Betriebskostenabrechnung!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nadine3301 20.11.10 - 11:52 Uhr

Hallo,

ich habe meine Betriebskostenabrechnung am 18.11.2010 in meinem Briefkasten gehabt, wurde nicht mit der Post verschickt.Ich nehme an, mein Vermieter hat den Hauswart beauftragt die Briefe zu verteilen.
Die Abrechnung wurde datiert mit dem 02.11.2010.

Ich habe eine Nachzahlung und die ziehen sie bereits am 1.12.von meinen Konto ab.
Nun meine Frage, muss man nicht5 4 Wochen zeit geben, zum Bezahlen?
Ich möchte die Abrechnung noch prüfen lassen und ich finde es eigentlich nicht üblich 12 Tage nach Erhalt der Rechnung, den Betrag schon vom Konto abzubuchen.#kratz

Danke für eine eventuelle Antwort

Gruß Nadine

Beitrag von yorks 20.11.10 - 12:07 Uhr

Schau mal hier:

Seit der Mietrechtsreform 2001 gibt es eine gesetzl. verankerte Einwendungsfrist > § 556 BGB
"Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen."
http://dejure.org/gesetze/BGB/556.html

Fälligkeit/Verzug > § 286 BGB
"3) Der Schuldner einer Entgeltforderung kommt spätestens in Verzug, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufstellung leistet;..."
D.h. ein Nachzahlungsbetrag aus einer ordnungsgemäßen Betriebskostenabrechnung wird fällig mit Zugang einer ordnungsgemässen (Ab)Rechnung; ist keine Zahlungsfrist genannt tritt Verzug 30 Tage nach Zugang ein.
> Das gilt übrigens auch sonst im Leben!

Vorsicht:
- nur bei berechtigtem Einwand ist die Fälligkeit (ggfs nur die jeweilige Kostenposition betreffend) ausgesetzt
- Einwendungen sind substantiiert vorzutragen (also nicht pauschal, sondern konkret)
- die Verzugsfrist (längstens 30 Tage) ist kürzer als die Einwendungsfrist! d.h. ggfs. stellt sich später heraus, dass die Einwendungen unberechtigt waren und stattdessen Verzug vorlag - dieses Risiko ist nur mit einer "Zahlung auch unter Vorbehalt" zu vermeiden

Hab das grad als gute Erklärung gefunden. Sollte tatsächlich die Abrechnung falsch sein und du hast gezahlt, muss die Rechnung korrigiert werden und du bekommt den zuvielgezahlten Betrag zurück.

Alles andere ist ja oben erklärt.

LG yorks