Sie wird nicht satt (13Wochen)

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von milka2680 18.11.10 - 20:43 Uhr

Hi

Ich habe seit letzter Woche Dienstag ein riesen Problem mit meiner Maus #schmoll .
Ich war echt so froh das es mit dem stillen diesmal super klappt und das sie so gut zunimmt #huepf aber nun #heul .

Ich habe das Gefühl das sie seit letzter Woche Dienstag nicht mehr satt wird :-( , sie schreit nach dem stillen und dann leg ich sie wieder an aber es kommt nichts. Nachts und früh morgens geht es aber dann :-( .
Vorgestern hat sie so lange und viel geschrien das ich ihr eine Flasche gekocht habe und dann hat sie 55ml getrunken. dann ist sie seelenruhig eingeschlafen.

Und ihr stuhlgang hat sich auch verändert. Zuerst hatte sie jede Windel voll, dann war es nur noch einmal am Tag und nun 1mal die Woche. Was heißt das für mich.

Ich glaube echt das die Milch nicht mehr reicht und irgendwie scheint sich die produktion auch nicht zu steigern. Meine Brüste sich auch voll weich und schlaff.

Kann das an dem Stress liegen das soetwas passiert. Haben nämlich letzte Woche erfahren das mein Mann schwer an Diabetes erkrankt ist.

Bitte helft mir.

Lg milka

Beitrag von knuffel84 18.11.10 - 21:03 Uhr

Hallo,

kommt wirklich nichts? Meine Brüste sind auf viiiel schlaffer als beim 1. Kind, aber Milch kommt trotzdem raus.
Das sie nicht jeden Tag Stuhlgang hat, kann bei einem Stillkind normal sein. Romy hatte auch Anfangs jeden Tag (manchmal mehrmals) Stuhlgang und dann plötzlich nur noch alle paar Tage.

LG
Jasmin

Beitrag von lucaundhartmut 18.11.10 - 21:46 Uhr

Hi milka,

Folgendes könnte evtl. helfen:

- tagsüber alle 2 bis 3 Stunden abpumpen (beidseitig zur gleichen Zeit für 10 bis 20 Minuten, und zwar mit einer elektrischen Milchpumpe)
- abends/nachts alle 6 bis 8 Stunden (beidseitig zur gleichen Zeit für 10 bis 20 Minuten, und zwar mit einer elektrischen Milchpumpe) abpumpen
- 2 bis 3 Liter am Tag trinken (möglichst nichts Kohlensäurehaltiges, nichts Alkoholisches, keinen Kaffee, keinen Schwarz-, Pfefferminz- und Salbeitee, wenig Kuhmilch)
- 5 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee am Tag trinken
- 5 Mahlzeiten am Tag zu Dir nehmen (3 Hauptmahlzeiten, 2 Zwischenmahlzeiten)
- das Baby beim Pumpen in Sichtweite haben, oder wenigstens ein Foto davon
- vor dem Füttern per Brust bzw. vor dem Abpumpen warme Lappen auf die Brüste legen
- Stress so gut wie möglich vermeiden (Hilfe für Haushalt und Betreuung etwaiger Geschwisterkinder und/oder Haustiere suchen)
- das Kind öfter (nicht länger) an beiden Brüsten anlegen
- auch im Dienst abpumpen

Dein Kleines macht vermutlich einen Wachstumsschub durch, vielleicht auch die Brust(an)schimpfphase (= wenn Babys merken, dass ihnen die Brüste der Mütter nicht gehören):

http://www.babyernaehrung.de/Wachstumsschub/wachstumsschub

http://www.stillclub.org/brustschimpfphase.htm

Du kannst selbstverständlich auch weiter zufüttern, damit Dein Kleines nicht Hunger/Durst leidet. Biete jedoch am besten immer zuerst beide Brüste an.


LG
Steffi

Beitrag von nina610 18.11.10 - 21:46 Uhr

Die Milch kann sich ja reduzieren bei extremen Stress. Und wie du ja schon selbst gemerkt hast, hatte sie scheinbar tatsächlich Hunger. Das ist ja, wie ich finde, der Nachteil beim Stillen das du eben nicht sehen kannst wieviel ml da herauskommen. Pump doch einfach mal ab, dann siehst du ja wieviel Milch noch "vorhanden" ist.. Und meine Güte, dann fängst du eben an, zusätzlich Milchpulver zu geben. Warum sollte man sein Baby hungern lassen??? Wir essen ja auch, wenn wir Hunger haben......


Liebe Grüße
Nina

Beitrag von littlelight 18.11.10 - 21:56 Uhr

Der Vorteil beim Stillen ist, dass man nicht sieht wie viel das Baby trinkt. Weiß du warum? Weil die Menge, die ein Baby trinkt gar nichts aussagt. Beim Stillen weiß ich: mein Kind trinkt bis es satt ist.

Übrigens sagt die abgepumpte Milchmenge gar nichts aus. Eine Milchpumpe saugt nicht annähernd so effektiv wie ein Baby. Manche Frauen können gar nicht abpumpen, wohl aber vollstillen.

Ob ein Baby satt wird merkt man an den nassen Windeln, der Haut, daran dass es wächst und zunimmt.

Nichts für ungut!

Beitrag von littlelight 18.11.10 - 21:49 Uhr

Huhu milka!

Keine Sorge, deine Milch reicht, ganz sicher. Wenn du bis jetzt vollstillen konntest, dann geht das auch weiterhin. Wichtig ist, dass du nach Bedarf stillst (also auch alle Stunde wenn es sein musst) und nicht zufütterst!

Woher weißt du, dass nichts rauskommt? Dass deine Brüste wieder weicher sind bedeutet nur eins: Nachfrage und Angebot spielen sich ein und es wird nicht mehr überproduziert. Anfänglich wird immer mehr produziert als gebraucht wird, daher läuft man oft aus. Nach 3-4 Monaten hat sich alles gut eingespielt und die Brüste schwellen nicht mehr so an. Der Großteil der Milch, die ein Kind beim Stillen zu sich nimmt, wird WÄHREND des Stillens gebildet. Die Brust ist kein Gefäß, welches sich erst füllen muss.

Dass deine Tochter beim Stillen oder nach dem Stillen unruhig ist kann viel bedeuten. Von Bauchweh über Wachstumsschub bis Saugverwirrung oder Brustschimpfphase kann alles der Grund sein. Wenn mein Sohn solche Phasen hatte, habe ich ihn mehr als sonst getragen (in der Manduca) und bin mit ihm durch die Wohnung gelaufen oder rausgegangen. Das hat ihm sehr gut getan.

Dass sich der Stuhlgang geändert hat ist auch normal. Gerade bei Stillkindern ist alles erlaubt: von 10 Mal am Tag bis einmal in 10 Tagen ist alles ok.

Stress kann die Milchmenge mindern ja, daher empfehle ich dir ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Schone dich, lass den Haushalt liegen, stille im Liegen und schlafe, wenn deine Tochter schläft. Trinke genug und esse regelmäßig. Das tut nicht nur der Milchmenge gut. Übrigens kann das auch der Grund für die Unruhe deiner Tochter sein. Kinder merken, wenn etwas nicht stimmt und reagieren sehr sensibel auf die Gefühlslage der Mutter.

Alles Liebe!
littlelight

Beitrag von smallbirdie 19.11.10 - 04:02 Uhr

Hallo Milka,

bei mir reicht die Milch auch nicht und wir füttern zu. Ich sehe da auch ehrlich gesagt kein Problem mit. Ich pumpe seit ihrem 4. Lebenstag ab und was fehlt wird zugefüttert!
Ich habe in letzter Zeit auch viel Stress und inzwischen mehr als einen Milchstau gehabt, sorge im Augenblick gut für dich!
Ich habe auch einen Diabetiker in der Familie und er lebt wunderbar damit. Es gibt inzwischen so viele Neuerungen und Hilfsmittel... Es ist erstmal eine Umstellung, aber es wird sich bestimmt finden!

LG

Beitrag von lilly7686 19.11.10 - 09:03 Uhr

Hallo!

Ich würde erst mal die Flasche weglassen und weiter so oft wie möglich anlegen.
Versuch, dich zu entspannen. Es kommt leider manchmal vor, dass Stress die Milchproduktion kurzzeitig hemmt.

Stuhlgang ist kein Problem. Bei Stillkindern ist alles zwischen mehrmals täglich bis alle 10 Tage einmal normal.

Dass deine Brüste nicht mehr ständig prall sind, ist eigentlich nur ein Zeichen, dass die Milchproduktion sich auf dein Baby eingestellt hat.

Vermutlich wird bei euch gerade der Stress und ein Wachstumsschub zusammen kommen.

Also weiter anlegen so oft deine Kleine will, versuch dich zu entspannen und kuschel mit deiner Kleinen mal einen Tag lang nackig im Bett und mach sonst nichts. Das hilft oft schon ;-) Und lass die Flasche weg.


Und noch ein paar Worte zu deinem Mann: ich weiß nicht, wie schlimm es ist, aber wenn Diabetiker gut eingestellt sind, gibts meist gar keine Probleme. Man muss sich halt an gewisse "Regeln" halten was Ernährung und Sport betrifft. Meine Mutter ist seit über 20 Jahren Diabetikerin. Sie hat ihre Ernährung komplett umgestellt und mach zwei Mal wöchentlich Sport. Seither braucht sie nur noch zwei Medikamente statt der anfänglichen 4 ;-) Lasst euch diesbezüglich ausführlich beraten!

Alles Liebe!