Kind und Katze - brauche Rat!

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Beitrag von festus14 17.11.10 - 16:47 Uhr

Hi Mamis,

zunächst sorry fürs kleinschreiben, habe das baby im arm.

brauche mal rat von mamis, die auch ne katze haben. mein kleiner krabbelt seit einer woche und seither versucht der kater nach ihm zu schlagen. gestern und heute hat er ihm regelrecht aufgelauert #schock. konnte zum glück schlimmeres verhindern.

wie macht ihr das denn? wie gestaltet ihr das zusammenleben babysicher ohne das die katze ganz ins hintertreffen gerät? freigang ist leider nicht möglich.

lg, festus

Beitrag von canadia.und.baby. 17.11.10 - 16:55 Uhr

Versucht der kleine denn dem Kater an den Haaren zu ziehen? Oder machen die Katzen das schlagen einfach so?

Unser dicker kommt meistens erst hervor (bzw inzwischen nun rein ) wenn jasmin im Bett liegt und schläft.
Ansonsten ist unser Kater sehr gnädig und lässt sich von ihr viel gefallen.

Ich bin der ansicht die Zwerge müssen ihre erfahrungen machen und halte die 2 nicht auseinander.


LG

Beitrag von festus14 18.11.10 - 16:50 Uhr

Hallo,

mein Kleiner ist ganz begeistert von dem Kater und streichelt ihn gern, wenn ich seine Hand führe. Klar versucht er auch zu rupfen, ist ja mit 8 Monaten feinmotorisch noch nicht so geschickt. Da schütze ich dann den Kater und öffne schnell die Kinderhand. Ohne mich hält der Kleine eher respektvollen Abstand, weil unser Kater ja noch deutlich größer ist (der Brummer!).

Der Kater aber sucht seinen Kontakt, drängt ihn an, vielleicht auch weg? Tja und nun versucht er halt ihn zu hauen. Ich habe die Vermutung, dass der Große sich damit schwer tut, dass der Kleine nun auch noch in "seinem Revier" rumkrabbelt. Auf der Decke liegend konnte er ihn gerade noch ertragen, aber das Krabbeln ist vielleicht zuviel. Da muss er sich aber dran gewöhnen.

So ganz ungeschützt mag ich noch keine Erfahrungen machen lassen, weil der Kleinen einfach noch zu klein ist, der hat gegen den Kater ganz schlechte Karten. Und der fühlt sich natürlich als König. Entthronter König, so führt er sich auf.

SEUFZ - gar nicht einfach, allen gerecht zu werden. Mache mir ne Menge Gedanken ...

Beitrag von mike-marie 17.11.10 - 16:56 Uhr

Wer hat wem aufgelauert?

Also ich hab auch einen Stubentiger aber da gibt es keine Probleme, meine Katze geht meiner Tochter aus dem weg und wenn meine Tochter sie doch zu fassen bekommt dann hat die Katze sie auch schonmal gekratzt. Ich finde das ist ein Lernprozess. Da muss sie durch.

Lg

Beitrag von bluangel24 17.11.10 - 18:25 Uhr

Hi,
Wir haben 2 stubenkatzen unsere sind mit der kleinen sehr pflegeleicht sie geben ihr sogar köpfchen und wenn unsre Maus den Katzen an den Haaren zieht gehen die einfach naja mit denen kann man viel anstellen ohne das de sich wehren, aber wenn die sich mal wehen ist es so so lang es ned ausartet.Nur mit Erfahrungen lernt man.
Lg

Beitrag von festus14 18.11.10 - 16:56 Uhr

Der Kater hat dem Baby aufgelauert.

Ja, sie müssen ihre Erfahrungen machen. Aber der Kleine ist gerade erst 8 Monate alt geworden und als Frühchen schon allein körperlich wirklich noch zu klein, um gehauen zu werden. Der Kater ist ein echter Brummer und dazu ganz und gar Kater. Er geht dem Kleinen eben nicht aus dem Weg, sondern sucht gezielt seine Nähe, bedrängt ihn, drängt ihn vielleicht weg?

Der Kleine findet den Kater toll und das soll auch so bleiben. Schätze, das mein Dicker, der glaubt er sei der Chef, wie es sich für einen Kater gehört, nicht gut damit klar kommt, dass der kleine Schreihals nun auch noch in "seinem Revier" rumkrabbelt.

Seufz - schwierig, schwierig ...

Beitrag von blumella 17.11.10 - 19:42 Uhr

Für mich hört sich das nach Langeweile des Katers an.
Vielleicht kannst Du konkrete Spielzeiten für ihn einrichten, so dass sein Jagdtrieb sich nicht mehr am Kind ausgelassen wird.

Beitrag von festus14 18.11.10 - 16:59 Uhr

Ja, das habe ich mir auch schon überlegt. Der arme Kater muss eh zurückstecken, seit das Baby da ist. Schade, dass wir keine Zweitkatze haben. Glaube aber, dass er die im Grunde auch nicht akzeptieren würde, will halt der König sein.

Wir werden mal feste Spielzeiten einrichten, das wird ihm guttun. Und in ein paar Monaten wird auch Freigang möglich sein, wenn er das mag. Vielleicht entspannt sich die Situation dann ja.

Beitrag von mavios 17.11.10 - 21:19 Uhr

Hallo!

Meine Tochter ist 14 Monate und unser Kater Oskar 3 Jahre. Er hatte von Anfang an einen "Baby-Status" bei uns in der Familie. Als dann Maya auf die Welt kam und ein Schreibaby war, was ich 6 Monate nur im Tragetuch tragen musste, hat er ganz schön zurückstecken müssen. Ich habe aber immer versucht, ihm so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu geben.

Und Maya habe ich immer schon an ihn herangeführt (natürlich nicht schreiend!). Sie lag immer schon gerne staunend neben seinem Napf und schaut ihm auch heute noch gerne beim Futtern zu.

Ich glaube es ist immer ein Balanceakt. Oskar lobe ich immer ganz doll, wenn er sich mal an sie schmiegt oder wenn er ihre immernoch oft groben Annährungsversuche erduldet. Ich sage ihm immer, dass er der beste große Bruder auf der ganzen Welt ist und ich meine er versteht, dass Maya noch klein ist und sich eben nicht anders verhalten kann. Und Maya lobe ich ganz doll, wenn sie ihn schön streichelt und ihm lieb und vorsichtig Futter gibt.

Mit ihrem Krabbeln hatte er keine großen Probleme. Jetzt wo sie läuft, ist sie ihm unheimlicher und er nimmt oft Reiß aus. Ein einziges Mal hat er andeutungsweise gezwickt (nicht gebissen!) als er auf dem Stuhl lag und sie ihn nicht in Ruhe gelassen hat. Sie hat's kaum gemerkt, ich habe es ihr erklärt und Oskar Ruhe verschafft.

Ich versuche immer beiden gerecht zu werden, wirklich so, als wenn sie Geschwister wären. Maya muss lernen, dass Oskar ein Familienmitglied ist, was eigene Wünsche und Bedürfnisse hat und eben kein Spielzeug ist. Sie muss lernen, wie man ihn richtig streichelt (zeige ich ihr ja) und wie man seine Körpersprache deutet. Sie muss lernen, dass sie nicht neben seinem Ohr kreischen darf, wenn Oskar schläft etc.
Oskar muss lernen, dass Maya eben noch klein ist und dementsprechend unbeherrscht. Und er lässt sich wirklich sehr geduldig von ihr anfassen. Ein bisschen wie eine Mutterkatze mit ihren Kleinen.

Ich brauche mir mittlerweile wirlich keine Gedanken mehr zu machen, wenn die beiden alleine im Raum sind. Oskar würde Maya nie etwas tun und bevor er sich (von Maya ungewollt) etwas tun lässt, sucht er das Weite.

Ich denke, wenn Du das Zusammenleben von Kind und Katze ganz bewusst begleitest, dann wird auch Dein Kater sich langsam an die neue Situation gewöhnen. Deinem Sohn würde ich erklären, dass er nicht so wild auf ihn zukrabbeln darf, weil Dein Kater dann Angst bekommt. Und wenn er dann versucht vorsichtiger zu sein, ganz doll loben. Auch wenn Dein Kater positiv auf Deinen Sohn zugeht, würde ich ganz doll loben und ihm zu verstehen geben, dass er keine Angst haben braucht.
Vielleicht braucht Dein Kater auch mehr Rückzugsecken? Oder vielleicht kannst Du ihm auch ein Body Deines Sohnes in sein Körbchen legen, dass er ihn durch den Geruch vielleicht mehr als Familienmitglied akzeptiert? Ich weiß nicht, ob sowas funktioniert, ich kenne das nur von Hunden.

Auf jeden Fall würde ich mich erstmal nicht verrückt machen. Mit viel Liebe und Geduld und natürlich auch Vorsicht, finden die beiden sicher zusammen!
LG

Beitrag von festus14 18.11.10 - 17:11 Uhr

Vielen lieben Dank für deine ausführliche und einfühlsame Antwort!!!!!!

Bei uns ist die Situation ähnlich. Paulchen ist uns vor drei Jahren zugelaufen und wir haben ihn mit viel Liebe aufgenommen, gepäppelt und gehegt. Alles hat sich um ihn gedreht und er hat es mit viel Liebe gedankt. Dann kam Max zur Welt, als Frühchen und Schreibaby mit sehr starken Bedürfnissen. Paulchen musste sehr zurückstecken. Darüber hinaus musste er wegen der Frühgeburtlichkeit 5 Wochen auf mich verzichten, weil wir in der Klinik bleiben mussten. Das war schwer und als ich mit dem schreienden Baby zurückkam, wollte er sich nicht mal mehr von mir streicheln lassen. Auch Tiere haben eine Seele, die verletzt werden kann ...

Ich bemühe mich sehr um ihn, so viel wie es eben geht mit Max, aber er ist nach wie vor nicht glücklich mit der Situation. Er möchte Chef bleiben, und zwar allein. Ich denke auch, dass es viel Geduld erfordern wird, das beide zufrieden miteinander aufwachsen können.

Vielleicht wird es auch etwas entspannter, wenn Paulchen in ein paar Monaten in den Freigang darf, weil wir dann einen Garten haben werden. Wenn er mag. Max findet den Kater eigentlich ganz toll und nährt sich ihm nur vorsichtig, denn der große Kater ist noch immer viel größer als er selbst mit seinen 8 Monaten. Und er ist sowieso ein vorsichtiges Kind. Es ist eher der Kater, der den Kleinen bedrängt.

Ist eine gute Idee, viel mit Lob zu arbeiten. Bei beiden kleinen "Monstern". ;-) Das muss docvh möglich sein, dass beide Freude aneinander haben und sich nicht weh tun.

Herzlichen Dank nochmal und viele Grüße,
festus