Baby trinkt nicht (6 Tage alt) - bin langsam verzweifelt

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von 240600 20.11.10 - 16:03 Uhr

Hallo!

Falls ich in der flaschen Kategorie bin *sorry*

Ich bin mittlerweile schon etwas verzweifelt.
Mein Sohn wurde montagfrüh geboren und ich hatte diesmal vor zu stillen. Also wurde er natürlich fleißig angelegt. Aber er will einfach nicht trinken. Sobald er die Brust hat zieht er nur kurz und dann nuckelt er rum und schläft auch ein. Ich bekomme ihn auch nicht wach. Meine Hebamme bat mich Prenahrung zu kaufen und bis gestern abend zu warten. Da er endlich was essen musste gab ich sie ihm dann auch. Er trnk zwar die Flasche aus, jedoch nur widerwillig. Ich hab auch extra lange gewartet, damit er mal richtig hunger hat. Denn zuvor lag er ja fast ständig an der Brust, weil er sonst nur gebrüllt hat (vorallem nachts). Ich wurde aber nur als "Schnuller mißbraucht" ;-). Waren natürlich auch schöne Nächte, da ich alle paar Minuten das Baby anlegen musste. Tagsüber ging es, da mein Mann ihn auch mal hatte und er von ihm auch den Schnuller nahm (von mir nicht!).
Gestern abend gab ich ihm ja dann die Flasche und legte ich auch nochmals an als er wach wurde, dann steckte ich ihn mal in den Pucksack (swaddle me) und es gefiel ihm wohl :-). Er hat dann von ca. 23 Uhr bis 4 Uhr geschlafen #schock. Meine Brüste sind schon fast geplatzt und so hat er auf jeden Fall etwas getrunken. Nur weiß ich leider nicht wieviel. Ich habe noch eine Handpumpe hier, die ich seit gestern auch zwischendurch benutze und ich bekomme nach über 30 Minuten pumpen nur höchstens 30 ml zusammen (von beiden Seiten zusammen!).

Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. Abstillen, da ich anscheinend sowieso zu wenig Milch habe und er deshalb auch nur so kurz trinkt? Oder ist meine Brust zu wenig angeregt und daher nur so wenig drin?
Oder weiter erstmal beides versuche. Denn ohne Flasche weiß ich ja gar nicht, was und ob er trinkt.
Mache mir solche Sorgen :-(. Denn die Gelbsucht bekommen wir deshalb auch nicht wirklich weg. Wenigstens hatte er heute mal einen leicht gelben Stuhlgang. Denn heute nacht war dieser noch dunkel, was laut Hebi nicht mehr sein sollte. Etwas pupsen tut er auch, was auch schon unangenehmer riecht- also auch nicht gut. Eine eingefallene Fontanelle ist mir nicht aufgefallen.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrung gemacht und weiß Rat?!
Oder gibt es einen Trick um ihn mal richtig hungrig zu kriegen?

LG Kristina (mit beginnender Stilldemenz#schein)

Beitrag von hebigabi 20.11.10 - 17:03 Uhr

Wie ist denn die Gewichtsentwicklung?

Deine "platzenden" Brüste sprechen doch wohl eher für genügend Milch, also red dir nichts anderes ein.

Und das ein Kind am Anfang permanent am Busen hängt ist mehr als normal.

LG

Gbai

Beitrag von seikon 20.11.10 - 17:29 Uhr

Also ich finde, du brauchst dir nur dann Sorgen machen, wenn dein Kind nicht mehr richtig zu nimmt. Solange die Gewichtsentwicklung gut ist, versuch möglichst locker zu bleiben.

Am Anfang haben beide meine Kinder nicht lang, aber sehr oft getrunken. Keine Bange, auch beim "nuckeln" bekommen die Kleinen immer wieder einen Tropfen Milch ab. Das passt schon alles.
Abpumpfen oder zufüttern solltest du (noch) nicht, da das alles durcheinander bringt mit der Milchproduktion und beim Kleinen eine Saugverwirrung fördern könnte.

Ich gehe fest davon aus, dass du genug Milch hast. Es gibt ganz viele Frauen, die beim Abpumpen nicht wirklich viel Milch raus bekommen. Das liegt daran, dass man beim Pumpen den Kopf nicht ganz frei bekommt. Man setzt sich selber unter Druck und ausserdem ist die Hormonausschüttung ja ne ganz andere, als wenn das Baby saugen würde.
Und dein Kleiner is ja auch erst 6 Tage alt. Da ist es ja auch klar, dass er noch nicht 300 ml o.ä. trinkt. Ich denke, dass du pro Mahlzeit aus beiden Brüsten bestimmt 80-100 ml raus bekommst. Und die Brüste produzieren ja sogar beim Stillen schon Milch nach. Also keine Sorge.

Was du machen kannst, um ihn beim stillen etwas wach zu halten ist ausziehen. Mir hat damals meine Hebamme erklärt, dass trinken ja anstrengend ist. Und folglich wird den Babys warm dabei. Und wenn das alles so schön warm ist, dann fühlen die sich wohl und schlafen ein.
Wenn du dein Baby vorher ausziehst (Strampler müsste ja schon reichen), dann "friert" es ein bisschen und trinkt eher.

Aber das pendelt sich ja auch ganz schnell ein.

Wie gesagt, mach dir nicht zu viele Sorgen, solang dein Kind gut zunimmt. Dann würde ich auch komplett die Premilch weg lassen und nur stillen.

Alles gute

Beitrag von luluhaben 20.11.10 - 17:43 Uhr

Hier kurz ein paar Tipps:
Schnulli komplett weg lassen, genauso wie Flaschennahrung! (wenn du wirklich stillen willst!)
Diese beiden Dinge bringen dein Kind evtl. zur Saugverwirrung.
Die Pumpe auch weg lassen, und das du "nur" 30ml beim pumpen gewonnen hast, ist seeehr viel, wenn du bedenkst, das dein Baby einen Magen hat der nicht viel größer als ein Kirschkern ist!!!!
Nur Brust anbieten, immer wieder, wenn nötig nonstop!
Ihr beide, dein Sohn wie du müßt erst einmal zusammenwachsen!!!!!
#Leg dich mit ihm ins Bett und steh nur auf zum Klo gehn:)
Dein Mann, oder andere Verwandte sollen dich bedienen du bist schließlich im Wochenbett!!!
Deine Hebamme die dich verleitet pre zu füttern, hat meiner Meinung nach keinen Plan vom stillen!!!!! SORRY!!!!
Bin Stillmama, und zwar erfahrene! Meine Tochter wurde 1,5 Jahre gestillt und nun stille ich wieder seit 3Monaten und ich meine es gut, du schaffst es, denk immer dran das es früher auch keinerlei künstl. Nahrung gab!!!!

Beitrag von pipim 21.11.10 - 22:47 Uhr

Ich stimme dir im Großen und Ganzen zu. Aber das ins Bett legen kann auch nach hinten losgehen. Lieber einen mäßig aktiven Tag haben, ich hab mir damit eine Mega-Thrombose gezüchtet.

lg Pipim

Beitrag von anyca 20.11.10 - 18:14 Uhr

Das mit dem Abpumpen besagt gar nichts. Ich hab mit ner halben Stunde Pumpen grade 20 ml zusammenbekommen und habe zwei Kinder jeweils ein knappes halbes Jahr lang voll gestillt!

Beitrag von seluna 20.11.10 - 18:55 Uhr

Ich ahbe mit der Handpumpe auch nie was bei mir rausbekommen und hatte trotzdem mehr als genug Milch.

wiegst du ihn täglich?
Daran siehst du ob er genügend Milch bekommt, leih dir zur not einen in der Apotheke und lass dich nicht verunsichern.
Vielleicht ist er auch einfach noch erschöpft, mein sohn war genauso.

Beitrag von tekelek 20.11.10 - 19:17 Uhr

Hallo Kristina !

Flasche und Schnuller weglassen und einfach nach Bedarf anlegen. Wenn er nicht massiv abnimmt oder sonst irgendwie verändert wirkt, würde ich mich nicht irre machen.
Mit der Handpumpe habe ich nie etwas herausbekommen, höchstens 10-20 ml. Meine Kinder habe ich aber beide 11 bzw. 13 Monate gestillt und sie haben teilweise 200 ml pro Seite herausbekommen (sieht man ja, wenn man sie vorher und nachher wiegt) #schock !
Anfangs trinken sie sehr oft und wenig, nach ein paar Wochen werden die Stillabstände aber länger und die Menge größer #liebdrueck
Gib noch nicht auf, 6 Tage sind ja noch nichts ...

Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (bald 6), Nevio (4) und Sohn Nr.2 (33.SSW)

Beitrag von 240600 20.11.10 - 20:24 Uhr

Ich #danke Euch, das macht Mut!!!

#liebdrueck

Beitrag von svala 20.11.10 - 20:34 Uhr

Hallo Kristina,

ich glaube auch nicht, dass Du zu wenig Milch hast. Mein Kleiner bekam nach der Geburt zunächst die Flasche, weil er getrennt von mir in der Kinderklinik lag. Als er dann nach 3 Tagen zu mir kam hing er auch oft stundenlang an der Brust und hat genuckelt (und sofort geheult, wenn man ihm die Brust weggenommen hat). Beim ersten Wachstumsschub nach ca.10 Tagen war die Grenze meiner Belastbarkeit erreicht. Nachts hat er durchgeschlafen und dann hing er den ganzen Tag nonstop an der Brust. Ich konnte nicht mehr und rief meine Hebamme, da ich das Gefühl hatte ab Mittags gar keine Milch mehr zu haben. Sie stellte dann fest, dass er abgenommen hatte und ließ mir keine Wahl, ich musste zufüttern. Ihr Tipp: Wenn ich wirklich weiter stillen will, dann jede Seite eine halbe Stunde anlegen und danach 30 - 40 ml zufüttern mit PRE, so dass wir wenigstens 1 - 2 h Stillpause bekommen und er schläft, aber eben nicht, dass er total satt die nächsten 4 h nicht mehr kommt. Und so bei jedem Mal. Am Abend sollte ich ihm dann soviel nachfüttern wie er will, damit ich zur Ruhe komme und der Streßpegel sinkt, denn durch den Streß war meine Milch tatsächlich zurückgegangen.

Ich habe also nur dann ganz wenig zugefüttert, wenn es gar nicht anders ging und Abends bekam er nach dem Stillen immer soviel wie er wollte.

Und was soll ich sagen: Schon nach wenigen Tagen konnte ich tagsüber voll stillen und nach 2 Monaten wollte er auch Abends keine Flasche mehr und wir haben dann voll gestillt, bis er 6 Monate alt wurde. Also wenn er wirklich abnimmt oder Du nicht mehr kannst aber trotzdem stillen willst, dann füttere halt soviel zu, dass es gerade so reicht und immer nur dann, wenn Du davor angelegt hattest.

Stillen wird nach ein paar Wochen echt ganz leicht und ich kann Dir nur raten, diese erste schwere Zeit durchzuhalten. Es lohnt sich wirklich.

Viele liebe Grüße
Svala

Beitrag von lilly7686 20.11.10 - 21:52 Uhr

Hallo!

Solange dein Baby zunimmt und er mind. 6 nasse Windeln pro 24 Stunden hat, ist alles okay.
Nasse Windel = nimm eine leere Windeln und gib 6 EL Wasser drauf.

Hol dir mal Rat von einer Stillberaterin.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe.

Aber ich würde mir jetzt erst mal keine Sorgen machen und auch die Flasche weglassen.
Kein Baby verhungert, solange es die Brust angeboten bekommt ;-)

Alles Liebe!

Beitrag von halloweenbaby 21.11.10 - 18:49 Uhr

Hey,

ist dein Baby denn Phototherapiert worden oder war der Bili-Wert nicht so hoch?

Ich hatte einen Blasensprung und meine kleine war knapp 2 Wochen zu früh und hatte einen Wert von 15.5.
Aufgefallen ist das ganze (sie war nicht gelb,nur in den Augen minimal) weil sie so schlecht zum trinken zu bewegen war, und wie Du beschrieben hast,dann vielleicht 5min getrunken hat ,ab da höchstens noch genuckelt wenn nicht direkt eingeschlafen.

Das die 2 Faktoren da waren mit dem Blasensprung und des früher kommens,wurde sie zur Risiko-Gruppe gezählt und schon bei dem Wert Therapiert über 2 Tage.
Die kleine war danach wie ausgewechselt,trinkt seit dem super und der Wert ging sofort in den Keller.

Was ich damit sagen will, vielleicht ist dein Baby durch die Gelbsucht einfach so erschöpft das es deshalb nicht trinkt, und der Wert nicht sinkt.

Liebe Grüße und nicht verzweifeln!!!

Beitrag von ryja 21.11.10 - 19:22 Uhr

Zum Abpumpen: Ich habe - als meine Tochter in dem Alter eine 5-Stunden-Pause hatte - abgepumpt. Ergebnis: 20ml Danach ist die Kleine wach geworden und hat sich "vollgeschüttet" - da, wo vorher mit der Pumpe nix kam.#kratz

Auch bei meiner Großen war das schwierig. Ich bin eine, die nicht abpumpen kann!!!!!!!!!!!

Zur Gelbsucht: Es gibt Globuli, die man unterstützend geben kann. Hat meine Kinderärztin mir gesagt. Leider weiß ich nicht welche. Vielleicht weiß deine Hebi mehr.

Abstillen würde ich an deiner Stelle nicht so schnell. Wenn du glaubst, es geht ohne Flasche nicht, dann mach das. Auch für dich, wenn dir die Nächte zusetzen. Aber ganz aufhören mit dem Stillen musst du deswegen nicht.

Mit 6 Tagen finde ich es nicht schlimm, dass noch Kindspech kam. Immerhin kommt schon mal was anderes. Das ist doch ein gutes Zeichen. Sind die Windeln nass.

Beitrag von pipim 21.11.10 - 23:01 Uhr

Hallo Kristina,

ich hoffe du bist mittlerweile beruhigter, hier meine Erfahrungen und Tipps, als zweifache Mami.

Beim Pumpen kommt immer nur ur wenig.

Dein Baby braucht auch nicht viel Milch bei einer Mahlzeit, da sind 30 Ml eigentlich schon recht in Ordnung. Bedenke wie klein der Magen ja noch ist (babyfäustchengroß).

Wenn er beim nuckeln einschläft ist ja alles bestens.

Das mit dem Stuhl ist mM nach in Ordnung. Das Kindspech ist nun raus und er hat normalen Milchstuhl. Solange er nicht extrem unangenehm stinkt ist alles in Ordnung.

Meine Tipps:

Den Schnuller würd ich nur geben um den Essensbeginn bissi zu verzögern, sonst gar ned. Wenn er weint gehört er auf den Arm, die Gründe sind Saugverwirrung und Ablenkung.

Du hast genug Milch, lass dir nicht einreden, dass es nicht reicht. Wenn du zufütterst kommst du in einen Teufelskreis der deine Stillbeziehung bald beenden wirst. Nach 6 Tagen kann man sowas noch gar nicht sagen, da muss sich doch alles erst einspielen. Gib euch einfach Zeit und Ruhe.

Ich hab als Stillbooster immer Basilikum gegessen, das hat uns über jede Milchkrise gebracht.

Hör auf zu Rechnen und zu Wiegen, das macht die Kinderärztin oder eben die Hebi. Ich hab mir beim ersten auch sooo einen Kopf gemacht, dass ich dann nach 4 Wochen so ausgelaugt war, das ich abstillen wollte.

MUTMUTMUT hihi

Was wichtig ist für dich und für dein Baby, nicht Dauerstillen.

Nach 10 bis 15 Minuten die Seite wechseln und dann abdocken. Das dauernde Genuckel macht die Muskulatur müde und deine Brüste wund.

Falls du mal wunde Brustwarzen hast empfehle ich dir noch die Brustkompressen von Multimam, die legt man in den BH und die heilen wie die Feuerwehr.

Atme ganz tief durch! Du bist dafür gemacht, du und dein Körper, entspanne dich und genieße dein Baby! Mach dir nicht sooo viele Gedanken und Sorgen und alles wird sich einspielen.

Beim ersten Kind ist es noch soo schwer, ich erinner mich leider noch sehr genau. Nimm die Ratschläge die dir hier von den Urbianerinnen gegeben wurden an, du sparst dir viel damit.

Ich habe hier das Buch: Oje ich wachse, das hilft dir eventuell später über die diversen Stilkrisen hinweg.

Du schaffst das! Wir sind für dich da!

ganz liebe Grüße!

Pipim (bald 3fache Mami)