was bin ich doch für eine Mutter?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nuckelspucker 16.11.10 - 20:48 Uhr

n'abend,

mein großer (5) macht gerade seinen zweiten schwimmkurs. deswegen ist er dreimal die woche mittagskind im KIGA. da ich noch in elternzeit (mit sohn nr. 2) bin, ist das möglich.

seit ein paar wochen "darf" niclas endlich gitarre lernen im KIGA.

dort kommt eine lehrerin von einer musikschule und bietet musikalische früherziehung und instrumentenunterricht an. niclas liegt mir schon seit april diesen jahren damit in den ohren, bei ihr gitarre lernen zu wollen.

erst dachte ich, er mag sie so sehr, deswegen will er das und er wird es nach ein paar stunden nicht mehr wollen. aber nein. er ist begeistert bei der sache und lernt schnell.

nun ist er "erst" 5 und im KIGA werd ich blöd angeschaut, weil ich meinen sohn überfordere mit den ganzen terminen.

ich zwinge ihn zum schwimmen und er muss in dem jungen alter schon ein instrument lernen.

was sagt man dazu?

schwimmen lernen war meine idee, ich hab ihn gefragt und er war einverstanden. ich find es wichtig, dass er das kann, er hat viel spaß daran, seit er ohne hilfe schwimmen kann. da ich in elternzeit bin, hat sich das zeitmäßig angeboten.

ich hab keine lust, mich ständig für irgendwas zu rechtfertigen.

im KIGA setzt man gerade ein seltsames landesgesetz um, nach dem die kinder angeblich zu nichts mehr gezwungen werden dürfen. also keine ansage mehr, wir malen jetzt alle einen weißen schneemann oder sowas. jeder soll machen, was er möchte und wann er es möchte.

vorschule darf mit den kindern auch nicht mehr gemacht werden, das würde sie ebenfalls überfordern.

ich passe da natürlich nicht ins bild, wenn ich meinen sohn so oft als mittagskind abhole und zum schwimmen "zwinge".

gitarrenunterricht und musikalische früherziehung, an der viele kinder teilnehmen, werden vom KIGA nur geduldet.

lg claudia + niclas + lucas

Beitrag von sonne_1975 16.11.10 - 20:55 Uhr

Er macht doch den Schwimmkurs STATT dem KiGa am Nachmittag, richtig? Wo ist dann das Problem?

"im KIGA setzt man gerade ein seltsames landesgesetz um, nach dem die kinder angeblich zu nichts mehr gezwungen werden dürfen. also keine ansage mehr, wir malen jetzt alle einen weißen schneemann oder sowas. jeder soll machen, was er möchte und wann er es möchte. "

War es bei euch echt früher so?
Bei uns macht schon immer jeder, was er will, ich dachte, es wäre normal für einen KiGa. Meiner würde bei dem Zwang nicht mitmachen.l

LG Alla

Beitrag von nuckelspucker 16.11.10 - 21:04 Uhr

hey,

die kinder beschäftigen sich mit einem thema, zum beispiel winter und dann heißt es eben, wir malen einen schneemann oder im herbst ein herbstbild oder sowas.

ich meinte das mit dem schneemann nur als beispiel.

die bilder dürfen auch nicht mehr im flur mit namen aufgehängt werden, weil die eltern ja sonst vergleichen würden und eventuell neidisch werden könnten, wenn andere besser malen als der eigene sprössling.

die kinder sollen selbst entscheiden, ob sie spielen, essen oder schlafen wollen. mal grob gesagt. das find ich falsch.

kinder brauchen doch regeln und grenzen oder nicht?

claudia

Beitrag von sonne_1975 16.11.10 - 21:11 Uhr

Warum brauchen die Kinder Grenzen beim Spielen? Bei uns entscheiden die Kinder auch selbst, ob und wann sie frühstücken wollen (mitgebrachtes). Warum aufzwingen?

Regeln sind wichtig im Umgang: nicht hauen usw. Aber doch nicht, was das Kind spielen soll und ob es schlafen will.

Die meisten Kinder halten ab 2,5 sowieso keinen Mittagsschlaf mehr, also was soll das Schlafen noch?

Beitrag von nuckelspucker 16.11.10 - 21:13 Uhr

hey,

also das schlafen ab drei oder vier ist ansichtssache, obwohl ich denke, ausruhen für eine kurze zeit ist sinnvoll, jedenfalls bis 4.

aber essen, wann man möchte find ich sowas von daneben.

gemeinsame mahlzeiten sind doch schön und wichtig oder bin ich zu alt für diese welt?

was machen die kinder in der schule, wenn der lehrer gerade ein thema durchnimmt, sag ich dann auch, ich hab keine lust auf deutsch, mach lieber sport und geh deswegen raus? oder muss mit 6 jahren dann alles plötzlich in geordneten bahnen verlaufen? oder kann man in der schule heutzutage auch machen, was man will?

lg claudia

Beitrag von sonne_1975 16.11.10 - 21:26 Uhr

Müssen die Kinder im KiGa schon gedrillt werden? Es ist ein Unterschied, ob ein Kind 3-4 oder 6-7 ist. Nicht umsonst gibt es Schulreife.

Lass die Kinder wenigstens im KiGa machen, was sie wollen.

Bei uns essen Kinder in Gruppen (6 Kinder auf einmal), weil kein Platz sonst ist. Und jeder kann entscheiden, ob er jetzt, etwas später oder gar nicht geht. Natürlich nicht die ganze Zeit bis 12, sie haben da schon ein Zeitfenster dazu (8-10, glaube ich, Bringzeit ist bis 9).

Beitrag von nuckelspucker 16.11.10 - 21:30 Uhr

hey,

ich möchte keinen drillen. bei uns gibts zwei gruppen im KIGA, die alle in den speiseraum passen und gemeinsam essen. oft gibt es geburtstagsessen oder einmal im monat ein "festessen" passend zum monatsfest (also gespensterfest, sommerfest usw.).

die kinder haben spaß daran.

also bitte keinen drill, da hast du mich falsch verstanden.

lg claudia

Beitrag von sonne_1975 16.11.10 - 21:42 Uhr

Klar, wenn sie gemeinsam essen können, ist es gut. Soll es jetzt abgeschafft werden oder wie?

Beitrag von mamavonyannick 16.11.10 - 21:52 Uhr

Der Kiga bereitet im besten Fall auf die Schule vor!

Beitrag von mamavonyannick 16.11.10 - 21:51 Uhr

Kinder müssen auch da ran geführt werden, dass man mal was machen muss. Ich kann schließlich ein Kind nicht in der Kita machen lassen, was es will und in der Schule MUSS er dann plötzlich schneiden, falten, lesen, rechnen, malen.

Was sollte schlimm daran sein?

Beitrag von marathoni 16.11.10 - 20:55 Uhr

Mit 5 erst schwimmen lernen finde ich persönlich fast einen ticken zu spät. Meine konnten ds alle mit 4 Jahren!!
Und mit 5 Jahren ein Instrument lernen zu lassen ist absolut o.k.
Wenn es den Wunsch hat, bitteschön. Kinder wissen oft selbst wenn es ihnen zuviel wird. Lass ihn. Was stört dich das Geschwätz der anderen!!

Beitrag von sonne_1975 16.11.10 - 20:57 Uhr

Hier sind alle Kurse ab 5 Jahre, es gibt keine andere.

Beitrag von marathoni 16.11.10 - 21:01 Uhr

...das ist aber...#contra#contra#contra
Naja, da kann man wohl nicht machen. Mir war es eben immer sehr wichtig, dass die Kinder früh schwimmen können. Mit 4 ging das problemlos. Meiner Freundin ihre Tochter konnte bereits mit 2 1/4 alleine eine Bahn quer durchs große Becken. Sie konnten allerdings jeden tag im hauseigenen Pool trainieren. Geil !!

Beitrag von sonne_1975 16.11.10 - 21:08 Uhr

Das glaube ich nicht. Mit 2,5 kann ein Kind die Muskeln gar nicht haben um alleine ohne Schwimmhilfen zu schwimmen.

Mit 4 ist es den meisten Kindern viel zu früh, deswegen sind die meisten Kurse ab 5. Denn es ist sonst nur rausgeschmissenes Geld, denn auch vielen 5jährigen ist es noch zu früh.

Warum muss in 4jähriger ohne Schwimmhilfe schwimmen können? Wo ist das Problem, wenn er es mit 6 kann?

Beitrag von mamavonyannick 17.11.10 - 07:10 Uhr

"Warum muss in 4jähriger ohne Schwimmhilfe schwimmen können?"

Weil auch 4-jährige schon ertrunken sind. und solange es ohne Zwang geschihet, kann ich dabei nichts finden. Gibts bei dir für alles einen altersgerechten zeitplan im Kopf oder traust du deinem Kind schon Sachen zu, die er nach deinem Lehrplan eigentlich erst nächstes Jahr können müsste?
Meiner Meinugn nach steht man seinem Kind damit in der individuellen Entwicklung im Weg, und das, obwohl man es eigentlich fördern sollte. Wird bei dir nicht passieren... ist ja meistens noch zu klein.

Beitrag von sonne_1975 17.11.10 - 13:14 Uhr

Nein, du hast es falsch verstanden. Die Betonung war auf MUSS. Sie hat nämlich geschrieben, mit 5 wäre es viel zu spät.

Wenn ein Kind sich dafür interessiert und es machen will, ist doch super. Nur hat die Erfahrung der meisten Schwimmlehrer gezeigt, dass es unter 5 wenig Sinn macht, deswegen sind die meisten Kurse ab 5.

Man kann das Kind natürlich auch mit 4 da geben, wenn die Lehrer mitmachen. Nur die Wahrscheinlichkeit ist viel höher, dass sie mehrere Kurse brauchen. Und dann sowieso schon 5 sind...

Beitrag von marathoni 17.11.10 - 09:02 Uhr

Doch das stimmt. Meine Freundin lebt in Griechenland und dort haben sie einen eigenen Pool, eher ein Schwimmbad, da sie in einem Hotel lebt. So, und das Kind wurde im Januar 2 Jahre und konnte def. im Juni richtig schwimmen. Soviel dazu.
Wenn ein Kind soweit ist, ob 4,oder 5 sollte es schwimmen lernen. Ich habe 4 Kinder. Ich war heilfroh, dass mein Großer mit 4 schwimmen konnte, da musste ich nicht ständig 2 Kinder auf dem Arm halten wenn wir im Wasser waren. Der Große ist geschwommen, ich war mit der Kleinen auf dem Arm dabei.
Deine Ansicht finde ich lächerlich. Natürlich kann das ein Kind. Wird es nicht in Watte gepackt oder ist aus irgendwelchen Gründen dazu nicht in der Lage.

Beitrag von susasummer 17.11.10 - 10:49 Uhr

Also meine konnten das mit 4 auch nicht.Der Kurs geht hier ab 4 los,aber die meisten sind auch der Meinung,das kinder das erst so ab 5 jahren alles zusammen bringen können.Sicher gibt es ja auch Ausnahmen,wie bei allem.
Meine Tochter hat mit 4 einen kurs gemacht,das hatte aber keinen sinn.Jetzt ist sie 6 und langsam geht es voran.Sie hat eben noch recht viel angst vor dem alleine schwimmen.
bei meinem jüngsten fange ich also gar nicht erst so früh an.Mir reicht es,wenn sie bis zur 1.klasse schwimmen können.
lg Julia

Beitrag von nuckelspucker 16.11.10 - 21:07 Uhr

hey,

hier beginnen die kurse erst mit 5 und ich muss sagen, von der kraft und ausdauer her hätte niclas mit 4 vielleicht länger gebraucht. er hatte nach dem ersten kurs noch ne schwimmhilfe, daher haben wir den zweiten kurs nachgeschoben. er war einverstanden.

nun schwimmt er sehr gut. nur die bahn hat er noch nicht komplett geschafft, aber für mich muss er kein seepferdchen machen, mir ist wichtig, dass er schwimmen kann. die ausdauer und damit die bahnen kommen von alleine, hoffe ich.

lg claudia

Beitrag von sandra7.12.75 16.11.10 - 21:56 Uhr

Hallo

Das kommt auch ganz auf das Kind an.Unsere Große konnte mit 5 Jahren schwimmen,die mittlere erst mit 7 Jahren(entwicklungsverzögert) und Katharina ist jetzt schon 3 Jahre im DRLG und müßte nur noch die Bahn schwimmen,aber die hat da nicht so die Lust drauf.Dafür macht die lieber turnen#huepf.

Ich kenne euer Konzept garnicht und unser Kiga wurde von allen anderen Kigas hier für die tolle Vorschularbeit gelobt,sogar von der Grundschule.

Wer hatte denn die Idee mit der Vorschule???#kratz#kratz

lg

Beitrag von maggelan 16.11.10 - 21:18 Uhr

Irgendwie rechtfertigt man sich ja doch immer, so wie du in dem Beitrag hier.

Wenn dein Sohn das alles freiwillig und mit Begeisterung macht, dann siehst du doch selbst, das alle anderen Meinungen das nicht wiederspiegeln.

Ich bin für Fördern, wenn das Kind auch mitspielt und es noch genügend Zeit für Freunde hat. Kiga ist was anderes als die Freunde in der Freizeit zu treffen.

Ich selbst kritisiere ab und an übereifrige Mütter, deren Kinder von Montag bis Samstag verplant sind. Diese Kinder wollen sich unbedingt mit anderen treffen und haben einfach keine Zeit dafür, weil die Eltern bereits feste Pläne haben und die mit Englisch, Ballett, Schwimmen etc verplanen.

2 Beispiele die den Widerwillen des Kindes mehr als deutlich gezeigt haben hatte ich bei meiner Tochter in der Klasse.
Heute 8 Jahre später kann ich dazu ganz klar sagen, alles fördern hat nicht wirklich was gebracht. Aber Hauptsache dem Kind die Kindheit mit Terminen vermiest!

Beitrag von nuckelspucker 16.11.10 - 21:25 Uhr

hey,

lieben dank für deine antwort.

ich hab immer drauf geachtet, dass niclas nicht zuviel um die ohren hat. beim schwimmkurs hatte ich die möglichkeit, 5 wochen lang dreimal die woche 14 uhr hinzugehen oder aber zweimal die woche 17 uhr.

17 uhr find ich aber viel zu spät. daher hab ich mich für dreimal die woche entschieden, auch wenn das stressig ist. 5 wochen waren überschaubar. leider war nach einem schwimmkurs der erfolg eher mäßig und wir haben gemeinsam überlegt, ob ein weiterer schwimmkurs gewollt ist.

mein großer wollte es gern. ich dachte, er braucht nicht mehr viele stunden. nun sind aus 5 wochen leider 10 geworden und ich bin froh, wenn die letzte stunde rum ist, weil es mit noch nem kind stressig ist. aber niclas geniesst es und freut sich natürlich, mittagskind zu sein.

zum anderen tut ihm derzeit ablenkung gut, da sein papa im KKH liegt.

ich halte nichts von zuviel fördern, er soll kind sein und bleiben, solange es geht.

lg claudia

Beitrag von sandra7.12.75 16.11.10 - 22:01 Uhr

Hallo

Ja solche Eltern gibt es hier auf.Die haben sich ein Jahr vor Einschulung der Grundschule schon mal in dem Bezirk angemeldet wo das Gymnasium ist #augen.Ist ja klar oder???

Dann hat sich die mutter immer beschwert das ihr kind keinen Besuch bekommt.Klar wenn das Kind von Montags bis Freitags unterwegs ist.

Katharina geht in die DRLG und zum turnen.Sie wollte dann zum Chor und das hat sie aber freiwillig wieder abgelehnt als die Schule angefangen hat.Mit der Begründung kaum noch Zeit für Freunde zu haben.

Sie hat dafür Freitags von 12-13 Uhr noch Handball-AG in der Schule.

lg

Beitrag von perserkater 16.11.10 - 21:41 Uhr

Hallo Claudia

Ich glaube du hast den neuen Lehrplan falsch verstanden. Es ist schon richtig, die Kinder werden nicht mehr gezwungen gemeinschaftlich sich hinzuhocken und alle malen jetzt ein Bild oder dergleichen.
Die Neigungen, Vorlieben, Talente jedes Einzelnen sollen die Erzieher erkennen und dann in der Richtung fördern. Die Kinder sollen sich ausleben dürfen mit dem was sie gerne tun und sie sollen sich beschäftigen dürfen mit dem, was sie gerade begeistert.
Ich finde das toll so. Für echte Lehrpläne, Vorgaben und Anleitungen ist nun mal die Schule zuständig und 7 Jährige darf man in der Richtung anders behandeln aber der Kindergarten sollte vor allem noch Spiel und Spaß bedeuten.

Schade aber, dass die Musik in eurem Kiga nur geduldet wird. Bei uns findet auch musikalische Früherziehung statt und die Erzieher sind um jedes Kind froh, welches von den Eltern dazu angemeldet wird.

LG

Beitrag von sonne_1975 16.11.10 - 21:44 Uhr

In welchem Bundesland kam jetzt dieser neue Plan?

Unser KiGa ist schon lange so (mein Sohn ist über 2 Jahre drin, wie es früher war, weiss ich natürlich nicht) und es war für mich selbstverständlich.#kratz

  • 1
  • 2