warum nach (not)-KS immer alle traumatisiert?

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Beitrag von leboat 19.11.10 - 12:51 Uhr

Hallo,
also ich hab grad in ner Apothekenzeitung über Kaiserschnitte gelesen und auch da stand wieder mal,wie traumatisch es doch für die meisten Frauen ist und das man einen Geburtstbericht schreiben soll,das OP-Protokoll und was nicht alles,um das besser verarbeiten zu können.
Also manchmal frag ich mich wirklich,ob ich nicht normal bin!?
Hatte nach Blasensprung und Einleitung Notkaiserschnitt,als ich davon erfuhr war ich einfach nur glücklich dass die Schmerzen bald vorbei sind und ich mein Kind im arm habe und im nachhinein war ich einfach nur froh,dass meine Maus und ich es überlebt haben!
Aber traumatisiert? Hatte auch keinen Babyblues und all sowas...keine Geheule nix....
Manchmal kommt es mir so vor,als "müsse" es aber so sein und gehöre eben dazu!? Ich versteh das nicht...bin auch überhaupt nicht enttäuscht über die Geburt oder so...
Ehrlichgesagt kann ich mich nicht in diejenigen reinversetzen,denen es danach psychisch sehr schlecht geht, was nicht heisst,dass ich es nicht glaube und versuche zu verstehen..aber da ich nun eben auch dieses Erlebnis hatte,wundert es mich einfach...
naja,sollte wohl froh sein, da nix verarbeiten zu müssen.
Ein schönes Wochenende euch allen,
LG..leboat

Beitrag von urmel29 19.11.10 - 12:53 Uhr

Hallo,

hatte einen Not-KS beim ersten Kind und eine normale Geburt beim 2. Kind.
Kann nicht sagen, daß ich davon traumatisiert bin, aber daran denken tu ich an beide Geburten nicht gerne.

Ich finde, jeder macht damit seine Erfahrungen, für manche ist es einfach nur sehr schlimm, manche können es besser verarbeiten. Man sollte es akzeptieren und denen helfen, die damit einfach nicht so toll klar kommen.

lg
s´urmel

Beitrag von manuela80 19.11.10 - 13:00 Uhr

Hallo!

Mir gehts da ähnlich wie Dir. Bei meinem Sohn (Notkaiserschnitt) war ich auch froh, dass ich mit der Op endlich -erlöst- wurde. Das Vorher, also die stundenlangen Wehen, die Unsicherheit...- fand ich viel schlimmer als den Kaiserschnitt.
Aus diesem Grund haben wir uns auch für einen WKS bei unserer Tochter entschieden. Und ich würde es immer wieder so machen.
Ich war sehr schnell wieder fit, hatte auch keinen Babyblues oder so und ich hatte auch noch nie das Gefühl was verpasst zu haben in Sachen vaginaler Entbindung! Ich finde es auch immer etwas seltsam, dass viele Leute der Meinung sind KS-Mamas müsste doch ein positives Geburtserlebnis fehlen...

Viele Grüße, Manuela

Beitrag von doro86 19.11.10 - 13:01 Uhr

ich hatte auch einen not-ks in vollnarkose und es hat mich bis heute mitgenommen, man wacht aus der narkose auf, bauch weg und kind weg, meine kleine war auf der neo und ich durfte erst am nächsten tag zu ihr
denke es ist ein unterschied ob du den kaiserschnitt miterleben darfst und dein kind sehen darfst oder es in vollnarkose gemacht wird

Beitrag von leboat 19.11.10 - 13:04 Uhr

Notkaiserschnitt ist ja auch immer unter Vollnarkose, aber sicher ist es "schöner" nur unter Teilnarkose zu sein und alles mitzubekommen...naja...

Beitrag von doro86 19.11.10 - 13:10 Uhr

ich habe mich dannach einfach nur leer und traurig gefüht, denn mein bauch war weg und mein kind auch, durfte aufrund schweren blurtverlust nicht aufstehen also auch nicht zu ihr, meine maus lag einfach an nem anderen ort ganz allein ohne mich, dass hat mir schwer zu schaffen gemacht

Beitrag von wuestenblume86 19.11.10 - 13:13 Uhr

Naja #gruebel viele nennen den sekundären KS auch Not-KS...da liegen aber Welten zwischen.

Und ich wurde in Vollnarkose in der Schwangerschaft operiert und ich wünsche niemanden mit dieser Angst "einzuschlafen" und mit einem Schrecken aufzuwachen und erstmal das Baby im Bauch zu suchen.

Beitrag von doro86 19.11.10 - 13:16 Uhr

die angst die mein mann hatte wünsche ich auch keinem die oberärtzin sagte nur zu ihm wir gehen jetzt in den op und wissen nicht ob wir beide lebend rauskriegen beide leben hingen am faden und ich denke auch wenn er nicht oviel drüber spricht, dass es ihn auuch sehr mit genommen hat

Beitrag von wuestenblume86 19.11.10 - 13:20 Uhr

Die Angst der Männer ist dabei auch riesig #schwitz auch wenn Männer mit sowas anders umgehen und eher wortkarg sind.

Mein Mann hat mich vor dem geplanten Eingriff noch beruhigt. Im Nachinein hat er aber auch gesagt wieviele Sorgen er sich gemacht hat um uns beide.

Beitrag von doro86 19.11.10 - 13:25 Uhr

denke auch,denn sie werden ja einfach links liegen gelassen so war es bei uns und er war dann der jenige er ansehen musste wie unsere tochter raus kam nicht atmete und dann belebt wurde und naschließend weg kam auf neo

Beitrag von andrea761 19.11.10 - 16:18 Uhr

nicht immer unter Vollnarkose, wenn vorher schon eine Spinale liegt! Siehe meine Antwort weiter unten.
lg

Beitrag von sockikatze 19.11.10 - 13:14 Uhr

Ich hatte das gleiche wie dora86. Es ging alles ganz schnell und ich hatte davor nicht eine Wehe. Ich konnte mich nicht auf die Geburt einstellen. Und dann war der Bauch weg und das Kind auch, weil es in eine andere Klinik verlegt wurde. Das ist nicht einfach. Ich war deswegen nicht traumatisiert, aber so eine Geburt wünscht man sich einfach nicht. Ich hatte Angast um mein Kind und diese Ungewissheit ist schlimm.
Ich kann manche Frauen, die sich das sehr zu Hezen nehmen gut verstehen. Aber solange alles gut ausgeht überwiegt einfach das Glück!

LG

Beitrag von dominiksmami 19.11.10 - 13:01 Uhr

Huhu,

ich hatte vor 9 Jahren einen Not-KS und wenn man mich direkt danach gefragt hätte, dann hätte ich so geantwortet wie du.

Selbst 2 oder 3 Jahre später fand ich das alles noch vollkommen in Ordnung so wie es war.

Dann schlichen sich langsam Zweifel ein, ich wurde traurig weil ich meinen SOhn erst so spät richtig sehen durfte, weil ich ihn zu Anfang nicht alleine versorgen konnte ( wie gesagt ist 9 Jahre her und man hat mir damals einfach nicht die Möglichkeit gegeben mich sofort um ihn zu kümmern).

Diese Gedanken sind dann immer schlimmer geworden, so schlimm das ich bei der letzten Schwangerschaft jetzt richtig Probleme mit dem Gedanken an einen weiteren KS hatte.

Ob sowas ein Trauma ist? hmm keine Ahnung, ich nenns einfach schlechte Erfahrung.

lg

Andrea

Beitrag von sandram85 19.11.10 - 13:05 Uhr

Das ist schön für dich das du nicht traumatisiert bist! Sei froh!

Ich hatte einen Not-KS nach Einleitung aufgrund sehr schlechter Herztöne meiner Maus! Ich hatte Angst um meine Kleine und Angst um mich. Hatte Schmerzen ohne Ende, konnte 3 Tage nicht aufstehen und mich nicht um meine Maus kümmern. Habe sie erst 3 Tage später das erste Mal nackt gesehen.
Mir hat das alles ziemlich zugesetzt. Wollte so gerne spontan entbinden und dann sowas.

Hatte noch eine dicke Entzündung mit viel zu hohen Entzündungswerten. Meine Naht ist wieder ein Stück aufgegagen. Es ist soviel schief gelaufen und ja ich war traumatisiert. Ich habe viel über das Thema gelesen mich mit anderen KS-Müttern ausgetauscht und das hat mir geholfen das alles ein wenig zu verdauen.

Jeder erlebt es anders und ich möchte dich bitten nicht einfach so zu urteilen. Sei einfach glücklich darüber das es dir nicht so ergangen ist. Und mein geschriebenes hier ist nur eine Kurzfassung von meinem erlebten. Sonst würde es ausarten...

Beitrag von wuestenblume86 19.11.10 - 13:09 Uhr

Ein Not-KS in Vollnarkose ist traumatisierend. Du wachst verduselt auf und dein Baby fehlt dir im Bauch #gruebel ein Albtraum.

Beitrag von sandram85 19.11.10 - 13:13 Uhr

Hast du selbst schonmal nen NOT-KS gehabt?

Beitrag von wuestenblume86 19.11.10 - 13:16 Uhr

Ich wurde in Vollnarkose operiert in der Schwangerschaft #aha daher weiß ich wohl gut genug wie ich mich gefühlt habe und wie ich mich gefühlt hätte, wenn mein Bauch danach leer gewesen wäre.

Und ich bete inständig diese Erfahrung niemals machen zu müssen....aber manche Erfahrungen muss man wohl nicht selbst so durchleben und dennoch kann genug Empathie vorhanden sein.

Beitrag von sandram85 19.11.10 - 13:18 Uhr

ja ich finde es auch traurig die gefühle anderen frauen soooo in frage zu stellen. Ehrlich gesagt macht mich das Thread ein wenig böse, auch wenn die TE es evtl. nicht so gemeint hat....

Beitrag von leboat 19.11.10 - 13:26 Uhr

Nein ich wollte in der tat nichts böses schreiben und habe ja auch erwähnt,dass ich es versuche zu verstehen.
ABER ich empfinde es einfach so,dass viele auch so ein mitleidsgetue drum machen. und da kann man auch nicht sagen:ein notks mit vollnarkose ist traumatisierend,dem kann ich nur entgegnen NEIN ist er NICHT zumindest nicht bei allen.
vielleicht kommts auch auf die umstände an,wie gesagt wir schwebten beide in lebensgefahr und ich finde man sollte einfach dankbar sein,dass es heute möglichkeiten gibt,die mutter und kind ab leben halten!

Beitrag von sandram85 19.11.10 - 13:30 Uhr

Ja da hast du recht, dass wir glücklich sein sollten. Bin ich auch, denn jetzt geht es mir und meiner Tochter gut. Es hätte auch anderes ausgehen können. Dennoch kann ich dir sagen, dass es von mir mit Sicherheit keine Mitleidsgetue ist, sondern ich das erlebte wirklich nur schwer verarbeiten kann. Aber so ist jeder Mensch anders.

Beitrag von doro86 19.11.10 - 13:32 Uhr

kann mich dem nur anscließen

Beitrag von leboat 19.11.10 - 13:33 Uhr

Ja das kann ich verstehen!Ist ja auch nicht so,dass ich es supi dupi toll fand ABER ich dachte im nachhinein auch,wer weiss,was dir erspart geblieben ist.hatte 4 stunden eingeleitete wehen..ganz schön aua...wenn ich mir vorstelle,das ich das noch hätte STUNDEN ertragen müssen..also ganz ehrlich.aber genau das mein ich.viele stellen sich hin und machen nen KS (warum auch immer gemacht wurde)dermassen schlecht und stellen sich hin und sagen,ne da hätte ich lieber noch ne woche diese wehen ertragen als nen KS#schock zu bekommen...
weisst wie ich meine?

Beitrag von wuestenblume86 19.11.10 - 13:40 Uhr

Ich Nachinein geht es aber nicht nur um das Überleben, sondern auch um das aktive Erleben #aha und das fehlt den Frauen in der Vollnarkose und ich kann das sehr gut nachvollziehen. Das hat nix mit "Mitleidsgetue" zu tun #gruebel und nicht umsonst gibt es mittlerweile gottseidank auch Spezialisten, die sich genau mit solchen traumatischen Geburten und deren Aufarbeitung auskennen und den Frauen helfen können.

Es freut mich, dass du das Erlebte so gut wegstecken kannst ;-) aber gesteh anderen Frauen auch ihre Gefühle zu.

#winke

Beitrag von mss.fatty 19.11.10 - 13:49 Uhr

" ich finde man sollte einfach dankbar sein,dass es heute möglichkeiten gibt,die mutter und kind ab leben halten! "


joa, frauen die nen notKs nicht so einfach wegstecken sind bestimmt auch glücklich das es diese möglichkeiten gibt.
wie man sich nach sowas fühlt hat auch nicht unbedingt was damit zu tun, wie man sich fühlen will.
glaub mal, sone depression ist nix schönes.

ein not ks ist oft traumatisch, sei doch einfach froh das du ihn gut weggestecht hast. ich versteh garnicht was dich an dem thema so anfasst #kratz

lg anna

Beitrag von fisch245 19.11.10 - 13:16 Uhr

Hallo,

hattest du eine Vollnarkose?
Es klingt bei dir so als hattest du keine und hattest auch dein Kind gleich bei dir.
Bei einem Not-KS hat meine keine Zeit für eine Spinale-A.sondern bekommt immer eine Vollnarkose.
Bei mir war es so,die Herztöne waren weg und ich war innerhalb von 5 min. auf dem OP-Tisch.Das letzte was ich gehört habe war das der Kleine sofort raus muss,sonst ist es zu spät.
Die Nacht wo ich wieder aufgewacht bin war einfach nur schrecklich,ich wusste nichts.Ich hatte Angst um mein Kind,wusste nicht wie es ihm geht.
Ich habe ihn erst einen Tag später gesehen.
Die Zeit fehlt einfach.Ich habe seinen ersten Schrei verpasst,das Gesicht vom Papa wo er ihn das erste Mal gesehen hat.Mir fehlt einfach ein ganzer Tag.
Und das ist für mich so schrecklich.
Wenn es bei dir nicht so ist,sei froh.Ich wünsche es niemanden.

LG

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