Ebay Experten hier ?- habe Ärger

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Beitrag von hutzelinchen2004 18.11.10 - 20:15 Uhr

Hallo,

ich hatte letzte Woche schon mal gepostet:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=63&id=2889878

Hallo,

jetzt habe ich auch mal Ärger bei Ebay und hoffe auf Hilfe von Euch.

- Ich habe am Donnerstag den 28.10.10 Ware per DHL Pächchen verschickt
- Montags war hier in NRW Feiertag und ich die Käuferin fragte Mittwochs nach dem Paket
- ich bat Sie noch bis Freitag zu warten und mir dann eine Nachricht zu schicken, ob die Ware angekommen war, ansonsten würde ich eine Sendungsverfolgung bei der Post in Auftrag geben
- heute bekomme ich eine E-Mail, in der sie mir mitteilt, das die Ware immer noch nicht da ist und sollte sie die Ware nicht bis Freitag erhalten , würde sie das Geld zurückforderen
- ich habe heute per der Post eine Sendungsverfolgung gemacht, aber die Angestellte hat mir bei einem Päckchen ( unversichert ) keine großen Hoffnungen gemacht.

Was mache ich denn jetzt ?

hutzelinchen



Bei der Sendungsverfolgung ist bislang noch nichts erreicht. Die Dame bei der Post sagte mir heute, das da bestimmt nichts mehr kommt.
Heute bekomme ich von der Käuferin diese E-mail:
Da ich weder Ware noch irgendeine Antwort bekommen habe, und nun schon 20 Tage vergangen sind seitdem ich das Produkt ersteigert habe, möchte ich einfach das Sie mein Geld mir zurücküberweisen.Ich hoffe dies schaffen Sie wenigstens reibungslos.Ansonsten sehe ich mich geezwungen rechtliche Schritte einzuleiten.

Vielleicht kann mir hier jemand beim formulieren der passenden Antwort helfen (ich bin da nicht so gut ).

Ach so, ich bin privater Verkäufer.

Vielen Dank für die Hilfe.
hutzelinchen-2004

Beitrag von pollypo 18.11.10 - 20:27 Uhr

Hallo

außer einer negativen Bewertung hast du nichts zu befürchten.
Da die Käuferin dem unversicherten Päckchen Versand zugestimmt hat, liegt das Restrisiko bei ihr.
Überweise ihr bloß kein Geld zurück.
Hinterher hat sie die Ware schon längst und versucht es auf die Tour.

Ich würde ihr freundlich, aber bestimmt schreiben dass sie nichts gegen den unversicherten Päckchenversand hatte und das Risiko dann halt bei ihr liegt.
Hätte sie es gewünscht, hätte sie sich ja bei dir auch nach versichertem Versand erkundigen können, den du natürlich jederzeit gemacht hättest.

Gruss, die Polly #winke

Beitrag von carrie23 18.11.10 - 21:08 Uhr

Alleine ihre süffisante Art mit dir zu kommunizieren wäre mir kaum eine Antwort wert.
Sie hätte ja versicherten Versand verlangen können, DU bist dafür nicht verantwortlich.
Du bist privater Verkäufer und damit haftest du nicht.
Sie kann dich negativ bewerten, das kommentierst du mit "bei unversichertem Versand übernehme ich keine Haftung".
Ich hab auch im Sommer was gekauft und es ist nie angekommen, ich weiß aber 100% dass die Verkäuferin es abgeschickt hat denn ich habe schon gute 20 mal bei ihr gekauft und war immer zufrieden-wieso sollte sie mich jetzt hintergehen?
Mein Risiko ich war mit unversichertem Versand einverstanden.

lg carrie

Beitrag von nuckenack 18.11.10 - 22:06 Uhr

Hallo
stimme den Vorschreibern zu...Pech für die Käuferin...schreib ihr doch zurück dass es ja eben auch sein könnte dass sie das Päckchen schon hat.
Und keine Sorge wegen den rechtlich Schritten, da passiert dir wohl nichts.

nuckenack

Beitrag von sunny2808 18.11.10 - 22:20 Uhr

Die Mail von der Person ist frech. #augen Übrigens ist so eine Drohung auch strafbar und zählt zu Nötigung.

Verweis die nette Dame auf das Rechtsportal von Ebay oder schreib den Text mit in die Antwort.

Nach der allgemeinen Regelung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) trägt grundsätzlich der Käufer das Risiko des Verlusts und der Beschädigung der Ware auf dem Transportweg (§ 447 Abs.1 BGB).
Geht der Artikel bei einem Kauf von einem privaten Verkäufer verloren oder wird er beschädigt, können Sie den Kaufpreis nicht zurück verlangen. Sie haben auch keinen Anspruch auf eine erneute Lieferung. Der Versand der Ware geschieht also auf Ihr Risiko.

Liebe Grüße

Beitrag von parzifal 18.11.10 - 23:48 Uhr

"Übrigens ist so eine Drohung auch strafbar und zählt zu Nötigung."

Dies kannst Du sicher auch belegen oder?
Ich kann nämlich keine Strafbarkeit erkennen. Deshalb interessiert mich die Herleitung ganz besonders.

Beitrag von sunny2808 19.11.10 - 00:08 Uhr

#Ansonsten sehe ich mich gezwungen rechtliche Schritte einzuleiten.#

Meiner Meinung nach droht sie damit rechtliche Schritte einzuleiten um das Geld für den nicht erhaltenen Artikel zu erhalten.

Beitrag von bezzi 19.11.10 - 13:17 Uhr

Na und ?

Wenn sie schreiben würde: "Dann komme ich vorbei und kratze Dir die Augen aus", OK, DAS wäre eine rechtswidrige Drohung !

Aber "rechtliche Schritte einleiten" und dies vorher ankündigen, ist das normalste und legalste auf der Welt.

Beitrag von parzifal 18.11.10 - 23:49 Uhr

Kannst Du denn die Absendung nachweisen?

Beitrag von carrie23 19.11.10 - 20:07 Uhr

Muss sie nicht können wenn der Versand unversichert war.
Wie soll man das denn da nachweisen?
Darum gibt es ja die Möglichkeit auch nach versichertem Versand zu fragen.
Kann die Käuferin nachweisen das Packerl nicht bekommen zu haben?
Ich kanns immer nachweisen weil ich immer zwei Zeugen habe: Mann und Bruder.
Auch behalte ich den Nachweis der leider lediglich beweist dass ich was in ein bestimmtes Land geschickt habe wenns unversichert war.

Beitrag von myimmortal1977 19.11.10 - 00:57 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Gefahr%C3%BCbergang

"Beim Versendungskauf findet der Gefahrübergang bereits dann statt, wenn die Sache abgeschickt wurde (§ 447 Abs. 1 BGB), also z. B. mit der Übergabe an den Spediteur. Dies gilt gem. § 474 Abs. 2 BGB jedoch nicht beim Verbrauchsgüterkauf: Bestellt ein Verbraucher bei einem Unternehmer eine Sache, so geht die Gefahr erst über, wenn der Verbraucher die Sache erhalten hat. Abweichende Vereinbarungen (z. B. „unversicherter Versand nur auf Gefahr des Käufers“) sind nach § 475 Abs. 1 BGB unwirksam.

Der Zeitpunkt des Gefahrübergangs spielt im Kaufrecht auch deshalb eine besondere Rolle, weil dieser Zeitpunkt maßgeblich ist für die Sachmangelfreiheit der Kaufsache: „Die Sache ist frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang die vereinbarte Beschaffenheit hat.“ (§ 434 Abs. 1 S. 1 BGB). Tritt ein Sachmangel also erst nach dem Gefahrübergang auf oder geht die Sache unter, so hat der Käufer grundsätzlich keine Gewährleistungsansprüche aus § 437 BGB. Beim Verbrauchsgüterkauf wird jedoch zugunsten des Verbrauchers innerhalb der ersten sechs Monate gesetzlich vermutet, dass der Sachmangel schon bei Gefahrübergang bestand. Der Unternehmer muss beweisen, dass der Mangel erst nach dem Gefahrübergang entstanden ist (Beweislastumkehr gem. § 476 BGB)."

Da es sich bei Dir um einen Versendungskauf handelt, Du privater Anbieter und kein gewerblicher VK bist, hat der Käufer keinen Anspruch auf Gewährleistung/Beitragsrückerstattung, so lange Du so versendet hast, wie in Deinem Angebot angegeben und nicht eigenmächtig irgendwas geändert hast. http://dejure.org/gesetze/BGB/447.html

Tipp: Sollte er Dir trotzdem mit was rechtlichem kommen, benenne einfach 1 oder 2 Zeugen die mit Dir auf der Post waren und das Päckchen abgegeben haben.

LG Janette

Beitrag von parzifal 19.11.10 - 01:25 Uhr

"Tipp: Sollte er Dir trotzdem mit was rechtlichem kommen, benenne einfach 1 oder 2 Zeugen die mit Dir auf der Post waren und das Päckchen abgegeben haben. "

Sollten die Zeugen auch bei Gericht auftreten und eine Falschaussage machen?

Zumindest darfst Du Dich nie mehr über unseriöse Ebay-Käufer beschweren. Du handelst/denkst ja ebenso.

Beitrag von myimmortal1977 19.11.10 - 01:38 Uhr

Es wird kaum zu einer Verhandlung kommen, da die rechtliche Grundlage meines Erachtens fehlt.

Ich versende auch nur versichert über Ebay, um genau diesen Problemen aus dem Weg zu gehen.

Hermes freut es ;-)

Beitrag von parzifal 19.11.10 - 09:25 Uhr

Ich hätte ja lieber eine Antwort auf meinen Frage erhalten.

"Es wird kaum zu einer Verhandlung kommen" ist ausweichend.

Und das es nicht zu einer Verhandlung kommt liegt u.a. auch in der Falschbehauptung begründet, zu der Du rätst. Die Begründung warum Du der Ansicht bist, dass die TE Lügen soll steht aber immer noch aus.

Beitrag von myimmortal1977 19.11.10 - 16:53 Uhr

Habe ich was von erfundenen oder fiktiven Zeugen geschrieben?

Ich stehe immer mit meinem Mann am Schalter, daher hätte ich immer einen Zeugen.

Was Du bei meinem Wort "einfach" hinein interpretierst ist Deine Gedankenwelt.

Beitrag von parzifal 19.11.10 - 17:39 Uhr

Auf das Argument habe ich gewartet.

Bei Deinem Satz gibt es nichts fehlzuinterpretieren.

"Tipp: Sollte er Dir trotzdem mit was rechtlichem kommen, benenne einfach 1 oder 2 Zeugen die mit Dir auf der Post waren und das Päckchen abgegeben haben. "

Und gerade das Wörtchen "einfach" macht die Sache einfach.

"Ich stehe immer mit meinem Mann am Schalter, daher hätte ich immer einen Zeugen. "

Das nützt ihr aber nichts oder soll sie jetzt behaupten, dass sie mit Deinem Mann am Schalter stand?

Mach die Sache nicht noch schlimmer und vor allem nicht noch lächerlicher.

Deine Erklärung kannst Du vielleicht jemanden verkaufen, der sich die Hose mit der Kneifzange anzieht.

Wenn Du gechrieben hättest, "wenn Zeugen dabei waren kannst Du diese ja benennen"

An Deiner Wortwahl gibt es aber nichts mißzuverstehen.



Beitrag von gaeltarra 19.11.10 - 18:40 Uhr

Hi,

danke, wollte ich auch gerade so ähnlich schreiben!

Es gibt auch meiner Meinung nach nichts "hineinzuinterpretieren" - die Aussage "benenne einfach ein, zwei Zeugen" ist eine eindeutige Aussage zur Anstiftung einer Falschaussage.


LG
Gael

Beitrag von hexlein77 19.11.10 - 08:52 Uhr

Entschuldige die Frage: Aber wartest du in letzter Zeit auf solche Threads???#kratz

Mir ist es nur aufgefallen, das du jedesmal wenn solch eine Aussagen wie hier getroffen wird, darauf anspringst und die Userinnen "belehrst"! Bist du Anwalt oder so????

ist lediglich eine Frage! :-)

Beitrag von parzifal 19.11.10 - 09:20 Uhr

Ich bin Jurist.

Vielleicht erklärt sich dadurch manches.

Beitrag von hexlein77 19.11.10 - 09:33 Uhr

Ja! :-) Das tut es in dem fall allerdings! :-)

Beitrag von gaeltarra 19.11.10 - 10:45 Uhr

Hallo,

>>Tipp: Sollte er Dir trotzdem mit was rechtlichem kommen, benenne einfach 1 oder 2 Zeugen die mit Dir auf der Post waren und das Päckchen abgegeben haben.<<

Solche Tipps finde ich im höchsten Maße erschreckend.

VG
Gael