Kein Sozialverhalten - was tun?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sterni84 19.11.10 - 13:20 Uhr

Hallo ihr Lieben,

Leonie ist jetzt 3,5 Jahre alt und geht seit Mitte August in den Kindergarten. Vorher war sie 1 Jahr lang 2 Mal die Woche in einer Spielgruppe.

Leonie hat meiner Meinung nach keinerlei Sozialverhalten. Sie geht wahnsinnig gerne in den Kindergarten - ist richtig traurig, wenn sie mal nicht gehen kann. Aber sie möchte nur für sich alleine sein und will nur alleine spielen. Sie meidet den Kontakt zu den anderen Kindern. Mit den Erzieherinnen wird sie langsam warm.

Wenn andere Kinder sie ansprechen, schüttelt sie den Kopf und geht weg. Wenn die anderen mit ihr spielen wollen, die gleiche Reaktion. Von sich aus geht sie nie auf die anderen zu.

So langsam fängt ihre Gruppe an sie auszugrenzen: "Sprichst Du überhaupt mal? Geh weg Du darfst hier nicht spielen usw." Mich macht das sehr traurig und ich weiß nicht, wie ich Leonie da helfen und sie unterstützen kann. Leonie selbst scheint es nicht zu stören: "Ich spiele eh viel lieber alleine".

Dazu sei gesagt, dass Leonie immer mal wieder beidseits Paukenergüsse hat und dementsprechend in diesen Phasen schlecht hört. Sie spricht völlig altersgerecht, also daran kann es nicht liegen. Aktuell hat sie auf dem rechten Ohr einen Paukenerguss und hört auf diesem Ohr kaum noch etwas. Am 2.12. hat sie OP-Termin und bekommt Paukenröhrchen. Ob ihr der Umgang mit den anderen Kindern danach leichter fällt? Sie zieht sich momentan wirklich sehr zurück.

Soll ich bis nach der OP warten oder mal mit den Erzieherinnen sprechen? Ich möchte nicht, dass Leonie ein Einzelgänger bleibt. Generell ist Leonie sehr schüchtern und zurückhaltend - so war sie aber immer schon. Wie kann ich sie bestärken?

Sorry, dass es so lang geworden ist, aber mich beschäftigt das Thema schon sehr.

LG Lena

Beitrag von kruemlschen 19.11.10 - 15:24 Uhr

Hallo Lena,

haben Dich denn die Erzieherinnen von sich aus auf das Verhalten Deiner Tochter angesprochen oder woher weißt Du davon?

Ich würde an Deiner Stelle bis nach der OP warten und dann das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen.

Vllt. wird es dann ja wirklich besser und falls nicht, könnt ihr dann evtl. gleich aktiv werden ohne dann dazwischen nochmal eine Kigapause zu haben.

Generell gibt es aber immer wieder Kinder die wirklich, wirklich lange brauchen um mit ihrer Umgebung und den darin enthaltenen Menschen warm zu werden, möglicherweise braucht sie eben noch ein Stück.

Über das "Ausgrenzen" der Kinder würde ich mir aber keine Gedanken machen. In diesem Alter ist man heute noch der beste Freund und am nächsten Tag "der Blöde", das ändert sich wie die Windrichtung.

Gruß K

Beitrag von sterni84 19.11.10 - 18:45 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort.

Zum einen haben mir die Erzieherinnen davon berichtet und zum anderen erzählt Leonie mir von sich aus, dass sie mit niemandem gespielt hat, sondern lieber alleine spielt usw.

Es war zwischenzeitlich schon mal besser, sie hat sich sogar 2 Mal ganz alleine mit einem Mädchen aus dem Kiga verabredet. Aber seit 2 bis 3 Wochen zieht sie sich immer mehr zurück.

Ich hoffe wirklich sehr, dass sie nach der OP wieder offener mit den anderen Kindern umgehen kann, weil sie den Kindergarten wirklich sehr liebt.

LG Lena