unangenehme Einschlafhilfe - wie abstellen?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von kalleminga 18.11.10 - 16:38 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 7 Monate alt und braucht zum Einschlafen meine Nase. Bitte nicht lachen, das ist wirklich so und auch sehr unangenehm! er grapscht in mein Gesicht, sucht die Nase, fasst sie fest und steckt seinen Daumen in mein eines Nasenloch. So schläft er dann meist innerhalb weniger Sekunden ein aber wehe, ich lasse ihn nicht an meiner Nase fummeln - dann quängelt er, schreit manchmal, saugt wild an seinem Schnuller, zieht an seinem Ohr, den Haaren und findet einfach nicht in den Schlaf. Das kann eine Stunde so gehen, an Schlaf ist in der Zeit nicht zu denken. Er ist hundemüde aber kriegt die Kurve nicht. Solange, bis ihn dann doch an meine Nase lasse. Mir ist das aber sehr unangenehm, manchmal richtig schmerzhaft (er hat ja inzwischen ordentlich Kraft und ab und an auch ganz schön scharfe Krallen), weswegen ich ihm das gerne abgewöhnen will. Ich habe es schon mit ablenken versucht, Papa bringt ihn ins Bett, Kuscheltier, Hände festhalten - nix hilft! Habt Ihr noch eine Idee?
Ich mag meine Baby-Freundinnen deswegen nicht um Rat fragen, weil die es nur lustig finden und überhaupt nicht merken, wie sehr mich das belastet. Es ist NICHT schön!

LG
kalleminga

Beitrag von stinchen1983 18.11.10 - 17:32 Uhr

Hallo,

macht er das denn nur bei dir oder auch beim Papa?
Wie kam es denn zu der "Einschlafhilfe"? Ist ja nicht so ganz gewöhnlich. ;-)
Ich kann verstehen, das du ihm das abgewöhnen möchtest. Wird aber bestimmt nicht leicht.
Bei uns klappt es am besten wenn der Papa das zu bett bringen oder beruhigen übernimmt. Bei mir will Leon nämlich immer gleich an die Brust. Und da kann er sich dann sehr reinsteigern.

Beitrag von kalleminga 18.11.10 - 19:08 Uhr

Er greift auch nach der Nase seines Vaters aber bei ihm macht er es nicht so extrem und lässt sich auch abhalten (ohne in solches Wutgeheule zu verfallen wie bei mir).
Wie es dazu kam? Keine Ahnung, echt. Es hat sich irgendwie so eingeschlichen. Ich kann mir vorstellen, dass ich seine ersten "echten" Greifversuche nach meinem Gesicht so herzerwärmend fand, diese kleine warme Hand, das Baby riecht so gut etc. Und nun? Mist. Das wird wohl ein langer Weg...

Beitrag von 98honolulu 18.11.10 - 18:15 Uhr

Hallo,

ich musste jetzt erstmal grinsen, als ich deinen Text las... sorry dafür #liebdrueck. Unser Sohn (fast 2) hat auch eine manchmal unangenehme Einschlafhilfe: Er fummelt in meinen Haaren und das macht mich teils rasend. Mittags habe ich ihn jetzt soweit, dass er es kurz macht und dann seinlässt, abends ist es noch sehr schwierig, aber da übernimmt der Papa meist.
Da es bei dir aber wirklich sehr schmerzhaft sein muss, würde ich mir irgendwas überlegen, was er stattdessen darf (z.B. seinen Daumen in deine Faust stecken oder so). Ich weiß, dass es unheimlich schwierig ist, solche Angewohnheiten lsozuwerden, aber wenn es der Mutter oder dem Vater weh tut, darf das Kind es nicht tun. Ich denke, ein paar Mal wird es mega anstrengend werden, aber er wird verstehen, dass es nicht mehr geht und es irgendwann akzeptieren. Bleibt nur ruhig und bei ihm, das klappt schon!

LG

Beitrag von kalleminga 18.11.10 - 21:55 Uhr

Danke für Deinen aufbauenden Worte. Wir werden wohl einfach konsequenter sein müssen. Er tut mir nur immer so leid, wenn er über eine Tatsache jammert, die ich mit links ändern könnte. Aber es hilft ja nix, da müssen wir wohl durch...

Beitrag von blobundbohne 18.11.10 - 19:31 Uhr

Hallo,
meine Tochter hatte bis vor vier Wochen die unangenehme Angewohnheit nur an meinem kleinen Finger nuckelnd einzuschlafen... mit den ersten Zähnchen dann nicht mehr witzig! #zitter
Als es nicht mehr so ging, habe ich sie dann eines Tages vormittags richtig ausgepowert und mich dann, als sie total k.o. war mit ihr zusammen hingelegt, ihr den Rücken gestreichelt, leise auf sie eingeflüstert und versucht sie zu trösten. Sie hat dann eine Dreiviertelstunde geschrieen und ich dachte, ich sterbe, ABER zwei Tage später schlief sie recht entspannt und mit nur etwas Gemecker händchenhaltend ein. #verliebt
Du wirst durch ein paar harte Tage und Nächte durchmüssen, aber wenn Du Deinen Sohn nicht allein lässt, ist das okay. Und es lohnt sich!
Habe damals in meinem Post zu dem Thema eine total tolle Antwort bekommen, vielleicht hilft sie Dir auch:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=52&id=2859480
(Der letzte Post)
Viel Glück, Durchhaltevermögen und viel Unterstützung von Deinem Partner wünsche ich Dir,
LG,
die Bohne

Beitrag von kalleminga 18.11.10 - 21:58 Uhr

Danke, das macht Mut!
Hui, da ging in Deinem Thread ja die Post ab... Die letzte Antwort ist wirklich nachvollziehbar und hilfreich. Danke für den Tipp!