Hetze gegen Islam

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Beitrag von leela21 20.11.10 - 22:08 Uhr

Hallo, also erst mal:Ich bin Jüdin.So, ich finde es echt nicht schön wie im Moment gegen die Muslime gehetzt wird.Ich gehe auf ein Gymnasium und habe dort so gut nur Muslimische Freundinnen.Viele von ihnen tragen Kopftuch.Unsere Nachbarn sind auch Muslime und wir wohnen schon seit 18 Jahren Tür an Tür.Was ich sagen will ist, das alle Moslems jetzt fertig gemacht werden.Ich als Jüdin weiß wie sie sich fühlen und find das echt scheiße.Dauernd lese ich etwas über Ehrenmorde, Unterdrückung der Frau.Als ob es diese Dinge bei anderen Volksgruppen nicht gibt.Wie oft liest man etwas über "Familiendrama", wo der Vater die Mutter od Tochter umbringt? Frauen die von ihren Männern geschlagen werden? Schade:-(

Beitrag von eishaendchen80 20.11.10 - 22:34 Uhr

da muss ich dir recht geben.


Leider ist es so das es der Menschheit (nicht alle, aber der Großteil) nicht die Gesamtheit auffassen sondern nur eines hören,lesen oder sehen.

Da liest irgendjemand des es wieder Gewalttaten mit "muslimischen Zusammenhang" gibt und dann sind alle schlecht.

Aber genauso ist es auch auf die Deutschen gesehen. Egal aus welcher Richtung ob nun von Afrikanern, Chinesen, Albanern oder sonstwoher.
Wird da irgendeinem Menschen mit Migrationshintergrund etwas angetan dann heisst es gleich

"schei.... Deutsche" (soll nur ein Beispiel sein bitte kein Angriff darauf)

So ist es nunmal, ich finde es auch nicht gut wenn es mal wieder einen Familienvater gibt der seine gesamte Familie auslöscht.
Aber finde ich es auch nicht gut wenn es Menschen gibt die meinen " es passiere jetzt dies oder das im Namen Gottes, oder im Namen des Koran oder im Zeichen der Thora" (als Sinn verstehen nicht als Tatsache selbst wenn schon vorgekommen)

Wir sind nicht strenggläubig aber ich stehe einigem Kritisch gegenüber wenn irgendjemand auf mich zukommt und meint das alles geschiehe im Namen Allahs, Gottes oder sonstwem.

Und Gewalt in Familien ist nun mal sehr weit verbreitet, auch bei Muslimen oder Nichtchristen.
Ich denke da sind alle Gewalttäter die gleiche Schiene.

Beitrag von leela21 20.11.10 - 23:01 Uhr

Ich stimme dir zu.Das alles ist ja auch nicht neues, was mich eben ärgert ist, das gerade im Moment fast ausschließlich die Moslems fertig ngemacht werden.Man darf nie Volksgruppen verallgemeinern.Weil einige Prister sich an Kinder vergangen haben, heißt das noch lange nicht, das alle pädophil sind.Oder wegen der Vergangenheit der deutschen , sind nicht alle Nazis.Übrigens, ich habe inzwischen mitbekommen das im Koran nichts über Ehrenmorde steht.Das ist eine rein traditionelle Sache.Viele andere Dinge auch.Meine Klassenkamaradin ist Kroatin (Streng katholisch), sie darf auch keinen Freund bzw Sex vor der Ehe haben.Bei uns ist das auch so.Das sich nicht alle daran halten bzw wie die Menschen die Religion ausleben ist eine ganz andere Sache.

Beitrag von eishaendchen80 21.11.10 - 00:05 Uhr

naja Ehrenmord ist nirgends verzeichnet

auch bei der Armee geht es um "EHRE" hast du was geschafft wirst du geehrt bzw. verehrt.

Aber diese Ehrensache ist doch schon bei Kindern verankert

"Haust du mich hau ich dich" Zahn um Zahn sorum gesehen

Auch sind die Bescheidungen im Islam nicht verzeichnet und trotzdem wird es gehandhabt. Ich habe mal eine Doku gesehen da wurden die beschneidungen behandelt und da hieß es das es mal einen Stammesfürsten gab der eine untreue Ehefrau damit strafte.
Nun werden millionen Mädchen/Frauen damit gestraft.
Nunja die Moslems sind halt die einzigen die es "scheinbar" wiedermal in die Weltpresse geschafft haben.

Naja ob diese Ehrenmorde Tradition haben ist mal sorum gesehen nicht so Von wegen Familienschande wenn die Frau nicht auf den Vater hört oder was auch immer oder weil sie keine Jungfrau mehr ist.
Meiner Meinung nach sind das nur gekränkte EGOS die "ihr Recht" einfordern.

Beitrag von grafzahl 21.11.10 - 09:03 Uhr

> Ich bin Jüdin
> Ich als Jüdin weiß wie sie sich fühlen

Warum sind dir die Hinweise auf deine Religion so wichtig?

Ich gehöre keiner Glaubensgemeinschaft an und auch mich beschleicht ein gewisses Unwohlsein wenn ich sehe, mit welchem Argwohn der Islam derzeit beobachtet wird.

Ich bin Heterosexuell und finde es Schade, dass Homosexualität heute immer noch von einigen als "unnormal" und "krank" angesehen wird.

Aber sind die Hinweise auf meinen Glauben oder meine sexuelle Orientierung von irgendeiner Relevanz?

Beitrag von manavgat 21.11.10 - 11:06 Uhr

Ich finde Deinen Beitrag absolut verzichtbar, weil er keine Aussage, sondern nur eine Gefühlslage deines bescheidenen Einzelfalls enthält.

Es sei Dir nachgesehen, da es vermutlich Deinem Alter geschuldet ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von adalgisa 21.11.10 - 20:26 Uhr

Dem kann ich mich komplett anschließen.

Beitrag von no-limit 22.11.10 - 20:54 Uhr

ich ebenfalls ...

Beitrag von mabo02 23.11.10 - 19:41 Uhr

Darf man in einem Forum nicht auch ueber eine Gefuehlslage disskutieren?

Sind Meinungen nicht oftmals gefühlte Wahrheiten und Werte?
Erst Recht bei einem solchen Thema..

Beitrag von clazwi 21.11.10 - 11:33 Uhr

Hallo Leela,

danke für Deinen couragierten Beitrag.#blume

Alles Gute für Dich,
Claudia

Beitrag von king.with.deckchair 21.11.10 - 14:55 Uhr

Hallo, also erst mal: Ich bin ein Kaninchen. So, ich finde es echt nicht schön, wie im Moment gegen Schlangen gehetzt wird. (...) Was ich sagen will ist, dass alle Schlangen jetzt so fertig gemacht werden. Ich als Kaninchen weiß wie sie sich fühlen und find das echt scheiße. Dauernd lese ich etwas über Schlangen, die Kaninchen fressen. Als ob es diese Dinge bei anderen Tieren nicht gibt.


Nee, Mädel, weiter komme ich nicht bei deinem ärgerlichen Geschreibsel.
Und dieser Satz ".Ich als Jüdin weiß wie sie sich fühlen" ist an dummer Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus nicht zu überbieten.

Fazit: Du bist weder Jüdin, noch besuchst du ein Gymnasium (im Leben nicht!) - du bist einfach nur ein dummer Fake, der versucht, hier Stimmung zu machen.

Beitrag von adalgisa 21.11.10 - 20:25 Uhr

Nicht schlecht. Bis auf den letzten Absatz möchte ich Dir beipflichten. Ob die Autorin (oder vielleicht auch der Autor?) jüdischer Abstammung ist und ein Gymnasium besucht, vermag ich nämlich nicht zu beurteilen...

Ich möchte diese Gelegenheit aber nutzen und dem derzeitigen Bundespräsidenten
(btw.: He's not my president) widersprechen: Der Islam gehört meiner Meinung nach NICHT zu Deutschland!

Beitrag von similia.similibus 24.11.10 - 10:55 Uhr

Zitat: "Der Islam gehört meiner Meinung nach NICHT zu Deutschland!" Zitat Ende

Sehe ich auch so! #pro

Beitrag von selmi22 24.11.10 - 20:54 Uhr

Gottseidank habt ihr das nicht zu entscheiden!

Beitrag von manavgat 24.11.10 - 21:05 Uhr

siehste falsch.


Noch eine, die "Demokratie" nicht versteht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von similia.similibus 24.11.10 - 22:52 Uhr

Unsere ganze Werteordnung in Deutschland hat einen Bezug zum Christentum und das ist die Prägung unserer Kultur und unserer Werte. Wir haben hier die Glaubensfreiheit und jeder kann seinen Glauben hier leben. Das ist Demokratie. Deswegen muss sich aber nicht unserer Kultur, unsere Werteordnung verändern.

Nicht der Islam gehört zu Deutschland sondern die Muslime, die in Deutschland leben, wenn sie die Verfassung bejahen und sich hier integrieren wollen.

Gruß zurück

Beitrag von zeitblom 25.11.10 - 09:28 Uhr

"Wir haben hier die Glaubensfreiheit "

Eben! Naja, als Mann muss ich frauliche Logik nicht verstehen.

Beitrag von similia.similibus 25.11.10 - 13:04 Uhr

Du verstehst so einiges nicht!

Beitrag von zeitblom 25.11.10 - 13:33 Uhr

naja, wichtig ist, dass es Euch gibt...

Beitrag von similia.similibus 25.11.10 - 13:56 Uhr

Aber natürlich! :-)

Beitrag von manavgat 25.11.10 - 09:47 Uhr

Ich meinte:

da wir eine Demokratie haben, die sich selbst eben auch schützt - nach unseren wirklich miesen Erfahrungen der Weimarer Republik, werden wir wohl zu verhindern wissen, dass eines Tages "der Islam" Teil unserer Wertmaßstäbe bzw. Grundlage unserer Gesellschaft sein wird.

Ich bin ein freier Bürger in einem freien Land. Darauf lege ich Wert.

btw: Ich finde auch so manche Einflußnahme der Katholiken u. U. bedenklich.... Wozu hatten wir eine Aufklärung?

LG

Manavgat

Beitrag von similia.similibus 25.11.10 - 13:05 Uhr

Hoffentlich werden wir das zu verhindern wissen.

Beitrag von selmi22 25.11.10 - 11:58 Uhr

>>Nicht der Islam gehört zu Deutschland sondern die Muslime, die in Deutschland leben, wenn sie die Verfassung bejahen und sich hier integrieren wollen.<<

Ja das ist ne gute Aussage, der Islam an sich hat mit Deutschland(einem christlichen Land) ja nicht viel am Hut.

Aber die Aussage an sich, dass der Islam hier nicht reingehört, hört sich gleichzeitig auch so an, als wären die Muslime hier fehl am Platz.

Den meisten hier fallen die christlichen und traditionellen Werte Deutschlands erst wieder ein, wenn sie sich von anderen Werten/Religionen bedroht fühlen.

Dass jemand der hier lebt die Verfassung bejaht, sollte Grundvoraussetzung sein.

Es gibt ja auch viele Deutsche die mit den Gesetzen nicht so wirklich konform gehen, die müssen sich aber trotzdem an das große Ganze halten.

Ich finde trotzdem dass diese Hetze die seit Jahren immer mehr zunimmt, beängstigend ist.
Die "Boshaftigkeit" der Muslime(oder die welche unterstellt wird) wird überbewertet, ich finde die Meinung einiger hier fast schon Paranoid.

Man muss sich wehren wenn es zu weit geht, mit Mitteln die für alle akzeptabel sind.
Man darf aber nicht alle Muslime verurteilen, den Bau von Moscheen untersagen( Gegner die eine Kirche warscheinlich noch nie von innen gesehen haben), nur weil es in unserer Religion schwarze Schafe gibt und hierzulande alle immer anti sind, wenn es anders als gewohnt abläuft.

Der Islam an sich ist nicht böse, das was die Menschen draus machen ist es(und damit meine ich beide Seiten)

Die Welt gehört allen Menschen, die Grenzen wurden von uns erschaffen, Tradition und Religion haben sich verschieden ausgebreitet, trotzdem sollte auf dieser Welt-egal wo-Platz für alle und ein friedliches Miteinander möglich sein.

Abschaffen und loswerden hat noch nie was gebracht.

Naja wollts einfach mal loswerden.
LG
Selma

Beitrag von zeitblom 25.11.10 - 12:21 Uhr

"Aber die Aussage an sich, dass der Islam hier nicht reingehört, hört sich gleichzeitig auch so an, als wären die Muslime hier fehl am Platz. "

Das lese ich auch so und glaube den meisten Beteuerungen des Gegenteils nicht.

Beitrag von similia.similibus 25.11.10 - 13:16 Uhr

Zitat zeitblom: "...und glaube den meisten Beteuerungen des Gegenteils nicht." Zitat Ende

Nu ja - das erwartet auch keiner von einem Männle mit so beschränkten Sichtweisen. Nicht traurig sein, macht fast nix! :-)