Labrador vs Ridgeback

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von swiffer80 22.11.10 - 10:19 Uhr

Hallo wir suchen einen neuen Hund und können uns zwischen den beiden Rassen noch nicht wirklich entscheiden,was sagt ihr denn?
Gelehrig und folgsam sind doch beide,den "Will to please " haben auch beide....
Ich bin gespannt ob ihr ein paar weiterbringende Tips habt für mich.
LG und besten Dank!#winke

Beitrag von julie1108 22.11.10 - 11:40 Uhr

Hallo,

also ich finde beide Rassen echt klasse, aber mit einem Labrador hast du echt den unkomplizierteren Hund. Die sind so lieb und unkompliziert. Bei einem Ridgeback Rüden könntest du ein Dominanzproblem bekommen, wenn du ihn nicht kastrieren lässt. Beim Labrador ist die Chance geringer und er ist auch einfacher zu erziehen, da er ja auch nicht so einen dollen beziehungsweisen fast gar keinen Jagdtrieb hat. Außerdem sind das Schmusebacken.

LG

Beitrag von aussiegirl600 22.11.10 - 11:42 Uhr

Das Dominanzproblem kann man genauso beim Labbi kriegen und nicht immer hat das mit Kastration zu tun.

Auch der Labrador hat Jagdtrieb, teils auch recht ausgeprägten. Aber er ist im Allgemeinen besser zu kontrollieren als bei vielen anderen Jagdhunden.

Beitrag von alkesh 22.11.10 - 12:09 Uhr

< da er ja auch nicht so einen dollen beziehungsweisen fast gar keinen Jagdtrieb hat. >

Das wäre aber blöd, schließlich ist es ein Jagdhund #gruebel

Beitrag von aussiegirl600 22.11.10 - 11:40 Uhr

Ich würde sagen ihr solltet euch nochmal sehr gründlich informieren! Das sind zwei völlig unterschiedliche Rassen!!!

Folgsam ist KEINE Rasse, nur der einzelne gut erzogene Hund. Meiner Einschätzung nach ist ein Labrador um Welten leichter zu halten als ein Ridgeback. Ridgebacks waren Großwildjagdhunde und haben soviel ich weiß einen recht ausgeprägten Wach- und Schutztrieb. Das hört sich praktisch an, wenn ihr aber nicht wisst wie man damit umgeht, dann kann das böse enden - wenn der Hund selbst beschließt wann er wen oder was verteidigt. Das zu handeln ist nicht einfach. Der durchschnittliche Labrador hat wenig Schutztrieb, das macht ihn im Alltag einfacher zu handhaben. Außerdem sind Labbis Apportierhunde - das ist ein anderes Kaliber Jagdhund als ein Ridgeback. Auch haben meines Wissens Ridgeback mitnichten einen starken Will to please - ganz im Gegensatz zum Labrador.

Ihr solltet euch SEHR genau fragen was ihr eurem Hund bieten könnt. Beide Rassen brauchen mindestens 2h Auslauf am Tag. Beide Rassen sind sehr intelligent, ich denke aber dass man einen Labrador einfacher auslasten kann als einen Ridgeback.

Geht mal zu guten VDH-Züchtern und lasst euch da beraten!

Beitrag von swiffer80 22.11.10 - 12:10 Uhr

Hallo ich habe mich sehr genau informiert ,wir hatten schon zwei Labbis ,mit beiden habe ich die Begleithundeprüfung abgelegt,aber der Ridge reizt mich schon!
Trotzdem denke ich auch eher wieder an Labbi!
Auslauf bekommen sie ohnehin genug!
Aber bei uns war nun der Termin wieder ran ,im nächsten FJ so März rum wieder einem Welpen ein zu Hause zu geben.
Das kam vielleicht etwas unbeholfen rüber,aber Erfahrung haben wir nun wirklich genug nach zwei langen Labbileben ;-)

Beitrag von aussiegirl600 22.11.10 - 14:08 Uhr

Sorry ;-) Dachte du bist noch einer von den blutigen Anfängern die wirklich mal absolut null Plan haben. Aber die Info mit will to please beim Ridge ist wirklich schmarrn, zumindest hab ich das bisher von keinem Besitzer gehört und auch nicht so formuliert auf vertrauenswürdigen Websites gelesen.

Dann hast du schonmal Erfahrung, das ist gut. Wenn deine Labbis super erzogen sind, dann ist das eine gute Basis. Dann besuch doch mal Ridge-Züchter.

Ansonsten kannst du dir ja auch mal Gedanken über nen anderen Retriever machen. Lese oft, dass zB Flats etwas aktiver sind. Oder wenn du ein härteres Kaliber willst, dann ein Chesapeake Bay, wobei der sich mit dem Ridge nicht viel schenken dürfte.

Beitrag von windsbraut69 22.11.10 - 12:24 Uhr

Das wäre auch meine Einschätzung, ohne mich mit beiden Rassen jetzt im speziellen befaßt zu haben!

LG,

W

Beitrag von caidori 22.11.10 - 12:02 Uhr

Hallo,

glaub ihr solltet euch nochmal bissel Infos holen, denn das was du schreibst trifft es irgendwie nicht so wirklich.

Ja Labbi´s haben "will to please", den Ridgeback der das hat, sowie es landläufig verstanden wird möchte ich gern kennenlernen.

Labbis sind tolle Hunde, aber Jagdhunde und wollen auch ausgelastet sein, nix mit Couchpotatoe und gemütlich. Wenn du Pech hast bekommt er ne Portion Jagdtrieb mit, allerdings ist das beim Labbi noch recht einfach zu handeln. (wenn man weiß wie)

Ridgebacks sind tolle Hunde, aber wie Aussigirl schon schrieb, die sind ursprünglich zur Großwildjagd gezüchtet gewesen, sprich die haben eine ganz andere Art der Selbstständigkeit.
Zudem kommt das sie im normalfall einen ausgeprägten Wach-/Schutztrieb haben, gepaart mit meistens starkem Jagdtrieb und großer Selbstständigkeit.
Wenn du da nicht weißt wie du es anpacken musst, hast du in kürzester Zeit einen Hund der für euch entscheidet.

Ich mag beide Rassen, aber je nach eurer Hundeerfahrung (darüber steht ja hier nix) würd ich euch vom Ridgeback eher abraten.

LG Cai

Beitrag von alkesh 22.11.10 - 12:12 Uhr

Mein Tip: Nochmal informieren über beide Rassen. Sucht Euch seriöse Quellen!

LG

Beitrag von trollmama 22.11.10 - 13:16 Uhr

Hallo!
Verabschiede Dich beim RR mit dem 'will to please'!
Ein RR nimmt einen Befehl zur Kenntnis und kommt bei Bedarf darauf zurück!
Ein Ridgeback ist ein Hund, der (fast) JEDEN Befehl hinterfragt. D. h., DU bist diejenige, die ein gutes Argument finden muß, warum der RR Deinem Befehl Folge leisten soll. Bei einem RR mußt Du Deinen Kopf einsetzen, um ihn dahin zu bekommen, wo Du ihn haben willst, Du mußt mit Deinen Gedanken immer einen Schritt voraus sein.
Dir muß klar sein, daß ein RR mit 3 - 4 Jahren im Kopf erst erwachsen ist, während sein Körper schon längst erwachsen ist. Soll heißen, daß Du u. U. einen 40 kg 'Welpen' an der Leine hast.
Wenn ein RR etwas nicht will, dann will er das nicht! Mit Gewalt wirst Du dann nichts erreichen, sondern nur über Umwege.
Viele sagen deswegen, daß der RR stur sei - ist er aber nicht. Das ist sein Charakter!
Doch wenn Du bereit bist, viele neue Wege zu gehen, Geduld ohne Ende hast, gepaart mit viel Humor und manchmal auch Nachsicht, dann ist der RR der beste Freund, den man sich vorstellen kann.
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von pechawa 22.11.10 - 14:25 Uhr

Hallo,

ein Freund von uns betreibt eine VDH Rhodesian Ridgeback Zucht, seine Hündin hatte im Frühjahr zum 1. Mal Welpen. Diese Tiere sind fantastisch, sie werden jagdl. ausgebildet und sind somit gut ausgelastet. Meine Bekannten hatten 1 der Welpen - ein Rüde - behalten und letzte Woche sagte ich ehrlich zu meinem Mann: "ich habe noch nie so einen schönen Hund gesehen!" Diese Tiere sehen einfach majestätisch aus, verlangen aber viel Mühe mit der Ausbildung und Erziehung, wie weiter oben schon geschrieben wurde.
Wir sind momentan auch in der Welpenplanung für 2011 und haben uns für einen Labrador Retriever entschieden. Aber so einfach ist das nicht, denn gerade Rassehunde haben oftmals Erkrankungen in sich stecken, auf die "Hobbyzüchter" oder Vermehrer nicht achten. Deshalb werden wir nur einen Hund aus einer VDH Züchtung nehmen - wenn wir uns nicht doch für einen aus dem Tierschutz entscheiden ;-)

LG