Alleine einschlafen geht seit Wochen nicht mehr....

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von tosse10 18.11.10 - 20:10 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich komme so langsam in ein Dilemma. Unser Kleiner (25 Monate) ist über ein Jahr lang alleine eingeschlafen. Mein Mann hat dann den Fehler begangen und ist auf leichtes Gequengel (was meist schon vorbei war, bevor man die Tür raus war) bei ihm geblieben. Das Ganze hat er dann immer länger gemacht. Mittlerweile endet es in einem Riesen-Theater wenn mein Mann den Kleinen ins Bett bringt. Und auch bei mir (gewohntes Ritual) klappt nichts mehr. Entweder ich bleibe bei ihm bis er so halb eingenickt ist oder es gibt ebenfalls ein Riesentheater.

Auch mitten in der Nacht haben wir ihn früher öfter mal gehört. Er hat nie geweint oder gequengelt und meist war schnell wieder Ruhe. Auch das klappt nicht mehr. Wenn er wach wird, dann ist er sofort von 0 auf 100, und wenn sich nicht jemand dazu legt oder er in unser Bett kommt, dann schafft er es nicht mehr einzuschlafen. Ich dachte erst das ist villeicht nur eine Phase, aber es geht bestimmt seit 5-6 Wochen (vielleicht auch länger) so und wird eher schlimmer als besser.

Jetzt bin ich total im Zwiespalt. Einerseits weiss ich das er es alleine schaffen kann, das hat er immerhin ewig so gemacht (Ausnahmen bestäigen die Regel). Andererseits tut es mir in der Seele weh raus zu gehen obwohl es für ihn schlimm zu sein scheint.

Fakt ist, die Situation muss wieder entschärft werden, denn in ein paar Wochen kommt das zweite Kind und da habe ich keine Zeit/Lust mehr auf ein fast zweistündiges Einschlafritual (bei dem sich keiner wohl fühlt). Sonst habe ich mir nach dem Bettfertig machen immer 20 Minuten genommen zum lesen, singen, hinlegen. Da würde ich gerne wieder hinkommen. Ich bin nur total ratlos wie ich es angehen kann?

LG

Beitrag von gutrun 18.11.10 - 20:29 Uhr

Guten Abend tosse10,



So geht es mir auch und ich bin verzweifelt und weiss nicht was ich tun soll.
Ich hörte dann das es der Frau von meinem Bruder mit ihrem Sohn nicht naders geht, nun lese ich dein Beitrag und bin erleichtert das es nicht nur mir so geht.

Ich habe schon dran gedacht, das die Kinder vielleicht an einem Abend mal schlecht geträumt haben und deshalb irgendwie Angst haben.


Ich weiss nur nicht weiter, wünsche dir glück das euer zwerg schnell wieder alleine einschläft.



lg gutrun

Beitrag von sabine7676 18.11.10 - 20:39 Uhr

hallo,

hast du die möglichkeit ne matratze ins zimmer zu legen?

also: du legst dich die erste zeit neben das bett, kannst die hand halten und machst es wie bisher. rausgehen, wenn er schläft. sag ihm, du schläfst heute bei ihm. mach es auch. nach ein paar tagen gibts du ihm nicht mehr die hand, sag ihm z.b., daß du so nicht gut liegen kannst. nach widerrum einiger zeit rückst du mit der matratze ein wenig ab....klappt das auch, gehst du mal noch schnell aufs klo, oder trinkst was. irgendwas was schnell geht, damit er merkt, du bist auch gleich wieder da. das kann man dann langsam alles wieder rauszögern, die abstände werden länger und er wird einmal nicht mehr darauf achten, ob du schon da bist oder nicht. das dauert allerdings! versprich ihm nichts, das du nicht hälst. wenn du sagst, du schläfst in seinem zimmer, dann mach das auch. somit kannst du nachts schnell reagieren. und er sieht auch am morgen, du bist da. ich hab das alles schon durch. als es besser wurde, bin ich dann gegen morgen wieder in mein bett, allerdings wars da schon hell und die kleine hatte keine angst. du musst allerdings sicher und ruhig auftreten, damit er dir das auch abnimmt.

viel erfolg!

vlg

Beitrag von scura 18.11.10 - 20:54 Uhr

2 Stunden????? Das ist definitiv zu lang! Da hätte ich auch keine Lust drauf.

Meine Tochter ist genauso alt. Die Phase:-pin der sie alleine einschlief währte nur kurz. Sie fing wieder an Terror zu machen als sie in den Kiga kam. Also eine neue Situation. Seitdem begleiten wir sie wieder in den Schlaf.
Bei uns ist es oft heikel. Legen wir sie zu früh hin, kann das einschlafen dann auch schon mal länger dauern. Also sind wir dazu übergegangen, den Zeitpunkt den schlafen gehens immernoch ein bisschen hinauszuziehen, über den Punkt an dem sie eigentlich schon total knülle ist. Seitdem schläft sie meisst nach 5 Minuten lalelu ein. Meisst so gegen acht Uhr- halb neun.
Ich trainiere immer ein bisschen: "Mami kommt sofort wieder-ich muss mir nur mal die Nase putzen" oder so ähnlich. Und danach wlass ich mir ein bisschen Zeit. Klappt eigentlich ganz gut.

Beitrag von scura 18.11.10 - 20:55 Uhr

Ach so: nachts nehme ich sie zu uns ins Bett, wenn sie wach wird. Und das wird sie immer. Alles andere ist mir zu anstrengend.

Beitrag von tosse10 18.11.10 - 21:16 Uhr

Hallo,

es tut gut zu lesen das man nicht alleine damit ist!

Der Tipp mit der Matratze ähnelt dem was wir versuchen. Denn durch die Schwangerschaft kann ich nur noch schlecht lange sitzen und lege mich dann neben ihn bis er schläft (zumal das Gästezimmer nun Babyzimmer wird und das Ding eh erst mal irgendwohin musste). Ich sage ihm dann aber auch vorher das ich gehe, sobald er eingeschlafen ist. Vielleicht wird es wirklich besser wenn ich ein paar Nächte bei ihm bleibe.

Ich versuch mich nun erst mal mit "kein Zustand bleibt ewig gleich" zu trösten und auf bessere Zeiten zu hoffen.

LG

Beitrag von marleni 18.11.10 - 21:37 Uhr

Hallo,

Du solltest versuchen, Deinem Kleinen mehr Sicherheit zu geben und ganz klare Strukturen. Wir hatten genau das gleiche Problem.

Dann habe ich folgendes gemacht:

Ganz klare Regeln eingeführt.
Sprich: Feste Rituale.
Schlafanzug anziehen und Nachtwindel, dann Zähne putzen mit Lied, danach darf sie einen Purzelbaum ins Bett machen.

Im Bett: Noch ein mal Wasser trinken im Sitzen (nur ein Mal, und nur im Sitzen). Dann soll sie sich hinlegen und wir schauen, ob alle benötigten Stofftiere anwesend sind. Es sind immer die gleichen. Keine Varianten.
Dann spreche ich kurz über den vergangenen Tag mit ihr (1 min).
Danach drei Strophen "Der Mond ist aufgegangen", vorher erkläre ich ihr jeden Abend, dass ich nach dem Singen rausgehe und sie dann lieb ist und versucht, zu schlafen. Ich frage das auch ab, und sie sagt selbst "Mama singt das Lied und geht dann raus, ich bin lieb und schlafe!".
Wenn das Lied zu Ende ist, gehe ich raus. Wenn sie quengelt, weise ich sie freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass wir das so ausgemacht haben und dass es immer so ist.

Eine Woche lang hatte ich Theater, als ich das eingeführt habe, aber ich habe durchgehalten (5-10 min Gequengel waren da schon mal dabei).

Jetzt klappt es in 19 von 20 Fällen super.

Eine Freundin gab mir den Tipp, das Rausgehen immer nach der gleichen Zeitspanne zu machen und auch anzukündigen / abzufragen, sich bloß nicht rauszuschleichen und nicht unter einem Vorwand.

Argument: Kinder brauchen Sicherheit, um schlafen zu können, auch die Sicherheit des Eintretens des per se "negativen" Erlebnisses "Mama geht raus".

Klar versucht sie ab und zu, mich zu testen und mein Rausgehen mit irgendwelchen Tricks zu verzögern, aber ich lasse mich da auf nichts ein.

Manchmal schläft sie auch erst nach einer halben Stunde, nachdem ich rausgegangen bin, aber sie liegt dann guter Dinge im Bett und redet mit ihren Tieren, singt oder plappert vor sich hin. Klingt nicht unglücklich!

Die ganze Aktion ist bei uns meistens sehr fröhlich und mit viel Spaß, trotzdem bin ich sehr konsequent mit den Ritualen und Zeitspannen.

Hoffe, Dir etwas geholfen zu haben!

LG
M.

Beitrag von muehlie 19.11.10 - 01:16 Uhr

Ich kann dir eigentlich nur den Rat geben, auf das derzeitige Nähebedürfnis deines Sohnes einzugehen, gerade weil/wenn das zweite Kind da ist. Kinder haben oft feine Antennen dafür, dass sich bald was ändern wird, und reagieren dementsprechend. Und wenn das Baby dann da ist, wird dein Sohn erst recht die Bestätigung von dir/euch brauchen, dass er für euch immer noch wichtig ist und ihr ihn liebt.
Du solltest diese Situation also ganz sensibel angehen und darauf vorbereitet sein, dass das alleinige Einschlafen erst einmal eine ganze Weile nicht klappen wird. Aber keine Angst: auch mit zwei Kindern muss ein Einschlafritual nicht zwei Stunden dauern. ;-) Es ergibt sich immer eine Lösung, wie man - sogar alleine - zwei Kinder unter einen Hut bekommt.

Beitrag von lady_chainsaw 19.11.10 - 10:30 Uhr

Hallöchen,

ich denke, es ist aufgrund Deiner Schwangerschaft so!

Lies Dich mal hier durchs Forum - es ist soooo häufig, dass die Kinder ihre Schlafgewohnheiten ändern sobald sich ein Geschwisterchen ankündigt.

Meine Tochter ist damals z.B. wieder ins Familienbett gezogen #liebdrueck

Ich würde ihn also einfach mit in Euer Bett nehmen und gut ist.

Man kann auch zwei Kindern in den Schlaf begleiten #pro, wenn es nötig ist.

Ich denke, er braucht gerade besonders Eure Nähe und Zuwendung, da er spürt, die bald teilen zu müssen.

LG

Karen