Warum so oft ADS/ADHS-Diagnosen, bzw. befürchtungen?

Archiv des urbia-Forums Allgemeines.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von kaktus0 19.11.10 - 12:28 Uhr

Hallo

ich lese hier so oft, dass Eltern der Meinung sind, ihre Kinder würden unter ADS/ADHS leiden, weil sie etwas aufgedrehter sind als andere.

Auch finde ich, dass viele Ärtze zu schnell die Diagnose stellen- Oder wie oft hört man "die Lehrer sagen, mein Kind leidet vielleicht an ADS..."

Ich verstehe das immer nicht, ADS/ADHS, warum gab es das denn früher nichts so?

liegt es vielleicht daran, dass wir als Kinder viel mehr Zeit auf dem Spielplatz, auf dem Sportplatz oder bei Freunden verbracht haben? Die Kinder heute zu viel Zeit mit TV, Playstation und Co. verbringen?

Mir tut es immer leid, wenn Kinder Medikamente nehmen müssen.

Ich persönlich denke, dass viele Kinder einfach eine andere Beschäftigung benötigen würde, Gesünderes essen, weniger Zucker, weniger TV und Co und ich bin mit ziemlich sicher, dass diese Kinder dann auch viel ruhiger werden würde. Es gibt bestimmt Kinder, die wirklich an diesen Symptomen leiden, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es so viele sind.

Was denkt ihr denn über das Thema ADS/ADHS?

Beitrag von inblack 19.11.10 - 12:44 Uhr

Ich finde es schlimm, dass Kinder überhaupt ständig still und angepasst sein sollen.
Sollen sie doch toben, schreien, bolzen und in die Bäume klettern.

Früher gab es viel mehr Kinder, die spielten einfach draußen und halfen auch mal mit.

Heute müssen sie von A-Z gefördert und pädagogisch unterstützt werden.
Das ist für Eltern und Kinder Stress - und total bescheuert.

AD(H)S ist für mich eine Modekrankheit, eine Ausrede für Eltern, die die "Unzulänglichkeiten" ihrer Kinder rechtfertigen wollen. Dabei sind die Kinder einfach KINDER.

Natürlich gibt es ECHTE Fälle von AD(H)S - die aber m.E. durch diese Mode-Diagnose in den Hintergrund rücken oder gar belächelt werden, anstatt ernstgenommen zu werden.

Beitrag von bellababy 19.11.10 - 12:46 Uhr

"Natürlich gibt es ECHTE Fälle von AD(H)S - die aber m.E. durch diese Mode-Diagnose in den Hintergrund rücken oder gar belächelt werden, anstatt ernstgenommen zu werden."

Da muss ich Dir vollkommen zustimmen. Meine zwei haben es auch (monatelange DIagnostik) und was soll ich sagen? Wenn ich heute irgendwo sage meine Kinder haben ADHS wird man belächelt und es wird getuschelt von wegen schlecht erzogen.


lg Janine

Beitrag von inblack 19.11.10 - 12:48 Uhr

Genau das meine ich.

Welcher Laie soll das schon erkennen können - wenn sich nicht mal die Ärzte sicher sind?

Beitrag von fiori_ 19.11.10 - 13:38 Uhr

"AD(H)S ist für mich eine Modekrankheit, eine Ausrede für Eltern, die die "Unzulänglichkeiten" ihrer Kinder rechtfertigen wollen. Dabei sind die Kinder einfach KINDER.

Natürlich gibt es ECHTE Fälle von AD(H)S - die aber m.E. durch diese Mode-Diagnose in den Hintergrund rücken oder gar belächelt werden, anstatt ernstgenommen zu werden."




Was für ein Hohn...du belächelst doch gerade diese "Modekrankheit"

Beitrag von inblack 19.11.10 - 18:41 Uhr

Du hast es nicht verstanden.

Ich halte es nicht für gut, wenn man seinem Kind diesen "Stempel" aufdrückt, obwohl es ganz normal ist.

WENN ein Kind wirklich diese Krankheit hat, dann wird es nicht mehr für voll genommen, weil eben viele Diagnosen leichtfertig und falsch gestellt werden.

Bitte lies richtig.

Beitrag von snoopygirl-2009 19.11.10 - 18:41 Uhr

Kids should be seen but not heard;-)

Hat mein Grossvater immer gesagt#augen

Beitrag von inblack 19.11.10 - 18:54 Uhr

Schluck...

Beitrag von ayshe 19.11.10 - 19:00 Uhr

Zunge abschneiden wie manche es mit den klääfern machen oder knebeln?#gruebel

Beitrag von inblack 19.11.10 - 19:26 Uhr

???

Ich musste "schlucken" über die Aussage des Großvaters.

Beitrag von snoopygirl-2009 20.11.10 - 12:10 Uhr

Du kennst den nicht...das ist noch eine von den netten Aussagen#schwitz

Beitrag von bellababy 19.11.10 - 12:44 Uhr

Hallo,

ich habe selber zwei Kinder die ADHS haben. Meine Tochter nimmt keine Medikamente, mein Sohn schon. Ich finde es immer schwierig darüber zu urteilen wenn man sich damit überhaupt nicht auskennt. ADHS ist nicht ein zappeliges Kind sondern da hängt noch ein ganzer Rattenschwanz hinten dran.

Ich finde es auch schrecklich wenn ich höre ach der hat bestimmt ADHS am besten noch in Verbindung mit hat unser Kinderarzt gesagt (sowas gibt es oft) Ich bin der Meinung das solche Kinder grundsätzlich in die Hände von Kinderpsychologen oder halt SPZ gehören.

Ein Kind mit ADHS kannst Du auspowern wie Du möchtest, man merkt keinen Unterschied, weniger Zucker auch kein Ergebnis! Man muss unterscheiden ob diese Kinder wovon Du gerade spricht wirklich ADHS haben oder einfach schlichtweg vernachlässigt werden.

Ein Kind was Medikamente nimmt brauch Dir nicht leid tun! Was ist denn besser? Es nimmt Medikamente und kommt im Alltag vorallem in der Schule zurecht oder aber es steht total neben sich und kann mit dem ganzen Chaos was um ihm herum geschieht nicht klarkommen!

Beispiel mein Sohn ist acht Jahre alt, besucht eine normale Regelklasse in der Grundschule. Vor den Medikamenten bekam er permanent Ärger, wurde von den Klassenkameraden verprügelt und gehänselt und hatte überhaupt gar keine Freude mehr an seinem Schulalltag. Nachdem er nun Medikamente nimm ist er wesentlich entspannter und konzentrierter, hat Freunde und findet sich nun in der Klasse zurecht.

Leider gibt es immer noch Lehrer die mit dem Thema nichts am Hut haben und völlig falsch drauf reagieren.

Aber Du hast Recht wenn Du sagst das es Überhand nimmt, ist mir auch schon aufgefallen. Früher gab es das nicht, aber früher sagte man zu diesen Kinder auch schwererziehbar.


lg Janine

Beitrag von pupsismum 19.11.10 - 12:54 Uhr

>>Früher gab es das nicht, aber früher sagte man zu diesen Kinder auch schwererziehbar. <<

Iwo. Das gab es schon immer, früher gab es nur keinen Namen dafür. Da waren das halt "richtige Burschen" oder eben schwer erziehbar, wie du schon schreibst.

Und die Mädchen mit ihrem stillen ADS waren halt einfach schüchtern und verträumt.

Die Grundsymptomatik war schon immer da, die Betrachtung dieses Verhaltens ist nur anders geworden.

Und ich stimme dir zu: Man muss kein Kind bedauern, dass deswegen Medis nimmt (höchstens wegen der eventuellen Nebenwirkungen). Aber ein Kind, dass endlich entspannt am Alltag teilnehmen kann und den Unterschied wahrnimmt zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen, das nicht mehr ausflippen "muss", weil es ob der ungefilterten Informationsflut völlig überfordert etc.pp. ist nicht zu bedauern, sondern man sollte sich für es freuen.

btw. für jene, die sich bislang nicht so befasst haben mit diesem Krankheitsbild: Ziel der Medikation ist es nicht ein Kind "ruhigzustellen", dann ist die Dosierung falsch eingestellt. Ziel ist es, dem Kind eine solide Grundlage zu bieten, um Informationen aller Art genauso verarbeiten zu können, wie ein nicht betroffenes Kind.

Grüßle
pupsi

Beitrag von bellababy 19.11.10 - 12:58 Uhr

prima geschrieben!



lg Janine

Beitrag von golm1512 19.11.10 - 12:49 Uhr

Hallo!

Vorn weg: Ich habe keine ahnung von AD(H)S und will hier keinem auf die Füße treten, weil mir schon klar ist, dass Familein mit solchen Kinder, egal ob die Diagnose stimmt oder nicht, sicher genug Probleme haben, über die ich nicht zu urteilen habe.

Meine Kinder sind mutistisch, d.h. sie reden nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten unserer Mitmenschen eine Diagnose benötigen, um meineKinder einsortieren zu können. Mir hilft dieses Wort nicht weiter. Meine Söhne sind grundverschieden, haben nur gemeinsam, dass sie außerhalb der Wohnung nicht reden.

Manchmal habe ich das Gefühl , es ist mit den ADS-Kindern ähnlich. Es gibt ein Problem, ausgeprägt oder weniger ausgeprägt, dann muss eine Diagnose her. Sicher gibt es Kinder, die aus den von dir genannten Gründen "hibbelig" sind und es gibt Kinder, die haben AD(H)S.

Ich habe heutzutage eher das Gefühll ,dass alle Kinder in ein Schema passen müssen. Gewünscht sind intelligente, offene, neugierige, bewegungsfreudige, kommunikative, musikalische Kinder, die gefälligst den Ablauf nicht stören.

Wir hatten sehr viel Mühe, unseren Sohn in eine Regelschule zu bekommen. Er kommt relativ gut klar und eine sehr engagierte Lehrerin. Aber auch die kommt an ihre Grenzen, weil sie einfach nicht die Zeit hat, sich mit Verhaltensauffälligkeiten zu beschäftigen. Es sind eben noch 26 andere Kinder in drei Jahrgangstufen da.

Ja, manchmal denke ich, diese ganze ADS-Gechichte ist dazu da, einige Kinder in irgendein pseudo-bekanntes Schema zu packen. Leider kommen dann die Kinder, die wirklich davon betroffen sind, zu kurz. ADS ist doch so abgenudelt, dass keiner mehr so richtig Lust hat, Zeit und Geld in diese Kinder zu stecken. Ich finde das ein bisschen gruselig.

Gruß
susanne

Beitrag von leopoldina1971 19.11.10 - 12:57 Uhr

Ich stimme deinem Beitrag voll und ganz zu.
Eine kleine Anmerkung: wahrscheinlich sind es nicht wesentlich mehr Fälle als früher. Die Menschen sind für dieses Thema jedoch mehr sensibilisiert worden als früher. Daher wird auch mehr darüber gesprochen.
Panikmache, Problemverschiebungen, Falschdiagnosen, Leichtgläubigkeit und Nichtaufklärung und die bereits von dir genannten Gründe tun ihr Übriges.

Beitrag von seahorse 19.11.10 - 12:59 Uhr

Ich verstehe, was Du meinst. Mein Sohn ist erkrankt, ist aber für hochbegabte ­Minderleister nicht untypisch. Bis diese Diagnose kam, wurden wir gemieden, wurden belächelt und uns unterstellt, wir würden das Kind falsch erziehen. Aber seitdem wir die Diagnose bekommen haben, zusammen mit der Diagnose hochbegabt hat es sich schlagartig geändert. Es gab einen Bericht über diese Kinder auf RTL, mein Sohn war damals auch zu sehen, danach wurden wir von Nachbarseltern wieder gegrüßt, obwohl sie uns vorher gemieden haben.

Ich könnte kotzen, entschuldigt den Ausdruck, wenn ich lese "Mein Kind hat bestimmt ADS, er ist so frech" oder aber auch "mein Kind ist bestimmt hochbegabt, er ist so schlau"

Mensch, wenn man das Gefühl hat, dass das Kind ADS hat, dann geht man zum Arzt und lässt es testen, und das nicht nur bei einem Arzt, denn die Diagnose wird einfach zu schnell gestellt. Aber es ist nunmal nicht jedes Kind ein ADS Kind.

Und zum Thema hochbegabt äußere ich mich lieber nicht, man sollte froh sein, wenn das Kind glücklich ist und das sind viele HB´s nunmal nicht

Beitrag von 1familie 19.11.10 - 13:09 Uhr

Hallo,

mein Grosser ist ebenfalls HB.
Darf ich Dich fragen, was oder warum dein Sohn nicht glücklich ist.

Ich hab hier das gleiche Problem und weiss ehrlich gesagt nicht, was ich noch tun könnte. Es ist permanent alles schlecht :-(
So langsam geht es an die Substanz - ich hätte ihn so gern auch mal richtig glücklich gesehen *heul*

LG

Beitrag von seahorse 19.11.10 - 13:14 Uhr

Wie hoch ist denn sein IQ, wenn ich fragen darf?


Er fühlt sich immer schlecht und traurig, denkt er sein dumm, weil ihm das teilweise so übermittelt wurde, er denkt, dass er ein schlechter Mensch ist und all die Versuche ihm das Gegenteil scheitern leider. Er wird therapeutisch unterstützt, das hilft ihm schon sehr.

Beitrag von 1familie 19.11.10 - 13:34 Uhr

sein IQ ist 142.

Auch er fühlt sich immer schlecht, ihm ist immer langweilig und denkt er hat keine Freunde.
Ich kann noch mehr aufzählen .... im Moment ist er wirklich anstrengend.

LG

Beitrag von sternengold 19.11.10 - 13:43 Uhr

Mein Gott! Immer das gleiche Gelaber! Hier geht es nicht um eure tollen hochbegabten, aber ach so leidenden Kinder!
Hier geht es um etwas Anderes!!!!! Eröffnet doch bitte euren eigenen Thread. Es nervt!!!!


#gaehn

Beitrag von candy84 19.11.10 - 13:45 Uhr

Wow, du bist ja die Nettigkeit in Person.....

Beitrag von seahorse 19.11.10 - 13:47 Uhr

Mach dich nciht lächerlich. ADS und HB hängt sehr oft zusammen und es ist bestimmt kein Glück sondern ein Fluch!

Beitrag von 1familie 19.11.10 - 13:53 Uhr

stimmt mein Kind ist toll, wie viele anderen auch.

Du bist einfach lächerlich.

Beitrag von sandra7.12.75 19.11.10 - 15:57 Uhr

Ach neuer Nick???

Selber scheinst du ADHS und Minderbegabung zu haben.
Wenn du etwas Ahnung hätte würdest du nicht so doof labern,äh schreiben meine ich.

So flitze mal wieder zur Therapie mit Kind.

Schönes WE