Wichtiger Anruf während der Arbeitszeit???

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von wunschzettel 22.11.10 - 18:49 Uhr

Hallo! Hatte gestern einen Notfall bei meinen 2jähriges Sohn. Ich war arbeiten und Papa hat ihn abends ins Bett gebracht. Soweit so gut.
22Uhr rum fing er bitterlich an zu weinen und klagte über schmerzen im Ohr. Mein Mann konnte aber mit ihm nicht zum nächsten Notdienst, da der Kindersitz bei mir im Auto ist. Da ich ihn Morgens normal in den Kindergarten bringe. Er ruft also bei mir auf Arbeit an und das Telefongespräch wurde durch meine Schichtleitung nicht weitergeleitet, mit der Begründung: Es werden keine Information während der Arbeitszeit an Mitarbeiter weitergeleitet #aerger obwohl er ausdrücklich sagte das es ein Notfall ist und mein Sohn auch im Hintergrund zu hören war wie er gebrüllt haben muß und nicht alleine bleiben wollte verständlicherweise.
Ich frage mich nun wirklich ob das so sein kann??? Gibt es irgendwo nicht ein Gesetz darüber???? Wäre sehr dankbar wenn mir da jemand weiterhelfen könnte. Ansonsten stecke ich in Zukunft mein Handy in die Hosentasche und stelle es auf Vibrationsalarm.
LG Sandra

Beitrag von vwpassat 22.11.10 - 19:01 Uhr

Egal was Du arbeitest, das Verhalten der Schichtleitung finde ich dreist, unverschämt und erniedrigend Dir gegenüber.

Rein Interesse halber, was arbeitest Du?

Beitrag von zwiebelchen1977 22.11.10 - 19:21 Uhr

Hallo

Das Verhalten der Schichtleitung finde ich auch absolit daneben. Aber ein Gesetz darüber gibt es meines Wissens nicht.

Was hättest du denn gemacht, wenn dein Mann dich erreicht hätte wegen dem Sitz?

Bianca

Beitrag von ina_bunny 22.11.10 - 19:23 Uhr

Nunja, ein vergessener Autositz ist wirklich kein Notfall.

Dein Mann hätte auch ein Taxi rufen können. Oder wenns arg schlimm ist den Rettungswagen.

Allein das Wort Notfall hat deinem Schichtleiter nicht gereicht. Notfall ist alles oder nichts. Vermute mal dein Mann war nicht sehr überzeugend sondern einfach nur hilflos.

Warum hast du denn dein Handy nicht immer am Mann? #kratz Dafür ist es doch da.

LG Ina

Beitrag von bobb 23.11.10 - 14:03 Uhr

"Warum hast du denn dein Handy nicht immer am Mann? Dafür ist es doch da. "

Ich darf in meinem eigentlichen Beruf als Arzthelferin auch kein Handy "am Mann" haben.Und in meinem Nebenjob hatte ich es zwar in der Tasche,aber nur auf lautlos. Allerdings war ich anderweitig erreichbar.
Will nur sagen,daß es nicht immer möglich ist.

Beitrag von derhimmelmusswarten 22.11.10 - 19:29 Uhr

Mein Chef ist ja schon ein Kotzbrocken, aber ich glaub, sowas würd selbst der nicht bringen! Du kannst mir eins glauben. MEIN Freund wäre am nächsten Tag zu besagter Schichtleitung gegangen und hätte ihr wahrscheinlich die Fr.... poliert. Sorry für diese harten Worte. Aber bei sowas würde echt der Verstand aussetzen glaub ich. Ich würde jetzt tatsächlich stets mein Handy mitführen. Ich habe mein Handy immer auf Vibrationsalarm in der Handtasche und würde mir das auch von keinem Chef der Welt verbieten lassen! Habt ihr einen Betriebsrat? Dort beschweren! Und einen anderen Job würde ich mir auch suchen. An so einer Person würde ich mich vergessen!

Beitrag von windsbraut69 23.11.10 - 07:05 Uhr

Handtasche?
Du hast noch nie in der Produktion oder anderweitig körperlich gearbeitet, oder?

Gruß,

W

Beitrag von goldtaube 22.11.10 - 19:47 Uhr

Ich finde jetzt nicht, dass es ein Notfall war. Dein Mann war bei eurem Kind, er ist erwachsen und wird doch wohl klar kommen und du hättest doch sowieso nichts machen können.

Dein Mann hätte sich mit eurem Kind ins Taxi setzen und zum Arzt fahren können.

Beitrag von thea21 22.11.10 - 19:51 Uhr

Hallo,

bei manchen Sachen die man hier so liest, fragt man sich ob einige Eltern explizit hier der Mann, nicht in der Lage sind einem Kind Trost zu verschaffen oder wenigstens ein Schmerzmittel, wenn der Sohneman schon über Schmerzen klagt.

Selbst bei Ohrenweh (undich habe ein chronisch ohrenkrankes Kind) würde ich, wenn sie nicht total apathisch wird, oder über 40 Fieber bekommt, nicht ins Krankenhaus fahren, denn der macht nix anderes als ein Schmerzmittel und wenns ganz dick kommt, ein Antib. zu verschreiben.

Beitrag von derhimmelmusswarten 22.11.10 - 20:03 Uhr

Die Schichtleitung wusste aber nicht, um was für einen Notfall es sich handelt! Jedenfalls geht das aus dem Beitrag nicht hervor und das ist unter aller Kanone!

Beitrag von thea21 22.11.10 - 20:10 Uhr

Ok, rekonstruiere den Fall doch mal, zumindest mit dem was du selbst sagen würdest:

Er:Hallo es handelt sich hier um einen Notfall
Schichtleitung: was ist denn passiert?
Er: Will ich nicht sagen, aber es ist ein Notfall, ich würde gerne meine Frau sprechen.

DAS kann ich so nicht glauben, dann doch eher Variante 2.

Er: Hallo, hier gibt es einen Notfall, unser Junge hat Ohrenschmerzen und ich keinen Kindersitz zuhause, ich würde gerne meine Frau sprechen.

So oder so ähnlich.

Fakt IST: Das ist KEIN Notfall.
Fakt IST: Das auch ich als Mutter es definitiv nicht nett finden würde.
Fakt IST aber auch, dass es Notfälle gibt und dieser war nunmal keiner, da würde ich als Schichtleitung mir auch vergeigt vorkommen, einen Panikanruf mit NOTFALLINFO wegen Ohrenweh zu bekommen.

Das der Kindersitz nicht beim Mann war, war nunmal so und niemand ist dafür verantwortlich außer die Eltern, keine Schichtleitung die liebsäuselnd sagen muss: Ach komm, dann fahr mal und bring ihn.

Sicher menschlich alles nicht nett. Aber Arbeit ist Arbeit. Wohl dem, der superverständnissvolle AG hat, aber selbstverständlich ist das nunmal nicht.

Und wie gesagt: Ohrenweh kriegt auch der Vater mit Schmerzmittel beseitigt und ein wenig Nähe am Kind, damit dieses sich beruhigt.

Und wenns wirklich SO extrem schlimm und übel gewesen wäre, hätte ich als Mutter dem Vater meiner Tochter eh n Vogel gezeigt, hätte dieser nicht den Notarzt gerufen oder den Weg ins KH per Taxi.

Beitrag von derhimmelmusswarten 22.11.10 - 20:27 Uhr

Meiner Meinung nach fragt kein Arbeitgeber oder Schichtleiter explizit nach, um was es sich genau handelt. Jeder normale Mensch, würde sofort die Mutter informieren, wenn jemand anruft, und sagt, dass es sich um einen Notfall beim Kind handelt. Wir waren ja nicht dabei. Aber beim Wort "Notfall", auch wenn es in diesem Fall vielleicht kein echter war, würde jeder normale Mensch sofort durchstellen!

Beitrag von zwiebelchen1977 22.11.10 - 20:29 Uhr

Das ist schon richtig. Aber ein Recht darauf hat sie nicht.

BIanca

Beitrag von valentina.wien 22.11.10 - 20:46 Uhr

Ich weiß nicht ob ich die "Coolen" für ihre "Besonnenheit" beneide oder sie einfach unsensibel finde.

Wenn mein Kind vor Schmerzen brüllt, dann ist das für mich ein Notfall. Und zwar nicht nur ein gefühlter.
Und ganz grundsätzlich: ICH bestimme für mich was ein Notfall ist und nicht mein Arbeitgeber oder sonst jemand. Und ja: ich würde auch eine Kündigung in Kauf nehmen bzw. selbst kündigen.
Ich bin eine äußerst zuverlässige und loyale Mitarbeiterin. Im Gegenzug verlange ich dafür aber auch wie ein mündiger Mensch und mit Respekt behandelt zu werden!

Unglaublich finde ich hier bei Urbia, dass sich scheinbar die meisten fast alles gefallen lassen. Einfach aus falsch verstandenen "Pflichtbewusstsein".

Und: "verständnisvolle" (ich sage: faire!) Arbeitgeber sollten die Regel sein! Und nur weil dem (vielleicht) nicht so ist, muss man dieses grauenvolle System nicht auch noch unterstützen!

Beitrag von wunschzettel 22.11.10 - 21:05 Uhr

Du bringst es auf dem Punkt was ich denke!!!
Es ist einfach respektlos und wenn es um mein Kind geht, entscheide ich was ein Notfall ist und was nicht! und nicht irgendwelche Menschen die mein Kind nicht kennen. LG Valentina ;-)

Beitrag von vwpassat 22.11.10 - 21:34 Uhr

Treffend auf den Punkt gebracht. #pro

Beitrag von hexlein77 22.11.10 - 21:58 Uhr

#pro

Genau so!!!!

Beitrag von liki 22.11.10 - 22:26 Uhr

Ich sehe es genauso!

Gut, ich habe Glück.
Mein eigener Chef hat mir mal, weil mein Sohn in der Schule umgekippt war und ich kein Auto zur Verfügung hatte, um ihn schnell abzuholen, seinen NEUWAGEN gegeben, damit ich mal eben 25 km zur Schule und zurück fahren konnte.

Dafür bin ich aber auch eine Mitarbeiterin, die sich für ihn im Gegenzug ein Bein rausreißen würde.

Das ist eine Frage der gegenseitigen Wertschätzung und außerdem eine "Win-Win-Situation" - denn beide Parteien sind damit hochzufrieden.

Ich bin auch fassungslos, wie viele hier bereit sind, den devoten Duckmäuser zu spielen und das auch noch o.k. zu finden. Tut mir Leid - wenn mir mein Arbeitgeber keinen Respekt entgegenbringt und mich nur noch als bloßes Arbeitstier sieht, egal, ob bei meiner Familie jetzt Land unter ist oder nicht, dann kann ich im umgekehrten Fall auch nicht die maximale Motivation aufbringen.

Beitrag von thea21 23.11.10 - 07:38 Uhr

Ich sehe das ein klein wenig anders und verhalte und gebe mich nicht wie ein Duckmäuser, ganz und gar nicht.

Und ich habe einen verständnisvollen Chef, nur sehe ich bestimmte Dinge einfach anders, da aber jeder seine Meinung hat interessiert diese hier vermutlich nicht.

Beitrag von wemauchimmer 22.11.10 - 19:56 Uhr

Ganz klar kann der Arbeitgeber Privatgespräche während der Arbeitszeit untersagen. Und das, was Du hier schilderst, war auch nur ein gefühlter und kein echter Notfall. Ohrweh ist kein Notfall, Fahren ohne Kindersitz auch nicht. Jeder, der älter als 30 Jahre ist, hat als Kind nie eine andere Art des Autofahrens erlebt.
Mein AG duldet Privatgespräche, bin ich auch froh drum, aber ich bilde mir da kein Recht darauf ein. Und wenn Du eben dies haben willst, dann musst Du Dir halt einen großzügigeren Arbeitgeber suchen.
LG

Beitrag von mabo02 22.11.10 - 20:56 Uhr

Du willst doch wohl damit nicht sagen, dass du mit dem Kind ohne Kindersitz gefahren wärest?

Beitrag von wemauchimmer 22.11.10 - 22:49 Uhr

Also, um es klar auszudrücken: Wenn ein echter medizinischer Notfall vorliegen würde und es darum geht, daß mein Kind so schnell es geht zu einem Krankenhaus kommt, dann würde ich ganz sicher eher ohne Kindersitz fahren und die 40€ Bußgeld riskieren, als auf ein Taxi zu warten oder gar auf eine Partnerin, die gerade bei der Arbeit ist.
Tu doch nicht so, als wäre das Fahren ohne Kindersitz das Todesurteil für ein Kind. Kindersitze sind erst seit 1993 Pflicht in Deutschland. Auch zuvor sind schon Kinder in Autos gefahren und haben es überlebt. Und Du würdest nichtsdestotrotz die Schmerzen und das Leid des Kinds ausdehnen, anstatt zu handeln?!

Davon abgesehen - ich bezweifle, daß hier ein echter Notfall vorlag, und zudem gehöre ich auch nicht zu den Menschen, die üblicherweise in so eine Lage kommen (einziger Kindersitz im falschen Auto).

Beitrag von sonne_1975 22.11.10 - 23:11 Uhr

Auch zuvor sind schon Kinder in den Autos gefahren und haben es NICHT überlebt.

Man riskiert nicht nur 40 EUR Bußgeld, die wären mir egal. Man riskiert das Leben und Gesundheit seines Kindes.

Wenn es wirklich wichtig ist, ruft man einen Krankenwagen. Wenn nicht, wird es nicht so wichtig sein, dass man nicht auf Taxi oder Kindersitz warten kann.
Und wegen Ohrenschmerzen fahrt man schon gar nirgendwo hin, dafür gibt es Schmerzmittel (die es auch im KH geben würde).

Beitrag von mabo02 23.11.10 - 19:29 Uhr

Wenn es so ein schlimmer Notfall ist ruft man den Notarzt anstatt mit dem Kind ohne Sitz ins Kh zu fahren.

Ohne Sitz fahren ist fuer mich absolut nicht akzeptabel.

Beitrag von wemauchimmer 23.11.10 - 20:29 Uhr

Ok, ich nehm an, mit Deinen Eltern hast Du Dich überworfen, das kannst Du ihnen wohl niemals verzeihen, daß sie Dich absolut inakzeptablerweise ohne Kindersitz befördert haben?