Wer hat Erfahrung mit Frühchen 34 SSW?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mukki84 16.11.10 - 19:16 Uhr

Hallo erstmal, ich bin der Papa von unsrem kleinen Lino der am 13.11.10, mit 1835g und 43 cm geboren ist.
Ich wollte mal fragen ob es normal ist das die kleinen so schwierigkeiten mit der Ernährung und dem Stuhlgang haben?
Mach mir echt ein bißchen Sorgen um den kleinen aber auch um die Mama denn sie hatte das Hellp Syndrom und die Blutwerte sind immer noch nicht besser.
Hat vielleicht jemand ein guten aufmunternden Rat für mich?

Danke schon mal

Beitrag von catch-up 16.11.10 - 19:56 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!!!!

Also ich hab nur Erfahrungen mit einem Frühchen auf der 36. SSW, aber ich denk, dasses normal ist, dass es Probleme mit der Ernährung und dem Stuhlgang geben kann.

Guck mal, der Kleine ist wirklich noch sehr klein und auch schwach, Deshalb wird Stillen schon einProblem werden, da er nicht genug Kraft zum Ziehen hat (war bei meinem sogar noch so).

Dann ist sein Magen-Darm-Trakt auch noch nicht so weit, richtig zu funktionieren. Das muss sich erst mal alles einspielen! Aber das wird schon!

Einen Rat hab ich leider keinen produktiven, außer: Lass den Beiden Mäusen Zeit! In einer Woche wird das Ganze schon wieder viiiiiieeeeel besser aussehen!

Meine Freundin hatte nach akuter Gestose auch 4 Tage gebraucht, um von der Intensivstation runter zu kommen, weil der Blutdruck nicht sinken wollte!

Es braucht alles seine Zeit!
#herzlich

Beitrag von svejuma 16.11.10 - 20:12 Uhr

Hallo,

herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

Ich hatte auch das Hellp-Syndrom und habe ein bisschen gebraucht bis ich mich erholt hatte.... das kann ein bisschen gehen, solange sie in ärztlicher Behandlung ist... (ich durfte erst nach 3 Wochen heim)

Unser Sohn hat es auch nicht so mit dem Essen.... aber mittlerweile haben wir einen ganz guten Weg gefunden, das spielt sich so nach und nach ein.... keiner hat damals geglaubt, dass Matti ohne Magensonde nach Hause kommt, aber auch das hat er geschafft...
Die Geschichte mit dem Stuhlgang wurde in dem Moment besser, als wir die Eisentropfen absetzen konnten....

Und wenn der kleine Lino sich auch noch an die große Welt gewöhnt hat, dann geht es los.....

Viele Grüsse
Julia

Beitrag von svejuma 16.11.10 - 20:14 Uhr

Ui, ich habe schlecht gelesen, Matti war keine 34 SSW...
*tschuldigung*

Beitrag von hannah.25 16.11.10 - 20:53 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zum kleinen Lino. Da war er für die Woche ja echt leicht.
Ich wünsch euch alles, alles Gute und vor allem ganz viel Glück und Kraft und auch für die Mama alles Gute!

Ich selbst hab am 5.11. in der 31.Woche unseren Sohn Per auf die Welt gebracht (Kaiserschnitt). Da ich einen entzündeten Eileiter hatte, wurde ich noch 2 mal operiert und konnte eine Woche nicht zu meinem Sohn :-(
Mittlerweile geht es etwas besser, Schmerzen hab ich nach wie vor und ich muss mich noch sehr schonen und auch die Blutwerte sind nicht ganz optimal. Aber das braucht eben Zeit. Der Körper muss sich erholen.
Und ich denke, dass deine Frau genauso Zeit braucht. Ich hoffe, dass sie bald auf dem wege der Besserung ist und zu eurem Lino den ganzen Tag kann.

Unser kleiner Per kann mittlerweile alleine atmen und hat keine Abfälle mehr. Aber mit dem Trinken hat er auch Probleme. Das ist wohl ganz normal und auch mit dem Stuhlgang hat er Probleme. Bekommt Lino Muttermilch? Wenn ja, dann ist das wohl unterschiedlich mit dem Stuhlgang.
Wir müssen den Kleinen einfach Zeit geben, immerhin sind sie ja zu früh gekommen.

Wenn du magst, kannst du dich gern per privater Nachricht melden.
ich wünsch euch alles, alles Gute und drück fest die Daumen!

Liebe Grüße
Hannah mit Niklas und Sarah fest im Herzen und #baby Per ganz fest im Arm bzw. Wärmebettchen (11 Tage alt)

Beitrag von sternchen.. 16.11.10 - 21:01 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!!!

Ich kann deine Sorge sehr gut verstehen. Vor 5 Jahren wurde unsere Tochter in der SS33+0 per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Sie wog 1550g bei 43cm und ist nach der Geburt auf 1200g runter gefallen. Am Anfang hat sie noch nicht einmal 5mg Milch geschafft und auch der Magen/Darmtrakt musste sich erst an den früheren Start "gewöhnen". Und auch wenn mal ein kleinerer Rückschlag dabei war, so kann ich heute doch stolz auf unsere völlig normal entwickelte Tochter schauen. ;-)
Es ist alles gut gegangen! Und ich bin mir sicher, dass wird es bei euch auch. Natürlich brauchen alle viel Zeit um in die Situation zu wachsen. Für dich als Vater sicher auch nicht so einfach, wie ich damals auch bei meinem Mann gemerkt habe. Sei für deine Frau einfach da. Das war für mich damals das wichtigste.

Help oder Praeklamsie setzen der Mutter ganz schön zu. Natülich habe ich das damals akut gar nicht so gesehen und das war auch gut so. Aber mit Zeit und Geduld wird alles wieder gut. Ganz bestimmt. Der Körper muss sich wieder umstellen.

Ich drück euch die Daumen, dass alles gut geht und dass du deine Lieben bald wieder Zuhause hast.

Liebe Grüße,
#winke

Beitrag von karupsel 17.11.10 - 07:41 Uhr

Guten Morgen,

vielleicht kann ich Dir ein bisschen Mut machen.
Mein Kleiner wurde vor 3 Jahren bei 36+1 mit 1.950g und 44 cm geboren bzw. musste geholt werden, da ich auch Hellp hatte.

Mir selbst haben die ersten Monate schwer zu schaffen gemacht, da ich nach der Geburt (Kaiserschnitt) auch noch auf der Intensivstation lag und mich nicht um mein Baby kümmern konnte#heul und die Geburt an sich total überraschend kam.
Meine Blutwerte besserten sich nach 5 Tagen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus musste ich sofort zum Internisten zur Dauerkontrolle, 3xtgl. Blutdruck messen und mich 10 Tage zu Hause selbst gegen Thrombose spritzen#schock

Meinem Kleinen ging es von Anfang an gut. Er hatte natürlich auch keine Kraft an der Brust zu trinken und ist immer wieder eingeschlafen. Wir waren froh, wenn er mal 30ml aus der Flasche getrunken hat. Da ihm einfach die Kraft fehlte, hat man ihm eine Magensonde gelegt.
Nach 12 Tagen Krankenhaus konnten wir ihn mit nach Hause nehmen und ab diesem Tag hat sich das Trinkverhalten komplett geändert. Er hat getrunken wie ein Weltmeister #huepf und es gab überhaupt keine Probleme mehr.

Ich denke, das Einzige was Du tun kannst, ist für Deine Frau da zu sein und sie in allem zu bekräftigen!

Ich wünsch Euch ganz viel#klee#klee#klee

LG Karupsel