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Forum: Baby

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Beitrag von danii84 16.11.10 - 17:03 Uhr

Mein Mann und ich haben uns das alles so schön ausgemalt, wie es ist, wenn unser Wunschkind auf der Welt ist. Nun ist alles anders. Mein Mann zieht sich immer mehr zurück. Geht 6 mal die Woche zum Sport oder sitzt vor dem PC. Er liebt unsere Maus keine Frage, aber er sagt, er kann nicht richtig etwas mit ihr anfangen. Sie weint bei ihm viel und lässt sich von mir schneller beruhigen. Ich glaube, er fühlt sich vor den Kopf gestoßen!

Samstag wollter nen Männerabend machen. Kein Problem habe ich gesagt. Und wann war er wieder zu Hause. Nächsten Morgen um 09:30 Uhr!Ich kann mir diese Freiheiten auch nicht mehr nehmen....

Ich habe Angst davor, dass unsere Beziehung daran zerbricht. Wir haben schon drüber geredet und er meint, wenn sie erstmal laufen kann und nicht mehr gestillt wird, dann wird es für ihn auch einfacher.

Sorry fürs bla bla musste das aber mal loswerden...

Beitrag von hsi 16.11.10 - 17:09 Uhr

Hallo,

ist aber meisten so, das Männer mit so kleinen Babys nix anfangen können. Warte mal ab bis euer Kind älter ist! Er wird dann mit sicherheit mit dem Kind toben und rum bubbeln und unsinn machen. Meine zwei sind jetzt fast 4,5 u. 3,5 Jahre alt und seit dem die zwei laufen können und sich auch besser äussern können, spielt mein Mann wesentlich mehr mit den zwei als vorher. KLar er hat er beide auch als Babys auf den Arm genommen, gewickelt und gebadet, aber wirklich spielen ist in dem alter ja auch noch nicht drin. Aber ein bisschen mehr zu HAuse sein bei euch könnte er schon.

Lg,
Hsiuying+ May-Ling 4 J. & Nick 3 J. mit #ei 12 SSW

Beitrag von danii84 16.11.10 - 17:13 Uhr

Ja baden & wickeln macht er auch. Er gibt sich ja Mühe, aber die Kleine will immer zu Mama...

Beitrag von izzybizzy 16.11.10 - 17:24 Uhr

Hmm..
für die Papis ist es oft auch nicht so einfach, glaube ich. Wir Mamis (viele zumindest) haben ja auch anfangs Umgewöhnungsprobleme, ist glaube ich auch ganz normal - aber wir haben das Kind ja die ganze Zeit und MÜSSEN uns voll drauf einlassen. Das ist auch total schön, klar, aber manchmal sicher auch etwas mühsam. Die Papis habens da leichter mit der Distanz - und das macht das "sich aufeinander einstellen" von Papi und Kind aber natürlich schwerer..
Blabla...
Naja - ich könnte mir vorstellen, dass das tatächlich besser wird, wenn man mit dem Kind "mehr anfangen" kann. Die ersten 3 Monate ist halt vor allem Mama angesagt. Ab 3-4 Monaten gehts dann so richtig los, wenn man ein bißchen Spaß machen kann mit dem Kind, fällt ihm die Papa-Rolle bestimmt leichter!!

Ich glaube aber auch, dass das Verhältnis vielleicht jetzt schon inniger wäre, wenn die beiden mehr Zeit miteinander verbringen würden. Mehr Zeit = das Kind fühlt sich bei ihm wohler = er fühlt sich auch wohler mit dem Kind. Der Umkehrschluss: weniger Zeit = Kind fühlt sich weniger wohl, usw..
Immer noch Blabla... #bla von wegen kurz (es lebe das 10Finger-Tippen)..

Konstruktiver Vorschlag: sag nicht "du musst dich mehr mit deinem Kind beschäftigen (das ist dann so vorwurfsvoll, hört sich an wie "Mann, bist du ein schlechter Papa")", sondern wie wäre es mit "ich brauche Hilfe, bitte nehme mir das Kind mal ab". Dann kommen sie sich vielleicht auch näher.

Hmm..
Such dir aus dem Blabla das raus, was sich für dich sinnvoll anhört!!
LG!

Beitrag von danii84 16.11.10 - 17:31 Uhr

Danke :)

Ich muss dazu sagen, dass mein Mann schwere Depressionen hat und es bei dieser Jahreszeit eh alles schwieriger für ihn ist. Der Sport ist halt der Ausgleich zu seiner Krankheit!

Beitrag von izzybizzy 16.11.10 - 19:45 Uhr

Oh.
Ich habe mir interessanterweise beim Schreiben noch gedacht, ob es so etwas wie Kindbettdepressionen wohl auch bei Vätern gibt. Wenn man (Papa) das Kleine nicht so annehmen kann, wie er es sich eigentlich vorgestellt und gewünscht hatte.
In diesem Fall ist es bestimmt wichtig, diese Möglichkeit ganz offen anzusprechen, ob er vielleicht wirklich Schwierigkeiten mit seinen Gefühlen hat und ob er vielleicht nicht das empfinden kann, was er eigentlich empfinden will. Das wäre nämlich bestimmt ganz schrecklich für deinen Mann und ihr solltet frühzeitig gegensteuern!
LG!

Beitrag von berry26 16.11.10 - 17:35 Uhr

Hi,

wenn man stillt, ist das ganze schon nicht so einfach. Die Männer fühlen sich dann auch einfach irgendwie aussen vor. Zudem fühlen sich viele Männer auch einfach "vernachlässigt".

In deinem Fall würde ich von ihm auch ein wenig "Freizeit" einfordern. Klar kann man als stillende Mutter keine großen Ausflüge machen, aber mal nen Kaffee mit ner Freundin trinken oder ne Stunde alleine shoppen oder zum Sport gehen, ist schon drin. Wenn der Papa mal Babysitter spielen muss, dann bekommt er schon einen Bezug zum Kind und du hast auch ein bissl Auszeiten. Vielleicht hört er dann auch auf zu "flüchten". Das würde ich mir in diesem Ausmaß auch verbitten!

LG

Judith

Beitrag von schnuppelag 16.11.10 - 18:46 Uhr

Ich kann absolut nachvollziehen, was du schreibst... und ich stimme auch größtenteils meinen Vorschreiberinnen zu.
Mir geht es oft sehr ähnlich wie dir, hinzu kommt, dass meine Freundinnen sich von mir schon fast komplett zurückgezogen haben (weil ich eben wegen dem Baby wenig bis gar keine Zeit habe)... und manchmal fühle ich mich wie eingeschlossen und allein gelassen.
Zum Glück hat sich mein Freund inzwischen sehr damit angefreundet, dass auch er ein Elternteil ist. Und seit unser Kleiner (inzw. 7,5 Monate) etwas mobiler geworden ist, mehr sehen kann und sich seiner Umwelt deutlicher mitteilt, freut sich auch mein Freund daran.
Ich hab ihm schon recht früh ab und zu mal "Anweisungen" gegeben, was er tun könnte (wickeln, schaukeln, baden etc.), damit mir etwas Arbeit abgenommen wird... er hat sich dadurch auch integriert gefühlt und konnte sich so unserem Huschel mehr öffnen.

Bitte doch einfach deinen Freund auch um etwas mehr Freizeit für dich selbst. Ich bin sicher, zwei Stunden lassen sich da für dich rausschlagen. Klingt erstmal nicht viel, aber wenn du diese Zeit nur für dich genießen kannst, fühlst du dich danach fast wie neugeboren :-)

Alles Gute :-)