Hilfe Depressionen

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von lenilina 19.11.10 - 10:09 Uhr

hallo

Ich bin fix und fertig. Ich kann einfach nicht mehr. Während ich dass hier schreibe, laufen mir Tränen übers Gesicht. Also keine Gewähr vor Rechtschreibfehlern.

Ich habe seit Beginn der SS extrem mit Ängsten zu kämpfen. Erst war es die Angst vor einer FG, dann vor einer Totgeburt. Diese Angst hällt jetzt noch an. Ich habe so eine furchtbare Angst, dass noch was passiert.
Ich habe in dieser SS ständig mit Infektionen und einem veil zu hohen PH Wert zu kämpfen. Dann habe ich ständig einen Pilz, es macht mich fertig.

Ich kann nicht mehr in den Spiegel schauen, weil ich mich einfach nur noch fett und hässlich finde. Ich schäme mich so und traue mich kaum noch aus dem Haus. Ich bringe nur noch meine Große in den KIGA und hole sie wieder ab. Selbst da versuche ich mich zu verstecken. Ich habe alle Kontakte hier im Ort abgebrochen. Ich rede mit niemandem mehr, nur noch mit meiner Familie.

Dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen, weil ich so denke.
Auf der einen Seite ist da die Angst, dieses Kind zu verlieren und auf der anderen Seite, dann mit 2 Kindern nicht klar zu kommen.

Ich weiß nicht mehr ein noch aus. Ich habe Angst, dass dieser Zustand nach der SS anhält. Ich bin nicht mehr ich selbst, ich komme mir vor, als ob mein Leben an mir vorbeizieht.
Ich habe zum Teil schon Vorstellungen, wie es für die Menschen wäre, wenn ich nicht mehr da wäre. Natürlich erst nach dieser SS. Mein Baby kann ja nix für ihre Mutter.

Ich liebe meine großer Tochter über alles, aber ich kann mich im Moment nicht richtig mit ihr befassen. Nicht falsch verstehen, sie bekommt ihr Essen und trinken. Auch die Windel mach ich regelmäßig und spielen tu ich auch mit ihr.

Diese Angst frisst mich auf. Ich kann mich nicht freuen und bin echt am Ende.
Gestern hat mein Mann einen Kleiderschrank fürs Baby geholt und ich habe ständig die Frage im Kopf, was ist wenn wir diesen Schrank nicht brauchen, wenn dem Baby doch noch was passiert. Ich habe an den Klamotten die ich schon fürs Baby gekauft habe immer noch die Preisschilder dran. Da kann ich es dann notfalls zurückbringen.
Ich traue mich nicht, auch nur irgendwas fürs Baby vorzubereiten.

Hilfe. Ich brauche keine Anfeindungen. Mir gehts schon schlecht genug. Ich brauche Tips, wie ich da wieder rauskomme.

Verzweifelte Grüße Kati mit Elina 2007 und #ei 30+4

Beitrag von connie36 19.11.10 - 10:14 Uhr

mensch, das hört sich ja schlimm an. warum sprichst du nicht mit deiner gyn darüber, depris in der ss sind keine seltenheit, es gibt hier bei urbia so einige die damit zu kämpfen haben. würde es mit deiner gyn besprechen, die kann auch die entsprechenden bluttests machen, und dir auch für die medikamentöse behandlung den richtigen arzt empfehlen, oder dir selber was verschreiben. du musst doch so nicht durch den rest der ss zeit durch, zumal das eigenltich was schönes sein sollte.
hoffe es geht dir bald besser#liebdrueck
lg conny 28.ssw

Beitrag von julk 19.11.10 - 10:15 Uhr

Also suche Dir auf alle Fälle professionelle Hilfe. Hast Du eine Hebamme der Du vertraust und das erzählen kannst. Die kann Dir sicher auch einen geeigneten Psychologen oder Neurologen empfehlen. Es gibt da Hilfe und übrigens selbst wenn es vielleicht mit Gesprächen nicht getan ist super Medikamente die Du ohne weiteres schwanger nehmen kannst. Wenn Dein Frauenarzt gut ist, kannst Du Dich ja auch von dem überweisen lassen, aber gewöhnlich haben die ja meist zu wenig Zeit für solche Probleme. Ich hatte so eine schlimme Phase vielleicht 3 Monate nach der Geburt meines ersten Sohnes und meine damalige Ärztin hat es leider abgetan mit, das wird schon wieder. Ich war bei einer Psychlogin und Neurologin die mich sehr gut behandelt haben. natürlich geht es nicht von heute auf morgen, aber Du brauchst auf alle Fälle Hilfe.
Alles Gute.
Liebe Grüße JULK

Beitrag von jeanettestephan 19.11.10 - 10:17 Uhr

Hallo,

lass dich erstmal ganz fest #liebdrueck, Sorgen das etwas nicht stimmen könnte macht sich jede werdende Mutti.

Deine Schilderungen sind schon ziemlich ernst. Ich denke du solltest ganz schnell mit deinem Fa über deine Ängste und Gefühle sprechen. Wenn es der Mutti nicht gut geht, geht es dem Baby auch nicht gut. Es bekommt ja deine Stimmung mit. Mach also schleunigst einen Termin und lass dir Hilfe geben.

Deinem Baby geht es schon gut hab da keine Sorgen.

LG

Jeanette mit Babygirl inside (33.SSW) #blume

Beitrag von phienchen86 19.11.10 - 10:18 Uhr

Hallo Kati,

erstmal #liebdrueck

Ich kann Dich annähernd gut verstehen. Habe auch depressive Phasen, aber bei mir kommt das eher von der Arbeitsstelle her. Bin jetzt auch zu Hause.

Du klingst echt total fertig und das ist auf Dauer nicht so gut - sowohl für Dein Kind als auch für Dich.

Du musst Dir ganz dringend jemanden suchen, mit dem Du das besprechen kannst. Geh zum Arzt und lass Dir eine Überweisung zum Psychotherapeuten geben.
Ich mache auch gerade eine Psychotherapie und es tut mir unheimlich gut. Kann ich nur empfehlen. :-)

Ich wünsche Dir gaaaaanz viel Kraft und Mut für die kommende Zeit - es gibt sooo viele Menschen, die Dich lieben und die Dich brauchen. :-)

LG und bissl #sonneschein bei dem schlechten Wetter

Beitrag von zibbe 19.11.10 - 10:18 Uhr

Hey Kati,
hol erst mal tief Luft und komm zur Ruhe. Anfeindungen wirst du sicherlich nicht bekommen, denn Ängste und Depressionen müssen ernst genommen werden. Jede Frau hat sie. Manche schwächer, manche stärker. Bei manchen reicht es, wenn sie mit ihrem Partner oder der besten Freundin darüber reden können, andere brauchen professionelle Hilfe. Ich rate dir, wenn dich diese Ängste so auffressen, dann sprich bitte mit deinem FA darüber, der dir bestimmt eine Überweisung an einen Psychologen geben kann. Es ist wichtig, dass du damit nicht alleine stehst und einen besonders einfühlsamen Menschen an deiner Seite hast, der dir helfen kann. Denn ohne ist weder dir noch dem Baby geholfen. Vor FA oder Psychologe brauchst du auch keine falsche Scheu haben, sie werden dir bestimmt helfen können, damit du positiv in die Zukunft schauen kannst.
Ich wünsch dir sehr viel Kraft und gute Gedanken. #liebdrueck
LG, zibbe

Beitrag von mai75 19.11.10 - 10:21 Uhr

Liebe Kati,
viele Menschen haben mit Ängsten zu kämpfen, wenn es allerdings das Leben so sehr beeinträchtigt, wie es aktuell bei Dir der Fall ist, dann kommt man aus diesem dunklen Loch oftmals nicht mehr allein heraus.
Lass Dir helfen, sprich mit Deinem FA und der Hebamme offen über Deine Ängste und mache deutlich, dass Du es alleine nicht schaffst. Es gibt viele Frauen, die besonders in der SS solche Phasen durchstehen müssen, wenn das Baby dann erstmal da ist, besteht natürlich die Gefahr, dass es weiter geht, oftmals ist das aber nicht so und man ist wieder glücklich.
Hast Du schon mit Deinem Mann über Deine Ängste gesprochen? Wichtig ist m.E., dass er weiß wie es Dir geht und es vor allem auch ernst nimmt.
Versuche Zeit - nur für Dich - zu finden. Mache etwas, was Dir Spaß macht oder was Dich entspannt. Aber vor allem suche Dir Hilfe!
Ich wünsche Dir alles, alles Liebe und Gute.
Maike

Beitrag von lenilina 19.11.10 - 10:23 Uhr

Danke für Eure Antworten.

Das Schlimme ist, ich habe bereits eine 1,5 jährige Therapie hinter mir. Ich hab echt das Gefühl, dass die echt umsonst war.
Mir graust es davor, wieder anfangen zu müssen. Ich dachte echt ich hätte dieses Kapitel hinter mir.

Tja dem scheint leider nicht so. Ich fühle mich so hilflos.


Beitrag von julk 19.11.10 - 10:33 Uhr

Aber dann hast Du ja wenigstens viwelleicht schon einen Ansprechpartner. Und wahrscheinlich hat man dir ja damsl gesagt, dass es wieder auftreten kann, gerade in so einer Situation. Mir hat die Neurologin damals jedenfalls gesagt, dass ich gerade in einer neuen Schwangerschaft und nach der Entbindung verstärkt auf Symptome achten soll, damit ich sofort kommen und wir was unternehmen können.
Liebe Grüße JULK

Beitrag von mai75 19.11.10 - 10:52 Uhr

Ich glaube, die Gefahr, dass die Ängste zurück kehren, besteht immer.
Wenn Du allerdins so negativ an die vergangene Therapie zurück denkst, kann es dann Sinn machen, es bei einem anderen Therapeuten zu versuchen?
Vielleicht war Deine erste Therapie wirklich nicht der richtige Weg für Dich?
Es gibt schließlich unterschiedliche Methoden und Ansätze ...

Beitrag von lenilina 19.11.10 - 11:04 Uhr

Nein, die Psychologin war super.

Mir graust es nur vor der langen Zeit. Oder viel mehr, der Gedanke wieder anfangen zu müssen.

Beitrag von cisco78600 19.11.10 - 21:38 Uhr

Hallo,

So was kenne ich auch, war auch Jahre lang in Behandlung , hat nix gebracht , weiss du warum weil ich immer falsch therapiert wurde , meine Krankenheit bzw Diagnose habe ich selber herausgefunden , und zwar Zwangsgedanken , ich glaube so was hast du , man bekommt nur blöde negative Gedanken , die hartnäckig sind und verschwinden gar net vom Kopf .

Inder erste SSW hatte ich das estrem , und dachte mir jetzt muss ich was unternehmen , habe so lange recherchiert bis ich eine sehr gute Therapeutin gefunden habe, die mir paar trickse gezeigt hat und parallel habe ich paar Bücher über diese Krankheit gekauft , zum Schluss ich habe den Zwang besiegt und er ist tottal aus meinem Kopf ausgezogen , er versucht ab und zu mal mich zu besuchen aben die tür habe ich geschlossen und den Schlüssel im Atlantik geworfen .
Nach der ssw war ich gessund und brauchte keine Medikamente mehr .

Also ersmal muss du wissen ob du auch so was hast , dass die Gedanken dich sehr viel quellen und bleiben stunden lang im Kopf , und so was macht auch Depression und Angstzustände .

such den Richtigen Therapeut bevor du deine Therapie stunden bei dem Falschen Therapeut zu verlieren , wenn du in Süddeutschland wohnst nähe schwarzwald ich kann dir eine Gute selbshilfsgruppe empfehlen .

leider bei solche psychiche krankheit hilft Antidepressiva nicht so wirklich , am besten Therapie und medikamente . wenn du noch weiteren Infos brauchst meld dich , ich helfe gerne .

BG

Beitrag von spiezerli 20.11.10 - 15:47 Uhr

Hallöchen

hm, ich finde auch, das klingt sehr nach Zwangsgedanken. Bei mir helfen da nur Medis. Lass Dich unbedingt beraten, was Du nehmen darfst. Bei mir hilft Seroquel, und das darf ich in einer geringen Dosis auch in der Schwangerschaft und zum Stillen nehmen.

(ich weiss, dass man sicher keine unnötigen Medis nehmen soll, aber manchmal ist es besser, als dass es einem so scheisse geht, dass das Kind auch darunter leidet und man nicht weiss, wie den Tag überstehen.)

Alles Gute
Spiezerli mit Jonah (ET-3)