Problem: Zu wenig Milch?!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sanara200 17.11.10 - 14:20 Uhr

Hallo!

Brauche mal Hilfe. Wer hat Erfahrungen gemacht mit milchbildenden Nahrungsmitteln bzw Stilltees??

War heute beim KiA und ihm gefällt das Gewicht meiner Tochter nicht. Sie ist 3 1/2 Monate alt und wiegt zu wenig. Ich soll jetzt mal "vor dem Stillen - nach dem Stillen" wiegen, hab eine Waage auf Rezept bekommen und dann muss ich nächste Woche wieder hin.

Aber:
Sie geht nicht an die Flasche!!! Mein Mann und ich haben alles probiert!! NICHTS HILFT, es funktioniert einfach nicht! Was kann ich tun? #zitter#zitter

Meine Idee: Meine Milch auf Trab bringen!!! Ist es glaubhaft, dass z.B. "Stillkugeln" gut sind oder Stilltee?? Was kann ich tun dass meine Milch besser wird oder wieder mehr kommt???

Der Arzt sagt zwar, es sei noch kein Kind an der Flasche verhungert, aber WIE soll ich es machen???#schwitz#schwitz#schwitz

Bitte, hat jemand Erfahrungen? Gibt es wirklich nachweislich Nahrungsmittel, die helfen??

Danke!!!!

Beitrag von sanara200 17.11.10 - 14:21 Uhr

.... ERGÄNZUNG.

Wir haben das mit der Flasche bereits nach der 8. Woche bei ihr probiert, wochenlang. Aber es hat nichts genützt. Deshalb habe ich es nach ca. 6 Wochen probieren und probieren aufgegeben....

Beitrag von lilly7686 17.11.10 - 14:24 Uhr

Hallo!

Erst mal würd ich gerne wissen, wie schwer und groß deine Tochter jetzt ist und bei der Geburt war.

Außerdem das geringste Gewicht, das sie hatte (nach der Geburt nehmen die Kleinen ja immer ein bisschen ab).

Und dann: Stilltee hilft (mir zumindest) super. Meine Brüste platzen fast, wenn ich zu viel davon trinke ;-) Stillkugeln hab ich noch nicht versucht, sollen aber ebenfalls toll sein!

Beitrag von kleines-meierlein 17.11.10 - 14:42 Uhr

Hallo,#winke

das Problem mit der Flasche kenne ich auch nur zu gut und habe mittlerweile auch die Versuche, unserem Sohn MuMi aus der Flasche durch meine Mann füttern zu lassen, aufgegeben.;-) Dein KiA macht es sich mit seiner Aussage "An der Flasche ist noch keiner verhungert" ziemlich leicht - ich fand das Weinen furchtbar. Tja und so lassen wir es eben wie es ist und irgendwann werde ich dann bestimmt mal wieder etwas flexibler sein, denn mein Sohn will ja hoffentlich nicht bis 18 an die Brust ... #gruebel

Zu deiner Frage nach den Nahrungsmitteln: Also ich kann mir vorstellen, dass jede Frau da ganz unterschiedlich reagiert.
Milchbildend sollen unter anderem sein: Malzbier, alkoholfr. Weizen, Still- bzw. Fencheltee, Stillkugeln, Sandornsaft, Trockenfrüchte, Mandeln usw. (Mehr weiß ich momentan nicht) und natürlich ganz oft anlegen, anlegen, anlegen...

Ich glaube du musst ausprobieren, was bei dir selbst am Besten anschlägt.

Übrigens wäre das Gewicht deiner Tochter wirklich interessant zu wissen.

LG

Beitrag von jumarie1982 17.11.10 - 14:43 Uhr

Huhu!

Hat deine Tochter vom niedrigsten Gewicht bis heute pro Woche IM DURCHSCHNITT 120g zugenommen?
Hat sie am Tag mind. 4-6 nasse Windeln?
Ist sie fit wenn sie wach ist?
Ist sie nach dem Stillen zufrieden?

Dann hast du auch genug Milch.
Stilltee, ausgewogene Ernährung, Bockshornkleekapseln, etc. sind zwar hilfreich, aber nichts macht so gut Milch, wie er stillendes Baby.

Und: Es ist noch kein Baby an der Brust verhungert!
Vorausgesetzt, es ist richtig angelegt und man mauschelt nict mit Fläschchen oder einem aufgezwungenen Rythmus dazwischen.

LG
Jumarie

Beitrag von sonne_1975 17.11.10 - 14:53 Uhr

Die KiÄ richten sich nach den Kurven, die für Flaschenkinder gemacht wurden.

Sag doch die Eckdaten, wie gross, wie schwer, wie schwer war sie zur Geburt?

Lass die Flasche, da wird deine Milch davon nur weniger.

Trinkst du Stilltee (nicht zuviel)? Trinkst du genug (2 Liter)? Isst du regelmässig und nahrhaft? Damit kann man die Milch schon sehr gut steigern.

Wie häufig trinkt sie? Ist sie danach zufrieden?

LG Alla

Beitrag von steffi0413 17.11.10 - 15:56 Uhr

Hallo Sanara,

bei mir hat weder Stilltee noch Bier oder ähnliches etwas gebracht.

Die effektivste Milchförderung ist: anlegen, anlegen, anlegen. Das aber oft (mind. 10-12x in 24 Stunden) und immer beide Seite anbieten.

Wenn Du aber in den ersten 4-6 Wochen genug Milch hattest, dann kann es nicht sein, dass die später nicht mehr reicht. Die Milch geht nicht ohne Grund zurück und deine Kleine trinkt nach der 4.-6. Woche nicht wesentlich mehr, kann nur besser verwerten.

Wieviel sie auf einmal trinkt, würde ich nicht messen, das macht nur Stress und hat überhaupt keine Bedeutung. Wichtig ist, wie oft sie angelegt wird.

Die meisten gestillten Babys nehmen in den ersten 3 Monaten durchschnittlich 113-227g/Woche zu, in den zweiten 3 Monaten 85-142g/Woche.

Hat sie mind. 6 nasse Stoffwindel oder mind. 4 Einmalwindel pro Tag. Ist sie wach und lebhaft? Nimmt sie regelmässig zu (auch wenn weniger als Durchschnitt)? Spürst Du Milchspendereflex beim Stillen? Hörst Du, dass sie schluckt? Wächst sie und entwickelt sich sonst gut (Geist, Bewegung)?
Wenn ja, dann ist alles in Ordnung.

Ich würde überhaupt keine Flasche anbieten. Das macht nur ihre Trinktechnik an der Brust kaputt, kann Saugverwirrung verursachen und deine Milch geht zurück.

LG
Steffi

Beitrag von thalia.81 17.11.10 - 16:23 Uhr

Mich würde mal interessieren, was sie wiegt und zur Geburt gewogen hat bzw. das niedrigste Gewicht.

Habe auch ein Fliegengewicht (im Arm) und werde mit Sicherheit zur U4 gemeckert bekommen und eine Waage auf Rezept bekommen.

Paul liegt auch unter der Kurve, auch in der WHO-Kurve liegt er nicht viel besser #schmoll

Ich glaube aber nicht, dass du zu wenig Milch hast. Ich habe viel zu viel im Angebot, mein Würmling mag halt einfach nicht länger und häufiger trinken #schwitz

Beitrag von sanara200 17.11.10 - 16:33 Uhr

Wow gleich so viele Antworten! :-D
ERst mal Danke!

Also sie wog 3000 g bei der Geburt. Jetzt nach 3 1/2 Monaten: 5.170 g. Wobei sie vor einer Woche 5.130 g gewogen hat (!!) #zitter#zitter

aber sie ist in 3 monaten 12 cm in die Länge gewachsen... #kratz

Der KiA hat ihren BAuch getastet und gesagt, er sei etwas zu schmal.

Nach dem Stillen ist sie schon zufrieden, nur sie schläft ganz schlecht und ist schnell nicht mehr guter Laune. Sie ist eher ein knatschiges Kind. Meine Mutter hat die vermutung (und da pflichte ich bei): sie ist keine große Trinkerin. Wahrscheinlich zu faul und trinkt sich nicht richtig satt. ergo: schlechter Schlaf,da schnell wieder hunger...

aber an die Flasche zwingen??!! #schwitz

ich werde irh jetzt abends ein Löffelchen Milchbrei geben und sie ganz lansam daran gewöhnen. Sie ist ja schon bald 4 Monate.



Beitrag von sonne_1975 17.11.10 - 18:00 Uhr

Für Beikost ist es doch viel viel zu früh, sogar mit 4 Monaten sind die wenigsten Babys beikostreif.

Im Schnitt sind es 100 g, die sie zugenommen hat, sie ist aber sehr viel gewachsen, 12 cm ist ja schon einiges. Vielleicht hat sie die ganze Milch zum Wachstum gebraucht.

Ich würde noch mind. 2 Wochen vollstillen und dann wieder schauen. Aber auf keinen Fall schon jetzt Beikost.

Beitrag von littlelight 17.11.10 - 19:48 Uhr

Ich finde auch, für Beikost ist es noch zu früh. Nicht nur, dass dein Kind nicht beikostreif ist, der Darm ist auch noch gar nicht bereit! Die Zunahme ist ok, sie ist viel gewachsen. Kinder nehmen nicht nach Plan zu, Stillkinder gleich gar nicht.


"Meine Mutter hat die vermutung (und da pflichte ich bei): sie ist keine große Trinkerin. Wahrscheinlich zu faul und trinkt sich nicht richtig satt. ergo: schlechter Schlaf,da schnell wieder hunger... "

Das ist ganz großer Quatsch. Muttermilch ist schnell verdaut, spätestens nach 60-90 Minuten. Babys Aktivität ist doch nicht nur Essen, Wickeln, Schlafen. Wie viel sie trinkt weißt du ja auch gar nicht und das ist gut so. Ich würde nicht wiegen, das macht dich kirre. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich hab mir auch einreden lassen, mein Sohn würde keine 4 Stunden durchhalten, weil er nicht genug trinkt, aber das ist einfach nur Blödsinn. Was machst du denn mit ihr zwischen den Mahlzeiten? Ablegen? Erwarten, dass sie schläft? Trägst du sie? Baby brauchen einfach auch viel Körperkontackt, den würde ich ihr geben, dann ist sie sicher "umgänglicher".

LG littlelight

Beitrag von sanara200 17.11.10 - 20:09 Uhr

Hallo littlelight,

ich weiß auch nicht weiter.... du hast vermutlich recht, dass das alles quatsch ist. weiß auch nicht. Ich mach mir einfach nur sorgen und will einfach, dass die Kleine bisschen proppiger wird...

sie ist ein großer Zappelphillip. Sie "spielt" auch viel mit mir. Ich lege sie ab und zu unter ihren Spielbogen und da strampelt sie eins weg, weil da was über ihr baumelt. Und eigentlich ist sie keine ruhige.

Aber dass sie jetzt in einer Woche nur 30 g zugenommen hat...#kratz#kratz#kratz

da stimmt doch was nicht...

Beitrag von oekomami 17.11.10 - 21:33 Uhr

Waren den die Wiegebedingungen gleich?

Beitrag von lucaundhartmut 17.11.10 - 22:23 Uhr

Liebe sanara200,

Folgendes kann mitunter zu Milcherhöhung führen (eine Garantie gibt es dafür leider nicht):


- tagsüber alle 2 bis 3 Stunden abpumpen (beidseitig zur gleichen Zeit für 10 bis 20 Minuten, und zwar mit einer elektrischen Milchpumpe)
- abends/nachts alle 6 bis 8 Stunden (beidseitig zur gleichen Zeit für 10 bis 20 Minuten, und zwar mit einer elektrischen Milchpumpe) abpumpen
- 2 bis 3 Liter am Tag trinken (möglichst nichts Kohlensäurehaltiges, nichts Alkoholisches, keinen Kaffee, keinen Schwarz-, Pfefferminz- und Salbeitee, wenig Kuhmilch)
- 5 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee am Tag trinken
- 5 Mahlzeiten am Tag zu Dir nehmen (3 Hauptmahlzeiten, 2 Zwischenmahlzeiten)
- das Baby beim Pumpen in Sichtweite haben, oder wenigstens ein Foto davon
- vor dem Füttern per Brust bzw. vor dem Abpumpen warme Lappen auf die Brüste legen
- Stress so gut wie möglich vermeiden (Hilfe für Haushalt und Betreuung etwaiger Geschwisterkinder und/oder Haustiere suchen)
- das Kind öfter (nicht länger) an beiden Brüsten anlegen
- auch im Dienst abpumpen, falls Du berufstätig bist

Die von Dir erwähnten Kügelchen kannst Du probieren, aber deren Wirksamkeit ist nicht einwandfrei nachgewiesen.

Gute Nachricht übrigens:
Abgepumptes oder Pre-Milch musst Du nicht per herkömmlichem Fläschchen füttern! :-)
Du kannst dies auch mit Folgendem tun, wenns nötig sein sollte (man sollte diesbezüglich immer auf den Rat des KiA hören):

- Fütterungsbecher aus der Apotheke
- Spritze / Fingerfeeder (Anwendung bitte z. B. von kompetenter Hebamme zeigen lassen, siehe hier: http://www.medela.com/DE/de/breastfeeding/products/breastmilk-feeding/special-feeding-devices.html)
- Brusternährungsset (siehe hier: http://www.medela.com/DE/de/breastfeeding/products/breastmilk-feeding/special-feeding-devices.html)
- Löffel
- Medela Softcup (siehe hier: http://www.medela.com/DE/de/breastfeeding/products/breastmilk-feeding/special-feeding-devices.html)
- Doidy Cup (siehe hier: http://www.amazon.de/Doidy-Cup-der-gesunde-Trinklernbecher/dp/B000RBE6Q6)


Alles Gute!


Steffi