Nach zwei Monaten auf einmal Probleme beim Abgeben im Kiga

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ira3011 22.11.10 - 09:40 Uhr

Hallo,

unser Großer ( im Juni 3 geworden ) geht seit Mitte September in den Kindergarten. Er war vorher bei der Tagesmutter, ist also gewohnt, dass Mama und Papa arbeiten gehen.
Die Eingewöhnung hat super geklappt, am dritten Tag hat er mir beim Schuheausziehen schon gesagt: "Mama, Du gehst jetzt!".
Seit einer Woche gibt es jetzt morgens Probleme; bis in den Kiga ist alles ok, aber wenn er dann ins Zimmer gehen soll, versteckt er sich hinter mir, statt die Erzieherinnen zu begrüßen wie sonst auch. Dann will er wieder auf meinen Arm, sagt, er will lieber wieder nach Hause, will bei mir bleiben; er klammert sich dann richtig an mir fest...irgendwie schaffe ich es bis jetzt Gott sei Dank noch immer, ihn soweit abzulenken, dass ich dann gehen kann ( nicht heimlich! ).
Kennt Ihr das, dass nach zwei Monaten auf einmal Probleme auftauchen? Kann das sein, weil das Neue, Aufregende jetzt weg ist?

Ich muß noch hinzufügen, dass ich momentan noch mit unserem zweiten Sohn ( 11 Monate ) in Elternzeit bin - vielleicht hat der Große ein Problem damit, dass ich mit dem Kleinen dann wieder nach Hause gehe...war zumindest am Schluss bei der Tagesmutter so, da hab ich die letzten Wochen immer ein schreiendes Kind abgegeben :-(
Da ich aber ab Februar wieder Vollzeit arbeiten muss, geht der Kleine bald auch zur Tagesmutter, dan muss das mit beiden Kindern irgendwie funktionieren...

Hab jetzt schon jeden Morgen Angst, dass es noch schlimmer wird - das überträgt sich bestimmt auch...:-(

Hat jemand Erfahrung, wie lange das dauern kann und ob ich dem Grossen da irgendwie durchhelfen kann?

Danke schon mal für jeden Tip!

Eine etwas verzweifelte
ira

Beitrag von italyelfchen 22.11.10 - 09:48 Uhr

Huhu,

wir haben das gerade durch, genau wie Du es beschreibst und Sophias Erzieherin meinte, das gibt es ganz oft! Erst ist der Kindergarten spannend, besonders usw. und dann kommt ein wenig Normalität rein und bei Mama ist es halt doch schön... Bei uns kam dazu, dass ihr Erzieherinnen beide nicht da waren als es anfing und dazu noch ihre beste Freundin.

Es gibt zwei Wege da durch: Durchziehen und weinen bzw. von den Erziehern beruhigen lassen oder durch die Phase begleiten. Wir haben für Sophia die Begleitung gewählt (aus verschiedenen Gründen, da ist sicher jedes Kind anders). Einer von uns ist mit da geblieben (unser Kiga hat dafür extra ein Elternzimmer) um ihr Sicherheit zu geben. Meist "druften" wir dann irgendwann gehen. Heimlich haben wir es nicht gemacht, das hätte sie verunsichert. Wenn sie geweint hat (und wir schon weg waren) und nach Hause wollte, sich aber nicht schnell ablenken ließ, haben wir sie abgeholt usw. Es hat eine gute Woche gedauert mit kleinem Rückfall nach einem langen Wochenende.

Also: Ruhig bleiben, das ist normal und geht vorbei!

Liebe Grüße
Elfchen

Beitrag von lisasimpson 22.11.10 - 10:11 Uhr

ja, dsa ist völlig normal.
eine eingewöhnung dauert eben auch nicht 3 tage sondern meiner erfahrung nach ca 4 monate.
ihr habt dne ersten teil der eingewöhnung rum und nun fängt eine neue phase an.
der kiga ist nicht mehr neu und spannend und plötzlich schwant dem kind, daß es da wirklich JEDEN tag hingehen soll...

daher muß er sich nun daran gewöhnen, daß dies nun zum alltag wird- und er muß sich ein weiteres mal lösen von der mama.
das ist schmerzlich und oftmals mit tränen verbunden, was aber überhaupt nicht schlimm ist.
denn er hat so die chance seiner trauer ausdruck zu verleihen.
nimm es so hin, wie es ist, tröste ihn und sag ihm, daß du ihn auch in sienr traurigkeit verstehst, daß du aber weiß, daß er im kiga gut aufgehoben ist und sicher viel spaß haben wird und daß du dich sher freust, wenn du ihn später abholen kannst und ihr gemeinsam ewas unternehmen könnt.

die phase wird auch wieder vorbeigehen (in aller regel:)

lisasimpson

Beitrag von schullek 22.11.10 - 10:22 Uhr

hallo,

da hilft nur mit den erziehern zusammen arbeiten. meiner geht gerne in den kiga. aber noch viel lieber wäre er meistens bei mir. und er ist schon 5. klingt paradox, ist aber so. er ist ein beliebtes kind, hat viele freunde und hat zwei tolle erzieherinnen. und dennoch, hätte er morgens die wahl, würde er zu hause bleiben.
im kiga generell fühlt er sich wohl, erzählt auch immer, was alles toll war. aber der abschied von mir fällt ihm mitunter sehr schwer. wir hatten schion diverse phasen, wo ich nervlich sehr angespannt war. aber ich habe viel mit den erzieherinnen darüber geredet und wir haben immer lösungen gefunden. z.b., wenn er es brauchtm, fragt er eine erzieherin, ob sie mit ihm winkt. sie hilft ihm prakgisch dabei mich gehen zu lassen. es gibt phasen, da klappt alles wochenlang ohne probleme udn dann plötzlich gehts wieder los.
vielleicht könnt ihr so ein ähnliches ritual bei euch auch einführen.

lg