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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von kruemelkg 17.11.10 - 08:20 Uhr

hallo liebe urbia-freunde,

ich möchte hier mal meinen erfahrungsbericht reinsetzen und denjenigen mut machen die schon am verzweifeln sind.

ich bin 27 jahre und mutter eines 3 jährigen sohnes und anfang des jahres kam der wunsch nach einem 2.kind. beim ersten hatte ich keinerlei probleme, normaler zyklus, normale befruchtung, normale geburt.

seit märz bekam ich keine regel mehr und dachte, nun gut, dann vielleicht schwanger. aber weit gefehlt. die test fielen negativ aus. beim besuch im juni beim FA wurde PCO festgestellt.

der schock saß tief und ich suchte mir eine spezialklinik in berlin mitte zur 2. meinung. diese bestätigten dies. jedesmal war ich dort beim anderen arzt, ich solle 15kg abnehmen, bei einem gewicht von 72kg bei 1,67m. jeden monat 5kg. die ersten 5 kilo schaffte ich und halte dies seitdem.

nach absprache mit einer ärztin wolllten wir mit einer hormontherapie anfangen. ich erschien zu dem verabredeten termin und da war der chefarzt da. er untersuchte mich wie ein stück fleisch. dann kam er zum entschluss das es mit mir keinen sinn mehr hat und das ich mal über eine künstliche befruchtung nachdenken solle. ich war geschockt. über den preis wolle er dann mit meinem partner und mir in der nächsten sitzung sprechen. ich war 3 minuten im raum mit ihm. er war so gefühlskalt.

danach ging ich nach hause um alles zu besprechen. wir entschieden uns eine andere klinik aufzusuchen.

um noch mal auf die künstliche befruchtung zurück zukommen, bei PCO Frauen ist ja bekanntlich das problem das die follikel nicht ausreifen und sich im eierstock aneinanderreihen. nun will mir der chefarzt erzählen das wir eine künstliche befruchtung brauchen, wo mir eine eizelle entnommen wird, außerhalb mit dem spermien (was total in ordnung ist) befruchtet wird und dann wieder eingesetzt wird???

wie soll das gehen, denn die eier reifen ja nicht von alleine.
das heißt mir werden dann hormone verabreicht die die follikel reifen lassen und dann werden mir welche entnommen. warum wurde es nicht so probiert? also mit hormonen behandelt und auf natürlichen wege versucht schwanger zu werden????

na das ist doch klar, "geldschneiderrei".

nun in der neuen klinik angekommen, meine situation erklärt und auf den stuhl für ultraschall. und was ist da??? ein schönes reifes EI.

ohne jegliche hilfe. einfach so.

wir natürlich gleich ran an die buletten, aber hat leider nich geklappt, aber wäre ja auch ein wunder.

im 2.zyklus nahm ich clomifen, hat bei mir nicht angeschlagen, also spritzte ich mir gonal f.
bienchen gesetzt und gestern hab ich erfahren das ich schwanger bin.

ist das nicht krass???

ich bin so froh das ich nicht auf die ärzte in mitte gehört hab. dann wäre ich viell.auch schwanger, aber 3000€ ärmer.

und noch eine sache hat mir geholfen relativ ruhig mit der sache umzugehen. ich habe mir nicht viel gedanken darum gemacht, denn mit täglichen temperaturmessen und austauschen von symptomen macht man sich total wuschig. so ging es mir zumindestens.

so, ich hoffe ich habe einigen von euch mut gemacht und wünsche euch bei eurer familienplanung alles gute.

bis bald im schwangerschaftsforum ;-)

lg katrin

Beitrag von sweetbeat 17.11.10 - 08:47 Uhr

Hallo!

Das ist ja toll! meinen Glückwunsch erstmal! :-)

Find es total schön auch sowas zu lesen. Bei mir selbst wurde erst letze Woche PCO festgestellt. War auch erstmal ziemlich geknickt versuche jetzt aber wieder nach vorn zu denken.
Auch ich sollte laut Arzt abnehmen (1,62 mit max 70kg). Bin gespannt was bei meinen Blutwerten rauskommt. Die bekomme ich hoffentlich morgen :-)

Beitrag von mariamey 17.11.10 - 09:08 Uhr

Mensch! Herzlichen Glückwunsch! Wieso musst du bei 72 kg und 167 cm 15 kilo abnehmen?????? Mit 5 kilo weniger bist du doch im Normalbereich

Beitrag von bunny2204 18.11.10 - 10:09 Uhr

hallo,

ich bekam meinen Grossen 2003 ganz ohne Problem. Zyklus war auch sehr regelmässig.

2005 folglten 2 FG, weil die Eier wohl nicht in der Lage waren sich ordentlich einzunisten.

2006 dann erstmals in Kinderwunschpraxis. Dort Diagnose "Lehrbuchmässiges PCO"....wir haben usn dann für eine Hormonelle Unterstützung entschieden (Puregon) und schon im esten Versucht war ich schwanger. Damals wog ich ca. 80 kg bei 1,63.

2008 dann nochmals das selbe "Spielchen" mit den selbne Medis (allerdings höhere Dosis erforderlich) und es hat im 2ten Zyklus damit geklappt.

Hab dann schön abgenommen - 67 kg waren es am Ende. Und offenbar hat das meinem Zykus ungewollte auf die Sprünge geholfen....unsere Familie war komplett. Aber durch die Abnahme hatte ich das erstemal in mindestens 10 Jahren einen ES am 13. Tag und wir haben nicht verhütet "kann ja nix passieren" :-p DENKSTE. Bin jetzt in der 22. SSw.

ALso auch mit starkem PCO kann man mit der richtigen Hilfe eine grosse Familie bekommen.

Lg BUNNY #hasi mit 3 Kids an der Hand und #ei 22. SSW