2.MMR Impfung? warum dafür oder dagegen entschieden?

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Beitrag von sterntaler7 22.11.10 - 20:50 Uhr

Und wann habt ihr wenn ja, die zweite machen lassen?
Die Notwendigkeit liegt bei nur 5 % der zweiten Impfung, was mir zu denken gibt, unnötig Impfen zu lassen??? Wer hat sich denn wie warum entschieden?

Würde mich über Meinungen freuen, da ich mir gerade nicht
schlüssig bin, diese 2. machen zu lassen.:-(

Sterni

Beitrag von sonne_1975 22.11.10 - 20:57 Uhr

Was ist für dich der Nachteil der 2.MMR?

Beitrag von sterntaler7 22.11.10 - 21:41 Uhr

Hey,

das es mit hoher warscheinlichkeit eine unnötige ist, den Körper wieder mit Lebend Vieren Kämpfen lassen, und vielleicht alles für nix.
Jedem das seine, aber so einfach einmal durch den Impfkalender durch, das entspricht mir nicht, ich mach mir da v ielleicht auch immer zuviele Gedanken. Wer weiß. Aber ich will eben auch genau wissen was sache ist, was nötig ist und was Sinn macht.

Grüße

Beitrag von zwei-erdmaennchen 22.11.10 - 21:52 Uhr

Hi,

hast ja schon hier auf meine Frage geantwortet ;-)

Wenn die erste Impfung ausreichend angeschlagen hat ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Körper überhaupt kämpfen muss. Das ist in aller Regel nur der Fall wenn die erste Impfung keine ausreichende Wirkung erzielt hat.

Unsere Große hat auf jede Impfung wirklich stark reagiert, auch auf die erste MMR. Die Zweite hingegen hat nur beim Pieks weh getan. Sonst gab es überhaupt keine Reaktion mehr.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von sterntaler7 22.11.10 - 22:04 Uhr

Hey Ina,

wir hatten bei der ersten nur gering Reaktionen, was ja wenig über wirksamkeit oder nicht aussagt. Vielleicht spielt im Unterbewusstsein das die zweite voll einschlagen könnte :-( keine Ahnung.
Ich tu mich mit den ganzen Impfzeug jedes mal wieder schwer :-)

Grüße

Beitrag von polarsternchen 23.11.10 - 08:26 Uhr

Hallo,

Du machst Dir gewiss nicht zuviele Gedanken, ganz im Gegenteil! Es ist so wichtig, gerade in Bezug auf Impfungen eigenverantwortlich zu handeln und nicht einer 0815 Impfempfehlung blind zu vertrauen! Ich rate Dir, vor der nächsten Impfung eine Titer-Bestimmung durchführen zu lassen! Dadurch kannst Du testen lassen, ob genügend Immunität aufgebaut wurde! Gerade auf die MMR-Impfung reagieren sehr viele Kinder mit teilweise starken Nebenwirkungen und diese werden nicht nur durch die abgeschwächten Viren sondern auch durch die Zusatzstoffe verursacht! Die anerkannten Impfschäden sprechen für sich! Deshalb ist es so wichtig, so wenig wie nötig impfen zu lassen!

LG

Beitrag von annimami81 22.11.10 - 21:09 Uhr

Hallo Sterni,

wir "schieben" die auch noch vor uns her.. Fabi hat nach der ersten einen Fieberkrampf bekommen und wir werden wohl erst im Sommer impfen lassen (dann ist er drei).
Mein KIA meinte bis vor ein paar Jahren war die zweite Impfung erst mit sechs vorgesehen..

VG
Anni

Beitrag von sallyy07 22.11.10 - 21:13 Uhr

Die Frage stelle ich mir auch,wann wir die zweite MMR Impfen lassen sollen.....

wir müßen noch 3 x morgen solls die nächste geben entweder die 7 fach MMR oder die 3.(der name fällt mir grad nicht ein,
bin auch noch hin und her gerissen,obwohl die MMR die ERSTE war wo mein #sonneschein keinerlei Probleme hatte,Kein Fieber kein schlecht drauf sein usw.(oder es liegt einfach daran das ich ihm tuja d12 gegeben habe) das weiß ich jetzt nicht.

ach keien ahnung:-p


schönen abend noch

Beitrag von lienschi 22.11.10 - 21:11 Uhr

huhu,

ich bin auch eher impfkritisch und habe schon einiges weggelassen.
Die MMR habe ich aber machen lassen.

Da mein Zwerg die erste ohne irgendeine Nebenwirkung vertragen hat, werde ich die zweite auch machen lassen.

Wäre ja echt blöd, wenn gerade mein Sohn zu den 5% gehört...
dann wäre die ganze Impfentscheidung für diese Impfung umsonst gewesen.

lg, Caro

Beitrag von schullek 22.11.10 - 22:22 Uhr

ihr hättet auch eine titerbestimmung nach der ersten machen lassen können.

lg

Beitrag von schullek 22.11.10 - 22:23 Uhr

warum lässt du nicht nach der ersten eine titerbestimmung machen am spätestmöglichen zeitpunkt der zweiten?

lg

Beitrag von lienschi 22.11.10 - 22:41 Uhr

Das hab ich mir auch überlegt...

ich finde aber einen kleinen Pieks für die 2.Impfung mit den Impfstoff, den er eh schonmal bekommen hat, besser als eine Blutabnahme für die Titerbestimmung, die auch nicht 100%ig ist.

Da er diesen Impfstoff gut vertragen hat, sehe ich in der 2.MMR keine große Gefahr mehr... mir geht es dabei grundsätzlich mehr um die Nebenwirkungen als um die Inhaltsstoffe der Impfungen.

Aber trotzdem danke für Deinen Tipp! #blume :-)

lg, Caro

Beitrag von schullek 22.11.10 - 22:45 Uhr

nun, da du nicht weißt, was eventuelle nebenwirkungen auslöst, würde sihc mir die frage nicht stellen. ich würde immer eine titerbestimmung einer erneuten impfung vorziehen. je mehr man sich sparen kann, desto besser. an impfstoff, wie auch an inhaltsstoffen.

wenn du eine titerbestimmung machen lässt, würde es mich später interessieren, wie sie ausfiel.

lg

Beitrag von doris72 22.11.10 - 21:16 Uhr

Hallo,

also ich lasse meine 3 Kinder gegen alles durchimpfen, was der Kia meines Vertrauens empfiehlt.
Dazu gehört auch FSME und bei den Mädels HPV.
Letzte Woche war die Grippeschutzimpfung dran (ich auch).

Von daher habe ich bei der MMR Impfung nicht gezögert.

Wir hatten aber auch noch nie Probleme durch das Impfen.

LG von Doris

Beitrag von zwei-erdmaennchen 22.11.10 - 21:49 Uhr

Hi,

normalerweise reagieren die meisten Kinder überhaupt nicht mehr auf die 2. MMR-Impfung weil die Erste eben schon wie du sagst bei der Mehrheit angeschlagen hat. Dann ist die 2. Impfung in aller Regel komplikationslos. Reagiert das Kind auf die zweite Impfung in irgendeiner Form ist anzunehmen, dass die erste Impfung nicht (genügend) angeschlagen hat.

Ich denke die zweite Impfung ist die angenehmere Variante im Vergleich zur Titer-Bestimmung. Denn einem kleinen Kind Blut abnehmen zu lassen ist auch kein Spaß. Noch dazu kommt es immer wieder vor, dass ein Titer anfangs als ausreichend eingestuft wird, dieser sich im Laufe der Zeit allerdings wieder verringert und dann die Immunität nicht mehr gewährleistet ist. Ich habe im Bekanntenkreis ein Kind, das wenige Monate nach einer als "absolut ausreichend" eingestuften Titerbestimmung schwer an Masern erkrankt ist. Mehrere Wochen KH weil das Gehirn mitbetroffen war und lange Zeit nicht klar war ob Behinderungen zurück bleiben. Darum käme es für mich nie in Frage auf die zweite Impfung zu verzichten.

Was stört dich denn daran eine 2. MMR-Impfung machen zu lassen?

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von sterntaler7 22.11.10 - 22:01 Uhr

Hey Ina,

danke für deine Zeilen. Stören nicht direkt, der Notwendigkeitsfaktor geht mir durch den Kopf. Ich finde jede Impfung nicht ohne, sicher oft in der Minderheit verglichen mit den Krankheiten und möglichen Folgen, keine Frage. Ich versuche immer alle Seiten abzuwegen, um dann voll und ganz zum Pro oder Contra zu stehen, also voll hinter jeder Impfung zu stehen.
Ja, das mit dem Titer sehe ich auch kritisch, irgendwie gibts immer einen hänger bei allem.

Grüße

Beitrag von nici222 22.11.10 - 23:58 Uhr

Hallo,

meine Kinder haben beide Impfungen bekommen.

Wie oben geschrieben ist ja die andere Variante den Titer bestimmen zu lassen und wenn ich da die Wahl habe laße ich lieber Impfen... Meinem Sohn muß leider regelmäßig Blut abgenommen werden und das ist jedes Mal der reinste Horror für ihn und auch für uns...

Hat dein Kind auf die erste Impfung reagiert? Also mit Fieber? 30 % der Kinder die bei der ersten Impfung mit Fieber reagiert haben, reagieren auch bei der 2. Impfung mit Fieber. Meine Tochter gehörte dazu.

Mein Sohn hatte keine Impfreaktionen, weder bei der 1. noch bei der 2.

lg nici

Beitrag von schwangeremama 23.11.10 - 10:25 Uhr

hi,

nun muss ich auch mal meinen senf zu dem thema abgeben.

Als 1: Ich find es toll das du die Gedanken machst und dein Kind nicht einfach nur durchimpfen lässt.

2. Meine Erfahrung hat mich aber eine Sache gelehrt und zwar hat mein großer Sohn mittlerweile 6 Jahre alt die beiden MMR Impfen bekommen und ich habe es bitter bereut. Nach der ersten impfung hat er massives Fieber bekommen, so dass wir die nächsten Tage im Krankenhaus verbracht haben. Mit der Ausssage der Ärztin, dann hat er jetzt wenigstens richtige Antikörper. Dummerweise habe ich nicht weiter drüber nachgedacht, sondern es in dem Moment noch als normale Reaktion aufgenommen. Also hat er auch die zweite bekommen. Ich bekam meinen zweiten Sohn und entschied mich von Anfang an gegen die MMR Impfung. Sommer 2009 bekam mein kleiner Sohn dann Ausschlag und Fieber, ich machtge mir keine Sorgen, dachte an Drei-Tage-Fieber. Zwei Tage hat er gefiebert, der Ausschlag wanderte, und gut war. Danach fing mein Großer an, Fieber, Ausschlag. Es war natürlich Wochenende und so sind wir auifgrund seines doch besorgnisserregenden Zustands, stellenweise nicht ansprechbar, halluzinierend und total abwesend zum Notarzt gefahren. Und die Diagnose?

RÖTELN!

Trotz Impfung? Ja, der Arzt war so nett mir zu erklären das er nicht verstehen kann wie man sein Kind mit allem möglichen zu pumpen kann und das es ja eigentlich nur Geld ist was stinkt. Er selber schrieb mir Globulis auf und erklärte mir, das mein Sohn jetzt ganz viel Schlaf und Ruhe braucht und ich doch bitte am Sonntag ( nächster Tag) morgens mit ihm nochmal wiederkommen sollte.

Antikörper durch die Impfung?

WOHL KAUM!

Durch die Impfung besser durch die Krankheit?

AUF KEINEN FALL!

Ich würde es nie wieder tun!
Meine Tochter jetzt 2 Jahre alt ist null geimpft und das bleibt auch erst so


Nadine

Beitrag von docmartin 23.11.10 - 10:52 Uhr

Das ist natürlich eine heftige Geschichte und mit einer persönlichen Erfahrung im Hintergrund ist es sicher nicht einfacher, eine soclhe Entscheidung wie die des Impfens zu treffen.
Aber ich denke, gerade in der Impfdiskussion sollte man auch die Gesamtsituation im Auge behalten und da sprechen für mich die Zahlen (ja ich weiß, niemand kann sagen ob nicht irgendwer an den Zahlen herummanipuliert...aber irgendwo müssen wir ja mal anfangen) für mich eine sehr deutliche Sprache. Und das Risiko z.B. durch Masern eine schwerwiegende Begleit- bzw. Folgeerkrankung mit eventuellen Schäden zu erleiden liegt nun mal deutlich höher als die Möglichkeit einer schweren Impfreaktion. Wobei ich auch einen Tag Unruhe, leichtes Fieber oder einen leichten Ausschlag an der Impfstelle jetzt nicht als schwerwiegende Reaktion bezeichnen würde.
Aus dem Bekanntenkreis bzw. persönlichen Erfahrungen weiß ich da durchaus Fälle, in denen im Nachhinein man sich sehr, sehr gewünscht hätte, das Kind wäre geimpft gewesen (schwere Gehirnhautentzündung udn Erblindung als Folge einer Masernerkrankung, Diabetes mellitus Typ 1 als Folge einer Masernerkrankung..., verschiedene Entwicklungshilfeprojekte in denen sehr deutlich wurde, wie dramatisch eine sogenannte "Kinderkrankeit" verlaufen kann, Windpocken vom ungeimpften Kind übertragen zum ungeimpften Vater, schwere Gürtelrose udn wochenlanger Krankenhausaufenthalt)...
Natürlich muss jeder die Entscheidung für sich treffen, aber eine gewisse Mitverantwortung auch für andere Personen sehe ich da schon. Und wenn ich von nächsten Verwandten höre, dass die Kinder, die den gesamten Somemr barfuß im Garten toben nicht tetanus geimpft sind, dann verstehe ich das nicht mehr.
Viele Grüße
Franziska

Beitrag von schwangeremama 23.11.10 - 11:17 Uhr

hi,

ich bin total begeistert! Eine so tolerante Antwort hatte ich nicht erwartet!

Das Problem ist, find ich, das sich die meistens nicht mit den Krankheiten auseinandersetzen. Für ein Baby bis zu einem Alter von 6 Monaten ist Keuchhusten zum Beispiel super gefährlich, aber wie alt ist das baby wenn es mit dem Keuchhustenimpfstoff fertig ist?
Warum kann eine überstandene Tetanus- Infektion keinen Schutz vor erneuter Infektion bieten?
Wie entsteht Tetanus?
Warum sind die kinder vom obersten chef bei der STIKO gänzlich ungeimpft?

Das sind für mich klare Fragen, die mir keiner beantworten kann.
Bis auf die Frage wie Teatnus entsteht.

Nadine

Beitrag von docmartin 23.11.10 - 11:45 Uhr

Ja, wie schon geschrieben: die Risiken abwägen muss jeder für sich mit seiner persönlichen Erfahrungsgeschichte im Hintergrund. Wir haben lange überlegt und uns schließlich für die Impfungen bei unseren Kindern entschieden. Sicher aber auch daher weil die ersten Impfungen bei beiden völlig ohne jede Reaktion sehr gut vertragen wurden. Wie wir weitergemacht hätten wenn da schwere Nebenwirkungen aufgetreten wären weiß ich natürlich nicht.
Das Problem mit Tetanus liegt für mich aber auch vor allem in der langen Inkubationszeit. Sie kann bis zu drei Wochen, in seltenen Einzelfällen sogar mehrere Monate bertagen. da vergeht viel Zeit von dem Splitter im Fuß bis zu ersten Symptomen die möglicherweise auch nicht gleich richtig gedeutet werden (Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen...wer denkt da schon gleich an Tetanus...). Und da diese Krankheit wirklich schwerwiegene Verläufe nehmen kann slebst bei intensivmedizinischer Behandlung, alte ich eine solche Impfung für wirklich wichtig (hast du schon mal einen Menschen im Tetanuskrampf gesehen, das ist unglaublich...).
Letztendlich ist das Problem, dass jeder das Beste für sein kind will und manchmal entpuppt sich genaus das im Nachhinein als das falsche. Da das nicht voraussehbar ist, lässt sich über dieses Thema auch nur sehr schwer sachlich diskutieren, da kommt schnell der emotionale Aspekt hinzu und macht die Sachdiskussion schwierig.
Warum eine überstandene Tetanusinfektion keinen Immunschutz gibt? Keine Ahnung, wieso gibt es Menschen, die Windpocken oder MAsern mehrmals bekommen, wieso können geimpfte Menschen mit nachgewisener Maßen ausreichendem Titer dennoch erkranken...es gibt noch viel zu tun in der Medizin. Aber die Forschung ist da energisch wo das Geld fließt...und da Deutschland recht gut durchgeimpft ist und die Entwicklungsländer erfahrungsgemäß da nich so interessieren (wen kümmert's dass tausende Säuglinge an Tetanus sterben weil sie unter hygiensich unsauberen Verhälntnissen zur Welt kommen, wen stört's, dass tausende Kinder in der "dritten Welt" an Masern erkranken udn einen extrem schweren Krankheitsverlauf haben weil Unterernährung und mangelnde Hygiene die Umstände noch verschlechtern...da ist kein geld zu machen...).
Aber ich schweife ab...und was den Impfstatus der Kinder von Stiko-Mitarbeitern angeht bin ich leider gänzlich uninformiert!
Viele Grüße
Franziska