Hashimoto Frage

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von daphnia 22.11.10 - 17:58 Uhr

Hallo,
kennt sich hier jemand mit Hashimoto (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) aus?

Ich habe mehrere Fälle in der Familie, bin also ziemlich vorbelastet. Im Sommer wurde kein Antikörper festgestellt (und meine Schilddrüse benahm sich auch normal), aber ich mache mir ein bisschen Sorgen, dass die ganzen Hormone, die ich während der ICSI nehmen musste, die Krankheit ausgelöst haben könnten.

Leider war die ICSI ja negativ und ich würde gerne im Januar eine Kryo starten, aber ich weiß nicht, ob das überhaupt klappen kann, wenn die Schilddrüse nicht mehr tut, was sie soll,

Wie lange dauert es eigentlich, bis die SD-Werte so schlecht sind, dass sie eine Schwangerschaft verhindern können? Macht es Sinn, vor der Kryo noch einen Antikörpertest zu machen (den ich wahrscheinlich selbst zahlen muss), oder hat meine SD auch mit vorhandenem Antikörper noch ein bisschen Zeit?

Beitrag von daisy-muc 24.11.10 - 10:16 Uhr

Hallo,

Antikörper müssen nicht zwangsläufig vorliegen, um Hashimoto zu diagnostizieren. Auch ich habe noch nie Antikörper gehabt und bin trotzdem Hashi-Patientin.
Aussagekräftiger sind hier Ultraschall der Schilddrüse, Szintigrafie der Schilddrüse und die Schilddrüsenwerte fT3 und fT4 sowie auch - aber nicht nur - TSH.

Bei Hashi sollte der TSH nicht über 1,0 liegen, auch ohne Hashi und mit einer "normalen" Unterfunktion ist ein TSH von 1,9 schon die Obergrenze.

Warst Du denn schon beim Endokrinologen? Wie sehen Deine Blutwerte den aus?
Hashi wird NICHT durch Medikamente ausgelöst, sondern z.B. durch erbliche Vorbelastung in Kombination mit beispielsweise einer das Immunsystem stark belastenden Infektion (bei mir eine Borelliose) oder einer generellen Neigung zu Autoimmunerkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn, Zöliakie, Lupus und viele mehr)

Ein sehr gutes Forum für Schilddrüsen-/Hashipatientinnen (auch mit eigenem KIWU-Forum) ist das hier http://www.ht-mb.de/forum

Ansonsten solltest Du Dich proaktiv in diese Krankheit einlesen und nicht hoffen, dass man Dir Deine Fragen in Foren immer schön vorgekaut beantwortet ;-) guckst Du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Autoimmunerkrankung
http://de.wikipedia.org/wiki/Schilddr%C3%BCse
http://de.wikipedia.org/wiki/Hashimoto-Thyreoiditis
http://de.wikipedia.org/wiki/Schilddr%C3%BCsenunterfunktion

Und ja, man kann auch mit Hashi schwanger werden, ich bin in der 24. Woche :-)
Alles Gute
Daisy

Beitrag von daphnia 24.11.10 - 12:22 Uhr

die erbliche Vorbelastung ist ja leider da. Und soweit ich gelesen habe, weiß man gar nicht immer so genau, was die Krankheit auslöst. Aber "hormonelle Umstellungen" gelten schon als Auslöser (unterstell mir nicht, ich würd mich nicht informieren. Meine Mutter hat zeitweise von nichts anderem geredet, aber in diesem Fall werd ich das nicht mit ihr besprechen. Brauch keine blöden Kommentare zum Thema künstliche Befruchtung).

Ich weiß nur, dass ich sie vor vier Monaten noch nicht hatte, aber mir niemand, auch kein Endokrinologe, sagen kann, ob ich sie nicht noch bekommen werde. Im Normalfall würde einmal im Jahr Schilddrüsenwerte messen ja wahrscheinlich ausreichen, um den Hashimoto rechtzeitig zu erkennen, aber bevor ich es mit der Kryo versuche, hätte ich halt gerne gewusst, ob da was im Anmarsch ist. Und da wäre ein Antikörpertest nun mal das sinnvollste, weil man den für gewöhnlich (ja,ja, ich weiß, nicht immer, aber da der Rest meiner Familie messbare Antikörpertiter hat, ist ja wohl anzunehmen, dass das bei mir auch so sein würde) nachweisen kann, bevor die SD auffällig wird.

Aber in welchen Intervallen der Test sinnvoll ist, muss ich wohl wirklich einen Endokrinologen fragen.