11.10 - 17:08 Uhr

Hallo,

hier (Irland) ist es ueblich Kinder ab 3 Monaten in die Krippe zu bringen. Krippen sind seeeeehr!!!! teuer!

Ich habe unseren Sohn ab 10 Monaten in die Krippe gegeben - erst halbtags, ab dem 16. Monat vollzeit.

Eingewoehnungszeit ist 2 Wochen, erst sind wir 1 Stunde zsammen gegangen, dann zwei, dann bin ich mal fuer ne halbe Stunde weggegangen usw. Es gibt immer eine Bezugsperson "Keyworker" fuer das Kind, die sich dann intensiver mit dem Kind beschaeftigt.

War eigentlich sehr zufrieden wie mein kleiner Mann an die Gruppe gewoehnt wurde.

LG
new mom

Beitrag von widowwadman 16.11.10 - 18:37 Uhr

Wir leben in England, und hier gibt es nur Erziehungsurlaub fuer bis zu 12 Monaten, wobei die letzten 3 monate unbezahlt waeren (davor gibt es zumindest ein kleines bisschen was), weshalb die meisten Frauen normalerweise nach 9 Monaten wieder arbeiten gehen. Die Zeit wird ab der Zeit die man daheim ist gerechnet, sprich, was man vor der Geburt genommen hat, fehlt einem danach.

Meine Tochter geht Vollzeit in eine private KiTa seit sie 9 Monate alt war. Die Eingewohenung lief so ab dass sie an einem Tag eine Stunde dort war, am naechsten 4, dann ein Tag Pause und dann einen vollen Tag.

Ab der folgenden Woche ging sie dan schon Vollzeit.

Die Betreuerinnen dort sind der Meinung, dass die Eingewoehnung meist fuer die Muetter wichtiger ist als fuer die Kinder. Der Betreuuungsschluessel bei den ganz Kleinen ist 1:3, so dass sie immer eigentlich genug Aufmerksamkeit bekommen hat, sie wurde dort auch Anfangs viel im MeiTqai getragen, weil sie das einfach brauchte.

Ich hatte mir vorher viele verschiedene Einrichtungen angeschaut, und die gewaehlt, bei der es mir am Besten gefiel.