Frühzeitig abstillen? Bitte Meinungen

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von moonflower1980 19.11.10 - 12:39 Uhr

Hallo!

Mein kleiner Schatz ist jetzt 10 Tage alt. Von Anfang an hat er die Brust verweigert. Im Krankenhaus habe ich dann irgendwann anfangen müssen zu pumpen, damit der Kleine überhaupt satt wird. Meine Brustwarzen waren teilweise schon blutig, weil er einfach nicht wollte.
Jetzt bin ich zu Hause und versuche seit Montag mit meiner Hebamme, ihn an die Brust zu bekommen.
Er ist dabei zwar schon friedlicher, aber so richtig will er immer noch nicht. Ist mehr so ein Nuckeln und vielleicht mal ein oder 2 Züge pro Seite. Dann will er nicht mehr. Anschließend soll ich ihm die Flasche anbieten, damit er satt wird. Da trinkt er ganz schön viel.
Mein Problem, ich mag einfach nicht mehr. Ich bin so übermüdet, alles ist neu und dann kommt es mir noch so vor als sei ich den ganzen Tag mit meiner Brust beschäftigt. Stillversuch, pumpen, Flasche geben, Brustmassage, Brust waschen.... und das alle 3 Stunden.
Ich denke über abstillen nach. Oder zumindest nur noch zu pumpen, damit er meine Milch bekommt. Wie denkt ihr darüber?
Nähe und Körperkontakt mit Hautkontakt haben wir auch beim Fläschchen. Und kuscheln tun wir so auch ganz viel.
Ist das Stillen wirklich so wichtig?

Beitrag von jumarie1982 19.11.10 - 12:45 Uhr

Huhu!

Das musst du allein entscheiden!

Wenn du dich dagegen entscheidest, wird er sicher auch gesund mit der Flasche gross.
Entscheidest du dich für einen weiteren Versuch, würde ich dir dringend eine Stillberaterin empfehlen.
Schau mal bei AFS oder La Leche Liga.

Ich drück dir die Daumen, dass du den für dich richtigen Weg einschlägst und dich nicht im Nachhinein ärgerst ;-)
Aller Anfang ist schwer und Stillen muss gelernt werden #aha

LG
Jumarie

Beitrag von urmel29 19.11.10 - 12:48 Uhr

Hallo,

bevor du dir jetzt unnötig Streß machst, lass es sein! Stillen ist eine Sache, die man einfach aus Überzeugung machen muss, versteh mich nicht falsch, wenns nicht klappt, weil er deine Brust nicht nimmt, dann lasst es sein.

Ich hatte beim 1. Kind, blutige Brustwarzen, Fieber, Milchstau und hab nicht aufgegben, mußte wg. einer Erkrankung die ersten Wochen min. 2 x in der Woche zum Arzt, war also meist nicht da... Aber ich bin dran geblieben.

Streß dich nicht unnötig, wenn er die Flasche so schön nimmt, dann mach das auch!

Mit Streß sollte das nicht einhergehen, also entscheide dich für das, was dir am Besten erscheint!

Alles Gute! Wird schon!

lg
s´urmel

Beitrag von schwilis1 19.11.10 - 12:45 Uhr

du bekommst ein kind auch mit flaschennahrung groß und es wird ein glückliches zufriedenes und gesundes Kind.

aber... noch ist nicht alle tage abend und es gibt echte hoffnung in form von stillberaterinnen und nicht nur hebammen (hebammen machen einen ganz wunderbaren job, aber manchmal braucht man jemand der noch ein wenig mehr ahnung hat)

ich rate zu einer stillberatung. abstillen kannst du nächste woche immer noch!

Beitrag von berry26 19.11.10 - 12:50 Uhr

Hi,

also ob du stillen willst oder nicht, ist allein deine Entscheidung! Auch Flaschenkinder werden groß! Mein Sohn war Flaschenkind und meine Tochter wird momentan gestillt. Ich finde Stillen wunderschön und tatsächlich ist Stillen allein wegen der Abwehrstoffe in der Mumi besser aber wenn du nicht dahinter stehst, dann brauchst du auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn du nicht stillst. Bei meinem Sohn hab ich das gleiche mitgemacht wie du. Stillen, pumpen, füttern und das 3,5 Wochen lang bis ich nicht mehr konnte. Ich kann also deine Beweggründe sehr gut verstehen!

Ich kann dir jetzt eigentlich nur sagen, wenn du stillen willst, dann ist noch nichts verloren. Such dir eine Stillberaterin die dir hilft. Diese sind meist wesentlich besser qualifiziert als eine Hebamme. Mit Flasche zufüttern ist das schlimmste was man tun kann. Wenn du zufüttern musst, wäre es über ein Brusternährungsset das beste. So verhinderst du eine Saugverwirrung und steigerst die Menge der Mumi. Den Umgang damit zeigt dir eine Stillberaterin. Wunde BW liegen meist an falscher Anlegetechnik. Die müsst ihr beide erst lernen, danach läuft es wie von selbst.;-)

Wie gesagt, ob du noch stillen willst oder nicht liegt an dir. Du brauchst dir jedenfalls keine Vorwürfe machen, wenn du dich dagegen entscheidest.

LG

Judith

Beitrag von nepumuk2009 19.11.10 - 12:51 Uhr

Mach das was dich glücklich macht !!!!!!
Wenn du nicht stillen willst ist das ok!

Ansonsten haben die anderen recht, wenn du stillen willst such die eine
Stillberaterin.
Die kann die helfen

Lg und glückwunsch zum Baby

Beitrag von haruka80 19.11.10 - 13:07 Uhr

Huhu,

bei mir wars das Selbe, ich habe zu Hause immer wieder mit der Hebi versucht anzulegen (die wohnt nebenan, kam netterweise alle 4 Std rüber um zu helfen), es klappte nie, zu müde, immer. Haben ihn dann 2 Wochen gefeedert um zu schauen obs klappt, ich immer gepumpt, irgendwann war ich nur noch alle und hab zu meiner Hebi heulend gesagt, dass ich aufhöre. Mein Sohn hat allerdings auch aus der Flasche wenig getrunken, 40-60ml und dafür brauchte er ne Stunde, trotz Milchsauger. Er war einfach zu früh und hatte dolle Gelbsucht. Ich habs lange bereut, war sogar noch bei ner Stillberaterin weil ich nix unversucht lassen wollte, habe aber selbst gemerkt, es geht an die Substanz, ich kann nicht mehr.
Nach 3 Wochen habe ich dann ausschließlich gepumpt, was auch sehr aufwendig ist, alle 3-4 Std, manchmal alle 2 Std, nur damit genug zusammenkommt-irgendwie (meine linke Brust hat so gut wie keine Milch produziert, zwischen 5-20ml).

Ich habe Stillmamas lange beneidet, wollte ja unbedingt stillen, aber heute sage ich: ich war doch gerne Flaschenmama, es hat Ruhe reingebracht und er bekam ja 3 Monate MuMi.
Schau, ob du weiter kämpfen möchtest,Hebi,Stillberatung oder ob du sagst, du pumpst oder noch anders, ob du ganz aufhörst. das ist n schweres Thema und kann dir keiner abnehmen.

L.G.

Haruka

Beitrag von lilly7686 19.11.10 - 13:26 Uhr

Hallo!

Stillen ist gesund und wichtig. Ja.
Aber du bekommst auch mit Flaschenmilch ein Baby groß.

Bei meiner Großen hab ich 4 Wochen lang abgepumpt. Dann war die Milch weg. Sie war 13 Wochen zu früh und es gab keine Möglichkeit, sie anzulegen.
Sie bekam meine Milch aber fast 5 Monate lang. Die Milch wurde im KH eingefroren und mit nach Hause gegeben, als sie dann heim durfte. Sie bekam anfangs ja nur 3 ml alle 4 Stunden per Sonde. Da blieb natürlich viel übrig.
Sie ist jetzt fast 7 Jahre alt und es geht ihr prächtig. Auch ohne viel Muttermilch.

Aber ich persönlich liebe das Stillen bei meiner Kleinen. Es tut jetzt schon irgendwie weh, dass ich das bei der Großen nicht erleben durfte.


Ich denke, du solltest es so machen, wie du es für richtig hältst. Und wie es für dich und dein Baby passt.

Du kannst deinen Kleinen aber dennoch wieder an die Brust bekommen. Mit etwas Arbeit kannst du ihn wahrscheinlich bald voll stillen. Ohne Pumpe, ohne Flasche.

Such dir eine Stillberaterin, die sich mit dem Brusternährungsset auskennt.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Durch das Brusternährungsset bekommt dein Baby genug Milch, wenn er an der Brust saugt. Deine Milchproduktion wird angekurbelt, die Brust stimuliert. Dein Baby lernt, wie man richtig an der Brust trinkt und er wird satt und muss nicht frustriert sein.

Wie du dich auch entscheidest, es sollte für dich und für deinen Kleinen passen.

Alles Liebe!

Beitrag von sabrina1980 19.11.10 - 13:27 Uhr

#sonne

die Frage ist...Was möchtest Du...wie andere darüber denken ist doch nicht wirklich wichtig.

Ich finde es immer doof, wenn man auf biegen und brechen sich dazu zwingt -unter diesen Umständen- weiter zustillen.
Es ist schön wenn alles super klappt keine Frage. Das mit dem abpumpen ist doch eine gute Lösung, so bekommt es wenigstens deine Milch.

lg
Sabrina

Beitrag von 2007.shady 19.11.10 - 14:00 Uhr

Hi,

erstmal herzlichen Glückwunsch!!!!

Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, nimm Dir nicht die Freude an Deinem Kind, weil Du Dich unnötig quälst!!!
Hör auf Dein Bauchgefühl, wenn Du wirklich stillen möchtest, bleib dran und such Dir eine Stillberaterin.

Wenn nicht, dann steh dazu und still ab.

Bei der Geburt meiner Tochter vor knapp 3 Jahren habe ich mich auch mehrere Wochen wirklich mit dem Stillen gequält, sie hat mir die Brust aufgebissen, ich hab nur rumgeheult, war kreuzunglücklich und habe mich irgendwann dabei ertappt, dass ich schon Angst hatte, wenn sie wach wurde und "drohte" Hunger zu haben. Ich hab dann irgendwann nur noch abgepumpt und war kreuzunglücklich!!!!!

Dann hab ich mich dazu entschlossen, die Flasche zu geben und plötzlich war ich sehr sehr froh und hatte schnell ein äußerst zufriedenes Baby!

Bei meinem Sohn im Juli diesen Jahres hat das Stillen besser geklappt, aber ich habe dennoch nach einigen Wochen wieder auf Flasche umgestellt und kann damit einfach besser leben!

Stillen ist toll, aber nicht um jeden Preis!
Ein liebevoll gefüttertes Flaschenbaby ist m.E. besser "dran" als ein schreiendes, hungriges Stillbaby mit völlig gestresster Mutter!!

GLG
Fiona mit Marlene (fast 3) und Sebastian (*22.07.2010)

Beitrag von pingu82 19.11.10 - 18:33 Uhr

#pro

Beitrag von 23082008 20.11.10 - 13:46 Uhr

#pro

Beitrag von lucaundhartmut 19.11.10 - 15:39 Uhr

Liebe moonflower1980,

herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs! :-)


Selbstverständlich kannst Du völlig frei entscheiden, ob Du weitere Brustfütterungsversuchen unternehmen, komplett aufs Pumpen umsteigen oder komplett auf käufliche Säuglingsnahrung umsteigen möchtest.

Egal, wie Du Dich entscheidest: Es zählt, womit Du ganz persönlich Dich am wohlsten fühlt, was am besten klappt und was für Euch der angenehmste/schönste Weg ist.

Selbstverständlich ist Brusternährung nicht so wichtig.
Das wäre ja auch traurig für all die Kinder, welche "nur" kurz oder gar nicht per Brust ernährt werden können, sollen, dürfen.

Für eine gute Elternkindbeziehung sind ganz andere Dinge ausschlaggebend als ob und wie lange ein Kind an der mütterlichen Brust saugen konnte, durfte oder wollte.

Wie Du selbst feststellst: Auch mit dem Fläschchen kann man zärtlich füttern und einem Kind all die Nähe schenken, die es braucht (wobei man das selbstverständlich auch ohne Brust oder Fläschchen machen kann).


Alles Gute und lasse Dich auf keinen Fall von irgendjemandem zu etwas drängen.



LG
Steffi

Beitrag von balie1705 19.11.10 - 17:30 Uhr

bei mir war es genauso. ich habe dann drei monate nur gepumpt und konnte gut damit leben. hauptsache er kriegt überhaupt mumi #mampf

im nachhinein denk ich auch: hättste mal lieber länger versucht anzulegen, vielleicht hätte es ja doch geklappt etc.
aber zu der zeit war es gut und richtig so. zumal ich eh nicht so die typische stillmama bin, die sich ohne probleme überall entblößt.


lg, balie

Beitrag von sarie. 19.11.10 - 17:38 Uhr

Hallo,
wir hatten ein ähnliches Problem, mein Junge war bei der Geburt 4150g schwer und hatte nach 2 Tagen nur noch 3750g weil ihm das Bisschen
Kolostrum nicht reichte. Der Milcheinschuss kam erst 4 Tage später.
Also wurde ich im Krankenhaus zum Zufüttern gedrängt, Folge: Saugverwirrung.
Da ich aber UNBEDINGT Stillen wollte habe ich folgendes Programm durchgezogen (mit Erfolg): Stillen, zufüttern, Abpumpen. Und nach wenigen Tagen ist der Junge mit Freude an die Brust gegangen und satt (!!) geworden. Als erstes habe ich die abgepumpte Milch gefüttert und dann noch adaptierte Säuglingsnahrung. Ich habe mir die Mühe gemacht und ums stillen gekämpft, weil ich 1. das Beste für mein Kind wollte, 2. Nächtliches Fläschchen bereiten für mich eine Horrorvision darstellte und 3. weil das erste anlegen für mich so schön war, das ich die Stillerfahrung um nichts in der Welt missen wollte.

Aber es ist deine Entscheidung, ich kenne viele Mütter die nicht stillen und deren Kinder trotzdem gesund gedeihen.
Wenn du ohne Stillen weniger gestresst bist, dann lass es! Denn Ruhe ist wichtig für euch beide!

Ich wünsch euch alles Gute und dass ihr euch gut einlebt! #herzlich

Liebe Grüße

Sarie + Sohn (fast 7 Monate)

Beitrag von mamemaki 19.11.10 - 18:39 Uhr

na, da hast du ja schon viele meinungen bekommen, ich gebe jetzt auch noch meinen senf dazu ;-)

wie alle bereits meinten: egal wie du dich entscheidest, es ist ok!
(na, das hat jetzt nicht wirklich geholfen, oder? ging mir auch so...)

ich hatte 6 wochen unglaubliche probleme. offene brustwarzen, 3 milchstaus mit fieber, irre schmerzen bei jedem anlegen.. und niemanden der mir helfen konnte (wohne in bukarest - hier gibts keine stillberater organisationen). durch zufall habe ich dann doch eine krankenschwester gefunden die mir gezeigt hat wie man richtig anlegt und danach ging es bergauf. die wunden heilten schön langsam.. jetzt ist meine kleine 12 wochen alt und ich stille meistens schmerzfrei, manchmal mit zu ertragenden schmerzen.

ich bin froh dass ich durchgehalten habe und auch irgendwie stolz auf mich. ich finde es super praktisch dass ich meinem kind überall essen geben kann und dass es in der nacht so schnell geht. manchmal legen wir uns nach 15 minuten schon wieder hin zum schlafen.

in den ersten 6 wochen habe ich mir jeden tag 5 mal überlegt abzustillen. ich denke wenn ich mich dafür entschieden hätte, wären die ersten paar wochen etwas harmonischer verlaufen. und es wäre wohl auch ok für mich gewesen. ich konnte aber irgendwie diesen entgültigen schritt des abstillens nicht setzen. abpumpen war für mich keine alternative. das wäre mir viel zu stressig. dann doch lieber gleich gekaufte säuglingsnahrung.