Kind und arbeiten???

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von lewie 18.11.10 - 07:41 Uhr

Guten Morgen Mädels,
ich bin sooooo im Eimer: Meine Nacht war - wie immer - sehr unruhig (im Schnitt alle zwei Stunden wach und meinem Sohn beim Schnullersuchen geholfen, getröstet weil schlecht geträumt etc.) und um 4.40 Uhr wollte unsere olle Katze raus und hat auch ihn mit ihrem Geplärre geweckt.
Ich kann langsam echt nicht mehr! Jannis ist nun 15 Monate alt und hat vielleicht 6x in seinem Leben durchgeschlafen.
Und heute habe ich ein Vorstellungsgespräch. Würde das grad am liebsten absagen. Frage mich, wie ich das packen soll??? Im Schnitt bekomme ich vielleicht 5 Stunden Schlaf pro Nacht. Und ohne Mittagsschlaf pack ich das grad echt nicht!
Wie macht ihr das? Arbeitet ihr? Oder schlafen eure Kids eh schon durch????
Könnte grad nur heulen :-(
lewie

Beitrag von munirah 18.11.10 - 07:56 Uhr


Ich habe drei Kinder. Die Kleine ist zwar schon 28 Monate, aber eins der Kinder hat immer irgendwas nachts. Und tagsüber ist auch hin und wieder mal einer krank. Mein "geregelter Alltag" bedeutet immer eine Menge Improvisation, da wir auch keine Oma oder Tante haben, die schnell einspringen kann. Von Fremden kann man nicht ganz so viel erwarten (und wir haben schon ganz liebe Ersatzomas!)
Ich arbeite normalerweise nur einen halben Tag in der Woche und gelegentlich vertretungsweise deutlich mehr. Aber nur, wenn jemand die Kinder versorgen kann.
Allerdings finde ich die Arbeit in meinem Fall auch erholsam: nicht immer "MAMA, MAMA" hören, nicht ständig frische Wäsche raussuchen, Putzen, Spielsachen reparieren,...

Beitrag von kathrin33 18.11.10 - 07:58 Uhr

guten morgen lewie
lass dich erstmal #liebdrueck.... ja das durchschlafen..ist schon manchmal ne heike sache, ich gehöre wohl zu den glücklichen deren kleines durchschläft, und ich auch wieder arbeiten gehn kann, was natürlich die ersten 9monate nicht möglich war.
kannst du dein kind denn mal jemand abgeben um auszuspannen?
lg

Beitrag von line81 18.11.10 - 07:59 Uhr

Hallo,

was soll ich sagen. Mein Großer hat mit 19 Monaten angefangen mal durchzuschlafen und ich bin ab dem er 14 Monate alt war wieder arbeiten gegangen. War dann auch gleich wieder Schwanger und konnte somit selbst nicht mehr schlafen. Mittlerweile schläft der Kleine auch immer mal wieder durch, obwohl ich auch 1 Jahr lang arbeiten war und recht häufig raus musste. Er mag es besonders, wenn Du 2 x nachts aufstehen musst :-[ .

Was mich allerdings am meisten nervt, ist dass ich sie jeden Morgen um 5.15 uhr fast aus dem Bett "prügel" muss. Komischerweise können sie am Wochenende aber ab 5 Uhr putzmunter sein :-[

Nun sind beide fast 4 1/2 und 2 1/2 und langsam wird es besser. Da hilft leider nur Augen zu und durch und versuchen möglichst abends zeitig ins Bett zu gehen bzw. am Wochenende Mittagschlaf zu machen.

Wünsch Dir viel Glück beim Vorstellungsgespräch.

LG Line

Beitrag von mukkelchen 18.11.10 - 08:05 Uhr

oh ... mit 5 stunden bist ja noch gut dabei ;-)
Ich komm manchmal nur auf 3 und mittag kann ich mich nicht mit hinlegen, weil sie da auch alle 30 Min. wach wird :-(

Zum glück arbeite ich noch nicht wieder, sonst könnte man mich glaub ich zur Arbeit schleifen ... Bin so schon völlig im Ars.....

Mukkelchen - die genau weiß, wie Du dich grad fühlst

Beitrag von unsicher8981 18.11.10 - 08:28 Uhr

Hallo Lewie,

ich gehe seit mein Sohn acht Monate alt ist 30 Std. pro woche arbeiten. Er ist mittlerweile 18 Monate alt und hat auch etwa 6x in seinem Leben durchgeschlafen. Bis er 13 Monate war habe ich ihn nachts oft stündlich gestillt.
Es ist wirklich hart manchmal aber es ist auch erstaunlich was man alles schafft wenn man halt muss. Ich kenne es mittlerweile nicht mehr anders. Manchmal sitze ich halt mit roten Augen und einer Tasse Kaffee vor dem PC oder im Labor (hier natürlich ohne Kaffee) und arbeite vor mich hin. An solchen Tagen ist man dann logischerweise nicht sonderlich produktiv, aber andere Tage machen es wieder wett. Ab und zu ist es sogar ganz angenehm, denn nach einer "durchzechten Nacht" wäre das Kind zu Hause ja auch zu versorgen und an Ruhe nicht zu denken. Hinlegen kann ich mich mittags natürlich auch nicht...
Die Anfangszeit ist die schwerste, irgendwann gewöhnt man sich dran. Hingehen würde ich auf jeden Fall mal, vielleicht ist der Job so interessant, dass du sonst eine große Chance verpasst.


Lg Moni (mit Simon, der zahnt und deswegen jede Nacht x mal aufwacht)

Beitrag von combu779 18.11.10 - 08:52 Uhr

Guten Morgen Lewie,

wie gut ich das kenne. Finn ist 18 Monate halt und schläft zu 95 % nicht durch. Ich gehe wieder arbeiten, seit er 9 Monate alt ist. Zuerst waren es 5 h an 4 Tagen nun sind es 5 Tage.
Es geht alles, auch mit manchmal nur 3 Stunden Schlaf. Mittags kann ich mich nur selten hinlegen. Entweder ist Finn schon wieder wach, wenn ich heim komme oder ich nutze die Chance und schmeiß den Haushalt.
Auch wenn man es erst mal nicht glaubt, wir können das. Wir haben die Kraft dazu. Natürlich ist es anstrengend. Es ist aber auch schön, etwas anderes zu machen, als das Kind zu bespaßen.
Gehe heute zu Deinem Vorstellungsgespräch. Mit Make up und etwas Cover sieht man Dir die kurze Nacht auch nicht.

Viel Erfolg
LG Kati

Beitrag von narvina 18.11.10 - 09:32 Uhr

Hallo lewie,
fühle echt mit dir. Ich gehe wieder arbeiten seitdem mein Sohn 10 Wochen alt ist. Mein Mann hat Elternzeit gemacht. Ich habe trotzdem 6 Monate gestillt und war (fast) immer wach, wenn mein kleiner nachts geweint hat. Heute ist Noah fast 2 Jahre alt und ich finde es anstrengender als je zuvor. Zwar schläft mein Fratz nachts gut, aber ich komme so um eins von der Arbeit und hole ihn um 2 aus der Krabbelgruppe. Da ich Lehrerin bin, muss ich nachmittags ziemlich viel vorbereiten, Arbeiten kontrollieren (Englisch!) und auch recht häufig Elterngespräche führen. Mindestens 1-2 mal pro Woche sind irgendwelche Konferenzen oder andere Termine und Noah ist ein absoluter Zappelphilipp. Immer in Action und nur Blödsinn im Kopf. Sowie ich ihn aus den Augen lasse macht er Quatsch. Häufig schaffe ich erst nach 8 meine Arbeit und dann bin ich schon so müde, dass es eine Qual ist. Mein Mann kommt auch erst kurz nach 6 nach Hause und da er im Sommer einen Bandscheibenvorfall mit OP hatte, ist er mir nur bedingt (eignetlich nur am Wochenende) eine Hilfe.
Damit ich das alles schaffe (trotzdem teilweise grenzwertig), habe ich mir eine Putzhilfe gesucht, meine Nachbarskinder mit eingespannt und zum Glück habe ich eine sehr liebe Schwiegermutter. Ich verbringe trotzdem viel Zeit mit meinem Kind und möchte auch (sehr bald) noch ein zweites. Ich würde an deiner Stelle versuchen zu arbeiten, wenn du es nicht schaffst, kannst du auch wieder kündigen. Ich brauche die Zeit weg von zu Hause, das ist anstrengend, gibt aber irgendwie auch neue Kraft. Such dir Hilfe und lies mal das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen", das ist echt super.
Ich will dir Mut machen, Kinder sind anstrengend, aber vergiss nicht deine Wünsche und dein Leben. Das ist auch nicht egoistisch, sondern wichtig!
Hoffe, ich konnte dich ein bisschen aufbauen!
Liebe Grüße
narvina

Beitrag von evegirl 18.11.10 - 09:44 Uhr

Hey Lewie,

ich kann dich gut verstehen.
Mein Sohn wird 14 Monate und seit 2 Monaten Arbeite ich wieder und ich muss sagen seit dem bin ich immer fix und fertig. Schlaf bekomme ich jede Nacht sehr wenig vielleicht wie du 5 std mehr aber nicht. Mittagsschlaf kann ich gar nicht machen da habe ich die Zeit nicht für. Mein Sohn geht in die Krippe von 8 - 13 Uhr danach geht er zu meiner Mutter und macht dort seinen Mittagsschlaf ich hole ihn dann um 14:45 ab da ist mein kleiner schon ausgeschlafen und hat Engergie ohne Ende.
Es ist nicht einfach aber da muss man durch irgendwann hat man sich auch dran gewöhnt.
Viel Glücl.

Beitrag von marjatta 18.11.10 - 11:39 Uhr

Also, ich kann Dich verstehen. Aber mir ist nicht so klar, warum Du es Dir selbst so schwer machst?

Mein Sohn ist jetzt fast 19 Monate alt und er schläft im/am Familienbett (haben sein Kinderbett 120x60 direkt an unser Elternbett gestellt und befestigt, ist zu unserem Bett hin offen). Wir haben zwar keine Katze, aber mein Sohn stillt vor allem noch nachts und kommt so alle 2-3 Stunden. Ich gehe seit Mai 30h/Woche arbeiten.

Was soll ich sagen: Ich muss nachts nicht aufstehen, wenn er aufwacht. Kann ihn in Kürze beruhigen und schlafe schon nach wenigen Minuten meistens wieder ein bzw. wache gar nicht richtig auf.

Es ist einfach biologisch so vorgesehen, dass Kinder bis zum Alter von 3-4 Jahren nachts noch regelmäßig aufwachen. Warum also sollte ich dann das Kind anderweitig im eigenen Zimmer unterbringen, wenn es mich Schlaf kostet? Er liegt auf seiner Matratze direkt neben mir, kann zu mir kommen, wenn er mich braucht. Und ich habe genügend Schlaf, um meinem Job nachzugehen. Dazu kommt, dass unser Papa auch nur selten da ist aus beruflichen Gründen, also das komplette Paket an mir hängen bleibt. Insofern kann ich es nur empfehlen:

Wer arbeiten gehen möchte und genügend Schlaf braucht, sollte ernsthaft über diese Lösung nachdenken. Sie verhindert Übermüdung und meist schlafen die Kleinen auch insgesamt ruhiger. Weiß ich auch von meiner Schwägerin mit mittlerweile 3 Kindern.

Nur bei der katze kann Dir sicherlich keiner helfen.

Gruß
marjatta

Beitrag von maschm2579 18.11.10 - 12:20 Uhr

Hallo,

von 2x die Nacht kann ich träumen.

Ich bin alleinerziehend und meine Tochter wacht ca 5-10x die Nacht auf. Sie hat in 2 Jahren und 8 Monaten vielleicht 2x durchgeschlafen. Ich gehe arbeiten und habe zwei Jobs und mache ne Weiterbildung... wie das geht? Es muss.... man will ja auch Leben und sich mal etwas gönnen. Ich könnte natürlich sagen: hey ich bin sooo müde ich lebe lieber vom Staat, aber ist nicht mein Ziel.

Der Körper stellt sich um und ich schätze Dein Sohn wenn er dann in die Betreuung geht auch. Tja und bzgl des nuckels muss ich ja sagen das er alt genug ist den alleine zu nehmen. Mach ihm ein kleines Licht an und dann soll er ihn selber nehmen. Ich persönlich würde deshalb nicht aufstehen, shcon gar nicth bei so einem großem Kind. Und wenn er das erstmal raus hat das Mama nicht immer rennt wenn er ruft klappt das mit dem Nuckel nehmen alleine und er schläft besser.
Ab 8 Monaten können die meisten Kinder den Nuckel alleine nehmen...

Beitrag von bluemchensiebenblatt 18.11.10 - 13:22 Uhr

Hallo lewie!

Mir geht es ähnlich. Mein Sohn schläft entweder bis etwa 5 Uhr durch und ist dann putzmunter oder er wird gegen 4 Uhr wach und schläft dann nur noch sehr unruhig bis zum Morgen. Da er dann immer bei uns im Bett liegt ist bei mir nicht mehr an Schlaf zu denken. Meine Tipps sind:
- Ich gehe meist gegen 21 Uhr ins Bett, was mich total nervt, da ich davor noch etwa 45 min für mich habe. :-[ Erwachsen sein stellt man sich doch anders vor. ;-) Aber gut, ich möchte am nächsten Tag einfach halbwegs fit sein. Und man gewöhnt sich wirklich dran.
- Wenn er wegen irgendwas durch den Wind ist, schläft er sowieso bei uns im Bett. Meist schläft er dann etwas besser und mir bleibt zumindest das nächtliche Aufstehen erspart.
- Am Wochenende darf jeder mal ausschlafen.
- Wenn ich total fertig bin, dann schläft mein Mann auch schon mal im Kinderzimmer.
Die Kleinkindzeit ist schon sehr stressig. Nicht umsonst spricht man von der Doppel- bzw. Dreifachbelastung. Ich hoffe einfach, dass es irgendwann besser wird.

LG Blümchen

P.S. Ich werde mich übrigens schon mind. 300 Mal an meinem Sohn rechen wenn er 15 ist und ihn um 5 Uhr wecken. ;-)