angst vorm schwimmkurs

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von andrea8481 21.11.10 - 18:32 Uhr

hallo
meine tochter wird anfang januar 6 jahre alt. sie hat anfang diesen jahres einen schwimmkurs gemacht ( 10 mal ) . nach dem 2. mal hatte sie jeden tag geheult sie will da nicht mehr hin , aber ich habe sie trotzdem hin gebracht. sie hat dann beim 10. mal auch das seepferdchen gemacht und geschafft danach wollte sie nicht mehr weiter machen und ich habe es dann auch gelassen. sie ist trotzdem nie ohne schwimmflügel ins tiefe wasser. nur dort wo sie auch stehen kann... vor 4 wochen sagte sie sie möchte wieder einen kurs machen , aber woanders. sie hat dann auch bei ihrer sportlehrerin kurzfristig einen platz bekommen . die kennt sie schon seid sie laufen kann und ich habe bei ihr auch schon schwimmen gelernt. nach dem 1. mal erzählte mir die lehrerin das sie ja total angst habe und sie svea jetzt erst mal zu den anfängern nimmt. aber das hat auch nix gebracht. nun hatte sie 4 mal schwimmen und hat heute abend schon wieder rotz und wasser geheult und hat panik vor donnerstag. das ist noch 4 tage hin m und sie macht jetzt schon terror.
was würdet ihr machen? wieder hin zwingen und das theater aushalten , oder ihr noch ein jahr zeit geben und raus nehmen?
ich finde schwimmen wichtig, aber hat das einen sinn?
ach man echt mist. und ich bin so eine wasserratte.schade das sie das nicht von mir hat...

sagt mir mal eure meinung!
danke
gruß andrea

Beitrag von fraukef 21.11.10 - 18:40 Uhr

Hallo Andrea

Wovor hat deine Tochter denn Angst? Habt ihr mal über einen Wassergewöhnungskurs (evtl auch mit Eltern) nachgedacht?

Ich gebe Babyschwimmkurse (4 Monate bis 3 Jahre) und finde frühes Schwimmenlernen auch sehr wichtig. Aber nicht um jeden Preis... Wichtig ist erst einmal ein unbefangener Umgang mit dem Element Wasser - von diesem 25 Meter Gehechel mit irgendwie über Wasser halten bis zum Seepferdchen halte ich gar nichts - für mich hat das mit Schwimmen lernen auch sehr wenig zu tun... (Ich gehe aufgrund deiner Beschreibung davon aus, dass das bei Euch beim Seepferdchen so war...)

Hat Deine Tochter denn Angst vor dem Schwimmen an sich? oder vor dem Tauchen? Vor Wasser im Gesicht? Für mich klingt es wirklich so, als ob das Problem in einer fehlenden Wassergewöhnung liegen könnte. Da gibt es halt relativ ängstliche Kinder (frag mal meine Tochter - auch wenn sie erst 3 ist...) und da bringt Druck relativ wenig. Ermutigen, überzeugen, meinetwegen auch bestechen ;-) JA - Druck NEIN...

Insofern überlegt doch mal, ob ihr nicht gemeinsam zu einem Wassergewöhnungskurs gehen wollt. Vielleicht hilft das Svea weiter...

LG
Frauke

Beitrag von 96kati 21.11.10 - 20:13 Uhr

Hallo Frauke!

Vielleicht hast du ja einen Tipp für mich:

mein Sohn (5 JAhre) hat einen Wassergewöhnungskurs gemacht (10 Stunden) und ist jetzt am Ende des 16-stündigen Schwimmkurses, bei dem man das Seepferdchen schaffen KANN.
Er wird es nicht schaffen... Er taucht und springt (ins Tiefe und taucht bis ins Flache) wie ein Profi, schwimmt im Flachen, aber sobald er weiß, dass er nicht mehr sicher stehen kann, dann dreht er am Rad und blockiert.

Auch für die Schwimmlehrerin ist es schwierig, weil sie auch absolut nicht weiß, wo sein Problem liegt.
"Das Tiefe" ist übrigens nur so tief, dass er auf Zehenspitzen stehen kann und dort wird das Abzeichen abgenommen.

Mittlerweile setzt er sich selber unter Druck und weint, wenn's kurz vor der Schwimmstunde steht.
Er hat keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht - keine Ahnung, woher das kommt... :-(

LG
Kati

Beitrag von fraukef 22.11.10 - 10:13 Uhr

Ich würd ihm Zeit lassen - aber nicht ganz mit dem Schwimmen aufhören...

ER wird das Seepferdchen nicht schaffen - kein Drama - davon geht die Welt nicht unter...

Klar ist es ärgerlich, wenn er es eigentlich kann. Es sind genau diese Situationen, die mich auch bei meiner Tochter in den Wahnsinn treiben - sie kann etwas recht gut - und dann traut sie sich nciht mehr...

Wie wär es denn, wenn er den Kurs einfach noch mal macht - und so sicherer werden kann. Dann könntes du ihm jetzt sagen, dass er das Seepferdchen nciht machen muss... Und dann ist er vielleicht auch so weit, dass er keine Angst vor dem TIefen mehr hat... Oder ihr 2 geht so mal zusammen schwimmen? Dann könnt ihr zusammen im Tiefen schwimmen - und er weiss, dass du ihm zur Not helfen kannst? Oder du erlaubst ihm für ne Weile ein Schwimmbrett vor sich herzustossen? Also er schwimmt ohne Brett - aber wenn er das Brett brauchen würde, wär es da? oder oder oder... Ich glaub, da ist einfach ein wenig Phantasie gefragt, um die Angst und das Blockieren zu überlisten...

LG
Frauke

Beitrag von nana141080 21.11.10 - 18:42 Uhr

Auf jedenfall NICHT zwingen. Damit zerstört man zuviel. Ich denke auch das hast du schon.

Ich halte von solchen Crashkursen gar nix.

Fangt doch beim DLRG einen Wassergewöhnungskurs an der eben so lange für sie ist, wie sie es will. Sogar mit Mama (du bist ja sooo ne Wasserratte;-)).

Gruß nana

Beitrag von nuckelspucker 21.11.10 - 20:04 Uhr

hey,

mein großer (5) hat gerade nach zwei kursen (2x15 stunden) sein seepferdchen gemacht. nachdem er nach dem ersten kurs noch nicht ohne schwimmhilfe schwimmen konnte, haben wir den zweiten kurs gleich im anschluss drangehängt und in diesem kurs hatte er auch plötzlich angst und wollte da nicht hin.

er hat dann irgendwann mal gesagt, er hat angst, wenn sie reinspringen müssen, dass er nicht mehr auftraucht, die augen nass werden usw.

wir haben dann ne schwimmbrille gekauft. das war seine "zauberbrille", die zum einen die augen vor wasser geschützt hat und außerdem die angst verjagt hat, war ja eine zauberbrille :-p

ich hab ihm erklärt, dass mir nur das schwimmen lernen wichtig ist und kein springen oder tauchen, er solle nur das machen, was er möchte.

leider wurde er in einer stunde zum springen gezwungen, danach hatte ich arg zu tun, ihn wieder zu beruhigen :-[

in der letzten woche ist bei ihm der "knoten geplatzt". er hat erkannt, dass er ohne schwimmhilfe ganz alleine schwimmen kann und wollte unbedingt die bahn schaffen. wir mussten sogar extra noch üben zwischendurch und letzte woche dann hat er das seepferdchen gemacht, mit springen und tauchen sogar.

ich hab mir viel zeit genommen, mit ihm über seine ängste zu reden und ihm zu helfen, diese ängste zu bekämpfen. denn zum einen ist es für mich wichtig, dass die kinder von klein auf schwimmen können, um in einer eventuell gefährlichen situation nicht hilflos zu sein und zum anderen soll das schwimmen ja auch spaß machen.

lg und viel erfolg!

claudia

Beitrag von puschl 21.11.10 - 20:05 Uhr

Hallo

Weißt du warum sie Angst hat, ist es Wasser in der Nase oder in den Augen , tauchen etc.

Ich vermute mit 6 Jahren kann sie das schon sagen was sie stört

Wie ist deine Tochter wenn du dabei bist, bzw. die Übungen mit ihr machst.

Hat sie eine Freundin die einen Schwimmkurs mitmachen kann, zu 2 geht so was immer leichter.

Was sagt die Schwimmlehrerin

Meine Tochter macht jetzt mit 4 Jahren einen Kurs wo es aber haptsächlich um Wassergewöhnung geht und das ganze spielerisch.

lg puschl

Beitrag von bruchetta 21.11.10 - 21:29 Uhr

Liebe Andrea,

ich kenne das GENAU SO!!

Meine Tochter hat innerhalb von 10 Schwimmstunden ihr Seepferdchen gemacht, was stolz wie Bolle, ist dann noch 2-3 mal hin und dann war vorbei.

Sie hatte Angst, sie weinte... ich hab's erstmal gelassen.

Was das Richtige ist, weiß ich auch nicht so recht. Ich denke bei meiner immer, dass es ein Art Kopf in den Sand stecken ist, wenn "Probleme" auftauchen und das find ich nicht so toll.

Andererseits hätte ich wohl Probleme damit, ein weinendes Kind zum Schwimmkurs zu zerren.

Ich denke, ich würde das jetzt nochmal lassen und dann beim nächsten mal aber durchziehen. Dies hin und her geht ja auch nicht!

Aber wie gesagt, ich kenn das zu gut!

LG
bruchetta