Abtreibung, einzigste Lösung....... Antwort

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von zahnfee83 21.11.10 - 17:53 Uhr

Hallo, und danke für die ehrlichen Worte.
Er sagt, wenn dies ein Wunder war, so kann es wieder passieren.
Es geht nicht um ihn, ich weiß- das Männer kommen und gehen.
Er wird sich nicht freuen, in Senegal hat seine Familie eine große Bedeutung. Er hat Verpflichtungen. Sie haben ihren Glauben, der sehr streng ist.
Aber darum geht es auch nicht.
Er wird weggehen, ob mit mir oder ohne mich.. das wird passieren, bin nicht blauäugig... Ich würde es nicht ihm zu liebe machen, dem kind zu liebe.
Theoretisch kann ich mir weder das Kind, noch die Abtreibung leisten..
Durch die Scheidung, die noch läuft, mußte ich von null anfangen. Alles neu kaufen, habe keine Rücklagen. Im Gegenteil. Ich habe im Monat 50 Euro zum Leben. Das heißt, wenn alle Abzüge weg sind.Was soll ich dem Kind bieten?
Wie soll ich dem Kind ein Bettchen kaufen, Windeln und Nahrung besorgen.
Ich bin Zahnazthelferin, habe, trotz 40 Std.Job 1000 Euro Netto. Lebe in einer Kleinstadt, er lebt in DD. Das nicht mehr lange.
Umziehen wäre nicht das Problem.
Und dann, meine Familie ist nicht da, keine Mutter, die mich unterstützen kann... Alles ziehmlich waage..
Ich habe einfach Angst vor der Zukunft. Ich wollte doch immer eine Familie, mit Mutter, Vater und Kind.
Aber so, es ist einfach alles so schwer.
Oder was meinst du?
Lg Nicole

Beitrag von mike-marie 21.11.10 - 18:29 Uhr

Also um das finanzielle würde ich mir erstmal keine sorgen machen. Keine Mutter sitzt in Deutschland mit einem Säugling auf der Straße. Es gibt genug hilfen die du beantragen kannst und die dir dann auch zustehen.

Was ich nicht ganz verstehe, vielleicht hab ich auch falsch gelesen, dann verzeih bitte, aber hast du angst in den Dorf zu leben mit dem Kind weil es schwarz sein wird #kratz

Ich denke das dir jemand ein großes Geschenk gemacht hat und du es annehmen solltest, egal ob mit oder ohne Mann.
Ich denke mal ein paar Jahre weiter, du hast das Kind abgetrieben, findest einen neuen Partner, wünscht dir ein Kind und dann geht nichts mehr. Du wirst es dann bereuhen das Kind abgetrieben zu haben.

Überleg es dir nochmal gut, geh zu ProFamilia und lass dich beraten, auch was das finanzielle angeht.

Lg

Beitrag von zahnfee83 21.11.10 - 18:43 Uhr

Ja es geht darum, das ich in einer kleinen Stadt lebe. Aber das ist nicht das Thema. Ich würde nach DD ziehen, dort leben.
Hier hätten wir mit massiv Vorurteilen zu kämpfen.
Aber du hast Recht, werde mich an profamilia wenden.
Mal sehen, was die sagen.
LG nicole

Beitrag von mike-marie 21.11.10 - 18:50 Uhr

Das ist schonmal eine gute entscheidung, selbst wenn du abtreiben willst kommst du ja um das beratungsgespräch nicht rum.

Ich hoffe du findest deinen Weg und ich wünsche dir viel kraft, egal wie deine Entscheidung letztlich ausfällt.

Lg

Beitrag von sunflower5 21.11.10 - 20:38 Uhr

Ich möchte dir raten, auch oder nur zur Caritas, SKF, Diakonie zu gehen, meist könnten sie mehr finanz. Hilfen anbieten als andere B-stellen.
Auch würden sie dich gerne durch deine SS begleiten und immer für dich da sein, wenn du das möchtest.

Ich habe 5 Kinder alleine erzogen und teilzeit gearbeitet usw.

Nun sind sie groß, ich würde mich immer wieder für jedes einzelne entscheiden.
Ich wünsche dir viel Kraft und Glück.

Beitrag von schlingelchen 22.11.10 - 09:54 Uhr

In DD wäre es dann ja eh nicht so problematisch. Dort sind auch die Betreuungsmöglichkeiten viel großzügiger.
Die Beratungsgspräche werden dir sicher ein ganzes Stück weiterhelfen.

LG,Anja

Beitrag von vietnamesin 21.11.10 - 19:25 Uhr

Ich finde man sollte den finanziellen Aspekt absolut nicht erstmal bei Seite lassen. Ein Kind kostet einiges, sich bewusst auf Vater Staat auszuruhen ist nicht das Wahre und man will dem Kind etwas bieten, da würde ich mich nicht auf den Staat verlassen.

Beitrag von mike-marie 21.11.10 - 19:29 Uhr

Na wenn du ein Kind nur aus finanziellen gründen Abtreibst ist es deine sache. Aber die TE hat einen Job und eine abgeschlossene Berufsausbildung, sie hat in die Kasse eingezahlt dann hat sie auch das recht eine weile davon zu leben. Sagt ja keiner das sie für immer auf den Staat angewiesen ist.

Beitrag von babylove05 21.11.10 - 20:05 Uhr

Wieso würde sie sich auf Vaterstaat ausruhen ??ß Sie hat nen Job , und wenn sie da finanzile unterstützung braucht ist es doch total super des wir "noch" in einen Sozialstaat leben , dafür ist sowas doch gedacht oder#kratz

Lg martina

Beitrag von lilja27 21.11.10 - 18:34 Uhr

Ich denke du solltest den fainziellen asprekt erst mal aussen vor lassen und sich fragen willst du das kind, bist du bereit mutter zu werden, hättest du jetzt 500 000 euro auf dem sparkonto würdest du es behalten wollen?
Wenn ja na dann gibt es immer wege und lösungen, Geh zu einer beratungsstelle zur caritas oder profamilia etc. du kannst gelder beantragen für die erstausstattung und auch beim Amt steht dir evtl hilfe zu für etruungskosten wohnungszuschüsse etc....
Lass dich nicht hängen und fang an zu kämpfen niemand sagt das es leicht wird, aber zu schaffen ist es.

Alles gute

Beitrag von vietnamesin 21.11.10 - 19:51 Uhr

Und wie lange soll diese "Weile" dauern?..Wie ich das so lese schreibt sie das sie einen Job hat 1000 Euro bei rum kommen..was sollte sich daran in naher Zukunft ändern? Daran muss man doch auch denken und nicht jemand der mal kurz Hartz 4 beanspruchen muss, weils grade nicht anders geht, dass kann jedem passieren. Hier ist doch die Frage, wird eine eine Veränderung geben, in diesem Job mehr zu verdienen, dass es reicht.

Beitrag von babylove05 21.11.10 - 20:09 Uhr

Hallo

nochmal ich .... ganz erhlich kein Geld der Welt könnte glaub ich die schwere meines Gewissens bessern ... und so wie sie schreibt ist sie nicht 100% von der Abtreibung überzeugt , und würde früher oder später einen seelischen schaden von tragen .... aber wenn du meinst des man sowas mit geld gut machen kann .. respekt ... Ich könnte es nicht .

Lg Martina

Beitrag von schlingelchen 22.11.10 - 09:51 Uhr

Ich finde 1000€ für zwei Personen jetzt wirklich nicht zu wenig.Wir haben mit sieben Personen einige Jahre von 1800+Kige gelebt und es ging auch.
Man muß halt seinen Ansprüche etwas runterschrauben.
Ich find auch nicht, dass ein ungeplantes Kind zu bekommen an den finanziellen Mitteln scheitern sollte.

Beitrag von salida-del-sol 21.11.10 - 21:56 Uhr

Hallo, liebe Nicole,
Dich treiben gerade viele Zukunftsfragen und Ängste um. Fühl Dich ganz sanft von mir gedrückt.
Es scheinen viele Argumente, gegen das Kind zu sprechen, aber die logischen Argumente des Verstandes zählen meist anschließend wenig, wenn das Herz weh tut.
Du wolltst schon immer eine Familie und eine Kind. Dann nimm dieses, denn Du weißt nicht welche Chancen Dir das Leben noch bietet.
Wenn Du keine Eltern nin der Nähe hast, kannst Du Dich um Ersatzgroßeltern kümmern. Dies sind Ehepaare, die hätten gerne Enkel, haben aber keine. Dann ist beiden Seiten geholfen, die freuen sich eine Aufgabe zu haben und machen es kostenlos und Du hast Kontaktpersonen für dieses Kind und Entlastung.
Wegen dem Bettchen kannst Du einen Antrag auf Erstlingsausstattung machen.
Gehe von Beratungstelle zu Beratungstelle und lass Dir alle Hilfen aufzeigen,die Dir zustehen. Denn die Möglichkeiten und die Motivation von verschiedenen Beratungstellen kann sehr unterschiedlich sein.
Du fragst Dich was Du dem Kind bieten kannst? Du kannst dem Kind eine liebevolle, verantwortungsbewußte Mutter bieten, und die unterschiedlichen Facetten des Lebens.
Dein Kind wird später stolz auf Dich sein, dass Du es mit ihm geschafft hast - gerade weil es nicht immer leicht ist. Aber es kann sein dass die Aufarbeitung einer Abtreibung Dir mehr Kraft kostet, als dieses Kind alleine aufzuziehen. Manchmal erscheint eine Abtreibung die Lösung eines Problems zu sein. Aber eine Abtreibung hält nicht was sie verspricht, denn sie kann zusätzliche Probleme mit sich bringen.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von miba1 21.11.10 - 22:49 Uhr

Hallo Nicole,

ich weiß sehr gut, wie Du Dich fühlst...und gerade deshalb möchte ich Dir dazu gern etwas sagen:

Ich habe 2001 abgetrieben aus ähnlichen Grünen - finanziell ging es schlecht, ich war mit meinem Partner erst 3 Monate zusammen, war auch erst 18 Jahre alt. Wir entschlossen uns daher für die Abtreibung, bei der Beratungsstelle habe ich die Dame mit den Worten abgewürgt "Versuchen Sie es gar nicht erst, ich habe schon den Termin". Noch die Zusage der KK abgewartet und am nächsten Tag war ich im KH (ich war schon in der 12.SSW, es musste alles schnell gehen), ein paar Stunden später wieder zu Hause.

Bis 2006 habe ich diese Entscheidung nie bereut, habe nicht einmal mehr an das Kind gedacht....dann wurde ich gewollt schwanger, habe die ganze Schwangerschaft die Entwicklung des Kindes beobachten können, spüren können....mir wurde erst da wirklich bewusst, dass ich damals einen Teil von mir, ein "richtiges" Kind, getötet habe...aus wie mir heute erscheint nichtigen Gründen! In meiner Naivität hatte ich damals nicht mal gewusst, dass das Herz schon schlug...

Mittlerweile vergeht kein 28.April, an dem ich nicht an die Abtreibung denke, kein November, aber dem ich nicht denke "Mein Kind würde jetzt seinen xten Geburtstag feiern" "Was es wohl geworden wäre" "Wie hätte es ausgesehen, wie sich verhalten?" ect...

Ich würde es nie, nie, nie, nie wieder machen - auch wenn ich weiß, dass die Entscheidung vernünftig war, ich nicht das hätte machen können, was ich gemacht habe...Ausbildung, Hausbau uws.
Und ich hatte damals wirklich absolut keinen KiWu - Du aber schon! Du würdest ein Leben lang um Dein verlorenes Kind trauern gepaart mit fiesen Schuldgefühlen.

Es tut echt weh, tu Dir das nicht an...

Die Behauptung "wenn es ein Wunder war, wird es wieder geschehen" finde ich übrigens seeeehr vermessen von Deinem Partner. Wenn mir jemand 1 Mio. EUR schenken möchte, schicke ich ihn doch auch nicht mit den Worten weg "nee, lass mal, passt mir gerade nicht...Du kannst ja in ein paar Jahren wiederkommen und mir soviel Geld schenken"
Ziemlich bescheuert, oder seh ich das nur so?
Ein Wunder wäre doch kein Wunder, wenn es ständig passieren könnte, oder?

Bitte gehe nochmal in Dich....

#liebdrueck
Miba

Beitrag von anita24883 21.11.10 - 22:55 Uhr

Hallo Nicole

Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Aber ich lege dir ans Herz es nicht zu machen. Frag dich mal warum dir dieses Kind jetzt "geschenkt " wurde??? Und das obwohl du doch keine Kinder bekommen kannst.
Als ich mit meinem 3. schwanger wurde wußte ich im ersten Moment auch nicht weiter. Ok ich bin verheiratet und es ist vielleicht nochmal was anderes gewesen. Aber wenn ich meinen Kleinen jetzt im Arm habe und er mich mit seinen großen Augen anschaut und mich anlacht. Dann geht mir einfach nur das Herz auf und ich weiß dass er einfach zu mir kommen wollte. So wird es dir auch gehen. Auch ohne Mann.
Auch als verheiratete Frau hab ich ja keine Garantie dass meine Zukunft so läuft wie ich es mir vorstelle. Vielleicht muss ich meine 3 Kinder irgendwann alleine groß ziehen. Wer weiß das schon?

Und mit dem Geld. Du bekommst auf jeden Fall Unterstützung. Und schon alleine die 186 Euro Kindergeld jeden Monat dürften doch die ersten Jahre für Windeln, Kleider, Milch etc reichen.

Behalte es, viele Fragen die du dir jetzt stellst werden sich dann beantworten wenn es soweit ist. Mit Job etc...

Lg und alles alles Gute
Anita mit 3 Kids

Beitrag von loonys lachen 22.11.10 - 11:58 Uhr

Hallo Nicole,

ich weiß wie schwer es ist ein Kind zu bekommen und aus dem Grunde verstehe ich Deinen Zwiespalt. Wir selbst üben seit über zehn Jahren an dem Wunder und inzwischen sind wir auf anderen Wege Eltern geworden. Ich weiß nicht wie groß die Wahrscheinlichkeit ist das nochmal ein Wunder passiert, aber soviele Wunder kommen nicht nochmal zu uns. Und egal welche Entscheidung Du triffst, diese kleine Schneeflocke bringt Dich zum nachdenken über Deine Zukunft.

Das geldliche ist natürlich eine Sache. Wir führen zu Hause ein Haushaltsbuch, was uns genau zeigt wo das Geld hinwandert. Du wirst Dich ein wenig umstellen müssen, aber es machbar solange Du nicht den Anspruch hast das alles neu und perfekt sein muss. Es kann sein das Du eventuell umziehen musst, in eine andere Wohnung die finanziell ähnlich aber von der Raumaufteilung praktischer ist. Kinderkleidung, Möbel uä bekommst günstig online gebraucht und neu. Ich kaufe viel saisonal verkehrt, dh die Winterkleidung im Sommer bei 30"C. Bei den sozialen Verbänden gibt es die Möglichkeit einen Antrag auf Erstausstattung zu stellen wenn das Einkommen unter einen Betrag xyz ist. Lass Dich beraten bei den Sozialverbänden. Eine Freundin hat ergänzend zu dem Elterngeld noch Mietkostenzuschuss beantragt, Unterhalt steht Dir zumindest für die ersten sechs Jahre zu, denn den bekommst Du vom Jugendamt wenn Du den Vater angibst und dieser nicht zahlen kann oder will.
Du hast einen Job in den Du nach der Schwangerschaft zurückkehren könntest - nicht jeder kann da. Habe den Mut auf Dein Herz, Deinen Bauch und auf Deinen Verstand zu hören und entscheide dann selbst. Eine kleine Familie hättest Du dann, und einen Partner für Dich und einen Freund und Vater für das Kind wird sich auch finden wenn die Zeit reif ist. Bestes Beispiel wohnt in unserer Nachbarschaft. Dort hat Nachbars Sohn sich in eine alleinerziehende Mama verliebt und ist von sofort auf gleich zu seiner kleinen Familie gezogen.

Liebe Grüße

Loony