Kommunikationsprobleme + immer wieder Streit über "Arbeitsteilung"

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von steffix77 21.11.10 - 14:10 Uhr

Hallo,

In letzter Zeit streiten wir so oft darüber, wer was und wieviel im Haushalt erledigt oder eben auch nicht. Wir sind 6 Jahre verheiratet, haben 2 Kinder (2 + 5 Jahre) und sind beide berufstätig. Ich arbeite allerdings "nur" 20 Wochenstunden, verteilt auf 3 Tage, allerdings habe ich auch ca. 1 Sunde Fahrzeit pro Arbeitstag. Dafür erledige ich das meiste im Haushalt, kümmere mich überwiegend um die Kinder (Turnen, Musikschule, Arztbesuche, Klamottenkauf, Frisör, usw. was halt alles damit zusammenhängt.) .
Wir haben ein großes Haus, Garten, 2 Autos. Im Großen und Ganzen kriege ich das alles hin und versuche auch, den Großteil unter der Woche zu schaffen. Aber wenn zum Wochenende mal was liegen bleibt, dann hab ich schonmal schlechte Laune und dann bin ich genervt, weil ich das halbe Wochenende auch noch mit Hausarbeit verbringe... Mein Mann versteht dann diese "grundlose miese Laune" nicht und oft streiten wir dann, weil ich seine Hilfe einfordere, damit ich irgendwann auch mal fertig werde mit dem Kram und das restliche Wochenende genießen kann. Er meint dann nur, er wäre ja 2 Stunden mit den Kindern draußen gewesen, warum ich nicht fertig wäre und damit hätte er doch dazu beigetragen, daß ich "in Ruhe" alles machen kann. Weiterhin führt er an, daß ER ja schließlich immer den Müll rausbringt und nach dem Abendessen den Tisch abräumt. Aber daß das in meinen Augen nur ein minimaler Teil der Arbeit ist, die insgesamt zu tun ist, kann er wiederum nicht nachvollziehen. Es soll gelobt werden, was er neben seinem Vollzeitjob alles im Haushalt macht...Und ich finde er könnte auch mal anerkennen, was ich so mache und daß ein großer Haushalt auch eine gewisse Zeit beansprucht.
Weiß auch nicht genau, warum ich das jetzt hier schreibe. Vielleicht kann jemand von außen besser erkennen, was unser Problem ist? Wer lebt in einer ähnlichen Situation, wieviel machen Eure Partner im Haushalt? Beurteile ich die Situation falsch? Was für Tipps habt Ihr? Ist ein Aufgabenplan sinnvoll? Das sind so die Dinge, die mir gerade durch den Kopf gehen...
Danke, daß ich hier mal Dampf ablassen kann!#schein
Ich möchte so gerne, daß diese blöde Streiterei aufhört, aber manchmal kann ich einfach nicht aus meiner Haut und bin die nörgelige Ehefrau...und eigentlich will ich das doch gar nicht#schmoll

LG Steffi

Beitrag von marleni 21.11.10 - 14:32 Uhr

Hi Steffi,

ich kenne das leider nur zu gut.

Wir haben ein Kind (2) und ich bin schwanger mit dem zweiten. Mein Mann arbeitet Vollzeit mit 2 Stunden Fahrtzeit pro Tag, ich bin selbständig und arbeite ca. 30-40 Stunden die Woche, oft muss ich auch abends und am Wochenende "ran". Zusätzlich mache ich fast alles im Haushalt und mit meiner Tochter, inkl. täglich zur Kita bringen und abholen, Arztbesuche, Turnen, Klamottenkauf, Spielplatz etc.

Bei uns bleibt auch viel liegen und ich habe nie genug Zeit für alles. Das Problem ist, dass mein Mann weniger hohe Ansprüche hat. Wenn ich nicht so viel machen würde, würden wir halt im Chaos und auch Dreck leben, uns von TK-Pizza und Brot ernähren, das Kind müsste nackt rumlaufen und wir würden monatelang in der gleichen Bettwäsche schlafen.

So, nun zu Dir ... ;-)

Ich glaube, die Lösung bei Euch läge darin, Hilfe von außen zu holen. Sprich: Putzfrau! Wenn Ihr beide arbeitet, könnt Ihr Euch die ja sicher leisten, oder?

Oder aber Du schreibst mal über ein paar Wochen hinweg auf, was Du alles machst. Männer mögen doch Listen etc. ganz gerne. Das Problem dabei ist, dass er sich dann sicher angeklagt fühlt, dabei willst Du ja nur mal zeigen, was Du eigentlich die ganze Zeit machst.

Vielleicht ist das mit dem Aufgabenplan wirklich sinnvoll. Als Vorbereitung dafür könntest Du oben genannte Auflistung anfertigen. Zeitangaben nicht vergessen!! Meinem Mann z.B. war nie bewusst, dass ich täglich über zwei Stunden unterwegs bin, nur um die Kleine in die Kita zu bringen und wieder abzuholen, und dass es durchaus mal eine Stunde dauert, ein gesundes Essen zu kochen, mit allem Drum und Dran.

Den Vergleich Vollzeit- gegen Halbtagsjob finde ich in Eurem Fall nicht fair. Schließlich hast Du nachmittags die Kinder, nehme ich an. Du hast also genauso einen Vollzeitjob wie er, nur dass Du einen Teil davon nicht im Büro verbringst.

Wer bleibt bei Euch denn zu Hause, wenn eins der Kinder krank ist und nicht in Kita/Kiga gehen kann? Ich wette, Du ;-)

Ansonsten fällt mir noch ein, dass Männer klare Anweisungen brauchen. Also z.B. "Bitte bring das Altpapier weg, und dann wäre es super, wenn du die Spülmaschine ausräumen könntest und das Geschirr in die Schränke stellen, das schaffe ich gerade nicht, weil ich die Betten beziehen muss." Dann sieht er auch, wie lange alles dauert ...

GLG von einer Leidensgenossin
M.

Beitrag von steffix77 21.11.10 - 14:50 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Was Du schreibst, trifft den Nagel ziemlich genau auf den Kopf! Ich tu mich manchmal etwas schwer, meine Gedanken in Worte zu fassen, wenn mir so vieles durch den Kopf saust!
Du hast drei wichtige Punkte angesprochen:

a) die unterschiedlichen Ansprüche: Ich bin sicherlich kein Putzteufel, aber wenn es nach meinem Mann ginge, dann würden wir auch 2 Monate in der gleichen Bettwäsche schlafen...er merkt das gar nicht!!!

b) Der Zeitfaktor: Meinem Mann ist einfach nicht bewußt, daß die Dinge eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. ZB war er ja mit den Kindern draußen...2 Stunden!!! Ich habe in dieser Zeit die Fenster geputzt, Essen gemacht und geduscht. ( -> Und sonst nix???)

c)Das mit den klaren Anweisungen ist sicherlich mein großes Problem. Meist warte ich zu lange bis ich um Hilfe bitte, weil ich immer denke, ich kriege das hin und bin dann irgendwann entsprechend nörgelig. Nicht gut. Ich hoffe, ich kriege das (wieder) besser hin. Das Thema hatten wir nämlich auch schonmal.

Vielleicht werde ich wirklich mal auflisten, was wie lange dauert, damit er mich besser verstehen kann. Putzfrau wäre nicht unser Ding, muß ich ehrlich sagen.

Danke nochmal, tut schon sehr gut, verstanden zu werden!!!#liebdrueck

Beitrag von frandy 21.11.10 - 15:04 Uhr

Hallo Steffi,

eine Sache vorweg, das Problem der Aufgabenverteilung ist ja DAS Streitthema im Partnerschaften wenns sonst keine Probleme gibt, also alles ok - eigentlich. ;-)

Klar fängt man gerne mal an zu zetern wenn man eh genervt ist. Aber probier doch mal aus ganz gegen deine Art zu reagieren. Wenn du also mal wieder übel genervt bist weil du siehst was noch alles gemacht werden muss - mach es einfach selbst oder lass es liegen aber fang nicht an zu diskutieren. Du bist dann so und so geladen und dann kann es ja nur zum Streit kommen.

Rede doch mal mit ihm darüber wenn du gerade gute Laune hast und bei euch eine entspannte Atmosphäre herscht. Das dürfte mehr bringen. :-)

Wenn er dann immernoch nicht will und dir kein Stück entgegen kommt, dann solltest du aufhören SEIN Zeug zu erledigen (Wäsche, Einkauf, usw.) Dann nimm du dir die Kinder und sag ihm im Gehen freundlich das er noch Einkaufen gehen muss weil ihr sonst nichts zu Essen habt. Wenn er nicht geht, gehst du halt am nächsten Tag mit den Kindern ins Restaurant.

Was das Thema Lob angeht, ist es ja nunmal so das wir uns für "Selbstverständlichkeiten" nicht ständig gegenseitig loben. Du bedankst dich bei deinem Mann bestimmt auch nicht jedesmal wenn er den Müll rausbringt oder? Also wenn du wirklich mehr Lob brauchst und ihr eh gerade beim Reden seit, sag es ihm.

Viel Spaß
#winke

Beitrag von steffix77 21.11.10 - 15:20 Uhr

Danke. Eigentlich weiß ich das ja auch, daß es besser ist, sowas in Ruhe anzusprechen. Aber wir hatten das schon so oft und dann geht es wieder eine Weile und dann reißt es wieder ein!
Was mich aber immer wieder wundert: In dem Moment, wo ich zu meckern anfange, schimpft er zwar zurück und fühlt sich ungerecht behandelt. ABER: Er fängt auch umgehend an, aufzuräumen etc.
Also Volltreffer?!?;-)

Ich für meinen Teil brauche auch keine Lobeshymnen auf meine Arbeit. Aber wenn das Thema mal wieder fällig ist, möchte ich auch nicht, daß es runtergespielt wird, so nach dem Motto "das bißchen Haushalt...stell dich nicht so an..." und im Gegenzug sogar noch "aufgebauscht" wird, was ER alles getan hat : "Die Spülmaschine ANGESCHALTET, den Müll RUNTERGETRAGEN und das TROTZ VOLLZEITJOB!!!!!!!"#nanana;-)

Beitrag von sonnenkind1977 21.11.10 - 15:21 Uhr

Eine kleine Geschichte dazu... vielleicht schickst Du sie Deinem Mann als Mail oder so ;-)

Eines späten Nachmittags kommt ein Mann von der Arbeit nach Hause und findet das totale Chaos vor. Die Kinder sind noch im Schlafanzug und spielen im Vorgarten im Matsch. Überall im Gras verstreut liegen leere Packungen und Papier von Süßigkeiten. Die Türen am Auto seiner Frau stehen weit offen, auch die Haustür ist sperrangelweit auf und der Hund ist nirgendwo zu sehen. Als der Mann in den Flur tritt sieht er dass eine Lampe umgefallen ist und der Läufer zusammengeknüllt an der Wand liegt. Im Wohnzimmer plärrt das Fernsehen laut und im Esszimmer liegen überall Spielzeug und Klamotten verstreut. In der Küche stapelt sich das Geschirr in der Spüle, die Reste vom
Frühstück stehen noch auf dem Tisch, Hundefutter liegt auf dem Boden, ein zerbrochenes Glas unter dem Tisch und an der Terrassentür liegt ein Haufen Sand. Schnell läuft er die Treppe hoch, um seine Frau zu finden, und muss dabei über Spielzeug und weitere Klamottenhaufen steigen. Als er am Bad vorbeigeht, läuft ihm Wasser entgegen. Als er ins Bad geht, sieht er einen Haufen nasse Handtücher, Seife und Spielzeug auf dem Boden.
Vor der Toilette liegt abgerolltes Toilettenpapier und Zahnpasta ist über den Spiegel und über einen Teil der Wand verschmiert. Er rast ins Schlafzimmer und findet seine Frau im Schlafzimmer, im Bett liegend ein Buch lesend. Sie sieht ihn lächelnd an und fragt, wie sein Tag gewesen ist. Er sieht sie verwirrt an und fragt: "Was ist denn heute hier passiert?"
Sie lächelt wieder und antwortet: "Jeden Tag, wenn Du nach Hause kommst, fragst Du doch, was ich um Himmels Willen den ganzen Tag gemacht habe."
"Ja und?" sagt er entsetzt.
Sie antwortet: "..heute habe ich es einfach mal nicht gemacht!

Beitrag von steffix77 21.11.10 - 15:26 Uhr

Diese Geschichte kenne ich schon, aber sie ist einfach so klasse!!!
Und so wahr...

#ole#rofl#winke

Beitrag von manavgat 21.11.10 - 16:14 Uhr

Ihr braucht eine Haushaltshilfe.

gruß

Manavgat

Beitrag von steffix77 21.11.10 - 17:10 Uhr

Meine Freundin hat eine HH für die Böden 1x pro Woche. Immer mittwochs. Jetzt MUSS jeden Dienstag aufgeräumt werden, damit die Böden auch freigeräumt sind wenn die HH kommt...Das gibt auch oft Streß.
Wäre auch nicht so mein Ding, ehrlich gesagt. Denke ich jedenfalls. Ich hab mich auch noch nicht detailliert mit dem Thema beschäftigt. Vielleicht kann ja jemand über seine Erfahrungen mit einer HH berichten?

LG Steffi

Beitrag von mauretania 22.11.10 - 13:17 Uhr

Hallo,

unsere Putzfrau kommt alle 2 Wochen für 6 Stunden. Ich finde es ganz toll, wenn ich von der Arbeit komme und es sind mal alle Räume gleichzeitig aufgeräumt. Wenn die Kinder dann wieder da sind, ist es auch ganz schnell wieder anders.

Mein Mann und ich hatten auch ständig Streit wegen seiner nicht vorhandenen Beteiligung am Haushalt. Ich gehe auch 20 Stunden arbeiten, kümmere mich komplett um die Kindern, den Haushalt, kochen, einkaufen etc. Und ich hatte es vor allen Dingen satt, abends noch zu putzen und er zockt Computer. Da habe ich Tacheles geredet und ihm die Pistole auf die Brust gesetzt: entweder Du packst jetzt dauerhaft mit an (schon zig mal versucht) oder wir bekommen eine Putzfrau.

Und soll ich Dir was sagen? Das war die beste Entscheidung. Ich muss mir keinen Kopf mehr darum machen, ob staubgewischt ist - das macht unsere Putzfee spätestens alle 2 Wochen. Und es ist gar nicht so schlimm, wenn alle 2 Wochen so aufegräumt sein muss, dass sie putzen kann. Das nervt anfangs, aber erzieht dann auch irgendwie dazu, Sachen dirket wegzuräumen. Und der größte Pluspunkt: keine Streitereien mehr. er hilft nämlich dabei, alles "putzfrei" aufzuräumen und gut ist es!

Überleg es Dir mal, ist eine echte Erleichterung.

Viele Grüße, Bettina

Beitrag von nakiki 21.11.10 - 18:29 Uhr

Hallo!

Du arbeitest 3 Tage die Woche. Wo sind die Kinder an den anderen 2 Tagen? Meine wären vormittags in der Kita und damit hätte ich genügend Zeit für den Haushalt.

Warum du Probleme hast, kann man aufgrund der Angaben nicht wissen. Welche Ansprüche hast du denn an den Haushalt, eventuell sind sie einfach auch zu hoch und du solltest vieles mal lockerer sehen.

Da mein Mann immer samstags arbeitet, hat er in der Woche einen Ausgleichstag. Da fährt er meist einkaufen und putzt ein Zimmer gründlich (wir haben einen Plan, so dass jedes Zimmer im 6-wöchigem Rhythmus gründlich sauber gemacht wird). Außerdem kocht er, wenn er Zeit hat und bügelt seine Sachen selbst.

In der Woche koche meistens ich. Ich bringe einmal die Woche Grund rein in die Wohnung und putze ebenfalls ein Zimmer gründlich. Klappt ganz gut. Ich arbeite 30-40 Stunden die Woche, nur zum Vergleich.

Kann dein Mann nicht nach der Arbeit den Einkauf erledigen? Betten beziehen kann er doch bestimmt auch und Wäsche waschen ist auch nicht schwierig.
Versucht euch besser zu organisieren und eventuell ist eine Haushaltshilfe doch sinnvoll (oder eine Bügelfrau).

Gruß nakiki

Beitrag von steffix77 21.11.10 - 19:54 Uhr

Warum ich meinen Haushalt manchmal nicht schaffe? Das hat sicherlich mehrere Gründe. Ich versuche mal ein paar Dinge aufzuzählen:

-Mein Kleiner ist 2 Jahre alt und wenn ich nicht arbeite, ist er bei mir zuhause. Er spielt zwar auch mal alleine, aber ich muß in der Nähe sein.
-Er ist aufgrund seiner Frühgeburtlichkeit Asthmatiker und muß 2-3mal täglich inhalieren, was entsprechend Zeit beansprucht.
-dadurch haben wir (gerade in der kalten Jahreszeit) häufiger Arztbesuche
-Der Große ist zwar bis Mittags im Kiga, braucht dann aber auch etwas "Mamazeit" wenn er zuhause ist
-Unser Haus ist recht groß, wir haben ca. 220qm Wohnfläche auf 2 Etagen (plus zusätzliche Kellerräume) Es dauert eine Weile, bis man da "Grund reingebracht" hat.
-Wir haben einen Garten, das bedeutet zumindest zeitweise zusätzliche Arbeit
-Wir haben 2 Autos, die hin und wieder saubergemacht werden müssen
-Wir haben eine Katze
-Ich gehe mit den Kindern zum Sport, auf den Spielplatz, der Große hat Musikschule etc.

...um nur das Gröbste zu nennen!

Jedes für sich genommen, erscheint es eigentlich gar nicht so wild. Und meistens haut es ja auch hin. Allerdings merke ich es enorm, wenn ich an meinen "freien" Tagen mal was anderes außer Hausarbeit gemacht habe. Letzte Woche habe ich zB meiner schwangeren Freundin beim Kinderzimmerstreichen geholfen und ich habe das Gästezimmer hergerichtet, da wir am WE Übernachtungsgäste hatten. Da bleibt dann einfach anderes liegen...

Über Vorschläge zur besseren Organisation würde ich mich sehr freuen :-)

LG Steffi




Beitrag von zahlenhexe 21.11.10 - 20:34 Uhr

Mein Mann ist da ähnlich. Männer nehmen die Arbeit die wir nebenbei machen gar nicht wahr.

Um Streit rauszukriegen, klare Aufgabenteilung, wobei er das so machen darf wie er es für richtig hält. Auch wenn dann vielleicht so toll gesaugt wurde wie Du es gerne haben wolltest.

Alternativ einmal die Woche für die Grundreinigung eine Putzfrau, diese kosten nicht die Welt. Du hast mehr Zeit für Dich und die Wohnung ist eben sauber. Dann muss das tägliche gemacht werden.

Würde das WE versuchen putzfrei zu halten, sprich, wenn es nicht tragisch ist, lass auch mal was liegen.

Beitrag von steffix77 22.11.10 - 07:37 Uhr

Oh, das wäre auch mein Wunsch, das WE putzfrei zu halten. Und wenn mal was liegen bleibt, dann bin ich eigentlich auch dafür, daß das am Samstag vormittag schnell erledigt wird, damit man dann auch noch was vom WE hat. Oder -wenn es nicht zu sehr stört- dann soll es halt liegen bleiben.

Grundsätzlich mecker ich nie, wenn er was gemacht hat. Denn das kriegt er schon hin!

Ich denke, im Prinzip haben wir sowas wie eine Aufgabenteilung. Aber die müssen wir dringend mal überarbeiten...
Denn nur Müll raustragen und ab und an mal den Tisch abräumen -damit kommt er im Moment gut weg, und ich hab "den Rest" und rödel mir nen Wolf...Da werde ich heute gleich mal mit ihm sprechen!


Danke! Die Welt sieht schon wierde viel besser aus...:-)

Beitrag von taricha 22.11.10 - 12:03 Uhr

Hallo Steffi,

Dein Beitrag hätte bis vor zwei Monaten von mir sein können. Wir haben ebenfalls zwei Kinder, mein Mann ist beruflich sehr eingespannt und ich arbeite 20h/Woche verteilt auf 5 Tage. Mein Mann hat ausgesprochen hohe Ansprüche an Sauberkeit und Ordnung (man könnte ihn pingelig nennen ;-) ), beteiligt sich aber wenig bis garnicht an den Aufgaben im Haushalt. Er meine allen Ernstes mal, das wäre halt mein "Kompetenzbereich" #aerger. Also gab es eigentlich ständig Streit, da unter der Woche immer mal was liegen geblieben ist. Ich habe dann ebenfalls häufig das Wochenende mit Putzen verbracht.

Vor zwei Monaten habe ich mir dann kurzerhand eine Putzhilfe gesucht, die mir die wöchentliche Komplettreinigung (Böden saugen und wischen, Bad putzen) abnimmt. Es fallen ja täglich noch genug Aufgaben an und die Kinder fordern ja auch ihr Recht. Ich muss sagen, das war die beste Entscheidung seit langem! Endlich muss ich mein Wochenende nicht mehr mit dem blöden Putzen verbringen! Und mein Mann meckert auch viel weniger!

Also, von mir gibt es auch die Empfehlung, Dir eine Putzhilfe zu suchen.

LG
taricha

Beitrag von steffix77 22.11.10 - 13:33 Uhr

Eigentlich ist das nicht so mein Ding...aber vielleicht denke ich mal drüber nach :-)
Ich hatte mal eine HH als ich während der SS liegen mußte. Irgendwann ging mir das ziemlich auf die Nerven...

Wie läuft das denn bei Euch?
Wie oft/wie lange kommt die Dame?
Habt ihr einen festen Tag vereinbart?
Ist sie alleine im Haus oder bist Du dann auch zuhause?
Was zahlt man?
Räumt ihr dann immer vorher auf, damit die Böden "frei" sind?

Wäre nett, wenn Du mir ein paar Infos schicken könntest :-)

#danke

Beitrag von taricha 22.11.10 - 22:23 Uhr

Hallo Steffi,

unsere Putzhilfe kommt 1x pro Woche für 3h (bei 150qm Wohnfläche). Sie kommt an einem festen Tag während ich arbeiten bin. Die ersten paar Male war ich zuhause, aber das fand ich dann auch irgendwie komisch, dass jemand anderes bei mir putzt, während ich daneben stehe. Jetzt komme ich nachmittags in ein geputztes Haus zurück. Das ist einfach großartig!

Wir zahlen 10,- pro Stunde plus Steuern und Rentenversicherungsbeitrag (ca. 20,- pro Monat), da wir sie bei der Minijobzentrale angemeldet haben.

Ich räume am Tag vorher die Böden frei, das heißt aber eigentlich nur, dass ich das herumliegende Spielzeug etwas gründlicher wegräume als an den anderen Abenden. Stühle, Teppiche und andere Möbelstücke räume ich nicht weg, die schiebt sie nach Bedarf hin und her. Ich finde es eigentlich nicht soo schlecht, dass ich sozusagen verpflichtet bin, 1x in der Woche etwas gründlicher aufzuräumen, so bleibt immer eine gewisse Grundordnung erhalten, auch wenn´s mal wieder besonders stressig war. Außerdem habe ich ein "Druckmittel", um die Kinder zum Mit-Aufräumen zu bewegen ("Morgen kommt Frau XXX und will hier putzen - nicht dass die denkt, euer Spielzeug wird nicht mehr gebraucht." ;-) ).

Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mich auch gerne per PN anschreiben.

LG
taricha