Alleinerziehende Krankenschwestern hier?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von pims 21.11.10 - 12:03 Uhr

Hallo Zusammen!

Es ist echt zum verzweifeln, ich muss mal jammern und Dampf ablassen...

Seit vier Jahren hänge ich mehr oder weniger im Jobsorgen-Sumpf fest und keine Änderung in Sicht... :-(

Kurz zu meiner Situation: Alleinerziehend, Kind vier Jahre, keinen Kontakt zum 500 km weit weg wohnenden Erzeuger. Ein Großelternpaar (meine Eltern) die beide noch voll berufstätig sind (Arztpraxis, selbständig). Ich habe zwei Schwestern, beide weiter weg. Keinen Partner, auch keiner in Sicht momentan. Mein Sohn geht in den Kindergarten, das ist die einzige Betreuungsmöglichkeit, die ich habe. Tagesmütter gibt's hier nicht, meine Eltern nehmen ihn mir mal spontan ab, wenn's grad mal passt. Das ist aber nichts verlässliches, schon gar nicht, um einen Dienstplan zu planen. An den Wochenenden sind sie nicht bereit, ihn mir regelmäßig abzunehmen, denn meine Mutter ist froh, dass sie ihre drei Kinder groß hat. Maximilian steht durchschnittlich spätestens um fünf Uhr morgens auf, das kann und will ich meiner viel arbeitenden Mutter auch nicht wirklich antun. Nachtdienste haben nicht geklappt, meine Mutter hat Schlafstörungen. Machte Maximilian nachts mal nen Mucks, ist sie nicht wieder eingeschlafen, was zur Folge hatte, dass sie ihren Arbeitsstag mehr schlecht als recht geschafft hat.

Was tun??? Pflegedienst hier in der Umgebung wollen mich nicht. Meine Unflexibilität bringe angeblich Unfrieden, Neid und Mißgunst ins Team. Ich kann weder abends noch an den Wochenenden, noch vor sieben Uhr morgens. Krankenhäuser können mir nur Schichtdienst anbieten. Muß ich passen. Krankenkassen, Medizinischer Dienst, etc. haben sich immer zugunsten anderer Bewerber entschieden. Natürlich für die, die keine Kinder, bzw. einen Papa zum Kind hatten. Logisch. :-/ Weiterbildung, Umschulung etc. kann ich schlecht machen, weil ich nichts finanziert bekomme. Arbeitsagentur lehnt ab, weil es für Krankenschwestern genug Stellen gibt. Mal abgesehen davon kann ich eine Vollzeit-Ausbildung gar nicht machen, weil mir dann wieder die Betreuung fehlt Es ist ein teufelskreis. Habe neuerdings KOntakt zu einer Pharmareferentin - wollen uns gelegentlich mal treffen. Ich hoffe so sehr, dass sie mich vielleicht bei ihrem Dienstleister empfehlen kann. Ich werd echt noch verrückt. Fühle mich wie so'n Hamster im Hamsterrad. Ich sehe kein Ende meiner Situation.

Wie macht ihr das???

LG, Astrid

Beitrag von kate23 21.11.10 - 18:01 Uhr

Hallo!
was ist mit Arztpraxen? Evt bei deinen Eltern? Macht eine Freundin auch, nur vormittags!
Bin auch Krankenschwester, aber nur vorübergehend allein ;)
Lg, Kate

Beitrag von pims 21.11.10 - 18:33 Uhr

Meine Eltern sind in der Praxis bestens belegt...
Habe ungefähr 45 Initiativbewerbungen an Arztpraxen geschrieben - zwei oder drei haben mir ein paar nette Zeilen geschrieben, als Absage. Von dem Rest habe ich nie was gehört.
Ich habe echt Pech. Dabei habe ich ein gutes Examen, sehr gute Zeugnisse... :-(
Wenn ich in meiner Laufbahn als Krankenschwester vor meinem Kind Kolleginnen mit kleinen Kindern hatte, dann hatten die immer familiären Background - sprich Vater der Kinder oder eben Oma, Opa, Rentner, bestenfalls im selben Haus...
Ist schon blöd alles. Na ja, wenigstens muss ich nicht vom Staat abhängig sein. Habe nie irgendwelche Leistungen bezogen. Meine Eltern geben mir ein kleines Taschengeld, Krankenversicherung zahle ich selbst. Ich lebe nicht im Überfluß, aber ich bin zufrieden. Bemühe mich sehr zu Hause, halte meinen Eltern den Rücken frei, kümmere mich um Haus und Hof, aber mir fehlt das Arbeitsleben...

Beitrag von kate23 21.11.10 - 19:44 Uhr

Das kann ich gut verstehen, nach der Elternzeit habe ich auch gemerkt wie sehr es mir fehlt zu arbeiten! Leider fällt mir jetzt auch nix schlaues ein, was ich dir raten könnte :( Vllt wenn bei deinen Eltern mal was frei wird? Wenigstens ein paar Std?
Mein Mann ist einige Monate pro Jahr im Ausland, meine Schwiegereltern (arbeiten auch beide noch) nehmen den Kurzen ab u an mal und meine Mutter kommt hin u wieder. So bin ich bei der Arbeit abgedeckt- momentan arbeite ich eine 1/4 Stelle, vor allem am We. Wäre so was für dich möglich?
Und was ist mit Pflegeheimen?
Ich hätte nicht gedacht dass es so schwiedrig ist mit Kind u Arbeiten.. Vor allem wenn man allein ist :-(
Ansonsten kannst du die Situation nur akzeptieren bis er etwas ältrer ist u dich unermüdlich weiterbewerben. Ziemlich blöd alles.
Lg

Beitrag von pims 21.11.10 - 20:04 Uhr

Viele in meiner Situation arbeiten gerade am Wochenende, weil sie dann auf die Familie zurückgreifen können wegen Kinderbetreuung. Aber bei meinen Eltern ist das etwas problematisch. Die sind an den Wochenenden anderweitig aktiv, genießen die Unabhängigkeit, die sie unter der Woche nie haben. Eine große Landarztpraxis fordert ne Menge Arbeitszeit ein. An den Wochenenden wird dann al das gemacht, was sie sonst nicht schaffen. "Enkelprinz" ist gerne bei ihnen, die sind auch ohne Ende froh, dass sie ihn haben, aber das sind dann mal so ein, zwei Stunden, dann muss ich wieder übernehmen. Klar, ich kann auch mal nen Nachmittag shoppen gehen, oder zum Sport. Aber nichts ist planbar. Das geschieht dann spontan. Na ja, lieben Dank für Deine netten Antwordten. Ist sicher auch nicht einfach, monateweise allein zu sein, wenn man es ansonsten gewohnt ist, einen Partner zu haben. Alles Liebe auch für Dich!
Astrid

Beitrag von kate23 21.11.10 - 20:23 Uhr

Du könntest vllt überlegen ob es sich lohnt eine Betreuung fürs Wochenende zu finden? Aber ob da überhaupt Geld überbleiben würde??
Ich wünsche dir, dass du das Beste draus machen kannst! Immerhin musst du nicht Harz 4 beziehen, das ist auch schon viel Wert. Vllt ergibt sich irgendwann spontan was aus heiterem Himmel, drücke dir die Daumen! Irgendwann ist dein Sohn ja auch älter u dann wird es evt einfacher. Was ist denn mit dem KV?
Nee, ist nicht so schön immer allein zu sein, aber wenn das der Preis für einen guten und sicheren Job ist...
Lg u dir auch alles Gute!

Beitrag von sinastern 22.11.10 - 08:05 Uhr

he in der vk steht das du viele babysitter hast #kratz naja ich bin auch ks.....und mein partner auf montage:-[ weiß ni wie ich das machen soll.
was ist mit arztpraxen, dialyse, blutspendezentrum :-) die haben gute arbeitszeiten:-)

lg

Beitrag von pims 22.11.10 - 13:38 Uhr

Ich habe zwar viele, die Maximilian mal nehmen, aber wenn dann nur mal ein,zwei Stunden... Und das spontan, so nach dem Motto: Ich hab grad mal ein bißchen Zeit, wenn Du was zu erledigen hast, dann kannst Du das mal eben machen.

Die VK ist nicht mehr ganz aktuell - meine beiden Schwestern sind inzwischen weggezogen. Hie in der ländlichen Gegend gibt's die nächste Dialyse und Blutspendezentrum 45 km weit weg. Schlecht zu organisieren. Schon alles blöd. Na ja...

Beitrag von sinastern 22.11.10 - 16:01 Uhr

ja stimmt...... wie wärs mit ner 50 % stelle ? und dazu nen babysitter ? ist besser als gar kein geld...kann man den da überhaupt leben ?
Pflegedienst ? die haben doch nur 2 schichten , oder ? besser als 3 ...bei uns gibts auch noch polikliniken , da werd ich mal mein glück versuchen#schwitz

Beitrag von lucy1234 26.11.10 - 11:58 Uhr

Hallo Astrid,

ich kann gut verstehen wie du dich fühlst. Ich komme aus der Altenpflege und als ich vor ein paar Jahren wieder einsteigen wollte hatte ich das gleiche Problem. Ich war alleinerziehend und habe niemanden in der Nähe gehabt der mir helfen konnte. Mein Sohn ging nur in den Kindergarten.

Ich habe also erstmal Bewerbungen geschrieben, nur in Altenheimen. Aber in den Bewerbungen habe ich nicht auf diese Probleme aufmerksam gemacht, habe geschrieben, dass mein Kind versorgt ist.
Erst beim Vorstellungsgespräch, als ich mich beweisen konnte habe ich die Fakten auf den Tisch gelegt. Eigentlich habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Die Arbeitgeber haben mit mir zusammen eine Lösung gesucht. Und es hat funktioniert.

Ich habe unter der Woche von Montags bis Freitags kurze Frühdienste gemacht. Und immer mal geschaut wann ich auch mal am Wochenende einen Tag kommen konnte. Außerdem wurde mir angeboten, dass ich meinen Sohn jederzeit mitbringen könnte wenn ich Probleme mit der Betreuung hätte.

Vielleicht versuchst du es auch mal in Heimen.

Lass den Kopf nicht hängen. Das wird bestimmt auch noch klappen. #liebdrueck


Liebe Grüße Lucy

Beitrag von sesuadra 01.12.10 - 00:08 Uhr

hallo
Ich bin noch nicht ganz alleinerziehen, aber demnächst. Ich arbeite in der ambulanten Pflege , derzeit noch mit ner halben Stelle, demnächst aber nur noch auf 400€. Ich habe das Glück, dass meine Chefin selber alleinerziehend ist und ich meinen dienst so gelegt bekomme, dass es mit der Kinderbetreuung klappt (kindergarten). Bei uns arbeiten einige Mütter mit kleinen Kindern und bisher gab es eigentlich kaum Probleme.
lg
sesuadra