16 Monate fremdelt ÜBERHAUPT nicht und würde glatt davonlaufen

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von bine.73 22.11.10 - 13:47 Uhr

Hallo zusammen,

unser Kleiner ist jetzt fast 16 Monate und ein ganz lieber, kleiner und lebhafter Kerl.
Er plappert sehr viel und läuft seit er 12 Monate ist.

Uns fällt allerdings auf, dass er überhaupt und in keiner Weise fremdelt, mit jedem mitgehen würde und auf wirklich jeden offen zugeht.
Das fällt allen Leuten super positiv auf und wir bekommen ständig zu hören, was für ein netter kleiner Kerl er ist, überhaupt nicht menschenscheu und ängstlich etc.
Mir fällt allerdings auf, dass er ohne mit der Wimper zu zucken, weglaufen würde.
Wir lassen ihm da sehr viel Freiheit (wo es ohne Gefahr geht) und ich stehe auch absolut dahinter, mich wunder nur, dass er sich nicht einmal umdreht und nach uns schaut auf seinen Erkundungstouren. Er läuft auf einem großen Platz schon mal so 50m weg (bis wir uns auf die Socken machen), blickt sich aber nicht einmal nach uns um und schaut, ob wir noch da sind.

???????
Ist das Ur-Vertrauen, dass er einfach WEISS, dass wir da sind? Ist er einfach ZU neugierig?
Warum hat er so wenig Angst?
Ich meine ich finde es besser, als würde er sich ständig hinter unseren Beinen verstecken, aber ein bisschen Vorsicht im Leben kann doch nicht schaden.

Wie ist das bei Euch? Gibt sich das irgendwann oder ist er einfach so ein offenes Kerlchen?
Mein Mann sagt als im Spaß, wenn er irgendwelchen Leuten hinterherrennt (oft wenn Kinder dabei sind): Jetzt sucht er sich schon wieder eine neue Familie. :-(

Danke für Eure Antworten im voraus!

Beitrag von aggie69 22.11.10 - 13:53 Uhr

Mein Sohn ist auch so.

Das Wort "fremdeln" kenne ich nur von anderen, kann damit aber nichts anfangen.

Ich denke mal, unsere Kinder wissen ganz genau, daß wir auf sie aufpassen und haben deshalb keine Angst. Noch so ein richtiges unverdorbenes Urvertrauen. Laß mich raten: Ihr laßt ihn auch nicht heulend in seinem Bettchen liegen - auch wenn andere schlaue Leute meinen, man soll die Kinder ruhig mal schreien lassen.

Mein Sohn rennt auch ohne Angst durch die dunkle Wohnung.

Beitrag von bine.73 22.11.10 - 13:57 Uhr

Stimmt, machen wir nicht. Zumindest nicht wenn er wirklcih weint (wenn er jammert, kann schon mal sein, dass er ein paar Minuten vor sich hin jammert).
Aber dass sich das UR-Vertrauen so extrem ausprägt hätte ich nie gedacht.
Hm....

Beitrag von schnupps22 22.11.10 - 14:05 Uhr

So nen Quatsch hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
Meine Tochter fremdelt schon immer und läuft nie weiter als 2 meter von mir weg. Am liebsten versteckt sie sich hinter meinen Beinen. Ich gehe mal davon aus dass du jetzt denkst, dass sie jede nacht weinend im bett liegen muss, ich überhaupt nicht auf sie aufpasse und sie denkt dass ihr was schlimmes passieren muss wenn sie von mir weg läuft......
Totaler Quatsch!!!
Fremdeln gehört zu einer gesunden entwicklung dazu. Ich würde mir, wie die TE eher sorgen machen, warum mein kind nicht fremdelt. und nicht denken, alle deren kinder fremdeln haben was falsch gemacht. Ich habe bestimmt nichts falsch gemacht und meine tochte entwickelt sich absolut normal mit allem drum und dran. Femdelt gehört dazu!
Und... meine tochter läuft auch alleine durch die dunkle wohnung. das hat ja auch nichts mit fremdeln zu tun. Fremdeln findet statt, wie der name schon sagt, unter "fremden" Leuten, nicht in der eigenen wohnung!

An die TE:
Bei jedem Kind fällt das fremdeln anders aus. Vielleicht kommt es bei euch noch. Freu dich das es zur zeit alles so gut läuft. wenn er immer an deinen beinen klammert ist es auch nicht so toll..... ich hätte gerne ein zwischending zwischen deinem sohn und meiner tochter. :)

LG
Schnupps

Beitrag von fbl772 22.11.10 - 14:08 Uhr

Liebe Bine,

das Wort kennen wir auch nur aus dem Duden und unser Kleiner ist mittlerweile 29 Monate alt. Ich dachte immer, dass es neben dem Naturell, welches er durch unsere Gene mitbekommen hat eventuell auch daran liegt, dass er seit er 5 Monate alt ist in die Krippe geht. Er ist so ein richtiger Wonneproppen, äußerlich wie innerlich. Lacht mit jedem, der sich nicht bis 3 umgedreht hat und wenn er Kinder sieht gibt es kein Halten ...

Er wandert dort auch gern mal in andere Gruppen, deren Erzieher er nicht kennt, einfach weil es dort was anderes zum Spielen gibt etc. Für ein Gummibärchen geht er auch mit dem Nikolaus auf Tour ... von Ängsten keine Spur. Trotzdem bin ich die One-and-only für ihn - er sagt immer "Papa heißt Papa und Mama heißt Schatzi" :-)

Mittlerweile ist er aber etwas differenzierter geworden, da checkt er so etwa 3 Sekunden die Lage und wenn derjenige nicht ganz aus dem Rahmen fällt, dann hat er doch gewonnen. Dafür liebe ich meinen Kleinen so, dass er noch so unbefangen ist.

Du musst dir auch keine Sorgen machen, du wirst in die nächsten Jahre noch hüten wie deinen Augapfel und dann wird er von ganz alleine differenzierter werden. Freu dich !!! Mir tat immer meine Freundin leid, deren Kleine ziemlich schüchtern war, Angst vor Kindern hatte und gefremdelt hat wie nur was.

LG
B

Beitrag von xiangwang 22.11.10 - 14:16 Uhr

HI,

meine Tochter ist nun 30monate jung.
Sie hat noch nie gefremdlet....was mir etwas sorgen bereitet.
Angst ist ein fremdwort....sie läßt sich auch ohne zusammen zucken einfach nach hinten kippen, oder nach vorne ohne anzeichen das sie sich abstützen wird.

Wenn wir spazieren gehen, und uns kommen leute entgegen, geht Sie zielstrebig drauf zu. Sagt hallo, nimmt sie bei der hand und oft sträckt sie die arme nach oben aus und sagt so gar Arm. ICH KENN DIE LEUTE NICHT ... es sind fremde. Es ist egal ob jung oder alt Mann oder Frau.
Man bräuchte sie noch nicht mal mit was locken sie würde so mit gehen.

Hier in der Fussgängerzone zb kein problem, da kann ich beruhigt paar meter laufen lassen, aber zb in Köln, OH GOTT.... AM DOM da muss sie an beiden Hände (zwischen uns) Buggy oder Arm. Da hab ich einfach zuviel Angst, das sie im getümmel verschwindet.

Freunde mit älteren kindern (6 / 7) kommen manchmal an, lass sie doch mit meiner raus gehen. Die passt schon auf, wird nix passieren. Das Lehn ich ab, mit entlosen diskussionen. Ihr kind weis nicht wen JOe kennt und wen nicht, sie läuft grundsätzlich zu jedem hin. Also wir dnur mit Mama oder Papa oder einem anderem Erwachsenen raus gegangen.

Noch ist es unsere aufgabe, immer stehts dahinter her zu sein und Ihr immer wieder zu sagen, das sie nicht einfach so zu fremden hin gehen kann. Geschweige mit gehen.

Hat alles seine vor und nachteile!

Beitrag von lady_chainsaw 22.11.10 - 14:18 Uhr

Hallöchen,

ich habe beide Extreme hier zu Hause ;-)

Meine Tochter hat mit 13 Monaten gefremdelt, das war schon nicht mehr schön - Männer waren ihr ein Graus. Nicht mal ihr vorher über alles geliebter Onkel durfte in ihre Nähe (und ich meine dabei ein Abstand von gut 10 Metern!!) #augen, Männer durften nicht hinter uns an der Kasse stehen, der männliche Erzieher im KiGa brauchte im Spätdienst immer noch eine weibliche Erzieherin zur Seite #schwitz

Das ging ein paar Wochen, dann war alles wieder im Rahmen #klee - aber auch heute mit 7 Jahren ist sie immer noch recht schüchtern, was Fremde angeht. Da bin ich aber auch überhaupt nicht böse drum ;-)

Mein Sohn (13 Monate) ist Hans Dampf in allen Gassen #schwitz Aber ich weiß nicht, ob er mit jemanden mitgehen würde (zur Zeit), denn er reagiert nicht auf Rufen ;-) Da muss man schon hinterherlaufen und ihn einfangen :-p Aber ich kann ihn jederzeit irgendwo "abgeben" und gehen, das stört ihn überhaupt nicht (wenn ich ihn z.B. der Erzieherin im Hort gebe, damit ich meine Große suchen kann).

Ich war als Kind allerdings ähnlich #schein und meine Mutter hatte so manches Mal ihre liebe Not. Z.B. bin ich im Kaufhaus weg - und sie fand mich dann in der Cafeteria wieder und alle netten Omis haben mich mit Keksen gefüttert #mampf, weil ich doch sooooooo niedlich war #augen

Aber was kann man machen? Einsperren oder an die Leine nehmen ist schwierig ;-) Da bleibt nur abwarten und in die richtige Richtung lenken.

LG

Karen, die heute nicht mehr mit jedem mitgeht ;-)

Beitrag von amadeus08 22.11.10 - 15:43 Uhr

bei uns fing das erst mit 18 Monaten an, jetzt an manchen Tagen aber extrem.
Dabei lasse ich mein Kind NIE schreiend im Bett oder sonstwo liegen, das könnte ich nicht und er hat immer sehr viel Körperkontakt bekommen. Ich denke manche sind so und manche so und noch kann das Fremdeln ja kommen. Also freu Dich einfach, wenn Du keine Probleme mit einem Kind hast, das sich ans Bein klammert!
Lg

Beitrag von incredible-baby1979 22.11.10 - 18:19 Uhr

Hallo,

unser Julian ist jetzt fast 20 Monate alt und hat auch noch nie gefremdelt.
Er ist äußerst "kommunikativ", freut sich wirklich über jeden Menschen und würde wahrscheinlich auch mit jedem mitgehen. Angst kennt er absolut keine, klettert am Spielplatz wie die Großen am Klettergerüst herum :-)

Was das Urvertrauen betrifft: Eine Erzieherin sagte neulich zu mir, dass Kinder, die offen auf andere zugehen und auch ohne Probleme mal bei Oma oder Babysitter bleiben, eine sehr gute Mutter-Kind-Bindung haben. Sie wissen, dass Mama oder Papa IMMER wieder kommen.

LG,
incredible mit Julian (fast 20 Monate), der schon im Land der Träume ist #verliebt