Muss man heutzutage noch heiraten?

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Beitrag von sunnysunny 22.11.10 - 23:49 Uhr

Hallo,

ich bin mit meinem Freund seit über 6 Jahren zusammen und eigentlich wollten wir auch mal heiraten, aber das werden wir jetzt doch nicht machen da wir auch so glücklich sind.

Mal die Frage an euch: Muss man heutzutage unbedingt noch heiraten?
Und an alle die länger verheiratet sind: Würdest ihr heutzutage nochmal heiraten?

Beitrag von marilyn2001 23.11.10 - 01:19 Uhr

wir sind schon 14 jahre ohne trauschein...und glücklich.....

Beitrag von weltenbuergerin2 23.11.10 - 02:08 Uhr

Muss man nicht.
Ja, ich würde wieder heiraten. Das offizielle Bekenntnis vor der Familie und den Freunden, dass ich mit diesem Mann und er mit mir das Leben verbringen will, war mir sehr wichtig.
Und ich bin überzeugt davon, dass alle, die solche Fragen wie du stellen, gerne heiraten würden, aber das wäre ja uncool.
Und ich weiß auch nicht, warum ich so oft lese, dass man so glücklich ist, ohne Trauschein, ist man mit Trauschein automatisch unglücklicher?
Was ist so schlimm daran, eine Verbindung verbindlich zu machen?
Bloß nicht festlegen.
Aber Kinder in die Welt setzen in ungeregelte Verhältnisse.
Aber gut, jeder wie er meint.

Beitrag von altehippe 23.11.10 - 08:36 Uhr

**Aber Kinder in die Welt setzen in ungeregelte Verhältnisse. **
#kratz


Klingt der Satz nur in meinen Ohren so altbacken?

Beitrag von anyca 23.11.10 - 10:09 Uhr

Klingt für mich nicht altbacken, jedenfalls nicht inhaltlich.

Klar, es kommt heute nicht mehr darauf an, ob man vor oder nach der Geburt der Kinder heiratet. Aber die Beziehung sollte zumindest stabil genug dafür sein, finde ich. Klar können auch Ehen scheitern, aber wenn ich mitkriege, daß in einer nahegelegenen Grundschule von 24 Kindern in der Klasse grade noch VIER mit beiden leiblichen Elternteilen zusammenleben, dann frage ich mich schon, was in dieser Gesellschaft schiefläuft!

Beitrag von altehippe 23.11.10 - 10:25 Uhr

Aber die Entscheidung für eine Ehe hat doch nicht unbedingt etwas damit zu tun, ob die Beziehung stabil genug ist.
Viel mehr liegt es an der Einstellung dem ganzen gegenüber.
Ich selbst bin auch glücklich verheiratet, aber vorher war unsere Beziehung nicht weniger stabil. Wäre ja auch blödsinn, denn dann wäre sie Beziehung es niemals wert sie durch die Ehe zu besiegeln.
Und wenn man sich wirklich trennen will, hält einen auch der Trauschein nicht auf.

Beitrag von anyca 23.11.10 - 10:34 Uhr

So gesehen stimme ich Dir zu - aber am besten bekommt man meiner Meinung nach eben erst Kinder, wenn die von Dir genannte Einstellung erreicht ist. Klar sollte man heiraten, weil die Beziehung stabil ist, nicht weil man glaubt, mit einer Hochzeit eine wackelige Beziehung zu stabilisieren!

Ich glaube allerdings schon, daß es eine größere Hürde ist, sich scheiden zu lassen, als "nur" die siebte Freundin oder den fünften Freund zu verlassen.

Ich würde den Ausdruck "geregelte Verhältnisse", den Du so altbacken findest, mit der von Dir genannten "Einstellung" gleichsetzen.

Beitrag von mauz87 23.11.10 - 07:43 Uhr

Müssen muss man garnichts!

Doch man KANN wenn man es will. Und Ich träume immer noch von einer Traumhochzeit mit dem Mann den Ich wirklich über alles liebe.Acuh wenns Kitsch sein soll ist es mir´egal Ich finde es toll :-).

Und ja es gehört für mich irgendwie dazu

Beitrag von majleen 23.11.10 - 09:31 Uhr

Du bist 20 und schon 6 Jahre mit deinem Freund zusammen #kratz

Wir haben vor 2,5 Jahren geheiratet und würden es immer wieder tun.

Rein rechtlich gesehen ist es schon besser, wenn man verheiratet ist. Was ist, wenn was passiert? Ein Unfall? Sicher will man nicht daran denken, aber ich bin in der Hinsicht lieber abgesichert.

Finanzell lohnt es sich nur, wenn (meistens die Frau) nichts oder sehr wenig verdient. Dann gibts steuerliche Vorteile.

Aber wir haben geheiratet, weil es einfach unser Wunsch war. Wir wollen eine Familie und einen Namen. Ich persönlich finde es einfach toll sagen zu können: das ist mein Mann. #verliebt

Beitrag von sunnysunny 23.11.10 - 12:02 Uhr

Ja ich war 14 als ich mit meinem Freund zusammen gekommen bin.

Unsere Liebe ist sehr stark und wir haben in den 6 Jahren viele Höhen und Tiefen gemeistert.

Wir wollten mal heiraten, haben es aber erst mal verworfen, da wir auch ohne Trauschein sehr glücklich sind.
Es kann auch sein das wir irgentwann mal heiraten werden, aber in Naher Zukunft nicht.

Es war ja auch nur eine Frage.

Beitrag von kerstin0409 23.11.10 - 09:48 Uhr

Hallo #winke

mein Mann und ich sind seit 7 Jahren zusammen und haben heuer im August standesamtlich und kirchlich geheiratet.
Haben noch keine Kinder.
Alle haben uns gefragt, warum wir denn heiraten.
Wir würden es immer wieder tun, es fühlt sich einfach toll an #verliebt
Muss man natürlich nicht, aber alles hat Vor- und Nachteile, naja, nicht ganz, als Verheiratete kenne ich bis jetzt noch keine Nachteile :-p

Liebe Grüße
HT 07.08.2010 #verliebt

Beitrag von anyca 23.11.10 - 10:04 Uhr

Du bist erst 20, da würde ich noch nicht heiraten, 6 Jahre Beziehung hin oder her. Zwischen 20 und 30 verändern sich viele Menschen noch mal gründlich ... meine Schwiegermutter sagte mal, Männer sollten nicht heiraten, bevor sie 30 sind, vorher seien sie noch kleine Jungs :-p

Man "muss" nicht heiraten, aber ich persönlich hätte kein Kind kriegen wollen mit einem Mann, der mich "nicht mal" heiraten will. Denn letztlich binden Kinder stärker als der Trauschein!

Bedenken mußt Du auch, daß Du ohne Trauschein irgendwann evtl. sehr dumm dastehst, wenn Du wegen der Kinder beruflich kürzer trittst. Mit Trauschein hast Du im Scheidungsfall wenigstens einen Anspruch auf die Hälfte des gemeinsam erwirtschafteten Vermögens und falls der Partner stirbt, Witwenrente.

Ehrlich gesagt kenne ich kein Paar, das wirklich 25, 30 Jahre ohne Trauschein zusammenlebt. Letztlich wird doch meistens irgendwann geheiratet.
Oder der "Schatz, wiiiiiiiiiir brauchen doch kein Stück Papier" Typ verzieht sich und heiratet nicht selten die Nächste vom Fleck weg ...

Beitrag von sunnysunny 23.11.10 - 12:04 Uhr

Was hat das damit dem Alter zu tun?

Meine Oma war 14 als sie mit Opa zusammen kam und 17 als sie heiratete.
Sie waren über 52 Jahre verheiratet und knapp 56 Jahre ein Paar.
Mein Opa ist vor knapp 4 Jahren von uns gegangen

Beitrag von majleen 23.11.10 - 12:06 Uhr

Das waren ganz andere Zeiten, aber 14 #schock#schock#schock

Ich selbst würde auch nie mit 20 heiraten, da, wie schon erwähnt wurde, man sich gerade zwischen 20 und 30 nochmal ziemlich verändert.

Beitrag von sandi295 23.11.10 - 13:11 Uhr

Hi,

das hab ich mich früher auch immer gefragt. Mein Ex-Mann und ich sind zusammen gekommen, als ich 17 war. Insgesamt waren wir 15 Jahre zusammen, fünf davon verheiratet. Aber hinterher ist man immer schlauer. Ich weiß heute, dass wir uns zu jung zu fest gebunden haben. Wir haben uns beide im Laufe der Zeit verändert, ich habe Dinge vermisst und er sicherlich auch. Ja, ich denke für uns war das zu früh. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Klar, meine Großeltern sind bzw. waren auch 60 Jahre und mehr verheiratet, aber damals waren es andere Zeiten. Die wenigsten Frauen hätten es gewagt, ihr Leben in Frage zu stellen oder sich gar zu trennen. Einfach auch aus dem Grund, weil sie (finanziell) abhängig waren. Es gab sicherlich tausende im Prinzip unglückliche Ehen damals, aber darüber geredet hat man nie.

Egal, jeder wie er es für richtig hält. Und Erfahrungen muss man sowieso selber machen.

LG von Sandra, die in zwei Wochen zum zweiten Mal heiratet und diesmal weiß, dass es für immer ist :-)

Beitrag von cami_79 23.11.10 - 10:05 Uhr

Hi sunnysunny,

man "muss" gar nichts ;-). Wir wollten! Und nur dann sollte man heiraten, nicht aus irgendwelchen Verpflichtungen raus.

Wir waren vorher 7 Jahre zusammen und sind nun 4 Jahre verheiratet. Wir würden es immer wieder so machen.

Aus rechtlicher Sicht finde ich, ist manches leichter, gerade wenn es um Vollmachten, Sorgerecht usw. geht (einen Teil könnte man aber auch ohne Trauung vorab regeln).
Klar stellt man sich die Frage was wäre wenn ... (Unfall, Tod, schlimme Krankheit usw.) und dabei geht es mir nicht nur um die Kinder, sondern auch darum ob der Partner im Krankhaus im Notfall entscheiden darf etc.

Doch nicht nur aus diesen Gründen haben wir geheiratet. Es ging uns auch darum "offiziell" ein Paar und dann auch eine Familie zu sein und laut JA zueinander zu sagen. Es hat was mit der inneren Haltung zu tun, die wir mit der Trauung nach außen getragen haben. Sicher wären wir heute auch ohne Ringe glücklich, dennoch hat das ganze die Sache "rund" gemacht.

Du bist "erst" 20, auch wenn ihr schon 6 Jahre zusammen seid. Ich persönlich habe mich in diesem Alter nochmal ganz schön verändert und der Mann den ich damals ohne mit der Wimper zu zucken vom Fleck weg geheiratet hätte, entspricht heute nicht mehr meinen Lebensvorstellungen. Dennoch: Damals wäre auch dieses JA echt gewesen.
Vielleicht entwickelt sich bei euch mit den Jahren noch der Wunsch nach Hochzeit, vielleicht werdet ihr aber auch ohne Schein zusammen Hundert und fragt euch: Weshalb hätten wir das tun sollen?

Ich wünsch euch alles Gute für die Beziehung,
Grüße

Beitrag von 24hmama 23.11.10 - 10:11 Uhr

hallo

Wir sind seit 5,5 Jahren zusammen und noch vor einem Jahr haben wir genauso gedacht wie du.
Wir haben 2 Kinder und haben es immer "nicht für nötig befunden"

Irgendwas hat sich wohl geändert.
Jetzt wollen wir beide einfach offiziell ja zueinander sagen und
dies mit all unseren Lieben feiern:-D

Beitrag von rina2804 23.11.10 - 10:24 Uhr

Hallo,

ich muss einer meiner Vorrednerinnen Recht geben, das hört sich bei dir an, als wäre man mit Trauschein nicht mehr glücklich:-(.

Ich habe auch recht früh, mit 21, geheiratet und würde es immer wieder tun#verliebt!!!! Nein, ich musste nicht, ich wollte....

Manchen Aussagen machen mich auch einfach nur traurig#heul. Ich heirate nicht, weil meine Eltern das so wollen, weil ein Kind unterwegs ist, oder weil ich so alt bin, dass ich verheiratet sein sollte.
MAN HEIRATET AUS LIEBE!! Und nicht aus irgendeinem anderen Grund.

Und wenn einer von euch sich nicht sicher ist, dann solltet ihr es lieber lassen. Dann ist eure Bindung einfach nicht so stark, dass sie "gute und schlechte Zeiten" überstehen würde!

LG, Rina#blume

Beitrag von anyca 23.11.10 - 10:39 Uhr

"MAN HEIRATET AUS LIEBE!! Und nicht aus irgendeinem anderen Grund. "

Jein. Natürlich sollte man sich lieben, ist ja klar, aber Liebe allein bzw. Liebe und schon soundsoviel Jahre zusammen sein reicht meiner Meinung nach nicht aus. Hochzeit / Ehe setzt eine gemeinsame Lebensplanung voraus, nicht "nur" Liebe.

Lieben kann ich auch einen Mann, der, sagen wir, Polarforscher ist und sein halbes Leben abgeschlossen von der Welt im Packeis verbringt. Mit ihm leben wollen würde ich nicht.

Oder, um etwas alltäglichere Beispiele zu nennen, wenn man sich nicht einig ist über Kinderwunsch, Rollenverteilung etc. etc., sollte man auch nicht heiraten, selbst wenn man noch so verliebt ist.

Beitrag von majleen 23.11.10 - 10:42 Uhr

Da stimm ich dir volkommen zu.

Beitrag von rina2804 23.11.10 - 11:28 Uhr

Okay, da gebe ich dir auch Recht!!!!
Ohne gemeinsame Pläne klappt das natürlich nicht!!!! Das ist mir schon bewusst;-).

Beitrag von sunnysunny 23.11.10 - 12:07 Uhr

Wir würden auch aus Liebe heiraten und nicht wegen den Steuern.

Im Moment sehen wir aber noch kein Grund dazu da wir sehr happy sind.
Seit unser Baby im März zur Welt kam ist unser Glück perfekt.

Auch wenn wir nicht verheiratet sind, hat mein Verlobter alle Rechte die ein Vater hat.

Beitrag von anyca 23.11.10 - 11:03 Uhr

Ach ja: Daß "mit 21 heiraten" evtl. doch zu früh war, sagen glaube ich wenige Frauen schon mit 23. Da geht es eher drum, wie man das mit 29 oder 35 sieht ... da finden sich im Partnerschaftsforum dann doch einige "meine Ehe ist so langweilig, soll es das schon gewesen sein, ich habe mich nie ausleben können" Postings.

Wobei ich Dir natürlich wünsche, daß bei Euch alles gut läuft #klee

Beitrag von rina2804 23.11.10 - 11:34 Uhr

Hallo anyca,

ich habe nicht gesagt, dass es FÜR MICH zu früh war#nanana. Für mich war es genau richtig#verliebt.

Es hängt von vielen Faktoren ab, wann der richtige Zeitpunkt ist. Wir waren 4 Jahre zusammen und haben schon diverse Situationen erlebt, die uns zusammengeschweißt haben, z.B. den frühen Tod meines Schwiegervaters. Wir haben uns gegenseitig gebraucht und uns Halt gegeben. Da war für uns klar, dass wir zusammengehören und auch alle weiteren "schlechten Zeiten" überstehen werden....

Ich finde auch, wenn man nicht heiratet, lässt man sich alle Türen auf, auch noch "abhauen zu können".
So, jetzt alle drauf auf mich, die seit langer Zeit ohne Trauschein leben#zitter#zitter#zitter!!!!!!!!! Ist aber meine Meinung.

LG in friedlicher Absicht:-p, Rina#blume

Beitrag von anyca 23.11.10 - 11:43 Uhr

Ja, ich weiß, daß Du nicht gesagt hast, daß es für Dich zu früh war. Ich finde es nur nach zwei Jahren Ehe (und noch ohne Kinderstreß #schwitz) zu früh, um drüber zu urteilen, ob es zu früh war ;-)

"Ich finde auch, wenn man nicht heiratet, lässt man sich alle Türen auf, auch noch "abhauen zu können". "

Sehe ich im Prinzip auch so, würde das aber eher auf "gar nicht heiraten wollen" beziehen als auf "lieber noch etwas warten".

Aber wie Du schreibst, es kommt natürlich auf die konkrete Lebenssituation an, nicht allein aufs Alter.

Alles Gute!#blume

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