Ab wann verjährt eine Rechnung?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von lost.hope 19.11.10 - 09:34 Uhr

Guten morgen,

angenommen ich bekomme eine Forderung einer Firma (gestern) aus dem Jahr 2007 (Oktober), ist das schon verjährt?
Die Forderung kam jetzt von einer Rechtsanwältin (Mahnung), beginnt jetzt die Frist neu zu laufen?

Danke

Beitrag von goldie99999 19.11.10 - 09:42 Uhr

Die "Rechnung" verjährt idR 3 Jahre nach dem Jahr, in dem die Schuld entstanden ist. In Deinem Beispiel wäre das zum 1.1.2012.

http://www.piloh.de/rechnung-verjaehrung.html

Grüße, Goldie

Beitrag von sonne.hannover 19.11.10 - 09:51 Uhr

richtiger wäre wohl zum 31.12.2011.....

Beitrag von windsbraut69 19.11.10 - 09:53 Uhr

Der 31.12. wäre der letzte Tag, die Verjährung zu verhindern.

LG,

W

Beitrag von goldie99999 19.11.10 - 09:56 Uhr

Genau das meine ich :-)

Und jetzt schlage ich im Duden gleich mal nach, ob "richtiger" grammatikalisch korrekt ist :-)

Beitrag von windsbraut69 19.11.10 - 10:09 Uhr

Ich bin skeptisch.
"Richtiger" klingt für mich wie "einzigste" :)

LG,

W

Beitrag von goldie99999 19.11.10 - 10:17 Uhr

http://www.stricker-online.de/deutsch/5/deutschbuch/AB_Steigerbarkeit.htm

Ich hasse es...mein Freund sagt auch immer der/die/das "einzigste". Da rollen sich meine Zehennägel hoch.

Jeder hat so seine Schwächen :-)

Beitrag von windsbraut69 19.11.10 - 11:41 Uhr

Viel schlimmer ist für mich noch "nach Aldi" oder ein Modeausdruck derzeit im beruflichen Umfeld ist "finalisieren".
Das allein ist ja okay, artet aber bei einigen Spezialisten dann in "endgültig finalisieren" und ähnlichen Unsinn aus, wo sich mir das Nackenfell sträubt.

LG

Beitrag von susannea 19.11.10 - 10:19 Uhr

Nee, richtiger gibts nicht ;)

Beitrag von goldie99999 19.11.10 - 09:55 Uhr

Ja nee... ich meine, der 31.12.2011 ist ja noch innerhalb der Frist- verjährt ist die Rechnung also logischerweise erst am 1.1.2012, gell?

Grüßle!

Beitrag von susannea 19.11.10 - 10:08 Uhr

Müßte es dann nicht eigentlich der 31.12.2010 sein?!?

Wenn die 2007 entstanden ist die Schuld!

Beitrag von lost.hope 19.11.10 - 10:11 Uhr

Ja, das dachte ich eigentlich auch?

Beitrag von goldie99999 19.11.10 - 10:14 Uhr

Du hast völlig Recht!

Da siehste mal, was Schlafentzug alles anrichten kann... jetzt kann ich nicht mal mehr bis 3 zählen :-)

Beitrag von windsbraut69 19.11.10 - 11:43 Uhr

Ist mir genau so wenig aufgefallen wie die 11 hinten :)

Beitrag von sassi31 19.11.10 - 14:04 Uhr

31.12.2010 ist korrekt.

Bei einer Rechnung aus 2007 beginnt die Verjährungsfrist 2008 zu laufen. Und zwar mit dem 01.01.2008.

LG
Sassi

Beitrag von susannea 19.11.10 - 10:09 Uhr

Und nein, die Frist beginnt nicht neu zu laufen, sondern durch das anmahnen ist sie außer Kraft gesetzt!

Beitrag von bezzi 19.11.10 - 10:58 Uhr

Leider auch falsch !

Eine Mahnung vom Rechtsanwalt hat auf die Verjährung keinen Einfluss. .

Erst die Beantragung eines "GERICHTLICHEN MAHNBESCHEIDES" hemmt die Verjährung, wobei es hierbei ausdrücklich um den ANTRAG geht. Wird der Antrag dieses Jahr noch gestellt, der Mahnbescheid aber erst 2011 zugestellt, ist die Forderung NICHT verjährt.

Beitrag von bezzi 19.11.10 - 11:04 Uhr

Um Deine Fragen kurz, prezise und KORREKT zu beantworten, halte ich mich kurz:

"angenommen ich bekomme eine Forderung einer Firma (gestern) aus dem Jahr 2007 (Oktober), ist das schon verjährt?"

Nein. Die Forderung ist am 01.01.2011 0:00 Uhr verjährt.

"Die Forderung kam jetzt von einer Rechtsanwältin (Mahnung), beginnt jetzt die Frist neu zu laufen"

Nein. Eine Mahnung vom Rechtsanwalt hat genau wie jede andere Mahnung keinen Einfluss auf die Verjährung.
Lediglich ein gerichtlicher Mahnbescheid hemmt die Frist, wobei hier schon der Antrag reicht.

Da die Sache allerdings schon beim Rechtsanwalt ist, kannst Du davon ausgehen, dass der die Fristen kennt und bis spätestens 31.12.2010 einen solchen Mahnbescheid beantragen wird (wodurch weitere Kosten für Dich entstehen).
Wenn die Forderung also rechtens ist und nachgewiesen werden kann, würde ich lieber sofort zahlen.

Beitrag von bezzi 19.11.10 - 11:06 Uhr

Aua, das heißt natürlich "präzise" #klatsch

Beitrag von nobility 19.11.10 - 11:34 Uhr

Gute Antwort "bezzi", hätte ich nicht besser geben können.

"Wenn die Forderung also rechtens ist und nachgewiesen werden kann, würde ich lieber sofort zahlen."


Oder aber dem Anwalt sofort ein Ratenzahlungsangbot machen, bevor weitere zusätzliche Kosten entstehen.

Beitrag von bezzi 19.11.10 - 12:01 Uhr

...oder ßo. ;-)

Beitrag von landmaus 19.11.10 - 20:02 Uhr

Hallo,

ich möchte hierzu

*Oder aber dem Anwalt sofort ein Ratenzahlungsangbot machen, bevor weitere zusätzliche Kosten entstehen. *

nur kurz anmerken, dass mit einem solchen Ratenzahlungsangebot die Verjährung wahrscheinlich neu beginnt. Nicht das jetzt jemand auf die Idee kommt, er könnte den Gläubiger ja prima noch hinhalten.

Gruß
die Landmaus

Beitrag von lost.hope 20.11.10 - 14:34 Uhr

Das wäre meine nächste frage gewesen ;-)

Beitrag von sissy1981 19.11.10 - 13:31 Uhr

Nein die Frist beginnt nicht neu zu laufen, die Forderung ist noch nicht verjährt, sondern erst Ende des Jahres.

Die Gläubigervertretung wird dich nur nochmal aneschrieben haben um das ganze vll. noch geklärt zu bekommen, bevor Mahn- und danach der Vollstreckungsbescheid beantragt werden.

Ist die Forderung rechtens und wird sie bis zum Ende des Jahres tituliert kann 30 Jahre vollstreckt werden