Meine Gesundheit spielt nicht mehr mit-Junge Familie u. Vollzeitarbeit

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von yviitalia 18.11.10 - 21:56 Uhr

Hallihallo!
Mein kleiner Sonnenschein ist nun zwei Jahre alt. Seit September arbeite ich wieder Vollzeit, vorher nur Teilzeit. Bin Lehrerin und das kann doch auch schon ganz schön anstrengend sein, sind Ganztagsschule, dazu die Konferenzen, tolle Fächerverbindung (Deutsch:-( und dann kommt noch ein ziemlich schlechtes Arbeitsklima unter den Kollegen bei uns dazu. Das alles war bisher ok. nur wird es mir jetzt echt zuviel. Hatte gestern so schlimme Kopfschmerzen und wir war/ist schlecht, sodass ich daheim bleiben musste. Ich liebe meinen Beruf und fordere von mir selbst auch 100% dafür. Aber meint ihr, das ist alles zuviel? Habt ihr einen Tipp für mich? Jetzt auf Teilzeit gehen ist nicht drin, erstens mitten im Schuljahr und dann wegen Geld... Noch dazu kommt dann mein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht arbeiten kann, wegen Krankheit von mir oder meinem Schatz.
Liebe Grüße,
Yvonne

Beitrag von leiahenny 18.11.10 - 22:05 Uhr

Na ja du must sicher auch erst lernen - wie du alles unter einen Hut bekommst - verabschiede dich von 100 /% zugunsten gesunder 90 % .
Mach mal ne´ Liste- was sein muss, was du möchtest und was du tuts, weil du denkst es muss sein.
Dann schau was Du streichen kannst oder wenigstens verschieben.

Beitrag von sweety03 19.11.10 - 07:36 Uhr

Hallo,

Du arbeitetst ja noch recht frisch wieder Vollzeit, da besteht sicher noch Gewöhnungsbedarf.
Mach nicht den Fehler, dass Du beruflich und privat perfekt sein musst, das geht garantiert nach hinten los.
Ich arbeite seit einem Jahr wieder VZ und brauchte mindestens 4-6 Monate bis ich eine gute Balance gefunden habe.
Wenn Dir der Haushalt oder die Wäsche zu viel wird, solltest Du über eine externe Hilfe nachdenken, somit könntest Du diese Zeit exklusiv mit Deinem Kind verbringen.
Bringt Dein Mann sich ein? Kümmert er sich auch um den Haushalt?
Hast Du Zeitfenster nur für Dich?
Ich arbeite zwar Vollzeit, aber habe mittlerweile nicht mehr das Gefühl, dass ich nur am Rotieren bin.
Meine Kinder sind schon 7 und 5 und haben somit nachmittags oft etwas vor, so dass ich dann meinen Kram (Wäsche, Kochen) nebenbei erledigen kann.
Ansonsten macht mein Mann den Haushalt zum großen Teil, da er von zu Hause aus arbeitet und zeitlich flexibler ist.
Und zum Thema Krankheiten: Jeder ist mal krank, gerade die ersten zwei Jahre, wenn das Kind bei der Tagesmutter oder im Kindergarten ist, sind viele Infekte einfach an der Tagesordnung.
Aber das wird besser! Meine Mädchen sind selten krank, aber das war in den ersten Jahren auch anders.
Für diese Notzeiten ist ein gutes soziales Netzwerk echt wichtig. Großeltern, Freunde, Leihoma...
Gib Dir noch Zeit! ´

Sweety

Beitrag von bruchetta 19.11.10 - 09:16 Uhr

Ihrer VK ist zu entnehmen, dass sie mit dem Kind allein ist.
Von daher scheint kein Mann da zu sein, der ihr etwas abnimmt.

Von daher kann man beide Situationen nicht vergleichen.

Ich würde VZ (ob mit oder ohne Mann) auch nicht schaffen.
Wenn ich noch an meine Ganztags-Zeiten zurück denke, weiß ich, dass ich nicht mehr genug Zeit und Kraft hätte für Haushalt und vor allem für das Kind.

Warum sollte sie jemanden mit dem Haushalt beschäftigen? Da geht das Geld doch gleich wieder raus, das sie scheinbar nötig hat.

Außerdem was ist das denn für ein Leben:

Aufstehen, abhetzen zur Kita und Arbeit, abhetzen, um das Kind wieder abzuholen, einkaufen, kochen, sich mit dem Kind beschäftigen, Haushalt und halbtot ins Bett fallen, nachts womöglich noch ein paarmal aufzustehen....

Schrecklich!





Beitrag von yviitalia 19.11.10 - 09:33 Uhr

Hallo! Danke für deine Worte. Aber wo steht, dass ich keinen Mann habe? Ich bin verheiratet. Mein Mann arbeitet aber auch Vollzeit, ist ziemlich eingespannt. Er macht schon was, wenn er da ist. Aber er kann eben auch nicht viel machen, ist auch oft kaputt dazu.

Beitrag von sweety03 19.11.10 - 10:13 Uhr

Hallo,

warum sie jemanden beschäftigen sollte? Damit sie ggf. wieder auftanken kann und die Zeit effektiv mit ihrem Kind verbringen kann #aha.
Ich denke mal, als Lehrerin verdient man nicht so schlecht. Eventuell lassen sich die Kosten (ca. 120 € monatlich) anderweitig einsparen.
Entspann Dich mal!

Sweety

Beitrag von windsbraut69 19.11.10 - 10:26 Uhr

"Warum sollte sie jemanden mit dem Haushalt beschäftigen? Da geht das Geld doch gleich wieder raus, das sie scheinbar nötig hat. "

Als Lehrerin wird sie sicher bisschen mehr verdienen als eine Reinigungskraft!

Gruß,

W

Beitrag von dominiksmami 19.11.10 - 11:02 Uhr

Huhu,

klingt für mich so auf den ersten Blick nach einer dicken Migräne.

Sicher kann ich von hier aus nur Vermutungen anstellen, aber ich habe das Gefühl das du dich noch nicht wirklich umgestellt hast auf Vollzeit arbeit. Das geht natürlich auch über den Körper und das der mal nach einer Auszeit schreit, ist nachzuvollziehen.

Ich denke nicht dass das alle generell zuviel ist, ich denke es ist einfach im Moment noch sehr, sehr viel weil es so neu ist.

Wichtig wäre das du dir irgendwo kleine Auszeiten freischaufelst und dir die jetzt dringend notwendige Erholungs verschaffst.

Kopfweh, gepaart mit Übelkeit und einem Überforderungsgefühl...sprechen wirklich sehr für einen Migräneanfall. Eventuell könntest du mit deinem Arzt darüber sprechen.

Versuche es, wenn möglich mit Massagen oder gezielter Physiotherapie, wenn nämlich Verspannungen das ganze Auslösen ist es besser man tut so schnell wie möglich etwas, sonst verhärten diese sich nur noch mehr.

lg

Andrea

Beitrag von blumeblau1 19.11.10 - 20:14 Uhr

Hallo yviitalia
das hört sich gar nicht gut an, was Du schreibst. Tönt für mich nach Alarmzeichen. Ich weiss von zwei Müttern, die zusammengebrochen sind. Es dauert lange, wieder auf die Beine zu kommen.

Und es scheint bei Dir schwierig, kurzfristig etwas zu ändern. Ich kenne es aus meinem Bekanntenkreis: gerade Frauen mit Kindern werden heute oft bis zur totalen Erschöpfung (physisch und psychisch) ausgelastet. Zusätzlich kommt oft hinzu, dass sich berufstätige Mütter gar keine Rechenschaft mehr ablegen (können), was sie eigentlich alles leisten.
Für mich selber (bin noch glimpflich davongekommen) habe ich mir vorgenommen, mich nach Möglichkeit nur noch mit Menschen zu umgeben, die mir "guttun", mich fördern. Ich meide KollegInnen, die mir nur schaden bez. bin dann sehr distanziert und förmlich. Besteht die Möglichkeit, ein besseres Team zu suchen ? Stellenwechsel ?
Gibt es die Möglichkeit aufs nächste Schulsemester zu reduzieren, zumindest auf 80% oder besser auf 50% ? Versuche, Dir Gehör zu verschaffen für Deine Sorgen bei Familie, Freunden, wo Du nur kannst.

Liebe Grüsse und alles Gute, blumeblau

Beitrag von espirino 19.11.10 - 22:53 Uhr

Hallo,

auch wenn ich nachvollziehen kann, daß einem manchmal alles zuviel wird - aber einmal Kopfweh ist doch nicht gleich Migräne oder "die Gesundheit spielt nicht mehr mit..."

An erster Stelle steht dein Kind, daß ist schonmal klar, aber auch auf Arbeit sollst du fit sein - um das zu schaffen brauchst du einen gesunden Ausgleich... entweder eine Zeit in der sich jemand anderes ums Kind kümmert und du relaxen kannst oder Urlaub. Dein Kind geht doch sicher in den KiGa und einen Partner hast du doch bestimmt auch dazu?

Alles gerecht aufteilen und schon geht das. Ich bin wieder in meinen Beruf eingestiegen (Rollende Schicht - Früh/Spät/Nacht - WE und Feiertags) als meine Zwillinge 2Jahre und 4 Monate waren. Momentan in Elternzeit wegen unseres Jüngsten (4Monate) plane ich dennoch in genau dieses Schichtmodell wieder einzusteigen, wenn er ab Sommer nächstes Jahr in den KiGa kommt.
Es hat mit den beiden Großen prima geklappt und es muß mit dem Jüngsten auch wieder klappen, denn Teilzeit geht bei uns schon mal gar nicht - an Normalschicht ist auch nicht zu denken und die Kohle brauchen wir auch. Also Augen zu und durch...

LG Jana

Beitrag von salino 22.11.10 - 11:58 Uhr

Du brauchst nicht denken, dass dich hier bei Urbia jemand bedauert.

Hier sind nämlich alles Super-Muttis, die 3 Kinder, Vollzeitjob, 2 Hunde, 2 Katzen (die nur mit Petersilie angerichtetes Sheba bekommen), 250 m²-Villenhaushalt mit Rama auf dem Frühstückstisch und niemals gibt es "schnelle Küche" und 3800 m² parkähnlichen Garten mit Koikarpfenteich SPIELEND meistern!

Nebenbei pflegen sie die Schwiegermutter, helfen dem selbständigen Mann bei der Buchhaltung, arbeiten ehrenamtlich bei der Essensausgabe in der Schule und sind abends der Vamp für ihren Mann im Bett.