Geburt im Geburtshaus - endlich auch für meinen Mann OK

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ivf2008 19.11.10 - 09:25 Uhr

Guten Morgen Ihr lieben Mitschwangeren #winke,

gestern abend waren wir zum Vorsorgetermin bei meiner Hebamme im Geburtshaus Düsseldorf und mein Mann hat nun ENDLICH auch zugestimmt, dass wir dort unser 2. Kind bekommen möchten (wenn die Schwangerschaft weiterin komplikationslos verläuft).

Ich freu' mich so #huepf

Gibt's noch mehr Mamis, die ihr Kind im Geburtshaus bekommen werden? Ich würde mich sehr über Kontakt zu Euch freuen, gerne auch über PN.

PS: Meiner Familie hab ich vorsichtshalber mal noch nichts davon erzählt, denn allein schon die Reaktionen, als ich erstmal nur zum Info-Abend ins Geburtshaus gegangen bin, gingen fast ausnahmslos in die Richtung: "WAAAS? Und wenn da was passiert??? Bist Du wahnsinnig?"...

Beitrag von lori81 19.11.10 - 09:44 Uhr

Guten Morgen,

ich sebst würde gerne im Geburtshaus entbinden allerdings bin ich mit meinem Mann da noch sehr am kämpfen, denn er meint das wenn irgendwas schief geht während der Geburt wir nicht rechtzeitig ins Krankenhaus kommen und er einfach vor der Entbindung im Geburtshaus Angst hätte.

Er ist auch noch der Meinung das wenn ich im Geburtshaus entbinden würde ich nicht die Ruhe bekomme die ich im Krankenhaus hätte da ich ja nach der Geburt im Geburtshaus gleich wieder nach hause geschickt werde.

Wie gesagt ich würde gerne aber mein Mann steuert dagegen

LG Lori mit Jason (6) an der Hand, #sternchen (2008)im #herzlich und #babyBoy Nick 27SSW inside.

Beitrag von ivf2008 19.11.10 - 09:59 Uhr

...wobei ja die Frage ist, wieviel Ruhe man tatsächlich im Krankenhaus hat, wenn man da kein Einzelzimmer bekommt ;-) (was ja nicht unbedingt der Standard ist, wenn man nicht privat versichert ist oder extrem wenig auf der Station los ist).

Und was die Komplikationen angeht: Klar habe ich vorher auch lange darüber nachgedacht. Aber: im Geburtshaus gibt es immer Ausrüstung/Medikamente für die Erstversorgung im Ernstfall. So können z. B. Infusionen gegeben werden und das nächste KKH ist bei uns tatsächlich nur wenige Minuten entfernt (ein Krankenwagen wäre innerhalb von wenigen Minuten vor Ort).

Übrigens: bei der Geburt unseres 1. Sohnes war ich auch die ganze Zeit mit der Hebamme alleine und habe keine Medikamente oder sonstwas bekommen. Im Nachhinein hätte ich also auch da schon im Geburtshaus entbinden können.

Nun werden einige sicherlich argumentieren, dass man nie vorher wissen kann, wie eine Geburt verläuft und Komplikationen auch plötzlich auftreten können - und das ist sicherlich richtig. ABER: in Holland z. B. sind Geburten im KKH die Ausnahme und Haus- bzw. Geburtshausgeburten die Regel. Wenn das soviel "gefährlicher" wäre, dann hätte sich dieser Ort für Geburten dort sicher nicht so durchgesetzt...

Beitrag von baby.2010 19.11.10 - 09:54 Uhr

schnief.ich wollte auch geplant ins geburtshaus mit meiner tollen hebamme.aber daraus wurde eine ungeplante hausgeburt ohne meine tolle hebamme;-)war sehr (!) schön!

hast eine gute entscheidung.alles gute und viel glück wünsche ich#klee#winke

Beitrag von nupsie 19.11.10 - 09:56 Uhr

Hallo,

ich werde auch im Geburtshaus entbinden. Lange hat es nicht gedauert bis mein Mann auch überzeugt war, dass es die beste Lösung für uns ist. Er war dann mit zur Führung und hat sich alles genau erklären lassen, danach wars dann für ihn OK. Immerhin muss ich mich ja auch in erster Linie wohlfühlen und natürlich auch sicher.

Eine schöne Schwangerschaft noch

LG Steffi

Beitrag von qrupa 19.11.10 - 10:29 Uhr

Hallo

wir planen zwar keien GH geburt sondern eien Hausgeburt aber soein riesen Unterschied macht das ja nun auch nicht. Wissen tun es bei uns auch nur die allerwenigsten leute, weil die Reaktionen eben leider meist negativ sind, weil sich die allerwenisgten mal ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt haben, sondern immer nur von der Freundin der Schwester, des Kollegen des Schwagers wissen die eine Geburt im GH nicht überlebt hätten.

LG
qrupa

Beitrag von urbine31 19.11.10 - 10:35 Uhr

Eine gute Entscheidung! Hör auf Deinen Bauch.
Ich hatte auch vor 2 Jahren eine Geburt im Geburtshaus geplant. Leider steckte meine Tochter dann in meinem Becken mit dem Kopf schief und damit fest. Wir hatten aber noch genug Zeit in Ruhe mit unserer Hebamme ins KH zu fahren udn dort einen Kaiserschnitt zu machen.

Ich will Dir damit keine Angst machen, nur sagen: Wenn etwas nicht so klappt, wie man denkt (bei mir war vorher alles ganz prima, alles dachten, es würde eine leichte Geburt, erst unter den Wehen hat sich meine Tochter dann im Becken verklemmt), dann ist immer noch Zeit in Ruhe ins KH zu fahren.

Die meisten Leute meinen immer, so ein Kind verliert man im Galopp, wenn die Wehen kommen. Aber da es eben dohc meist lange dauert ist dann doch genügend Zeit gegenzusteuern, falls es nötiig sein sollte.

Ich wünsche Dir alles Gute. Viele von meinen Bekannten, hatten eine Traumgeburt im Geburtshaus. Mir war es leider nicht vergönnt. Vielleicht beim nächsten?

LG
Urbine31

Beitrag von daisy-muc 19.11.10 - 11:48 Uhr

Huhu,

ich ernte leider auch größtenteils Unverständnis, wenn ich das Wort "Geburtshaus" auch nur in den Mund nehme... halt immer mit dem Argument "was ist wenn was schief geht?"

Ich habe diesen Dienstag mein erstes Gespräch mit meiner Hebi gehabt. Sie führt ein Geburtshaus, und hat noch 3 angestellte Hebis. Dort ist alles sehr freundlich, ruhig, eine geborgene Atmosphäre von Frauen für Frauen :-)

Meine Hebi hat mir gestern erzählt, dass sie in all den vielen Jahren noch nie eine Frau mit Blaulicht ins KKH schicken musste oder dass eine Frau, die die Geburt im Geburtshaus begonnen hat, gleich nach der Verlegung ins KKH aufgeschnitten wurde. Probleme beim Geburtsverlauf kündigen sich an, und eine erfahrende Hebi wird die Zeichen sehr frühzeitig erkennen können. Dann wird man halt notfalls verlegt. Das KKH ist auch nur ein paar KM/wenige Fahrminuten vom Geburtshaus entfernt.

Ich überlege, ob ich nach der Geburt nach Hause gehe oder mich ein paar Tage im KKH ausruhe. Gut, die Ruhe dort ist nicht unbedingt gesichert... meine Freundin hatte das Glück, eine nette Russin mit Großfamilie mit sich im Zimmer zu haben. Die hatte ständig Besuch von vielen Leuten, Lärm +Tohuwabohu ohne Ende und dann bekam sie auch noch so müffelndes Essen wie Bortsch mitgebracht. Igitt.
Also entweder Einzelzimmerzuschlag (ist ja auch nicht immer möglich wegen Platzmangel) oder garnicht erst hin.

Ausserdem bleibt im Geburtshaus eine Hebi die ganze Zeit an meiner Seite, zum Finale kommt dann noch ne zweite dazu. Im Krankenhaus würden die dauernd wechseln bzw. mehrere Frauen gleichzeitig betreuen.
Also isch möschte das nischt. ;-)

Krankehaus bleibt natürlich immer der Ort der Wahl, wenn etwas mit dem Kind oder mir nicht in Ordnungn ist. Keine Frage. Würde mich auch nicht auf Experimente mit natürlicher Geburt in Beckenendlage einlassen. Aber wenn alles gut läuft und Arzt und Hebi grünes Licht geben: warum dann nicht??

Das einzige, was ich als etwas blöd ansehe ist, dass es eine gewisse Konkurrenz zwischen den Ärzten und den Hebis gibt, auch in Bezug auf Vorsorge usw. Das finde ich manchmal etwas doof. Meine Ärztin wollte mich am Liebsten gleich aufs KKH festnageln. Ich glaub, ich erwähne das mit meiner Geburtshaus-Hebi lieber erstmal nicht.

Liebe Grüsse und alles Gute für die Geburtshausgeburt
Daisy
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