Kann Inkassounternehmen in die Schufa eintragen?

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Beitrag von glasregen 16.11.10 - 19:16 Uhr

Hallo,

ich habe Probleme mit einem ehemaligen Kabelanbieter. Lange und sehr kuriose Geschichte. Auf den Punkt gebracht: Mein Ex-Kabelanbieter hat eine unberechtigte Rechnung von 20 Euro an ein Inkassounternehmen verkauft und diese wollen 100 Euro von mir. Klären will mein Ex-Kabelanbieter das mit mir aber nicht - ich solle mich doch an das Inkassounternehmen wenden.

Fakt ist: Die Rechnung war und ist unberechtigt und ich zahl doch dafür nicht auch noch ein Inkassounternehmen.

Nun meine Frage: Können die mir einen Schufa-Eintrag verpassen obwohl ich gar nicht daran schuld bin?

Beitrag von frayer31 16.11.10 - 19:40 Uhr

Hallo,

also wenn du der Meinung bist-das die Foderung unberechtigt ist, dann mußt du dich schon mit dem Inkasso Unternehmen in Verbindung setzen....es bringt jetzt nicht-wenn du x mal den Kabelanbieter anrufst und es tut sich nichts....und ich denke-du mußt es ja dann irgendwie beweißen oder irgendetwas in der Hand haben-das die Foderung unberechtigt ist

Bevor die Kosten noch mehr steigen...und solche Leute sietzen halt meistens am längeren Hebel-außer du nimmst dir ein Anwalt...

Und wenn du pech hast-steht es schon in der Schufa drin...


Lg

Beitrag von nicki747474 16.11.10 - 20:01 Uhr

Hallo,

das hatte ich auch mal. Das Inkassounternehmen hat aber nicht auf meinen Einspruch oder sonstiges reagiert. Da ich damals zu feige war ( #augen ) um mich in irgendeiner Weise zu wehren, hab ich leider bezahlt. Passiert mir aber nie wieder.

Und es stand leider auch in der Schufa drin, um auf Deine Frage zurückzukommen. Das Beste ist aus meiner Sicht, das Du dich an einen Anwalt wendest.

Gruss nicki

Beitrag von bob-andrews 16.11.10 - 20:49 Uhr

Eine Forderung von 20€ an ein Inkasso-Unternehmen verkauft???
Das erscheint mir eigentlich eine zu geringe Summe, als dass man die abtritt. Wie dem auch sei, einen Negativ-Eintrag in die Schufa hast Du Dir wahrscheinlich schon abgeholt.

Beitrag von demy 16.11.10 - 20:52 Uhr

Man man man hier werden "Tipps" gegeben ;-)

Wenn du dir sicher bist dass die Forderung unberechtigt ist, dann teil dem Inkassounternehmen dass mit und bestreite die Forderung.

Bestrittene Forderungen DÜRFEN nicht in die Schufa eingetragen werden.

Tun sie das doch hast du
1. ein Anspruch auf sofortige unwiderufliche Löschung des Eintrages aus der Schufa.
2. Ein Schadenersatzanspruch gegenüber dem Inkassounternehmen dass zu unrecht bestrittene Forderungen der Schufa meldet, sollten dir daraus finanzielle Nachteile entstehen.

Mach es dir einfach, teil dem Inkassounternehmen schriftlich mit, dass du ihre Forderung als gegenstandslos betrachtest (kannst ja begründen warum) und sie entsprechend auf dem Klageweg verweist.

Du solltest dir aber sicher sein dass die Forderung rechtlich tatsächlich unbegründet ist und du dich nicht irrst.
Du schreibst ja dazu nix.

Gruß
Demy

Beitrag von frayer31 16.11.10 - 22:01 Uhr

Sie hätte das ja mit dem Kabelanbieter klären können und da die das weiter geleitet haben, an das Inkassounternehmen...gehe ich mal davon aus, das die Foderung berechtigt ist...sonst hätte sie doch irgendetwas in der Hand -das es unberechtigt ist, oder ? #kratz

Beitrag von demy 16.11.10 - 22:26 Uhr

Hallo,
warum sollte eine Forderung deshalb berechtigt sein, weil irgendein Unternehmen ihre vermeintliche Forderung an ein Inkassounternehmen abgibt?
Das erschließt sich mir nicht ganz.

Davon ab, selbst wenn die Forderung berechtigt ist, sowie ich eine Forderung bestreite, darf diese nicht bis zur endgültigen Klärung durch ein Gericht in die Schufa eingetragen werden!

Gruß
Demy

Beitrag von glasregen 17.11.10 - 13:07 Uhr

Danke für eure Antworten. Ich werd jetzt erstmal bei der Schufa nachfragen.

Den ganzen Sachverhalt hier zu klären wäre etwas zu ausführlich, da die Sache wirklich ziemliches hin und her und völlig kurios ist. Im Grunde genommen geht alle Post vom alten Kabelbetreiber an Adresse A, wo ich 2005 gewohnt habe. Der Kabelanschluss lief aber an Adresse B wo ich seit 2006 gewohnt habe. Ich erfahre also vom Kabelbetreiber nur per Telefon, dass ich ständig an Adresse A gemahnt wurde obwohl der Anschluss an Adresse B schon lange gekündigt war, da ich mittlerweile Adresse C bezogen habe. Die 20 Euro sind Mahngebühren die an Adresse A aufgelaufen sind für Anschluss an Adresse B, da meine Zahlungen von Adresse B für den Kündigungsmonat nicht zugeordnet werden konnten da im Computer eine andere Adresse stand. Dies konnte ich irgendwann telefonisch anhand von Rechnungsnummern klären, die Firma bestand aber auf ihre zu unrecht entstandenen Mahngebühren von Adresse A. Als ich diese letzlich noch gewillt war zu zahlen um einfach Frieden zu bekommen,wurde mir mitgeteilt, dass man die offenen Mahngebühren nun an ein Inkassobüro verkauft hat und ich mit diesen kommunizieren soll. Diese haben mich aber erst ca. 6 Monate später angeschrieben weil sie auch mit Adresse A kommunizierten. Tja und die wollen nun 100 Euro weil der Kabelanbieter die Rechnung als berechtigt ansieht und ich sehe nicht ein das zu bezahlen. Telefonisch habe ich dem Kabelbetreiber seit 2006 gefühlte 1000 mal am Telefon meine neue Adresse mitgeteilt, auch schriftlich dies noch ausgeführt. Ich bin also nicht schuld daran, dass die die Post immernoch an Adresse A schicken.