Wie werden unsere Wochenenden entspannter?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von criseldis2006 22.11.10 - 11:45 Uhr

Hallo,

ich habe zwei Kinder im Alter von 4 Jahren und 1,5 Jahren. Unter der Woche, wenn KiGa ist und ich auf die Arbeit muss, ist bei uns abends alles sehr entspannt.

Aber am Wochenende geht es los. Morgens um 7 Uhr sind wir alle wach, dann wird im Bett gekuschelt. Da fängt es auch schon an. Laura möchte bei Mama liegen, Helena auch. Aber beide zusammen geht nicht, weil Laura jammert, dass Helena auf ihr liegt und Helena schreit, weil sie nicht möchte, dass Laura da liegt. Das eine von beiden bei Papa geht - undenkbar.

Gegen 8 Uhr stehen dann alle schon leicht genervt auf. Dann hilft Laura mir den Tisch decken und Helena schreit rum, weil alles nicht schnell genug geht. Dann schreit Laura, dass Helena nicht so schreien soll. Es ist ein richtiger Teufelskreis. Beim Frühstück dann, nimmt sich Helena was von Lauras Teller und Laura schreit dann.

Es geht dann den ganzen Tag so weiter. Dabei ist es egal, ob ich mich mit ihnen hinsetze und was spiele oder ob ich meine Hausarbeit mache. Helena ärgert Laura, Laura ärgert Helena, alle schreien.

Dann schreie ich auch und dass ist genau das, was ich nicht möchte, aber sonst versteht mich niemand, weil der Lärmpegel sehr hoch ist.

Wie können wir es schaffen, dass unsere Tage entspannter und vor allem ruhiger werden???

Ich bin sonntags morgens schon froh, wenn ich wieder arbeiten gehen kann, weil dort ist es momentan die reinste Erholung trotz Arbeitsstress, aber dass ist nicht das was ich möchte. Ich möchte mich auf zu Hause freuen mit meinen Kindern.

Ich bin echt total down, weil ich nicht weiß, wie wir es schaffen das unsere Tage entspannter werden.

Danke an alle, die es bis hierhin geschafft haben.

LG Heike

Beitrag von engelchen28 22.11.10 - 12:05 Uhr

huhu!
ich kann dich verstehen, bei uns ist es manchmal auch so. ich habe auch 2 mädchen (5 & 3 jahre).
punkt 1: BETT. du hast doch 2 seiten mit 2 armen. rutsch ein bisschen in die mitte und nimm jede dame auf eine seite. ganz gerecht.
ich stehe am wo-en immer auf und hole für uns alle 4 etwas zu trinken ans bett (mein mann kakao, die mädchen eine warme milch mit honig in einem strohhalm-becher, für mich einen kaffee). als paulina noch kleiner war, hatte ich für sie immer gleich eine banane dabei, dann ist der erste hunger schonmal gestillt.
waschen, anziehen, frühstück machen (geht viel entspannter mit etwas im magen).
setz die beiden beim frühstück ein stückchen auseinander (z.b. du dazwischen oder dein mann).
deine beiden sind noch kleiner und brauchen noch mehr einmischung deinerseits (bzw. deines mannes). bei uns ist es bei zank und streit so, dass ich nicht möchte, dass die kids sich anschreien, sonst können sie dies in ihrem zimmer tun, ich schicke dann beide hoch und dann können sie zetern, so lange sie lust haben. solange sie nicht körperlich werden, schreite ich nicht ein und lasse sie gewehren, denn ich denke, sie müssen lernen, mit konflikten umzugehen.
was auch immer funktioniert ist, wenn jeder erwachsene sich 1 kind schnappt (z.b. papa geht mit der großen in den garten laub harken, mama macht mit der kleinen die wäsche). dann freuen sich beide danach auch wieder aufeinander.
liebe grüüüüße und wenn du magst, meld dich einfach nochmal.
julia mit sophie (5) & paulina (3) #freu

Beitrag von sanfi76 22.11.10 - 12:05 Uhr

Hallo Heike,
beim lesen musste ich leicht schmunzeln, die Szene im Bett...das könnte auch bei uns zu Hause sein. Meine Jungs sind 4 J. und fast 2 J. alt. Besonders der Kleine ist extrem eifersüchtig. Da der Große aber schnell nachgibt wird es nicht so arg laut, trotzdem ist es nicht schön.

Zu der Frühstückssituation: Stell ganz klare Regeln auf. Am Tisch wird in Ruhe gegessen,keiner schreit, jeder isst nur von seinem Teller. Bei Missachtung ist das Essen beendet. Das habe ich 1-2 mal durchgezogen, seitdem ist es ruhiger am Tisch.

Langsam klappt es auch besser mit dem gemeinsamen spielen, da der Kleine sich dem Spielstil des Großen anpasst und nicht mehr nur alles umwirft oder wegnimmt.

Streitereien gibt es trotzdem oft. Sofern möglich, lasse ich die beiden das alleine austragen, wenns körperlich wird, greif ich ein. Ein Patentrezept habe ich nicht. Ich versuche leise zu sprechen und ruhig (was enorm hilft, mir aber nicht immer gelingt) und gebe dem Großen Tips wie er die Situation entspannen kann. z.b. nicht einfachdem Kleinen wegnehmen sondern was zum tauschen anbieten, abwechseln mit einem Spielzeug usw.

Ich hoffe das es sich etwas entspannt wenn der Kleine aus seinem Trotzalter raus ist.

Halt die Ohren steif und alles Gute
Sandra

Beitrag von mary31 22.11.10 - 12:10 Uhr

Hallo,

bei uns ist es nicht groß anders. Nur, das ich zwei absolute Frühaufsteher (1,5 und 3,5 J.) habe und unser Sonntag meist schon weit vor 6 Uhr beginnt. Gern auch mal um 4.30 Uhr.

Mit nur einem Kind war unser Wocheende spätestens um 9 Uhr von schlechter Laune überschattet, jetzt ist bei uns meistens schon um 7 Uhr die Stimmung auf dem Nullpunkt, mit Geschrei von allen Seiten.

Wir versuchen dann oft, beide Kinder zu trennen. Da es auch wegen jeder Kleinigkeit Geschrei und Gezanke gibt, ist das leider der einzig gangbare Weg im Moment.
Manchmal wird der Große für einen Tag zur Oma organisiert oder mein Mann macht mit ihm einen Ausflug. Und ich nehme den Kleinen und gehe raus oder sonstewas.
Dann ist eben kein volles gemeinsames Wochenende, sondern nur "gemeinsame Stunden". Nach einer Zeit der Trennung geht es dann auch mal wieder besser.

Ich habe immer das Gefühl, wenn Mama und Papa plötzlich beide schon morgens zuhause sind, können die Kleinen die Zuständigkeit nicht einordnen und jeder will sich in den Mittelpunkt stellen.

LG Mary

Beitrag von paula74 22.11.10 - 12:17 Uhr

Hallo Heike
Ihr seid doch zu zweit! Der Papa muss halt auch mit ran. Jeder bekommt ein Kind, am Besten immer abwechselnd, und muss es halt bei der entsprechenden Tätigkeit integrieren.
Wir könnten uns morgens auch nicht 1 h gemeinsam im Bett aufhalten, das würde auch nur rund gehen. Also stehen wir auf und frühstücken erstmal direkt, alle meist noch im Schlafanzug.
Ich drängel auch immer, dass die unangenehmen Pflichten sofort erledigt werden, so dass wir am Wochenende viel Zeit haben, um raus zu gehen oder Leute zu sehen.
So geht es recht gut. Aber unser Zwerg fordert auch noch nicht so viel, der ist halt einfach froh, wenn er im Gewühl dabei sein darf.
LG Paula

Beitrag von isaolemerle 22.11.10 - 18:09 Uhr

Hallo,
ehrlich gesagt, bei uns (die beiden sind 3 und 6) wäre es genauso...
... wenn wir nicht extrem viel mit ihnen unterwegs wären am Wochenende.
Ich vermute, es ist einfach Langeweile und das Gefühl, im Haus eingesperrt zu sein. Kaum ist man draußen, sind es die liebsten Kinder, und sie können stundenlang Regenwürmer von der Straße retten, ohne sich zu zanken.
LG Isa