Zuschuss von der Rentenversicherung

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Beitrag von missy81 20.11.10 - 12:30 Uhr

Huhuu!!

Folgende Frage:
Ein Bekannter hatte im Juli eine Bandscheiben-OP, danach Reha... jetzt ist er wieder gesund geschrieben und auf der Suche nach einem Job, da er arbeitslos ist

Er hat von der Deutschen Rentenversicherung eine Bescheinigung bekommen , dass die seinem Arbeitgeber etwas dazu tun würden, wenn man ihn einstellt!

So die Frage, er möchte sich nun wo bewerben, weiss aber nicht ob er diesen Bescheid dazu tun soll. Denn dann wüßte der AG ja schon direkt was Sache ist wegen dem Rücken bzw. das da mal was war..

Was meint ihr-soll er den Bescheid dazu tun oder nicht?!
Ob er damit eher einen Job bekommt oder denkt der Arbeitgeber dann, ach ne den nehmen wir lieber nicht, wenn der was am Rücken hat

Danke Euch!#blume

Beitrag von myimmortal1977 20.11.10 - 17:30 Uhr

Hallo :-)

ich kenne den Zuschuss nicht von der RV, sondern nur von der Arbeitsagentur. Es ist ein Wiedereingliederungszuschuss für schwer zu vermittelnde Arbeitssuchende.

Steht da auch drauf, wie hoch der Zuschuss wäre? Z. B. in Prozent und ob nur die SV oder auch für den Lohn?

Mir wurde so ein Zuschuss gewährt. 50 % auf Lohn und SV für ein Jahr.

Ob man es gleich in der Bewerbung mitschicken sollte, ist schwer zu beantworten. Ich kann Dir nur den Weg schreiben, den ich damals gegangen bin.

Als ich auf Jobsuche war, bin ich parallel zu einem privaten Arbeitsvermittler gegangen. Er macht nur Direktvermittlungen, keine Zeitarbeit.

Der Arbeitsvermittler ist einer der wenigen, der auch Schwerbehinderte erfolgreich vermittelt, da er die Arbeitgeber über solche Zuschüsse lockt, Menschen einzustellen, die es sonst schwerer auf dem Arbeitsmarkt hätten. Sein Konzept ist sehr erfolgreich.

Er vermittelt nur ein Klein- und mittelständische Unternehmen, da gerade die Unternehmen es schwerer in der Wirtschaft haben, als Großunternehmen.

Die springen auf so ein "Bonbon" an.

Nun war er aber immer Vorredner. Er hat mich ja als erstes kennen gelernt und hat entschieden, ja die wäre was. Und hat mich den suchenden Unternehmen halt vorgeschlagen.

Ich schrieb damals nichts in meine Bewerbungsmappe rein, über evtl. Zuschüsse. Er hat es den Arbeitgebern erzählt und hat parallel mit der Arbeitsagentur Kontakt aufgenommen und drum verhandelt.

Für die Arbeitgeber war ich so attraktiver, ich hatte dann auch recht fix 3 AG, die mich einstellen wollten.

Ich kann dazu nur den Tipp geben, sich ggf. so jemanden zu suchen, der ein ähnliches Konzept hat oder, wenn man allein los trottet, ggf. das erst im Bewerbungsgespräch zu erwähnen.

Ich habe eine offensichtliche Behinderung. Ich kann bei einem AG nicht sagen, da ist nichts. Wenn mich jemand sieht, weiß er sofort worauf er sich ggf. einläßt. Daher kann ich bestimmt über solche Dinge leichter sprechen im Bewerbungsgespräch, als Leute, denen man es nicht ansieht und der AG dann erst drauf aufmerksam wird, Mensch, mit dem ist ja was....

Deshalb ist die Wahl des Personalers, der schon Unternehmen kennt, die sich darauf gern einlassen, da sie einen besonderen Nutzen daraus ziehen würden, ein bißchen einfacher vom Weg.

Viel Glück für Deinen Bekannten!

LG Janette

Beitrag von missy81 20.11.10 - 17:55 Uhr

Erstmal vielen Dank für Deine Antwort!!:-)

Kennt Du oder vielleicht wer anderes noch ein anderes Forun oder eine Seite wo man sich mal informieren könnte???

Beitrag von myimmortal1977 20.11.10 - 18:15 Uhr

Ich leider nicht. Ich kann Deinem Bekannten nur noch den Tipp geben, dass die Arbeitsagentur damals mein schlechtester Berater war, als ich auf Jobsuche ging. Die wollten mir am wenigsten helfen!

Er soll es mal bei privaten Arbeitsvermittlern probieren. Einfach anrufen und fragen, ob er zum Gespräch kommen könnte. Je kleiner der Arbeitsvermittler, umso besser.

Viel Glück!!! #klee