Warum keine Einzelhaltung

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von lilaloo 21.11.10 - 15:16 Uhr

Hallo,

unwissend wie ich bin habe ich heute eine Frage an euch.

Bei allen möglichen Tieren liest man heute "Keine Einzelhaltung".

Ob es Kaninchen sind, Vögel oder andere Nagetiere.

Doch Hunde sind doch z.B. auch Rudeltiere. Diese werden jedoch meistens alleine gehalten. Da genügt der Mensch, bzw. die Familie als Rudel.

Wir hatten Früher einen Wellensittich. Dieser hatte 24 Stunden Freiflug und meine Mutter war immer Zuhause. Der Vogel hockte ständig bei meiner Mutter und bei uns Kindern. Er ging sogar mit in die Badewanne und stellte die komischsten Sachen an. Er setzte sich auf meinen Stift beim Schreiben oder auf mein Buch beim Lesen.

Warum sollte das bei einem Wellensittich Tierquälerei sein aber bei einem Hund nicht?

Selbst bei Katzen wird oftmals geraten zwei zu nehmen wenn der Mensch nicht ständig zuhause ist. Doch wenn der Mensch Zuhause ist, ist Einzelhaltung nicht schlimm...

Ich versuche einfach nur zu verstehen warum es bei den Tieren da Unterschiede geben soll. Wenn ich meinen Wellensittich von früher mit meiner Katze heute vergleiche (beide leb(t)en alleine mit ihrem Menschen) dann stelle ich keinen Unterschied fest. Beide sind/waren glücklich.

Natürlich funktioniert das nur wenn der Mensch wirklich ständig Zeit hat.


Wie seht ihr das?

Gruß...

Lilaloo

Beitrag von frandy 21.11.10 - 16:18 Uhr

Ich denke es liegt daran:

Zusammenleben mit den Menschen
Wellensittiche....... 205 Jahre
Meerschwein..... 3.000 Jahre
Kaninchen......... 3.000 Jahre
Katzen............5-6.000 Jahre

Hunde........ 12-30.000 Jahre

Die Beziehung Mensch-Hund ist nicht zu vergleichen mit anderen Haustieren. Kein anderen Tier hat solange mit dem Menschen zusammen gelebt und wurde so sehr domestiziert. Und trotzdem finden es auch Hunde toll(er) mit Artgenossen zusammen zu leben.

Alle anderen Haustiere würden (wenn sie durch Artgenossen denn könnten) den Menschen weitesgehend außen vor lassen. Hunde nicht, auch wenn du 3 Hunde hälst, orientieren die sich immer am Menschen.

#hund

Beitrag von minimoeller 21.11.10 - 16:56 Uhr

Hallo,

es kommt auf die Bindung zum Menschen an.

Ein Hund kann sich sehr an den Menschen binden und es ist ihm dadurch möglich, sein Sozialverhalten auf sein menschliches Rudel zu übertragen.

Bei Katzen sieht das ähnlich aus. Sie sind zwar keine Rudeltiere, brauchen aber als reine Wohnungskatzen einen Ansprechpartner, der ihren Lebensaltlag gestaltet.

Bei den Nagern (Hase, Meersau) ist diese Bindung nicht so möglich, da sie sich nicht in diesem Maße an den Lebesrhythmus des Menschen einfügen können. Sie brauchen schlichtweg einen Partner, der ihren Bedürfnissen gerecht werden kann.

LG

Beitrag von tauchmaus01 21.11.10 - 17:16 Uhr

Tja, wer da nicht selber drauf kommt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Hier mal ein Auszug meiner HP über Kaninchen:

http://wackelnasen.piczo.com/glcklichekaninchen?cr=3&linkvar=000044

All die Bilder die Du siehst, zeigen Tiere die einen oder mehrere Artgenossen haben um ein schöneres Leben zu haben.
Kein Halter wird seinem TIer das Fell schlecken, mit ihm durch die Wohnung tollen, sich immer wieder an ihn kuscheln oder gemeinsam fressen.
Klar, wir streicheln die Tiere wenn UNS danach ist, wir spielen vielleicht mit ihnen wenn UNS danach ist und wir kuscheln vielleicht auch mal wenn die Tiere das wollen, aber nur wenn UNS danach ist.

Die meiste Zeit des Tages sind die Tiere doch allein und selbst wenn der MEnsch 24 Stunden da ist, dann kann er nicht das bieten was ein Artgenossen bietet.

Deine Tiere waren sicher nicht so glücklich wie Du denkst. Tiere zeigen aber keine Schwächen oder Leid, denn das hat die Evolution so gerichtet, zeigt man Schwäche, dann ist es aus.

Deine Tiere wären sicher auch froh gewesen über einen Artgenossen, aber anscheinden war der Mensch da egoistischer.
Ein Wellensittich ist ein Schwarmvogel, er braucht auch einen oder mehrere Kumpel zur Gefiederpflege und zur Gesellschaft.

Stell Dir vor Du wärst auf einer einsamen Insel. Mit Dir ist da nur ein Schimpanse. Tja, Du bist nicht allein, 24 Stunden lang ist da einer mit dem Du in irgendeiner Art und Weise Kontakt aufnehmen kannst. Aber Du wirst Dich weder mit ihm unterhalten können. Du bist nicht allein, aber einsam.

Und wenn man sich ein Haustier holt, dann ist es die Pflicht dafür zu sorgen dass es die bestmöglichste Haltung bekommt die möglich ist.
Ist es einfach nicht möglich ein Partnertier für Schwarmtiere oder Herden/Gruppentiere zu halten, dann sollte man so ehrlich sein und sich die Anschaffung nochmals überlegen.

In unseren Händen liegt das Glück der Tiere!

Mona

Beitrag von k_a_t_z_z 21.11.10 - 17:21 Uhr



Auch wenn ein Mensch wirklich Zeit hat KANN er Artgenossen von Rudeltieren nicht ersetzen.

Denn: Wir sprechen nicht die gleiche Sprache.


Stell' Dir vor Du würdest bei einbeinigen fünf Meter großen Aliens leben die zwar lieb zu Dir sind, Spässchen machen und Dir zu essen geben aber das war's auch schon.
Du kannst nicht mit ihnen reden, sie spielen nicht wie Du, sie kuscheln anders, sie riechen anders.

Genau so ist es mit allen Rudeltieren, sie arrangieren sich nur mit den Menschen weil sie nicht anders können!


Ich bin viel zu Hause, dennoch würde ich eine Katze, ein Meerschwein, Kaninchen o.ä. nie allein halten.

WIE meine Katzen miteinander raufen, spielen und sich gegenseitig putzen kann ich nicht ersetzen.


LG, katzz


Beitrag von litalia 21.11.10 - 17:28 Uhr

dein wellensittich damals war nicht glücklich sondern fehlgeprägt.

DAS sollte man sich einfach vor augen führen.

vögel sind schwarmtiere und einen wellensittich einzeln zu halten ist nunmal absolut nicht artgerecht.
vögel haben ein großes sozialverhalten. ein MENSCH kann nie einen partner für den vogel ersetzen.

Vögel sind NICHT zahm weil sie ihren menschen so sehr lieben sondern weil sie fehlgeprägt sind. weil sie einsam sind, weil sie keinen partner haben den sie das gefieder kraulen können, den sie füttern können, mit denen sie sich unterhalten können.

wenn du alleine als mensch unter vögeln lebst dann schließt du dich diesen wohl auch irgendwann an, aus einsamkeit. du wirst alles tun um die aufmerksamkeit der tiere zu gewinnen weil es deine einzige chance auf aufmerksamkeit ist. aber ob du GLÜCKLICH bist??? ob du dir dein leben nicht anders aussuchen würdest?

man kann solche tiere NICHT mit hunden vergleichen. ein hund schließt sich dem menschen an. ein hund kann eine familie als rudel haben, ein hund begleitet seinen menschen. aaaber was sehr wichtig ist, ein hund hat kontakt zu seinen "artgenossen".

ein vogel der in gefangenschaft lebt hat nie wieder die möglichkeit einen artgenossen zu "sehen und fühlen"

Beitrag von petra24 21.11.10 - 19:33 Uhr

Genau, ich glaub das ist der springende Punkt!!

Ein Vogel, Meerschwein, Kaninchen, Frettchen in Einzelhaltung haben nie die Möglichkeit einen anderen Artgenossen zu treffen!

Hunde treffen sich am Trainingsplatz, beim Spazieren gehen ect... Haben dort den sozialen Kontakt zum Artgenossen....

Ebenso bei Freigänger Katzen... Da schwirren draußen auch viele Katzen rum mit denen sie spielen oder sich zanken können....
Eine Wohnungskatze würde ich NIE alleine halten!!

Beitrag von cherymuffin80 21.11.10 - 18:05 Uhr

Hallo,

sieh es doch mal so, würdest du dauerhaft mit einem Leben allein unter sagen wir mal Kühen glücklich sein?
Du hättest Kuhgesellschaft, schön und gut, aber verständigen kannste dich mit denen nicht wirklich, im Laufe der zeit wüdeste da auch ganz schöne Macken entwickeln und vereinsamen trotz Kuhgesellschaft, denn auch der Mensch ist von der Natur als "Rudeltier" vorgesehen.

Und das sind oben genannte Tierarten auch, auch Hunde, da ist es auch besser 2 zu haben.

LG

Beitrag von windsbraut69 21.11.10 - 18:11 Uhr

"Selbst bei Katzen wird oftmals geraten zwei zu nehmen wenn der Mensch nicht ständig zuhause ist. Doch wenn der Mensch Zuhause ist, ist Einzelhaltung nicht schlimm... "

Das ist Unsinn. Kein Mensch kann einen Artgenossen ersetzen und prinzipiell sind Katzen sehr sozial und gesellig. Bist Du bereit, Deinre Katze die Ohren artgerecht mit der Zunge zu putzen und mir ihr den Kratzbaum hoch und runter zu springen?

"Wenn ich meinen Wellensittich von früher mit meiner Katze heute vergleiche (beide leb(t)en alleine mit ihrem Menschen) dann stelle ich keinen Unterschied fest. Beide sind/waren glücklich. "

Ein einzeln gehaltener Wellensittich ist auf keinen Fall "glücklich" und eine einzeln in der Wohnung gehaltene Katze ebenfalls nicht. Woran erkennst Du ihr "Glück" denn, zumal Du gar keinen Vergleich zur artgerechten Haltun hast?

Gruß,

W

Beitrag von seluna 21.11.10 - 18:32 Uhr

Auch beim hund wird eine Haltung zu zweit empfohlen.

Stelle dir einfach folgende Situation vor.
Du lebst allein in einem rudel Katzen, ohne Kontakt zu anderen Menschen.
Was würdest du empfinden?


Beitrag von miau2 21.11.10 - 19:07 Uhr

Hi,
wer sagt denn, dass das, was gang und gebe ist (Einzelhaltung von Hunden) auch RICHTIG ist?

Ich denke (mal so aus meiner laienhaften Beobachtung heraus), dass viele Hunde alles andere als glücklich sind. Unterfordert, vermenschlicht - aber nicht glücklich. Allerdings bin ich kein Hundeexperte, ich kann nicht sagen, wie weit eine Aufgabe (die vielleicht sogar noch rassetypisch ist - Rassen wurden ja zumindest oft für spezielle Aufgaben gezüchtet) das arttypische Rudel ersetzen kann.

Nur - was hat ein Kaninchen, ein Meerschweinchen für eine tagesfüllende Aufgabe, für die es gezüchtet wurde? Mir fällt keine ein...wobei ja Hunde heute meistens auch nicht als Nutz- sondern als Spaßtiere gehalten werden. Ob sie damit wirklich alle glücklich sind würde ich als Laie bezweifeln.

Und: unsere Nachbarn haben mehrere Hunde, die viel, viel Zeit im Garten verbringen dürfen - DIE sehen glücklich aus, sie sind entspannt, bellen fast nie (außer wenn sie durchs Fenster sehen dass Frauchen an der Dose mit den Leckerlies ist ;-)). Glücklicher als die allermeisten Hunde, die ich als Einzeltiere kennengelernt habe. Ich glaube nicht, dass Menschen dafür ernsthaft Ersatz sein können.

Wie gesagt, ich bin Laie, wir haben keine Hunde und sie kommen auch nicht in Frage als Haustiere für uns. Aber wir haben Kaninchen ;-) (Mehrzahl).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von unilein 21.11.10 - 23:30 Uhr

Ich weiß, der Vergleich ist sehr weit hergeholt, aber bekanntlich bauen ja sogar Entführungsopfer eine Bindung zu ihrem Entführer auf.

Natürlich hat dein Wellensittich früher eine enge Bindung zu deiner Mutter gehabt. Zu wem auch sonst? Ob er deshalb wirklich genauso glücklich war wie mit einem Artgenossen?

Und was die Leute empfehlen ist natürlich immer unterschiedlich. Der eine mag dir gesagt haben, es wäre okay, Katzen alleine zu halten, wenn man viel zuhause ist. Ich sehe das nicht so. Jedes Tier sollte die Möglichkeit haben, mit Artgenossen Kontakt aufzunehmen. Hunde und Freigängerkatzen können das auch bei Einzelhaltung - alle anderen Tiere nicht.

Und wenn du nur lang genug suchst, wirst du auch genug Befürworter von Rudelhaltung bei Hunden finden (Z.B. Clarissa von Reinhardt von Animal Learn). Jeder wird dir das empfehlen, was ihm sein Gewissen rät - es sei denn (!) er will das selbst aus Bequemlichkeit nicht leisten. Dann wird er etwas wider sein Gewissen schönreden. Also jeder der dir sagt, Einzelhaltung bei Hunden wäre ja was ganz anderes und kein Problem für die, hat vielleicht innerlich doch seine Zweifel, aber könnte sich selbst keinen zweiten Hund leisten und kann deshalb Einzelhaltung schlecht ablehnen.

Beitrag von dominica 22.11.10 - 09:36 Uhr

Hi,


so wie ich das verstehe hattest Du also immer nur Einzeltiere. Ist Deine Katze eine reine Wohnungskatze? Hast Du sie also noch nie mit anderen Katzen spielen, raufen, balgen gesehn? So wird es wohl sein, denn sonst würdest Du nicht diese Frage stellen. Das tut mir sehr leid. Für Dich und natürlich noch viel mehr für Deine Katze.
Einem Menschen zu erklären, was GLÜCK für Tiere bedeutet, die noch nie ein wirklich glückliches Tier gesehn haben, ist echt schwer, wenn nicht sogar unmöglich.

Hol Dir 2 Wellis und Du weißt was ich meine, oder hol Dir 2 Kaninchen, nein noch besser: hol dir fürs Erste mal ne zweite Katze! ;-)

Ein bedeutender Punkt bei der Frage ob es Unterschiede zwischen den Tierarten gibt, muß man auch den Unterschied zwischen RAUBtieren und FLUCHTtieren berücksichtigen.
Ein Raubtier (Hund, Katze) hat zunächst mal ein höher entwickeltes Gehirn, es kann andere Wesen leichter als sein Rudel akzeptieren UND GANZ WICHTIG: Für ein Raubtier bedeutet es nicht gleich dem Tod ins Auge zu sehn, wenn es alleine ist.
Für ein Fluchttier hingegen bedeutet alleine sein in erster Linie absolute Lebensgefahr. Auch wenn sich das nun übertrieben anhört, aber stell Dir vor ein kleines Fluchttier zu sein, das von Natur aus in der Sippe lebt und auf den Schutz seiner Artgenossen angewiesen ist. Und auf einmal bist Du allein. Schutzlos ausgeliefert, kein Kumpel an Deiner Seite, der Dir beisteht oder Dich vor Gefahren warnt. In der Natur wäre so ein Tier leichte Beute und schnell verloren. Ebenso verhält es sich auch bei Schwarmvögeln. Was sich in Jahrmillionen entwickelt hat, hat durchaus seinen Sinn. Und das darf ein Mensch nicht einfach als Lapalie abtun und sagen es sei glücklich, wenn es ausschließlich mit Menschen zusammen leben muß.

Wie schon gesagt, sind diese vermeintlich so zahmen Tiere fehlgeprägt, eigentlich das schlimmste, was so einem Tierchen passieren kann. Aus seiner Not heraus hat es verlernent, wer oder was es überhaupt ist.
Solche fehlgeprägten Tiere kann man nur selten und nur mit sehr viel Geduld wieder resozialisieren, wenn sie denn später mit Artgenossen nochmal artgerecht gehalten werden sollen.

Und als dritten Punkt muß ich sagen: Zum Glück lernt die Menschheit dazu. Heute gibt es ein fundiertes Wissen über unsere Haustiere, wie über die Herkunft und die natürlichen Lebensgewohnheiten. Diese Instinkte sind auch heute noch in unseren gezüchteten Haustieren vorhanden und lassen sich nicht einfach ausschalten. Dieses Fachwissen hat sich in den letzten 20-30 Jahren vervielfacht und wir sind in der Heimtierhaltung viel weiter als damals. Dank Internet lässt sich dieses Wissen auch veröffentlichen und jederzeit und von jedem abrufen. Das war früher leider nicht möglich und man dachte, ein einzeln gehaltener Welli sei das Non-plus-ultra. Zum Glück sind wir da heute viele Schritte weiter! Denn nicht alles was aus der guten alten Zeit kommt war gut. Und Sätze wie: "das war früher immer so" oder "das haben wir schon immer so gemacht" sind bei diesem Thema fehl am Platze.

Das Tier braucht den Menschen nicht. In Gefangenschaft halt höchstens als Futterspender. Ich gehe jeden morgen und abend und wenn ich Zeit habe auch zwischendurch zu meinen Lieblingen in unser 25 qm-Gehege/Voliere. Ich setze mich zu ihnen rein, schau eine Weile ihrem Verhalten zu und wie sie genüsslich fressen, genieße ihre Anwesenheit, die Ruhe und das Stück Natur vor der Haustüre. Das schätze ich an der Tierhaltung. Ich denke dabei an das Motto: Leben und leben lassen. Meine Kaninchen und meine Sittiche sind kaum "zahm", aber das müssen sie auch nicht. Denn ich glaube, das ist das wahre #klee, neben viel Platz und artgerechter Haltung: Nämlich einfach das bleiben zu dürfen, was sie sind!!!

LGs



Beitrag von asira 22.11.10 - 11:31 Uhr

Ich glaube, das jedes Tier, dessen natürliches Verhalten es ist, im Schwarm/ Rudel/ Herde etc zu leben, auch mindestens einen Artgenossen braucht! Das gilt für den Wellensittich, aber auch für einen Hund.
Immer wieder kommt das Argument, der Hund kann den Menschen als Rudelmitglied anerkennen und braucht deswegen keinen weiteren Hund!
Ich finde das falsch! Natürlich kann man mit dem Hund ein Rudel bilden, aber einen Artgenossen ersetzen kann ein Mensch nicht!
Genausowenig zieht für mich dieses "mein Hund trifft doch andere Hunde auf dem täglichen Spaziergang"! Das mag zwar stimmen, aber dennoch reicht dieser Kontakt bei weitem nicht aus. Die Hunde bilden ja kein Rudel bei diesen gelegentlichen Treffs, wo sie alle Facetten des sozialen Zusammenlebens eines Rudels "durchspielen" können.
Das ist doch so, als wenn wir zwar hin und wieder einen Nachbarn auf der Straße treffen, und mit dem aber jahrelang nur etwas Smalltalk über das Wetter machen, aber mehr nicht reden... das mag für einen Moment vielleicht nett sein, aber könntet ihr Euch das für den Rest Eures Lebens vorstellen? Möchtet ihr nicht einen Partner an Eurer Seite haben? Einen guten Freund, der immer für Euch da ist, der Eure Sprache auch wirklich spricht? Klar arrangiert sich so ein Hund, der alleine gehalten wird. Bleibt ihm ja auch nix anderes übrig und wenn er es nicht anders kennen lernt, wird er einen Artgenossen im gleichen Haushalt wohl auch nicht vermissen, aber deswegen wird die Einzelhaltund in meinen Augen nicht richtiger.
Alle, die sagen, mein Hund braucht/ mag sowieso keine anderen Hunde reden sich das meiner Meinung nach schön und können oder wollen einfach keinen zweiten Hund haben!
LG
asira