Myome führten zur Fehlgeburt => MrgFUS möglich?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von hannahjacqui 18.11.10 - 14:08 Uhr

Hallo Leute,

bin seit zwei Tagen aus dem Krankenhaus wieder heim.
Leider hatte ich eine Fehlgeburt in der 9. SSW.
Die Ärzte im Krankenhaus haben mir gesagt, dass meine beiden Myome (41 und 47 mm groß) daran schuld waren, dass sich die befruchtete Eizelle nicht richtig einnisten konnte.
Sie haben mir auch gesagt, dass sie mich nochmal gründlicher untersuchen müssen, um dann zu entscheiden, ob die Myome entfernt werden können oder nicht.
Es gibt dann zwei Möglichkeiten:
1. die Myome können nicht entfernt werden ohne die Gebärmutter zu zerstören und jede weitere Schwangerschaft würde so enden wie diese
2. die Myome können entfernt werden und durch die beiden dann entstandenen Narben müssen sie das Baby per Kaiserschnitt definitiv als Frühgeburt irgendwann holen.
Nun las ich von der neueren Methode MRGFUS. Allerdings hängt diese von der Größe und Art der Myome ab.
Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht? Denn diese Methode verletzt die Gebärmutter nicht und einem erneuten Kinderwunsch würde nichts entgegen stehen.

Beitrag von sacoma 18.11.10 - 14:53 Uhr

Hallo,

also erstmal stimmt das nicht so wirklich. Ich habe damals mit 17 meine ersten Myome per Enukliation entfernt bekommen, die GB wurde dann an den Stellen vernäht und meine erste Tochter ist ganz normal auf die Welt gekommen!

Nach meiner ersten SS hatte ich dann wieder viele Myome und die Entscheidung hieß damals entweder GB raus oder Embolisation. Mit 22 habe ich mich für die Embo entschieden. Wir wollten keine Kinder mehr, da unsere Große Muko hat und wir sehr viele Ängste und Sorgen hatten und haben.
Eine Myomembo schließt weitere SS eigentlich aus, da die Gefäße verschlossen werden. Leider ist uns ein Mistgeschick nach 6 Jahren passiert - ich habe eine absolute Hochrisokoschwangerschaft und werde ständig gedopplert. Mein kleines Wunder ist ein richtiger Wonneproppen :-p...

Bei KiWu wird dieser Eingriff in Deutschland nicht gemacht, das Risiko ist dramatisch hoch.

Was aber deinen Eingriff betrifft, kenne ich mich nicht aus, weis nicht mal was das sein soll.
Aber trotz zahlreicher Myome habe ich eine erfolgreiche erste SS gehabt und bis jetzt eine entspannte zweite.

LG Sacoma mit Biene (6) an der Hand und Meli (27.SSW) im Bauch

Beitrag von killbill 18.11.10 - 14:59 Uhr

Hallo,

das kann ich so nicht glauben.

Es kommt ganz darauf an wo die Myome sitzen. Auch wenn die Gebärmutter verletzt werden muss, d. h. nach der OP vernarbt sein wird, wüsste ich nicht, warum die Schwangerschaft als Frühgeburt enden muss??

Wenn die Narbe sehr groß ist, dann wird eine Kaiserschnitt-Entbindung sicher Pflicht sein, aber man kann doch das Kind bis zum Schluß austragen! Die Narbe könnte unter Wehen reißen, aber dafür wird der KS ja eh 10-14 Tage vorher gemacht.

Von der von Dir erwähnten Methode habe ich noch gar nichts gehört. Ich wüsste auch nicht wie eine andere Methode dazu beitragen sollte, Myome die z. B. in der GM-Wand sitzen, zu entfernen ohne die GM zu verletzen.

Hol Dir noch eine zweite Meinung ein.

Eine Freundin von mir hat MEHRERE Myome die um einiges größer waren als Deine entfernen lassen und hat trotz stark vernarbter GM ihre Kinder bis zum normalen KS Termin ausgetragen.

Beitrag von supermutti8 18.11.10 - 17:43 Uhr

also,ich habe auch Myome und bin damit nun schon das 3.Mal schwanger -allerdings sorgen Myome auch für FG,z.bsp.wenn sich das Ei genau dort am Myom festsetzen will (was ja nicht geht)- aber man MUSS nicht zwingend die Myome operativ entfernen ..vor allem bei weiterem Kiwu wird das nicht wirklich gern gemacht ..da müssten schon sehr viele Myome vorhanden sein und selbst wenn die dann wegoperiert sind bleiben ja die narben,wo sich auch kein Ei festsetzen kann.
es gibt noch die Methode der Hormontherapie ....die Hormone lassen die Myome verkümmern ..das ist wohl die risikoärmste Methode -aber in dieser zeit ist Kiwu ganz klein geschrieben ..also Schwanger-werden ist nicht ..

Schwangerschaftshormone lassen die Myome wachsen,oftmals stagniert das wachstum aber ab der 20.-25.ssw herum bis zur Geburt ..da ab da die Schwangerschaftshormonproduktion ja abnimmt (Plazenta versorgt ja)...mein größtes Myom ist von ursprungsgröße 23mm durchmesser jetzt auf 51mm gewachsen und dort ist es seit 4 wochen auch geblieben. es sitzt vorn an der GM,weit unten und könnte max.folgendes passieren,das der Kopf nen Hinderniss überwinden muss ....mehr aber auch nicht.

Myome aber sind nach der Entbindung gefährlicher als für die SS an sich,denn sie können sehr große Blutungen nach der Geburt verursachen ...

Lg Annett 24.ssw

Beitrag von mamabine39 01.12.10 - 11:31 Uhr

Hallo Hannahjacqui,

mir geht es ähnlich wir dir. Ich war in der 15. SSW mit Zwillingen schwanger. Nach einem fast 2-wöchigen Klinikaufenthalt (13.-15.SSW) wurden bei mir zwei 7x7cm große Myome festgestellt. Die Myome sind durch die SS-Hormone schnell gewachsen, eins hat sich entzündet und mir erhebliche Schmerzen zugefügt. Habe Antibiotika und Schmerzmittel bekommen. Aber hat alles nichts genützt, denn die Myome haben die FG in der 15. SSW ausgelöst. Für mich ist die Erinnerung an die letzten 3 Wochen immer noch der Horror. Die Zwillinge waren absolute Wunschkinder!! Ich vermisse sie sehr!!

Ich muss mich jetzt zuerst einmal um die Myome kümmern. Evtl. OP? Von der neuen Methoder MRGFUS habe ich auch schon gehört, aber meine FA rät mir davon ab, da die Methode noch zu neu und unerfahren ist. Es wird mittels Röhre (Magnetwellen) und Ultraschall das Myom mit Hitze zerstört. Du musst dann mind. 3 Stunden bewegungslos in der Röhre liegen. Nebenwirkungen sind auch erheblich.

Bin im Moment auch recht hilflos, was meinen Fall angeht. Die Ärzte raten mir die nächsten 3 Monate die Myome zu beobachten und dann evtl. zu operieren. Dann sollte ich nochmals 1 Jahr mit meinem KiWu warten. Dann bin ich schon 41 und weiß nicht ob ich dann nochmals zu einer SS bereit bind. Denn es könnte alles nochmals so sein wie jetzt.

Ist jetzt keine Aufmunterung für Dich. Aber Du siehst, es gibt auch Fälle die wenig Hoffnung aufkommen lassen.

Ich wünsch Dir eine hoffnungsvollere Prognose!!

Mamabine39 mit 2 #stern und einem tollen verständnisvollem Ehemann #herzlich an meiner Seite und einer lieben Stieftochter (8)#blume


Beitrag von hannahjacqui 07.12.10 - 14:09 Uhr

Hallo Mamabine,

ich danke dir für deine Reaktion. Es tut mir leid, was auch dir passiert ist.
Mein Frauenarzt steht der Ultraschallmethode neutral gegenüber, hat aber auch seine Bedenken geäußert, weil die Methode recht neu ist.
Welche Nebenwirkungen des Ultraschalls meinst du denn? Ich würde ewig in der Röhre still liegenbleiben, wenn dadurch die Möglichkeit einer "gesunden" Schwangerschaft steigen würde.
Vor einer OP habe ich wesentlich mehr Angst, weil meine Myome sehr tief in der Wand liegen und das Risiko sehr hoch ist, dass starke Blutungen während der OP kommen, die die Ärzte nicht stillen können. Wenn die Gebärmutter weg ist, kann ich nie Kinder kriegen und das wäre Horror für mich.

Ich bin vorige Woche wieder arbeiten gegangen, habe aber nach 4 Tagen aufgegeben. Ich arbeite im sozialen Bereich, wo die psychische Belastung recht hoch ist und ich habe es einfach nicht geschafft.
Was hast du nach deiner Fehlgeburt gemacht? Ich habe leider erst nächste Woche in der Schwangerenberatung nen Termin bekommen können und bis dahin ist es eine gefühlte Ewigkeit.
Ich habe auch schon nach Selbsthilfegruppen in meiner Umgebung geschaut, aber ohne Erfolg.

Ich würde mich freuen, von dir zu hören.

Hannahjacqui

Beitrag von mamamama40 04.01.11 - 20:56 Uhr

Hallo mamabine39,

mir geht es ähnlich wie dir!!!

In der 14; SSW war ich noch zum Nackenfaltentest;war alles in Ordnung!!
2 Wochen später hatte ich plötzlich starke Schmerzen und 2 Tage später Blutungen. Myom 77x80mm . Musste dann ins Krankenhaus . FG in der 16. SSW.
Es war ein WUNSCHKIND!!

Ich bin auch im Moment recht hilflos, und ich bin SCHON 40!!!


Beitrag von hannahjacqui 20.01.11 - 16:48 Uhr

Hallo mamamama40,

Es tut mir leid, dass es auch bei dir schief gegangen ist.

was hat dein Gynäkologe gesagt, was die Ursache für die Fehlgeburt war?
Ich musste nämlich feststellen, dass jeder Experte so seine eigene Meinung hat.
Im Krankenhaus hatten mir die Ärzte gesagt, dass es mit meinen Myomen eh nicht klappen konnte.
Mein Gynäkologe hat mir erklärt, dass sie doch nicht dran schuld waren, weil sich die Frucht einfach nicht entwickelt hat und die Fruchthülle offensichtlich ganz fest verankert war und sich nicht abgelöst hatte. Laut seiner Aussage sind Myome dann dafür verantworlich, wenn sie die Frucht ablösen.

Ich hatte nicht mehr gewusst, wem ich glauben soll.
Mittlerweile bin ich auf dem Standpunkt, es einfach noch einmal zu versuchen.
Es macht mich nur wütend, dass es so viele Frauen gibt, die einfach so schwanger werden, obwohl sie das gar nicht wollen und sich auch gar keine Gedanken darüber machen. Und die bekommen dann ein Kind nach dem anderen und haben keine Probleme.
Und wir denken lange drüber nach, ob wir das stemmen können und ob es der richtige Partner ist und und und! Und dann sagt die Natur einfach NEIN! Das ist nicht fair.

Nun habe ich mich aber wieder gefangen, kann um mein Baby weinen und habe den Mut, es weiter zu probieren!

Wenn du magst, kannst du mir ja schreiben.

Jacqui