Kaufmännische Angestellte, Brutto Lohn? Sachsen-Anhalt *Vorsicht lang*

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von bowh 18.11.10 - 20:44 Uhr

Hallo,

mein kurzes Statement steht ja schon im Betreff. Ich habe weiter unten schon einen Thread eröffnet, das ich einen Job gefunden habe. Unerwarteter Weise. Da ich nur zu Besuch bei meiner alten Firma *habe dort 2003-2006 meine Ausbildung gemacht* gewesen bin.

Nun bot mir die Chefin einen Vollzeit Job an. 40h/Woche als Kaufmännische Angestellte. Ich erledige die Schreibarbeiten für die Konstruktion. Das heißt den ganzen Tag durchgängig vor dem PC sitzen. Natürlich 20min Frühstück und 40min Mittagspause.

Ich habe im Eifer des Gefechts gesagt, das ich 1.300€ erstmal für angemessen halte, es aber noch nicht genau weiß. Rechne es Zuhause nochmal durch. Nun rief die Chefin einen Tag später an um mir zu sagen, das ich den Job definitív bekomme. Zu den Konditionen die wir besprochen haben.

So nun meine Frage :-p:

Kann ich sagen, das ich min. 1700€ haben muss, um meine Familie finanziell abzusichern??


Ich habe ´2008 als Buchhalterin 1.300€ /Brutto/ bekommen *war Abzocke in meinen Augen* aber ich wusste es leider nicht besser. Aber da war ich nicht allein-Verdiener. Sondern mein Mann hat auch sein Lohn erhalten.

Aber nun bin ich Haupt-/Alleinverdienende, da mein Mann Elterngeld erhält. Nicht mal 600€.

Was kann ich tun, ich möchte meiner Chefin nicht vor den Kopf stoßen, da ich ja mit den 1300€ Brutto angefangen habe.

Habt ihr nen guten Rat für mich? Denn Netto wären es nur 975,69€. Ich habe täglich eine Strecke von 56km hin- und zurück.

Beitrag von gela80 18.11.10 - 20:53 Uhr

Hallo

Also ganz ehrlich... Ich finde das ist echt wenig. Weis zwar nicht wie es in eurem Bundesland so ist mit den Löhnen aber es kommt mir doch sehr sehr wenig vor für 40 Std. #schock

Aber du hast glaub ich auch nicht viel Berufserfahrung oder ??? Vielleicht kannst du es so machen , das du deiner Chefin sagst das du es nochmal durchgerechnet hast und ob ihr vereinbaren könnt das du nach der Probezeit ein Gehalt von 1700 bekommst.

Ich bekomme für 25 Stunden die Woche 1450 Brutto und das auch nur weil ich neu bin in der Firma in meiner alten Firma hätte ich 1800 Brutto bekommen für 25 Stunden , leider hatten die keinen Job mehr für mich nach der Elternzeit da ich nur Teilzeit kann wegen der Kinderbetreuung.
Ich habe aber auch schon über 10 Jahre Berufserfahrung und habe kaufmännisch schon einiges gemacht.

Nun bin ich zuständig für die Kundenbetreuung, Auftragsbearbeitung und Reklamationen und kann zu meiner Arbeitsstelle laufen.

Du hast ja auch noch ne weite Arbeitsstrecke, vielleicht kannst du noch Spritgeld raushandeln, wenn nicht sofort vielleicht wenn du etwas länger da bist. Fragen kostet ja nichts.

Lg
Angela

Beitrag von bowh 18.11.10 - 20:59 Uhr

Nein Berufserfahrung habe ich in dem Sinne nicht. Da man ja die Lehrjahre nicht mit zählt. Ich habe in dieser Firma meine 3-jährige Ausbildung absolviert und musste alles tun, was die anderen auch gemacht haben. Also nichts mit Däumchen drehen :-).

Ich habe 3 Monate als Buchhalterin gearbeitet. *als Krankenvertretung*

Ansonsten nur Elternzeit. Zwischendurch halt die 3 Monate Urlaubsvertretung und Qualifizierungen gemacht.

Beitrag von thea21 19.11.10 - 08:07 Uhr

Naja, man fängt klein an, gerade frisch aus der Ausbildung bzw noch nicht DIE Berufserfahrung, da kann man nicht WELTEN verlangen.

Allerdings sind 1300 brutto für 40+ Stunden schon echt Dumping.

Ich wohne zwar in Berlin (komme auch aus Sachsen Anhalt :-)) bekomme aber für meine 35 Stunden Woche 2200-2300 brutto.

Direkt nach der Ausbildung begann ich mit 1450 Brutto, innerhalb eines Jahres "steigerte" ich mich auf 1750,-.


Dann wechselte ich die Firma.

Beitrag von tina_b84 19.11.10 - 09:17 Uhr

Hallo,

ich bin im Moment noch bei einer Wohnungsgenossenschaft in Halle (Saale) beschäftigt. Habe gerade gekündigt und fange im Dezember ne neue Stelle in Dessau an.

Die Gehälter hier in Sachsen-Anhalt sind teilweise wirklich sehr niedrig. Eine ausgebildete Immobilienkauffrau mit 1 bis 2 Jahren Berufserfahrung bekommt bei uns etwa 1300 bis 1500 Euro Brutto für eine 37h-Woche. Je nachdem, wie gut sie verhandelt hat (sind nicht tarifgebunden).

1300 Euro für für eine 40h-Woche sind wirklich sehr wenig, aber da du die Zahl selbst ins Spiel gebracht hast, ist es sicher schwer, davon wegzukommen. Bei Gehaltsverhandlungen sollte man nie mit dem persönlichen Minimum anfangen.

Hast du denn im Moment einen festen Job? Wenn ja, würde ich sagen, dass du etwas mehr brauchst, damit sich ein Wechsel auch finanziell lohnt. Ansonsten könntest du ja dort bleiben, wo du bist.

Wenn nicht, würde ich nochmal das Gespräch suchen und erklären, dass du das Angebot mit deinem Mann besprochen hast und ihr alles durchgerechnet habt. Sei einfach ehrlich und sage, dass du zu diesen Konditionen eure Familie nicht ernähren kannst. Wenn deine Chefin wirklich Interesse hat, bessert Sie nach.

LG, Tina

Beitrag von sternschnuppe215 19.11.10 - 09:42 Uhr

ich denke, dass Du da wenig Chancen hast, nun mit einer weitaus höheren Forderung zu kommen.... tja bitterer Beigeschmack...

aber 1.300 EUR brutto sind definitiv zu wenig ... da erhaltet Ihr als Familie ja mehr Hartz 4 Unterstütung....

#schwitz

Beitrag von bruchetta 19.11.10 - 10:08 Uhr

Du kannst Deiner zukünftigen Chefin doch ruhig sagen, dass Du Dich über die Zusage freust, Dir aber das mit dem Gehalt nochmal durch den Kopf gehen lassen hast, und Dir € 1300,-- sowohl für den Job an sich als auch für Euren Bedarf einfach zu wenig sind.
Wirst ja hören, was sie sagt.
Nicht, dass sie Dich jetzt eingestellt haben, weil Du so schön billig bist....