14 Monate alt-hungern lassen

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von schwilis1 19.11.10 - 12:11 Uhr

leutz, mal ne Frage.
ich bin nicht sehr dafür. aber ich frag euch jetzt doch mal.
die kleine ne freundin ist 14 monate alt und isst einfach nicht. alle versuche schlugen bisher fehl.
jetzt wächst natuerlich von außen der Druck auf besagte Freundin von wegen, das Kind müsse essen, mit dem gutgemeinten Rat die kleine hungern zu lassen.
obwohl man hungern differenziert sehen müsste. es wuerde ja nicht heißen, das stillen komplett einzustellen. es aber doch gewaltig einzuschränken. sprich nach einer "Breimahlzeit" (Fingerfood, was auch immer) nicht mehr zu stillen für ne gewisse zeit und davor ist ja klar auch nicht.

unsere Babygruppenleiterin hatte das letzens auch angesprochen: da die kinnder so lernen wuerden, dass wenn sie nicht hungrig gehen wollen, sie essen müssten, und so anfangen zu essen.
aber ist das den der Weg? mit gewalt dem kind etwas "aufzwingen" was es nicht moechte?

mein kleiner 13 monate, hat auch erst vor 1 monat (nach dem 3 Tage Fieber um genau zu sein, angefangen mehr als nur Fingerhutmengen zu essen) und es war immer ok für mich. er hat da ein bisschen gegessen, und hier ein wenig von der Brezel abgekaut. und da ein bissen Apfel...

Beitrag von ayshe 19.11.10 - 12:14 Uhr

Schreckliche Idee #schock


Mein Kind will nicht essen. Dr. Carlos González
http://www.velb.org/docs/kongressbericht2002-mein_kind_will_nicht_essen.pdf

Beitrag von schwilis1 19.11.10 - 12:43 Uhr

den link hab ich direkt weitergeschickt. danke :)

Beitrag von hope001 19.11.10 - 16:41 Uhr

Toller Link!

Beitrag von ayshe 19.11.10 - 17:17 Uhr

Ist auch ein tolles Buch ;-)

Beitrag von jumarie1982 19.11.10 - 12:18 Uhr

Huhu!

Die Frage, die sich mir stellt ist: WARUM muss sie essen?
Also ist sie deutlich zu dünn?
Muss die Mama unbedingt schnell abstillen?

Wie ist es denn, wenn deine Freundin mal ein paar Stunden nicht bei ihr ist?
Wenn die Kleine mit Papa unterwegs ist?
Isst sie dann etwas?
Verlangt sie dann ununterbrochen nach dem Stillen?

Ich sehe das Problem nicht ganz.
Ich kenne viele Stillkinder, denen nicht nach Plan Mahlzeit um Mahlzeit ersetzt wurde, die sehr sehr lange sehr viel gestillt haben und kaum Essen zu sich genommen haben.
Unser Sohn selbst isst nur unter der Woche in der Krippe nennenswerte Mengen. Am WE verirren sich mal 2 Trauben und ein Bissen Brot und 2 Hapse Kartoffeln in ihn, sonst stillt er.

Nach dem, was ich oben lese, würde ich dem Druck nicht nachgeben und das Kind einfach stillen lassen.
Sie wird älter werden und es genügt ein winziger Auslöser (Impfung, Krankheit etc.) und das komplette Essverhalten ändert sich schlagartig.

Ich drück die Daumen #klee

LG
Jumarie

Beitrag von schullek 19.11.10 - 12:26 Uhr

hallo,

vielleicht ist das wort hungern hier der falsche begriff.
als mein sohn so 13 monate alt war, bereits gut aß, muss ich dazusagen, habe ich mich sehr unwohl mit der einen stillmahlzeit am späten nachmittag gefühlt. bis da hat er nachts viel getrunken, morgens, direkt nach der tagesmutter und abends sowieso. unjd diese eine stillmahlzeit ging mir, um es mal platt auszudrücken, gehörig auf den keks. also habe ich über wenige wochen diese mahlzeit abgeschafft. langsam und ohne druck.und die anderen stillmahlzeiten (außer nachts, dasänderte sich immer mal), blieben dann sehr lamge genau so bestehen. bis er von selbst glaube ich mit 2,5 jahren auf die stillmahlzeit am nachmittag verzichtete.was ich damit sagen will: mama und kind müssen einen kompromiss finden. nur so macht eien stillbeziehung sinn. ich denke, wenn sich die mutter wohl mit dem quasi vollstillen fühlöen würde, würde siekeinen rat suchen.
wie wäre es also, sie würde geregelte stillzeiten einführen? und dazwischen udn zu den mahlzeiten gibts essen. das kann sie ja ganz individuell und langsam einführen. ohne stress bei beiden.

generell bin ich aber der meinung, dass jedes kind irgendwann anfängt mit essen. ob nun graduell, wie bei den meisten oder plötzlich quasi von 0 auf 100.
meiner war ein zwischending.erst gar nicht, dann gleich ganz gut. und dann plötzlich wieder ne steigerung zu sehr gut.

lg

Beitrag von nepumuk2009 19.11.10 - 12:35 Uhr

Kenne zwar den werten Herrn Gonzales nicht aber ich hab mir sagen lassen wir hätten die gleichen Ideen.

Ich hab mit meiner Kiärtin besprochen dass ich meiner Tochter 5 mal am Tag essen anbiete und sie nur soviel isst wie sie mag.
Milch auch soviel sie mag, wenn ´Frau dann das Gewicht einigermassen im Auge behält ist alles ok.

Wenn den Kindern Essen aufgezwungen wird bekommen sie eine negative einstellung dazu.

Beitrag von schwilis1 19.11.10 - 12:37 Uhr

naja die sache ist die. ich glaube fuer sie wäre es voll in rodnung wenn nicht ständig ungefragte tipps kommen wuerden. von wegen das kind muss doch mal langsam essen. und lass sie hungern etc.

und je mehr druck kommt von außen umso mehr druck macht man sich innen. und viele koennen einfach weghoeren aber nicht alle!


ich denk mir auch oft, ja so langsam muss ich den zwerg abstillen, weil er jetzt schon so groß ist und alle fragen etc.
dann denk ich... hey warum denn... ist doch meine sache ob er nachst noch 20 mal trinkt oder nur 1x oder gar nicht.
aber ich bin ein komplett anderer typ als sie.
wobei sie eine ganz fantastische mama ist! aber die sache mit dem essen und nicht der norm angehoeren doch irgendwo nagt, vor allem wenn man es ständig hoert :(

Beitrag von nepumuk2009 19.11.10 - 12:46 Uhr

Hab ja nie gestillt (hatten wir ja gestern;-))
Deshalb äußere ich mich da nicht gern aber meine Freundinnen machen alle das 2. Jahr voll und gucken dann weiter.
Es würde von allein weniger mit ca. 15-16 Monaten

Beitrag von lilly7686 19.11.10 - 13:30 Uhr

Hallo!

Wenn dem Kind weiter Essen angeboten wird, ist es okay.

Ich würde einfach weiterhin Essen anbieten, das Kind zum Tisch dazu setzen, wenn alle anderen essen. Und irgendwann wird es sich dafür interessieren und essen.

Hungern lassen ist für mich keine Lösung. Das ist Zwang. Und ein Kind das zum Essen gezwungen wird, hat keine Freude am Essen. Und das solls auch nicht sein.

Deine Freundin soll weiter stillen und weiter essen anbieten. Das Kind wird irgendwann essen.

Lg

Beitrag von lucaundhartmut 19.11.10 - 15:45 Uhr

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Beitrag von lilly7686 19.11.10 - 15:52 Uhr

Ja klar, die Mutter ist Schuld...
Und du bist das Christkind.

Beitrag von brautjungfer 19.11.10 - 20:55 Uhr

ja klar, sie ist auch eine von den Mütter die ihr Kind an die Brust festkleben weil sie nicht loslassen können;-)

Beitrag von anarchie 19.11.10 - 15:49 Uhr

Ich finde das schrecklich und unsinnig.

2 meiner 4 Kinder haben auch erst mit 14 Monaten laaaaaaaaaangsam angefangen was neben Mumi zu wollen...

Wo ist das problem?

LG

Beitrag von hope001 19.11.10 - 16:38 Uhr

Hallo,

ich bin deiner Meinung, dass man ein Kind nicht zum Essen zwingen darf, dass führt für mich höchstens zu einer Essstörung.
Wichtig finde ich nur, dass man der Kleinen regelmäßig übertag immer wieder Beikost anbietet und ich denke, dass es irgendwann "klick" macht und das Kind von sich aus was anderes als Milch möchte.

Mein Kleiner fängt jetzt erst mit 12 Monaten an, dass er von sich aus mal probieren möchte, was wir essen.

Die warme Mahlzeit besteht bei uns meistens aus ca. 100-130g gekochtes Essen. Brot isst er ca. 10-15g und meistens mit Butter. Seit drei Tagen isst er ein wenig Wurst drauf.

Finn trinkt noch viel Flaschen-Milch und solange er sie braucht, soll er diese haben. Als er mit 11 Monaten seine ersten Zähne bekam, hat er fast nur Milch getrunken.

LG, Hope mit Finn *13.11.2009

Beitrag von steffi0413 19.11.10 - 18:01 Uhr

Hallo,

ein gesundes Kind ist noch nie freiwillig verhungert. ;-)

Ich würde weder hungern lassen, noch das Stillen einschränken. Und auch keinesfalls mit Druck und Zwang versuchen das Kind zum Essen zu überreden. Diese führen dann in den meisten Fällen zu wirklichen Probleme, die dann jahrenlang behandelt werden müssen.

Wenn das Kind fit ausschaut, sich entwickelt (Geist, Seele, Bewegung usw.), die Windel voll macht, nach Bedarf stillen darf, ihr immer wieder etwas ohne Druck und Zwang angeboten wird, beim Familientisch sitzt, wenn die anderen essen, dann ist alles OK. Dann wird sie mit der Zeit immer mehr mitessen.

Oft verteidigen sich die Kinder damit instinktiv von Allergie.

Die "gutgemeinten Ratschläge" kann ich leider überhaupt nicht verstehen... Wie kann man ein Kind mit HUNGERN vom HUNGERN retten....#schock

Ich habe mal hier im Forum einen super guten Antwortvorschlag für ähnliche "gutgemeinte Ratschläge" gelesen (sorry fürs Klauen...):

"Nein, nein, wir WOLLTEN das Kind!"

LG
Steffi

Beitrag von struwwelmutz 22.11.10 - 02:36 Uhr

Hallo Schwilis,
was die meisten Menschen verlernt haben und was dieses Kleine Menschlein wohl noch kann, ist, nach dem Instinkt zu essen und was der Körper eben gerade braucht.

Bietet ihr frisches rohes Obst/ Gemüse an und ich bin sicher dass sie essen wird.

Dafür braucht es keine Gewalt. Sie weiß selbst was sie braucht.
Und das ist keine Muttermilch von der Kuh, keine Mehlprodukte....

Würdest Du einem Affen das geben? Und deren Gene sind mit unseren zu 98% identisch.

Irgendwann wird sie sicher (leider) auch all das essen was wir so gerne mögen, weil wir jahrelang unseren Instinkt überlistet haben, oder uns gesagt wurde, wie von dieser Babygruppenleiterin, wir essen müssen (was auf den Tisch kommt).

Also mach dir mal keine Sorgen. Kein Mensch verhungert freiwillig.