Was wäre eine gute Lösung? Nachbar + Gartenarbeit! (Vorsicht lang)

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von tanteelli 19.11.10 - 20:12 Uhr

Hallo zusammen,

vielleicht habt ihr ne gute Idee bzw. Lösung für mich parat, weil hier nichts fruchtet.

Wir leben in einem 2-Familien-Haus mit ca. 500 m² Garten. Als die neuen Nachbarn im März einzogen, meinte der Vermieter nur, dass wir das mit dem Garten besprechen sollen (wie die Aufgaben aussehen usw.) was ich auch getan habe und wo immer nur gemeint wurde "das machen wir uns schön hier" (ist/war n ziemlicher Wildgarten).

Tja, mehr oder weniger blieb es dann bei der Aussage, weil so gut wie nichts passierte. Ich glaube, er hat es geschafft 2mal diesen Sommer den Rasen zu mähen, aber das auch erst nach 5 Wochen nach unserem Mähen. Wer Rasen hat, weiß wie hoch dieser dann war. Gemäht wurde dann nur auf höchster Stufe mit der Ausrede, dass man nicht wüsste, wo die Regulierung am Rasenmäher dafür sei #aerger

Und auch sonst gab es immer und immer wieder Ausreden. Im August ist mir sozusagen der Arsch geplatzt und ich hab sie "aufn Pott gesetzt" mit "Androhung" von Folgen (Gärtner holen, der es für Geld macht). Hierauf kam genau die Reaktion die ich erwartet habe. Wie ein Teenager hat sie 2 Tage später ne Stunde im Garten gewütet (wirklich gewütet) ohne Sinn und Verstand. Hat mehr kaputt gemacht, als Ordnung zu schaffen.

Ich kanns einfach nicht nachvollziehen!

Ich hab jetzt im schwangeren Zustand angefangen, das ganze Laub wegzuharken. Bei ca. 10 Bäumen auf dem Grundstück irrsinnig viel Arbeit. Die einzige Reaktion darauf war, ganz leise die Jalousie des Zimmers zuzumachen, in dem sie Tag und Nacht am Computer sitzt. Sie arbeitet nicht oder nur ein paar Stunden in der Woche.

Der Vermieter meinte nur, dann wird eben ein Gärtner bestellt. Aber ganz ehrlich mache ich schon gerne was im Garten, aber eben nicht alles und dafür zahlen, dass die zu faul sind?

Ich hab mir jetzt überlegt, dem Vermieter vorzuschlagen, einen Gärtner für nächstes Jahr für 1mal im Monat kommen zu lassen. Den zahlen dann die anderen und ich mach den Garten weiterhin mit dem was übrigbleibt.

Haltet ihr das für eine gute Idee oder habt ihr andere Vorschläge?

LG

PS: Die Nachbarn sind 30 und 40 Jahre alt und morgen werde ich Ihnen sagen, dass der Rest des Laubs ihrs ist. Hab jetzt die Hälfte gemacht und es liegen 5 riesen Haufen im Garten.

Beitrag von kanische 19.11.10 - 21:06 Uhr

Mh schon schwierig, wie wäre es mit einem Gartenplan sowie fürs Putzen im flur? Halt im Sommer abwechselnd im Wochenrhytmus mähen. Würde nochmals um einen runden Tisch bitten und klartext sprechen. Gib ihnen nochmal eine Chance und wenn es nicht klappt gut dann wird ihnen halt der Gärtner in Rechnung gestellt. Ich würde das halt besprechen und sagen das du deinen Teil machst. Klare Ansagen und mach ja nicht ihren Teil mit! Dan denken die noch du machst das immer. Wenn sie nicht zahlen wollen und den garten selbst machen vernünftig dann würde ich als Vermieter ihnen die Nutzung untersagen. Ganz einfache Kiste!

Lg

Beitrag von tanteelli 19.11.10 - 21:21 Uhr

Danke für deine Antwort.

Den Garten nutzt so richtig keiner. Wir haben ein kleines Beet mit Erdbeeren und das wars. Der Rest ist einfach nur da.

Ansich hast du Recht bzgl. des Gesprächs, nur haben wir solche Gespräche schon oft geführt und immer wieder wurde uns "Besserung" beteuert. Und nachdem nichts passierte, kamen nur Ausreden. Ich vermute, dass auch weitere Gespräche immer nur das Gleiche (als nichts) bewirken. Ich glaube, ich würde schon so befangen in das Gespräch gehen + meine momentane Hormone, dass ich kein sachliches Gespräch führen könnte.

Ich sehe sie nur noch als FAUL an. Sie ist den ganzen Tag zu Hause und tut nichts! Ihr Mann muss nach der Arbeit noch einkaufen fahren, wofür sie den ganzen Tag Zeit hätte. Wie du siehst, habe ich schon sehr viele Vorurteile gegen sie.

Und seitdem ich sie im August auf n Pott gesetzt haben, meiden sie sowieso meinen Kontakt. Lustig oder?

Beitrag von smartysandra 19.11.10 - 21:07 Uhr

also: ich würde da nix machen. wenn du eh schwanger bist, dann soll der vermieter einen gärtner bestellen. den bezahlen halt dann alle parteien. du kannst ihn ja auch steuerlich geltend machen ;-) und hast den ärger von der backe!
lg sandra

Beitrag von tanteelli 19.11.10 - 21:24 Uhr

Ich mach ja ansich noch gerne was, mag nicht immer nur rumsitzen und habe auch immer schön langsam gemacht, gestern und heute. Aber eben nur die Hälfte, der Rest wartet dann - vermutlich bis nächstes Jahr, so wie ich sie kenne.

Mein Problem ist eben, dass ich es nicht einsehe, einen Gärtner zu bezahlen für Arbeit, die ich selbst machen kann und auch möchte. Ihren Anteil - ihre Arbeit (was auch immer das wäre), können sie machen lassen und bezahlen, wenn sie zu faul sind. Und das sind sie definitiv!

Hab aber auch keine Vorstellung davon, was so ein Gärtner kosten würde.

Beitrag von anarchie 19.11.10 - 21:23 Uhr

Könntet ihr den Garten nicht teilen?

Alternativ klare Zuständigkeiten schriftlich fixieren

Beitrag von tanteelli 19.11.10 - 21:42 Uhr

Teilen in links und rechts? Dann wäre z.b. links ziemlich gut gepflegt und rechts ein Urwald #rofl

Ne, keine Ahnung. Ich glaub das wäre schwer. Wie ich oben schon geschrieben habe, nutzt keiner von uns den Garten richtig. Wir haben ein kleines Erdbeerfeld und das wars.

Was ich so schlimm daran finde, ist die Tatsache, dass das erwachsene Menschen sind, mit denen man scheinbar umgehen muss, wie mit Teenagern - also wie du vorgeschlagen, schriftlich Dinge festhalten und darauf pochen.

Ich werd mal drüber nachdenken. Dankeschön!

Beitrag von windsbraut69 20.11.10 - 06:40 Uhr

Ich denke schon, dass man Dinge schriftlich festhalten muß, auf die Ihr bzw. der Eigentümer besteht und die er dann kostenpflichtig fremdvergeben will.

Wir haben ein eigenes Haus und wenig Zeit, unser Nachbar ist schon seit Jahren im (Vor)ruhestand. Der hat ganz ganz andere Maßstäbe und Vorstellungen bzgl. des Laubfegens z. B. als wir und ich würde es auch im Ruhestand nicht einsehen, jedem Blatt hinterher zu jagen, das sich vom Baum löst.
Vielleicht ist es bei Euch genau so, dass da einfach andere Vorstellungen und Voraussetzungen aufeinander prallen. Warum die Dame den ganzen Tag am Rechner sitzt (woher weißt Du das?) kannst Du ja nicht beurteilen und geht Dich auch nichts an.

Gruß,

W

PS: wir haben übrigens festgestellt, dass das Laub, das von den gemeindeeigenen Bäumen hier anfällt, nach spätestens einem halben Tag von unserem Fußweg selbständig verschwindet :)

Beitrag von tanteelli 20.11.10 - 09:20 Uhr

Hi,

ich weiß es daher, weil wir anfangs, als sie hier einzogen sind noch regen Kontakt hatten, der sich meinerseits aber immer mehr minimierte, weil sie einfach viel Mist und Lügen erzählt, was ich erst nach einiger Zeit herausgefunden habe.

Sie spielt irgendso ein Online-Spiel, den ganzen Tag.

Und ansich weiß ich was für eine Vorstellung sie von einem Garten hat. "Gartenarbeit ist nicht so meins" - ihre eigene Aussage. "Uns wurde beim Besichtigen nicht gesagt, dass wir den Garten machen müssten" was der Vermieter abstreitet und sich auch nur wundert.

Vorm Haus haben wir keine Bäume, nur hinten auf dem Grundstück und da bleiben die Blätter auf jeden Fall liegen bzw. liegen sie dort schon seit 3 Wochen und ich hatte mich jetzt aufgerafft die eine Hälfte zu machen.

LG

Beitrag von windsbraut69 20.11.10 - 11:54 Uhr

Was steht denn zur Gartenarbeit überhaupt im Mietvertrag und warum stört Dich das Laub so furchtbar, wenn Ihr den Garten eh nicht (im Winter sowieso nicht) nutzt?

Das liegt im schlimmsten Fall im Frühling auch noch da.

Viel Erfolg beim Gespräch mit den Nachbarn.

W

Beitrag von tanteelli 22.11.10 - 09:29 Uhr

Oh, hab grad erst gesehen, dass du geantwortet hast.

Im Mietvertrag steht, dass der Garten in angemessenem Umfang gemacht werden muss. Also etwas pflegen, nicht pikobello.

Weil es auch im Frühling dann nicht weggemacht wird. Und halbvergammeltes Laub aufsammeln ist "super". Davon ganz ab, ist es ein Hanggrundstück (nicht ohne) und der Biomüll ist ganz unten. Man rutscht auch ohne Laub so manches Mal, aber mit nassem Laub ist es eine Schlitterpartie.

Und mal ehrlich, wer lässt denn das Laub den ganzen Winter über liegen? Es ist nicht nur ein bisschen. Wir haben jetzt nicht ganz die Hälfte gemacht und hatten 15 blaue große Säcke voll. Also nicht nur hier und da n Blatt.

Das Gespräch war wie immer sehr an- und aufregend. Hat die Emotionen schön hochkochen lassen mit der Aussage unsererseits, dass sie uns nicht für dumm verkaufen brauchen. Wie im nachhinein sich wieder mal gezeigt hat, werden wir in jedem 2.Satz angelogen und mit solchen Menschen können wir einfach nicht vernünftig umgehen.

Komplizierte Geschichte.

LG

Beitrag von rike1979 19.11.10 - 21:48 Uhr

Hallo nur kurze Idee,

Du könntest doch die Pflege übernehmen, da du es ja gerne machst, und wirst vom Vermieter entsprecht bezahlt. Das müsste dann halt auf die Mieter umgelegt werden.

Weiß nur nicht, ob das schwanger bzw dann mit Kind immer noch für dich ok wäre.

Liebe Grüße
r.

Beitrag von jans_braut 19.11.10 - 21:56 Uhr

Hallo,

kann man den Garten aufteilen? Jeder bekommt eine Hälfte - inkl. Zaun als Abtrennung?

Gruss

Beitrag von r.le 19.11.10 - 22:35 Uhr

Hallo tanteelli,

so wie ich Deinen Beitrag verstehe, gibt es keine vertragliche Regelung zur Gartennutzung.

Das solltet ihr unbedingt nachholen. Nach Deiner Beschreibung seid ihr auf dem besten Weg zum nachbarschaftlichen Kleinkrieg. Das trägt nicht zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

Gruß

Ralf

Beitrag von leonore78 20.11.10 - 08:29 Uhr

Guten Morgen!

Ich glaube, ich würde den Garten teilen. Dann kennt jeder den Bereich, für den er verantwortlich ist und Du musst Dich nicht aufregen.

Ich würde auch bedenken, dass du ja ein Kind bekommst, und das möchte in absehbarer Zeit im Garten spielen.
Spätestens dann ist eine Teilung des Gartens nötig, weil es sonst sicher Streit um herumfliegendes Spielzeug etc gibt.

LG leonore

Beitrag von tanteelli 20.11.10 - 09:24 Uhr

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Anregungen. Ich werde mir mal alles durch den Kopf gehen lassen.

Und die Tage mal klingeln und um ein Gespräch bitten. Ich hoffe, dass ich mich im Zaum halten kann, weil sich doch bei mir schon viele Dinge angestaut haben und wenn ich erst mal in Gange bin, alles rauspoltert, was natürlich ungünstig ist.

LG

Beitrag von manavgat 20.11.10 - 13:34 Uhr

Mein Vorschlag:

Du machst es ganz allein und lässt Dich für Deine Arbeit bezahlen!


Als Richtlinie würde ich 2 Kostenvoranschläge holen und vom günstigeren 20 % von der Hälfte abziehen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von tanteelli 20.11.10 - 16:46 Uhr

Ja, aber gibts dafür ne rechtliche Grundlage. Wohl eher nicht.

Nachdem ich heute morgen (sie schlafen immer sehr lange) nen Zettel an die Tür gehängt habe, zur Info, dass die Hälfte des Gartens mit Laub ihrs ist, haben wir nen "netten" Brief zurück bekommen. Da sind sie natürlich nicht die Feiglinge.

Daraufhin hab ich den Vermieter angerufen, um das einfach mal mit ihm zu besprechen und er weiß so richtig auch keine Lösung, weil es schlicht und ergreifend keine Rechtsgrundlagen für sowas gibt.

Ist echt schwierig und ich glaube, ich werde mir einfach ein dickes Fell zulegen und der Garten sieht dann eben aus wie Scheiße. Wir werden unsere Arbeit auf ein Minimum beschränken, so wie sie es auch tun und fertig.

Wär vorhin fast geplatzt aufgrund des Briefes in dem einfach nur unverschämte dumme Dinge stehen.
Darf mich nicht so aufregen - mein Blutdruck! ;-)

Beitrag von manavgat 20.11.10 - 18:42 Uhr

Der Vermieter kann das sehr wohl lösen, indem er diese Mieter anschreibt, Ihnen vorschlägt, dass entweder für die Gartenarbeit anteilig was bezahlt wird, oder sie den Garten nicht mehr nutzen werden.

Gruß

Manavgat

Beitrag von tanteelli 20.11.10 - 19:43 Uhr

Tja, da liegt ja das Problem. Keiner von uns nutzt den Garten wirklich und damit werden sie ihm auch kommen. Wir selbst haben ein kleines Erdbeerbeet ganz am Ende, das wir pflegen, der Rest ist einfach nur _da_.