Tipps für besondere Schrei-Situationen?

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Beitrag von sonnenstern-115 16.11.10 - 19:34 Uhr

Hallo zusammen,

mein Sohn ist jetzt 4,5 Monate alt und eigentlich ein sehr liebes, pflegeleichtes Baby. Leider geht es ihm momentan nicht so besonders gut, sodass er oft quengelig ist und manchmal auch heftig weint.

Wenn ich merke, dass wieder eine Quengelphase beginnt, versuche ich ihn abzulenken, mit ihm zu spielen oder zu schmusen, nehme ihn auf den Arm, gehe mit ihm spazieren oder versuche einfach das zu tun, was ihm in solchen Momenten hilft und was er braucht. Das ist auch immer ganz unterschiedlich. Mal liebt er es getragen zu werden, manchmal bringt es auch mehr, ihn zu pucken, neben mich auf die Couch zu legen und für ihn zu singen. Mal braucht er mehr Nähe und Spiel und mal weniger.

Dennoch gibt es manchmal Situationen, in denen hilft einfach gar nichts. Dann fängt er an zu weinen und schreit sich dann so in Rage, dass man meinen könnte, die Welt geht unter. Da kann ich dann auch machen was ich will, es hilft überhaupt gar nichts.

Was macht ihr in solchen Situationen mit euren Zwergen? Vielleicht hat ja noch jemand einen guten Tipp für mich?

Viele Grüße und danke im Voraus,

Sonnenstern



Beitrag von jumarie1982 16.11.10 - 19:40 Uhr

Huhu!

In solchen Situationen hilft bei uns seit über 18 Monaten IMMER: Stillen ;-)

LG
Jumarie

Beitrag von sonnenstern-115 16.11.10 - 19:44 Uhr

:-) Ja, das kenne ich von meinem Zwerg auch. Heute Nachmittag bahnte sich wieder so ne Schreiphase an, da habe ich ihn zu mir genommen und angelegt. Er schlief danach 30 Minuten, wurde wach und schrie leider wie am Spieß. :-( Erneut anlegen ließ er sich nicht. Hätte ihn sogar nuckeln lassen, was ich sonst nicht mache. Aber wie gesagt, er ließ sich sowieso nicht mehr anlegen.

Habe ihn dann erst eine Weile getragen und für ihn gesungen. Als auch das nicht half, bin ich mit ihm spazieren gegangen, in der Hoffnung, dass er wie sonst auch so häufig im KiWa einschläft. Aber nix wars!*seufz*

Beitrag von kikiy 16.11.10 - 19:50 Uhr

Wenn bei uns die Stimmung kippt,packe ich ihn in die Trage und wir gehen draußen spazieren.Wenn ich zügig gehe, ist sie schnell eingeschlafen,beruhigt ist sie schon wenn ich sie einpacke,obwohl es immer ein paar Minuten dauert bis ich loskomme,da ich auch noch den Großen und mich selbst anziehen muss.

LG

Beitrag von kullerkeks2010 16.11.10 - 19:55 Uhr

Huhu#winke

Also wir kriegen sone Schrei/Quengelphase gut im Griff wenn wir unsern Kleinen in die Manduca stecken und dann auf son Gymnastikball hüpfen mit ihn....dauert nicht lang und er schläft ein;-)

Hab gelesen dass das wohl daran erinnert wie es im mutterleib war wenn die Mutter gelaufen ist:-p

Wie gesagt bei uns hilft es...

LG Janine + #baby Jeremy (heute genau 16 Wochen)#verliebt

Beitrag von izzybizzy 16.11.10 - 20:01 Uhr

genau das hilft bei uns auch fast immer!!

Beitrag von izzybizzy 16.11.10 - 19:59 Uhr

Hallo!
Ich hatte bisher (gottseidank) erst einmal die Situation, dass echt gar nix mehr geholfen hat. Da habe ich dann mir Ohrenstöpsel rein (ehrlich, da wars leichter auszuhalten), mich mit ihr aufs Bett gesetzt und sie ganz festgehalten, dass sie gar nicht mehr zappeln konnte, und nur ein bisschen gesummt. Und abgewartet, bis es vorbei war, nach einer (sehr langen) Viertelstunde war es dann gut.

LG!

Beitrag von sonnenstern-115 16.11.10 - 20:13 Uhr

Mein Zwerg hat heute geschlagene 45 Minuten gebraucht, bis er sich beruhigt hatte. Zum Schluss war er total fertig und geschwitzt vor lauter Anstrengung. Er tat mir sooo leid, aber ich konnte ihm wirklich nicht helfen.#schwitz

Beitrag von cb600 16.11.10 - 20:00 Uhr

Hallo Sonnenstern,

wir waren mit unserem Sohn deshalb in der Schreiambulanz, weil häufig einfach nichts gegen sein Weinen / Brüllen / Quengeln geholfen hat.
Dort haben wir gelernt, dass ein Baby nur in Ruhe zur Ruhe kommen kann, sprich: die ganzen Beruhigungsstrategien überdecken den Zustand für eine Weile, aber im Endeffekt nutzen sie nicht viel, da das Baby immernoch seinen Streß in sich herumträgt.
Die Therapeutin erklärte uns, dass unser Baby mit seinem Schreien etwas mitteilen will und wir uns mal anhören sollen, was es erzählen möchte. Wichtig ist, dabei ruhig zu bleiben, das Baby auf dem Arm zu halten und ihm zu signalisieren, dass man zuhört.

Wie die Therapeutin voraussagte, wurde das Schreien zunächst stärker, weil unser Sohn nun erzählen konnte und nicht mehr "ruhiggestellt" (durch stillen, schunkeln, herumtragen...) wurde. Nach ein paar Tagen wurde es aber besser und man sah unserem Kleinen auch an, dass es ihm besser ging. Vorher sah er manchmal gestresst aus.

Informier dich mal unter "erste emotionelle Hilfe".

LG

Beitrag von sonnenstern-115 16.11.10 - 20:18 Uhr

Das hört sich gut an.

Ruhig bleiben fällt mir in solchen Situationen auch nicht schwer, weil ich mir immer vor Augen halte, dass es einen Grund gibt, wieso er so arg weint und dass er das ja nur auf diesem Wege äußern kann.

Habe ihn dann allerdings irgendwann in den KiWa gelegt und bin mit ihm spazierengegangen, ihn also nicht auf dem Arm behalten. Habe versucht, ihn immer wieder meine Stimme hören zu lassen, damit er weiß, dass er nicht alleine ist.

Werde es beim nächsten Mal versuchen, ihn auf dem Arm zu halten und zuzuhören, so wie du geschrieben hast.

Dankeschön. #blume

Beitrag von cb600 16.11.10 - 20:49 Uhr

Hey, das ist doch klasse, dass Du ruhig bleiben kannst! Ich sage mir auch immer "Es hat nichts mit mir zu tun, dass er so schreit. Er hat einen Grund und muss sich und seinem Ärger oder Stress Luft verschaffen..." Wenn man das weiß, ist das schon mal sehr gut.

Wenn Du dein Kind "erzählen" lässt (sprich es auf dem Arm hältst und zuhörst ohne Beruhigungsstrategien zu nutzen), solltest Du wissen, dass es anfangs auch auch gut eine halbe Stunde dauern kann, bis das Kind fertig mit erzählen ist. Falls Du Streß bekommst, stell Dir eine schöne Situation mit deinem Baby vor. Das hilft auch nochmal, selbst keinen Streß zu bekommen. Wenn das Baby ein paar Mal erzählen durfte, geht es immer schneller, weil es nicht so viel angesammelt hast.

Es ist irgendwie sehr schwer, so etwas zu beschreiben... Ich hoffe, Du weißt in etwa, was ich meine!?

LG.... und #bitte

PS: Diese Strategie hat das Ziel, dass das Baby lernt sich zu regulieren - bei Schreibabys spricht man auch gern von "Regulationsstörungen".

Beitrag von sonnenstern-115 16.11.10 - 21:03 Uhr

Ich bin mit einem Haufen kleiner Geschwister aufgewachsen, insofern kannte ich Schreisituationen von Babys. Vielleicht ist das der Grund, wieso es mir in der Regel gelingt, ruhig zu bleiben (was nicht heißt, dass das schrille Babygeschrei auch an meinen Nerven ganz schön zerren kann).

Ja, ich verstehe, was du beschreibst. Heute hat mein Zwergenkind ganze 45 Minuten geschrien bis er sich beruhigen konnte. Insofern habe ich etwas Übung im Aushalten.

Bin echt gespannt, wie das wirkt bei ihm, wenn ich die Beruhigungsstrategien weglasse und ihm aktiv zuhöre und ihn erzählen lasse.

Beitrag von sweety1720 16.11.10 - 20:06 Uhr

versuch mal das mit die 5 "S"das soll den beruhigungsreflex auslösen


1=Strammes Einwickel( nicht zufest etwas bewegen muss er sich noch können)-> eine wahre Wonne

2=Seiten/Bauchlage(auf dem arm natürlich)->die Wohlfühlposition des Babys

3= schhh-laute von sich geben->der bevorzuge Beruhigunslaut desBaby

4= rhytmisches schaukeln->Bewegung nach dem bedürfniss des Babys

5= saugen->Zuckerguss auf dem Kuchen


also bei uns klappts prima zwar nicht immer aber fast immer..... zu 99% der schreiattacken......


viel glück.....

Beitrag von yorks 16.11.10 - 20:24 Uhr

Hallo,

ich kann cb600 nur zustimmen. Wir waren zwar nie bei einer Schreiambulanz aber auch unser Kleiner war ein Schreibaby das stundenlang nur geschrien hat, tags, nachts, beim Füttern, beim Einschlafen....fast immer. #schwitz

Es halt tatsächlich auch nur ihm zuzuhören und das Schreien zu akzeptieren. Die Kleinen wollen etwas erzählen und können sich nicht anders ausdrücken.

Wenn dein Baby das nur hin und wieder hat, dann schaue einfach ob du alles andere ausschließen kannst (volle Windel, Hunger etc.) und wenn da alles ok ist, dann leg dich einfach mit Baby hin und kuschelt eine Runde und höre zu was es dir sagt. ;-)

Es wird Baby guttun, dass man zuhört, auch wenn du das zunächst nichts merkt weil es weiterschreit aber wirst sehe, auf Dauer hilft das.

LG yorks mit Schreihals Louis (morgen schon 11 Monate)

Beitrag von sonnenstern-115 16.11.10 - 20:31 Uhr

Cool, dass noch jemand schreibt, der die gleiche positive Erfahrung gemacht hat. Ich werde es auf jeden Fall versuchen. Denke ich werde innerhalb der nächsten Tage sicherlich die Möglichkeit dazu bekommen. :-) *g*

Beitrag von yorks 16.11.10 - 20:42 Uhr

Das wird schon :-)

Beitrag von myszka76 16.11.10 - 20:26 Uhr

hallo,
bei uns hilft immer wickeln.

Ich lege ihn auf den Wickeltisch und ziehe ihn aus, das alleine machts schon aus (mit Wärmelampe, bei der Kälte). Er beruhigt sich ganz schnell.
Dann kommt die frische Windel dran und dann meckert er zwar noch über das Anziehen, aber meist nicht mehr so schlimm, wie vorher.

#blume
myszka

Beitrag von flaqita 16.11.10 - 20:46 Uhr

Bei uns hilft dann meist, die Windel ausziehen und ein ohne Windel sein lassen. Da hat sich mein Sohn eigentlich fast immer beruhigt und meine Tochter jetzt auch. Wenn das auch nicht geholfen hat, dann hab ich sie ohne Windel nur mit den Stoffwindel zwischen den Beiden auf den Arm genommen oftmals im Fliegergriff und gewartet bis sie sich beruhigt haben. Das hat dann meist nur 1-2 Minuten gedauert.

Liebe Grüße flaqita mit Maus 3,5 Monate und Schneck 3,5 Jahre