Angeregt durch Patendiskussion: Was ist das heute noch wert?!

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Beitrag von schwarzesetwas 22.11.10 - 23:09 Uhr

Hab eh keine Paten.
Bin nicht religioös. Atheist.

Bekomme aber immer mehr hier im Forum mit, dass Menschen enttäuscht sind von ihrem Job.
Das Menschen (Eltern) enttäuscht davon sind, dass Paten ihren Job nicht ernst nehmen.

Mann-..-
Es enstehen immer mehr Diskussionen, es geht fast nie um des kindeswohl.
Wozu ist dieser Krieg noch gut?
Wer braucht das?

Ich verstehe das nicht.
Für mich ist klar, wenn ich nicht mehr bin, ist mein Mann da, wenn der nicht mehr ist, meine Eltern, wenn die nicht mehr sind, mein Bruder danach der usw...



Beitrag von fionala 23.11.10 - 07:20 Uhr

Ich denke es geht irgendwie indirekt ums Kindeswohl.

Denn mir ist auch klar, das der Pate das Kind nimmt sollte mir und meinem Mann was zu stoßen. Aber was nützt mir der Pate wenn er das Kind kaum kennt? Und zur Lebzeit der Eltern sich nicht für das Kind intressiert hat?

Wir haben bei unserem Sohn 2 Paten, weil wir von einem erwartet haben das er sich so verhält. Wie ist es gekommen? Er fragt nicht einmal nach dem kleinen wenn wir uns unterhalten, und zu so einem Menschen meinen Sohn hingeben? Für mich ein No Go.

Mir geht es hier nicht um Geschenke oder das der Pate sehr sehr viel Zeit aufopfert (mir kam es hier in mancher diskussion so vor, als suchten die Eltern nur einen besseren und vorallem kostenlosen Babysitter).
Mir geht es darum das Kind und Pate sich kennen, und im Falle des Falles nicht 2 Fremde aufeinander treffen.

Liebe Grüße #blume

Beitrag von windsbraut69 23.11.10 - 09:29 Uhr

"Denn mir ist auch klar, das der Pate das Kind nimmt sollte mir und meinem Mann was zu stoßen. Aber was nützt mir der Pate wenn er das Kind kaum kennt? Und zur Lebzeit der Eltern sich nicht für das Kind intressiert hat? "

Ihr wißt aber, dass das heute nicht mehr automatisch so läuft, oder?
Wo das Kind im Notfall hinkommt, entscheidet das Gericht unter Mitwirkung des Jugendamtes, das kann weder der Pate bestimmen, noch können Eltern das zu Lebzeiten rechtsverbindlich festlegen.

LG,

W

Beitrag von carana 23.11.10 - 10:52 Uhr

Doch, du kannst das anwaltlich festlegen. Und dann wird in der Regel auch das Gericht sich an den Wunsch der Eltern halten... wenn es eben möglich ist.

Beitrag von windsbraut69 23.11.10 - 11:21 Uhr

Ja, den WUNSCH, mehr aber auch nicht.
Kinder "vererben" geht nicht.

LG

Beitrag von ichclaudia 23.11.10 - 11:14 Uhr

Wir haben das auch notariell geregelt, in Form einer Vorsorgevollmacht, zu wem unser Sohn kommen soll, wenn uns etwas zustößt ! An diese Vorsorgevollmacht ist das Gericht lt. Notar gebunden.


LG Claudia

Beitrag von windsbraut69 23.11.10 - 11:22 Uhr

Die fließt in die Entscheidung mit ein - rechtsverbindlich ist sie aber nicht.

LG

Beitrag von ichclaudia 23.11.10 - 12:21 Uhr

Uns wurde zugesichert, dass es zu 99 % übernommen wird. als Ausnahme wird angesehen: der Benannte ist Alkoholiker, Drogenabhängig, bereits über 80 Jahre etc...Es wird nur davon abgewichen, wenn es für das Kind nachweisbar schädlich wäre, dorthin zu kommen oder die benannte Person schon "zu alt" ist, um das Kind bis zum Abschluss einer Ausbildung "großzuziehen".

LG

Beitrag von alkesh 23.11.10 - 10:14 Uhr

Paten sind dazu da dem Kind den christlichen Glauben mit auf den Weg zu geben, nicht um irgendwann Eltern zu spielen!

LG

Beitrag von mamavonyannick 23.11.10 - 07:51 Uhr

Hallo,

ich bin nicht gläubig, vllt würde das an meiner Einstellung etwas ändern. ABER: Ich finde diese ganze Patengeschichte heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Der eigentliche Gedanke, ist doch nicht nur, dass dieser Pate in meinem Todesfall mein Kind nehmen sollte, sondern meinem Kind während des Erwachsenwerdens Werte und Tugenden mitgibt und seine eigenen Erfahringen mit ihm teilt. Er soll also positiven Einfluss ausüben.
Aber in Zeiten, die immer schnelllebiger werden, wo man aufgrund von Job und Verpflichtungen von einem Termin zum nächten hetzt, ist es echt schwierig, soviel Zeit mit diesem Paten zu verbringen, dass er aucht tatsächlich diesen postiven Einfluss ausüben kann. Ich hab schon damit zu tun, ganz normale Treffen mit meinem besten Freunden in regelmäßigen Abständen wahr zu nehmen. Manchmal sehen wir uns wochenlang nicht. Wie sollte ich da auch noch einen Paten (oder zwei) integrieren, wenn wir dann bald zu viert sind#kratz Die Familie (omas, Geschwister) "fordert" schließlich auch ihren Anteil.
Ich weiß aber, dass in einem Unglücksfall meine Kinder gut durch meine Familie versorgt sein würden und dort gut aufgehoben. Ich muss sie nicht durch eine Patenschaft dazu verpflichten, sich mit ihnen zu beschäftigen. sie machen das aus einen ganz einfachen Grund: Wir sind ihre Familie. Und ich habe das Glück, das jeder aus meiner Familie seinen positven Einfluss auf unseren Sohn ausüben kann. Und zwar jeder auf einem anderen Gebiet. Von daher brauchen wir keinen Paten.

vg, m.

Beitrag von 5678901234 23.11.10 - 08:42 Uhr

guten morgen...

also mir ist im gegenteil zu anderen vollkommen klar dass wenn meinem mann und mir etwas zustößt nicht die paten das kind nehmen, sondern meine eltern.
ich denke dass es rechtlich auch gra nicht so einfach ist falls die paten nicht aus der direkten verwandtschaft kommen.

meine kinder haben auch paten, muss nunmal sein wenn die getauft werden.
im wandel der zeit hat das "patenamt" an bedeutung verloren, was ich ansich schade finde.

die paten meines kleinen kommen aus süddeutschland und sehen ihn daher leider nur selten. sie bringen dann geschenke mit (z.b. nachträglich zu weihnachten oder geburtstag). ich persönlich fände es schöner wenn sie zu solchen anlässen ein päckchen schicken würden, weil dann der bezug zum sinn des geschenkes nicht verloren geht. teilweise ist es sonst monate später und für die kids nicht mehr nachvollziehbar.

aber es geht nicht um geschenke, sondern vielmehr dass sie sich dann auch mal zeit nehmen wenn sie hier sind, um einem bezug zum kind zu festugen und aufrechtzuerhalten.

naja, man wird im laufe der jahre sehen ob es eine gute wahl war:-)

vlg

Beitrag von carana 23.11.10 - 10:51 Uhr

Hi,
das ist schön, dass deine Kinder so gut versorgt sind. Wenn uns was passiert, gibt es nur noch meine Eltern. Die sind aber auch schon Ende 60 und über 70... wie lange das noch geht, ist fraglich.
Achja, und dann meine Patentante und meinen Patenonkel (ja, schon vor 33 Jahren gab es Vollpfosten) da möchte ich mein Kind niiiiieeee wissen!!!

Ich denke, das Problem ist, dass vorher nie darüber gesprochen wird, was beide Seiten erwarten. Bei uns war von vornherein klar, dass die Patentante diejenige ist, die unser Kind nehmen wird, wenn uns was passiert. Das wollte sie auch - und wir haben sie dementsprechend so ausgesucht, dass wir keine Enttäuschung erleben werden.

Dem Patenonkel haben wir gesagt, dass er nichts tun muss, als die Kleine ordentlich lieb zu haben. Und für sie da zu sein, wenn sie mal Ärger oder Kummer hat, den sie nicht mit den Eltern besprechen möchte. (das wollten wir aber auch klar stellen, weil in der Familie relativ viel Geld ist aber keine Kinder sind... nicht damit da falsche Gedanken hochkamen...)

Die Patentante unserer Kleinen hat noch ein anderes Patenkind. Tja, die lassen sich nie bei ihr sehen, wohnen 130 km entfernt. Ihr aber wird vorgeworfen, dass sie nie vorbeikäme und kein Interesse hätte. Wie denn ohne Auto? (Zug fahren geht bei ihr aus bestimmten Gründen nicht...) Da fehlte wohl vorher von deren Seite auch die Kommunikation.

Und genau aus dieser fehlenden Kommunikation heraus entsteht dann dieser Ärger...
Lg, carana

Beitrag von liz 23.11.10 - 11:01 Uhr

Hallo!

Ich sehe die Paten nicht als Ersatzeltern falls uns was passiert. Ich habe beidesmal auch klargestellt dass ich nicht erwarte dass die Kinder Geschenke bekommen. Ich erwarte von den Paten dass sie Kontakt zu dem Kind haben. Etwas unternehmen, Zeit haben füreinander. Und das war für alle klar. Und so ist es auch jetzt.

Da wir uns natürlich auch Gedanken gemacht haben, wer im Falle dass beiden Eltern was passiert, die Kinder nimmt, haben wir da auch eine Entscheidung getroffen.

Mein Schwager und Pate meines Sohnes würde beide Kinder zu sich nehmen. Wir haben alle Möglichkeiten durchdacht und das ist das beste für alle. Dominik liebt seinen "Gedi" über alles und auch Alina hängt an ihm. Meine Mama und Schwestern wohnen alle 300 km weit weg. Und meine SE haben keinen Nerv dafür. Somit nimmt der Pate meines Sohnes eigentlich doch die Funktion von früher wahr. Was aber eigentlich vorher so nicht geplant war. :-)

Und was für einen Job haben denn Paten? Meiner Meinung nach, sollte man genau darüber vorher sprechen.

lg liz

Beitrag von barzoli 23.11.10 - 11:52 Uhr

Hallo,

ich bin auch nicht religiös, unsere Tochter ist auch nicht getauft und trotzdem haben wir für sie 2 "Paten" ausgesucht.

Wir haben das deswegen getan, weil wir es wichtig fanden, 2 Freunde die uns Nahe stehen, in gewisser Weise mit in die Familie einzubinden.
Paten, die uns und unser Kind unterstützen, in jeglicher hinsicht, natürlich tun wir das auch fr die jeweiligen Paten.

......das war der Gedanke......

Funktioniert hat es nicht, der Patenonkel unserer Tochter, der "beste Freund" meines Mannes, hat sich seit der Krebsdiagnose unserer Tochter, letztes Jahr im Juli, nie wieder bei uns gemeldet.....


....seither hat sich das Thema Pate bei uns erledigt.....

Den STress tun wir uns und unserer Tochter nicht an.

Gruss
Barzo

Beitrag von sassi31 23.11.10 - 12:48 Uhr

Die Frage ist doch eher, was die meisten Menschen von den Paten ihrer Kinder erwarten. Mir scheint immer wieder, dass es nur um Geschenke geht, die noch dazu möglichst teuer sein müssen.

Tatsächlich ist es so, dass alle Kinder in meinem Freundeskreis und in der Verwandschaft getauft sind. Aber wenn man mal darüber redet, wer die Kinder zu sich nehmen soll, falls den Eltern etwas zustößt, dann heißt es "Oma und Opa". Nie werden die Paten genannt. Auch sind die Paten zwar gerne gesehen, aber Unterstützung bei der Erziehung ist nicht gewollt und wird als "Einmischung" abgetan.

Beitrag von erdbeertiger 23.11.10 - 13:32 Uhr

Naja,

aber ich zum Beispiel hätte es schon nach Möglichkeit gerne, dass zumindest dei Geschwister zusammenbleiben, sollte mir und meinem Mann was passieren. Da sie aber alle unterschiedliche Paten haben, wäre das dann ja nicht möglich. Im Falle eines Falles würden die Kinder daher zu einem meiner Geschwister gehen. Die sind zwar auch Paten, aber jeweils nur bei einem Kind.
Ich habe auch bei der Auswahl der Paten nie daran gedacht, dass sie diejenigen sein sollten, die meiner Kinder übernehmen könnten...

Beitrag von shakira0619 24.11.10 - 11:50 Uhr

Meine Cousine ist 40. Ihre beste Freundin ist 27. Meine Cousine hat früher bei ihrer Freundin babygesittet (sie waren Nachbarn).

Nun hat meine Cousine 2 Kinder, 17 und 14 Jahre alt.

Ihre Freundin liebt Kinder, ist Erzieherin. Schon als sie 7 Jahre alt war, war sie in das Baby meiner Cousine vernarrt und durfte später auch babysitten. Später auch bei dem 2. Kind.

Ihre Freundin war immer für die Kinder da. Sie waren Eisessen, sie waren auf Geburtstagen, haben sich beim ersten Fußballtor zusammen gefreut, sie war Ansprechpartnerin beim ersten Liebeskummer, Beraterin für Hausaufgaben, ist mit ihnen auf Spielplätze und zum Eisessen gegangen.

Beide Kinder wurden erst kurz vor der Konfirmation getauft und beide haben sich diese Freundin der Mutter als Patin gewünscht.

Ich finde, das ist es, was eine Patin sein sollte: Sowas wie eine sehr gute Freundin, die Interesse zeigt, beim Fußball mitjubelt und sich auch Probleme anhört.

Liebe Grüße, Shakira0619