Schulanfängerkinder 2011/12?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von espirino 21.11.10 - 22:41 Uhr

Hallo,

wollte mich mal umhorchen, ob ihr euch auch schon ein wenig Gedanken macht, was bald auf unsere Sprößlinge so zukommt.

Wir hatten diese Woche den ersten "Elternabend" in der Grundschule und bekamen jede Menge Infozeugs mit, was ein Schulanfänger so alles schon können sollte.
Das haben meine Zwei nicht wirklich alles so drauf, vieles schon, aber eben nicht alles. Dabei werden sie in ihrem Jahrgang mit die Jüngsten in der Klasse sein. Dabei spielt es dann auf einmal keine Rolle, ob zwischen dem Ältesten der Klasse und dem Jüngsten auch mal locker fast ein ganzes Jahr liegen kann (ihr wißt was ich meine?).
Bei jeder Untersuchung wird wert drauf gelegt, wie alt das genau ist - ab den Schuleignungstests dann auf einmal nicht mehr.

Na ich hoffe mal, wir kriegen das ohne Probleme hin. Wie gehts euch so bei dem Gedanken daran?

LG Jana

Beitrag von sparrow1967 22.11.10 - 07:47 Uhr

Man macht sich seine GEdanken. Junior wird im nächsten Jahr als Kann-Kind eingeschult - sofern er einen Platz in der Montessori-Schule bekommt. Sollte es nicht so sein, wird es haarig und mir wird mulmig bei dem Gedanken daran, ihn in eine "gewöhnliche" Grundschule einzuschulen. Frontalunterricht ist nicht mehr mein Ding.
Wir warten also mal ab....


sparrow

Beitrag von docmartin 22.11.10 - 08:35 Uhr

Aber ein klassischer Frontalunterricht findet doch heutzutage in fast keiner Grundschule mehr statt!? Die meisten arbeiten nach offenen oder halboffenen Prinzipien, sehr viele angelehnt an die Montessoripädagogik, viel Projektunterricht, fächerübergreifend...
Wir haben uns (aufgrund verschiedener Probleme unseres Großen) bei vielen verschiedenen Schulformen schlau gemacht und nu wird es (war wir fast nciht für möglich gehalten haben) eine staatliche Grundschule gleich um die Ecke. Sehr offener Unterricht, "Drehtürprinzip" (einzelne Fächer können in einer höheren Klassenstufe mitgelernt werden), schöne Atmosphäre...
Also die Grundschule wie viele von uns sie noch kannten, in der alle zur selben Zeit das selbe lernten, der Lehrer vorne an der Tafel dozierte...ich denke, diese Art von Schule hat wirklich ausgedient und auch die Fortbildung der Lehrer hat deutlich an Qualität zugenommen.
Vielleicht gebt ihr den Schulalternativen auch eine Chance...?
Gruß Franziska

Beitrag von sparrow1967 22.11.10 - 09:05 Uhr

>>Sehr offener Unterricht, "Drehtürprinzip" (einzelne Fächer können in einer höheren Klassenstufe mitgelernt werden), schöne Atmosphäre... <<

Wenn es das auch bei uns gäbe, wäre es natürlich eine Alternative. Gibt es aber leider noch nicht. Sicher wird einiges an die Monte-Pädagogik angelehnt...aber eben nur angelehnt. Soweit ich weiß, haben unsere Lehrer keine AUsbildung in Montessori-Pädagogik.

Einige Eltern sagen hier: Warum Monte-Kindergarten? In anderen Kindergärten gibt es auch einiges an Montessori-Material.
Es besteht aber ein Unetrschied, ob es Material gibt UND die Kräfte sind darin ausgebildet, es dem Kind nahe zu bringen...oder ob das Material da eben nur griffbereit rumliegt ;-)

In unserer Grundschule gibt es hauptsächlich Frontalunterricht - mit Drill aufs Gymnasium. Was mir noch aufstößt: alle müssen den gleichen Farbkasten haben (noch einiges andere... ja- kann man denken pillepalle ;-)) und Kinder werden aneinander gemessen.

Mit den beiden Großen hab ich die "normale" Schulform hinter mir. Beide sind gut durchgekommen, hatten aber auch nicht das Wissen, was Junior jetzt schon hat, konnten nicht lesen und schreiben. Ich denke einfach, wenn ich Junior vorzeitig in die "normale" Schule einschule, geht er unter- und steht öfter vor der Tür als mir lieb ist....denn Langeweile läßt Kinder bekanntlich ein wenig "abdrehen" ;-)


sparrow

Beitrag von tattel 22.11.10 - 07:53 Uhr

Hi,

da bei mir bereits Kind Nr. 3 eingeschult wird mache ich mir da keinen "Kopf" mehr.

Meine Großen sind sehr gute Schüler obwohl sie vor ihrer Einschulung kaum Buchstaben kannten und nur ihren eigenen Namen schreiben konnten.

Wichtig für die Einschulung ist vor allem, dass die Kids gelernt haben respektvoll mit anderen Menschen umzugehen. Dass sie ihre Schulsachen ordentlich beisammen halten können und sich für den Sportunterricht alleine an und ausziehen können.

Alles andere bekommen sie in der Schule beigebracht.

LG

Tanja



Beitrag von binnurich 22.11.10 - 08:45 Uhr

meine wird erst 2 Monate nach ihrem 7. in die Schule kommen, da ich von der Kann-Regelung keinen Gebrauch machen werden.

Ich habe lange überlegt, ob ich mich kümmern soll, damit sie in die Schule kommt, wurde aber immer als Dieb von Kindheitsjahren und übereifrige Mutter hingestellt.

Nun ja, sie ist im Juli 5 geworden, 1,20 groß, 22 kg schwer, schreibt ihren Namen, kann gut zählen, in den unteren Bereichen auch rechnen, kann Noten lesen (wg. Musikschule), lernt leicht englisch, kann auch auf englisch rechnen, hat ein gutes Sozialverhalten (da sie bereits seit 4 Jahren täglich 8 Std. in den Kiga geht), kann mittlerweile auch gut mit Mißerfolgen umgehen ......
Und trotzdem sagen alle: laß ihr dieses Jahr.

Meiner Freundin ihr Sohn ist genau ein Jahr jünger, wohnt in einem anderen Bundesland und wird gleichzeitig mit meiner Tochter eingeschult werden.

Wenn man die beiden zusammen spielen sieht, trennen diese Kinder noch Welten.

Trotzdem glaube ich, dass es einem guten Lehrer gelingen würde beide Kinder in einer Klasse vorwärts zu bringen.
Und ganau da liegt m. E. das Problem: das was die Kincer können oder auch nicht, das was sie mitbringen, .....das ist nicht das Problem, ein guter Lehrer holt das Kind da ab, wo es gerade steht und fördert es entsprechend.
Und du weißt nie, egal welche Schule du wählst, wie wird der Leherer sein, wie gut wird es ihm gelingen mit deinem Kind zu arbeiten.

Und dafür ist es m. E. auch irrelevant, ob es sich um Frontalunterricht oder anderen handelt.

So wie ein Kind noch etwas jung bzw. zu jung sein kann, kann es m. E. auch schon etwas zu alt sein.

Mach dir keinen Kopf, es kommt wie es kommt und meist läuft es besser, als es die Eltern befürchten. Man sieht leichter Schwächen als Stärken

Beitrag von tauchmaus01 22.11.10 - 09:09 Uhr

"hat ein gutes Sozialverhalten (da sie bereits seit 4 Jahren täglich 8 Std. in den Kiga geht"

Wo ist der Zusammenhang? Meine Kinder durften 3 Jahre daheim bleiben und haben auch ein tolles Sozialverhalten. So wie Du schreibst dass eine frühere Einschulung Kinderjahre raubt, sage ich, dass ein Kind was mit einem Jahr schon 8 Stunden fremdbetreut wird Zeit mit der Mutter geraubt wird. (mag sein dass es nicht anders ging aus beruflichen Gründen, steht aber in keinerlei Zusammenhang zum Sozialverhalten, es sei denn Du meinst, dass die Kita Dein Kind sozial besser prägen konnte als Du. )

Jule kam mit fast 7 in die Schule, aber einfach weil es möglich war und wir sind froh drum. Meine Kleine ist 6 Jahre und 2 Monate, sie wird es auch packen.

Mona

Beitrag von sparrow1967 22.11.10 - 09:17 Uhr

>>Wo ist der Zusammenhang? Meine Kinder durften 3 Jahre daheim bleiben und haben auch ein tolles Sozialverhalten. So wie Du schreibst dass eine frühere Einschulung Kinderjahre raubt, sage ich, dass ein Kind was mit einem Jahr schon 8 Stunden fremdbetreut wird Zeit mit der Mutter geraubt wird. (mag sein dass es nicht anders ging aus beruflichen Gründen, steht aber in keinerlei Zusammenhang zum Sozialverhalten, es sei denn Du meinst, dass die Kita Dein Kind sozial besser prägen konnte als Du. ) <<


Danke- ich sehe es genau so und bei uns war es gebau so. Keine Krippe, sondern 3 Jahre bei "Mama" zuhause ;-) - und er hat ein wunderbares Sozialverhalten!




sparrow

Beitrag von binnurich 22.11.10 - 11:05 Uhr

ach, das war gar nicht als Vorwurf zu verstehen.... daran, dass ich hier jetzt jemanden auf den Schlips treten könnte hab ich a gar nciht gedacht ;-) sorry....

nein, ich denke, dass ein Kind, was sehr früh in eine Einrichtung geht es lernt sich "angepaßt zu verhalten" (das beinhaltet jetzt keine Wertung, ob ich das gut oder schlecht finde).... diese Aussage bezieht sich auf Sozialverhalten innerhalb einer Gruppe.

Ich glaube schon, dass 3 Jahre zu Hause bei Mama anders (und in vielerlei Hinsicht durchaus besser) prägen als ein Kiga ;-)
Aber ich glaube auch, dass Kiga-Kinder lernen, in der Gruppe zu ... ich nenne es mal ... funktionieren, sich eine Platz zu suchen, diesen behaupten........das ist sicher bei Mama anders


Beitrag von tauchmaus01 22.11.10 - 09:29 Uhr

Ach im Übrigen, daheim bei Mama hat sie auch eine Menge gelernt.
Sie konnte mit 3 ihren Namen schreiben, mit 4 ihre erste kleine Geschichte und heute mit 5 kann sie kleine Texte lesen und schreibt selber in Freundbücher rein. Sie kann auf Englisch zählen und interessiert sich für Naturwissenschaften, die Entstehung der Welt usw.

Sie geht seit sie 3 Jahre ist für 4 Stunden am Tag in die Kita, den Rest des Tages haben wir ein Familienleben was sie sozial prägt;-)

Beitrag von binnurich 22.11.10 - 11:06 Uhr

ach, das war gar nicht als Vorwurf zu verstehen.... daran, dass ich hier jetzt jemanden auf den Schlips treten könnte hab ich a gar nciht gedacht ;-) sorry....

nein, ich denke, dass ein Kind, was sehr früh in eine Einrichtung geht es lernt sich "angepaßt zu verhalten" (das beinhaltet jetzt keine Wertung, ob ich das gut oder schlecht finde).... diese Aussage bezieht sich auf Sozialverhalten innerhalb einer Gruppe.

Ich glaube schon, dass 3 Jahre zu Hause bei Mama anders (und in vielerlei Hinsicht durchaus besser) prägen als ein Kiga ;-)
Aber ich glaube auch, dass Kiga-Kinder lernen, in der Gruppe zu ... ich nenne es mal ... funktionieren, sich eine Platz zu suchen, diesen behaupten........das ist sicher bei Mama und innerhalb einer Familie anders

und in gewisser Weise wird in der SChule ein anderes Verhalten erwartet, als im Familienverbund......
wie gesagt, keine Wertung ;-)

Beitrag von binnurich 22.11.10 - 11:07 Uhr

achso... und rauben von Kinderjahren... ja, das ist da, was ich mir immer anhören musste in Bezug auf eine "zeitige" Einschulung... es bleibt dann zu wenig Zeit zum Spielen.....

wie gesagt, das ist nicht meine Meinung

Beitrag von tauchmaus01 22.11.10 - 15:04 Uhr

Dazu sage ich mal was. Kita geht bei uns bis 12 Uhr oder 13 Uhr.
Schule im ersten Jahr 3 mal bis 11:05 und 2 mal bis 12:05.

Hausaufgaben sind bei uns schnell erledigt, also bleibt unterm Strich genausoviel Zeit zum Spielen wie in der Kita oder gar mehr!

Beitrag von sparrow1967 22.11.10 - 09:27 Uhr

>>ein guter Lehrer holt das Kind da ab, wo es gerade steht und fördert es entsprechend.
Und du weißt nie, egal welche Schule du wählst, wie wird der Leherer sein, wie gut wird es ihm gelingen mit deinem Kind zu arbeiten. <<


Sehe ich genau so. Ein guter Lehrer holt das Kind da ab, wo es steht.Aber leider weiß ich nicht im Vorfeld, ob der Lehrer dieses Engagement auch hat.

Bei der Montessori-Schule habe ich aber diese Gewissheit, dass der Lehrer ( zumal es mindestens 2 oder 3 Lehrer sind, die eine Klasse begleiten: Klasen setzen sich aus Schülern von Klasse 1-4 zusammen, auch Integrative Kinder) das Engagement hat ;-)....denn sonst wäre er kein Montessori-Pädagoge.


sparrow

Beitrag von maggelan 22.11.10 - 14:20 Uhr

Du schreibst von einem KANN Kind, obwohl es bei Einschulung bereits 6 Jahre ist? Das ist bei uns in Hessen ein MUSS Kind.

Meine persönliche Meinung ist für dich zwar völlig uninterressant, aber ich denke, wenn deine Tochter jetzt mit 5 Jahren bereits im unteren Zahlenraum rechnet und auch viele andere Dinge wie du beschreieben hast schon so gut beherrscht, warum sie dann erst mit 7 einschulen?
Das sind noch knapp 1,5 Jahre.

Wenn sie in der Zeit stetig dazulernt, dann kommt das große Erwachen in den ersten Woche Schule. Denn was soll sie dort Lernen? Sie kann doch schon wesentlich mehr als die 1. Klässler im ersten halben Jahr lernen.

Bei meinem Patenkind wurde ein Schüler nun in die 2. Klasse hochgestuft, ganz einfach weil er zu weit voraus war und sich gelangweilt hat.

Entschuldige wenn ich das jetzt schreibe, aber damit tust du einem Kind sicherlich keinen Gefallen.

Mein Sohn (5) wird noch ein weiteres Kigajahr zum spielen etc haben, aber er ist Ende September geboren und lange nicht so weit wie deine Tochter.


Beitrag von tauchmaus01 22.11.10 - 17:30 Uhr

Hallo,
so ungewöhnlich ist das gar nicht dass Kind schon vor der Schule lesen und schreiben können. Es liegt dann am Lehrer das Kind zu beschäftigen. Bei uns wird das mit extra Aufgaben gemacht. Da langweilt sich kein Kind.
Und...es gehört mehr dazu als schon etwas mehr zu können als die anderen damit SChule langweilig wird.
ICh denke nicht dass sich mein Kind langweilen wird nur weil sie eben schon lesen und schreiben kann. Auch dass sie schon rechnen kann wird denk ich kein Problem sein. SIe wird eben schneller die Aufgaben erledigt haben als die anderen und es erstmal leichter haben.

Hochgestuft werden ist ja auch noch eine Option.

Mona

Beitrag von binnurich 22.11.10 - 21:00 Uhr

das genau ist das Problem, der Stichtag liegt 2,5 Wochen vor ihrem Geburtstag.

ich finde das auch ganz schrecklich.
ich habe mich schon sehr lange gefragt, was werde ich machen.

Ich weiß einfach nicht sicher, womit ich ihr einen Gefallen tue und womit nicht.
Ich denke, sie ist guter Durchschnitt - hat ihre Stärken und ihre Schwächen - und beide Entscheidungen werden nicht wirklich falsch sein.
Bei einer Sache wird sie weiter sein, bei der anderen nachhängen.

Ich hab mich letztendlich so entschieden, weil zusätzliche Förderung bei Langerweile einfacher sein KÖNNTE als Nachhilfe, weil sie nicht mitkommt (was ich aber auch nicht ernsthaft glaube)

Ich weiß: ich hab den Weg des vorläufig geringsten Widerstandes gewählt.

Beitrag von visilo 22.11.10 - 10:52 Uhr

Lukas hätte dieses Jahr schon gekonnt aber wir haben ihn lieber noch ein Jahr im Kiga gelassen. ER wollte nicht in die Schule. Ich denke für uns wird die Grundschule der Horror pur. Lukas hat starke Probleme im Sozialverhalten, ist sehr leicht ablenkbar und arbeitet nur nach dem Lustprinzip aber laut dem IQ Test ( wurde bei ihm routinemäßig gamacht da er eine Entwicklungsverzögerung hat(te)) und laut dem psychologischen Gutachten ist er ein cleveres Kerlchen was eigentlich keine Probleme mit dem Schulstoff haben dürfte. Aber ich weiß auch das er total faul ist was Hausaufgaben angeht ( wir haben den Spaß schon länger für Ergo und Logo). Ich bin sehr froh das ich ihn nicht dieses Jahr geschickt habe, mag sein das er nächstes Jahr einer von den älteren ist aber das ist für ihn sicher besser.
Heute wäre der erste Elternabend in der Schule, leider können wir nicht hin da wir heute noch in den Urlaub fliegen, na ja was solls laut Kiga kommen noch ganz viele Elternabende bis es wirklich los geht.
Na wir werden sehen wie es läuft, die Hauptsache ist ich habe einen Hortplatz, das war mir das Wichtigste.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)