Welche Flaschen bei Stillkindern?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von claerchen81 23.11.10 - 09:39 Uhr

Guten Morgen,

da ich meine Stillkrise schon voraus gesehen habe (s. Posting http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&tid=2907471&pid=18390259 - danke noch mal an alle Posterinnen, jetzt sitzt mein Kopf wieder gerade), habe ich mir eine Milchpumpe besorgen lassen von meiner Hebamme. Hat mir eine von Lansinoh (manuell, da nur gelegentllich) mitgebracht, probiert habe ich sie jedoch noch nicht.

Ich habe nur überhaupt keine Ahnung von Flaschen (Anti-Colic? Weithals? Welcher Sauger?)!?! Zudem nimmt die Lütte (natürlich, wie ihr Bruder) keinen Schnuller, ich habe wenig Hoffnung, dass sie eine Flasche akzeptieren wird (da unser Sohn ein Kind mit starken Bedürfnissen war und ich nach 4 Monaten echt am Rande der Verzweiflung, hatten wir da schonmal versucht, MuMi abzupumpen - vergeblich. 1. kam nichts, 2. nahm er das bißchen aus der Flasche auch nicht, auch nicht von meinem Mann).

Welche Stillmami hat da Erfahrung?
Ich möchte hin und wieder abpumpen, um mal raus zu können. Z.B. zur Rückbildung, ohne dass mein Mann Blut und Wasser schwitzen muss, weil die Lütte schreit und Mama nicht da ist. Welche Flasche könnt ihr empfehlen, welche Sauger, die der Brust ähnlich sind? Welche Tricks gibt es, um ein Stillkind die Flasche schmackhaft zu machen?

Gruß, C.

PS: Natürlich kann man argumentieren, warum das Kind in Gottes Namen die Flasche akzeptieren sollte, wenn du die Brust vorhanden ist, aber ich kann das alles einfach nicht mehr, ich bin nicht der Typ glückliche Hausfrau, auch wenn ich meine Kinder über alles Liebe. Aber auch ihr Vater liebt sie über alles, er hat nur keine Brust und so hängen sie im Babyalter halt komplett an mir - und das nicht wenig! Es ist jetzt schon so schlimm, dass nur ich die Süße am Abend beruhigen kann (auch im TT akzeptiert sie es abends nicht mehr bei meinem Mann). Diese Fixierung ist verständlich, aber ich kann es einfach nicht nochmal so symbiotisch ertragen wie bei meinem Sohn, Mütter mit ähnlichen Kindern mögen das verstehen.

Beitrag von binecz 23.11.10 - 10:12 Uhr

Ich bin auch ne Vollstillerin die die Flasche gibt :-p
Unsere nimmt die AventFlaschen (davon hat sie aber auch den Schnuller). Sie kommt gut damit klar. Ich würde auf jeden Fall ausprobieren und bei einer Marke bleiben, sonst gibts evtl noch ne Saugverwirrung.
Allerdings nimmt sie die Flasche nur wenn Mama mit dem Milchbusen nicht im Raum ist #rofl#verliebt
Und mein Mann muss den einen Arm unter seine Achsel klemmen und am Anfang musste er den Anderen noch festhalten weil sie so aufgeregt gefuchtelt hat.
Und ansonsten immer wieder üben und anbieten. Am Anfang fand Phinchen das auch ätzend, aber mittlerweile hat sie sich ihrem Schicksal ergeben ;-)
Ich würde nicht anfange mit Flasche üben wenn deine Maus total ausgehungert ist, aber auch icht wenn sie richtig satt ist.
Wir haben so ne Std. nach dem essen angefangen. Da war schon wieder bissl appetit da (damals stillte ich noch im 2Std. Rythmus), aber nicht zu viel das sie hektisch war.

Wird schon, einfach locker dran gehen und GEDULDIG sein!

Beitrag von lillystrange 23.11.10 - 14:48 Uhr

Medela Calma ganz klar!!!!

Beitrag von binecz 23.11.10 - 10:13 Uhr

Ach ja und ich nehme NUR die Sauger mit 1-Loch.
Es heißt zwar ab 3Monaten glaube ich kann man die 2-Loch-Sauger nehmen, aber aus der Brust kommt die Milch jetzt ja auch nicht leichter nur weil Phine 3Monate alt ist. Sie soll sich mal auch mit der Flasche ordentlich anstrengen :-p

Beitrag von zwillinge2005 23.11.10 - 10:48 Uhr

Hallo,

warum verteiligt Du Dich? Du willst ins Kino - ist doch o.k. Ich bin eine Vollstillmutter, aber deshalb nicht der Typ "glückliche Hausfrau" - was hat das eine mit dem anderen zu tun. Warum verfallen hier so viele in ein schwarz-weiss-denken?

Ist Dein erstes Kind sehr schwer behindert? So werden nämlich politisch korrekt "Kinder mit besonderen Bedürfnissen" genannt.

Wenn Dein Mann mit Deinem Kind zuhause ist, kommt er hoffentlich nicht so schnell ins schwitzen, nur weil das Kind schreit. Kein Kind verhungert, weil die Mutter zur Rückbildungsgamnstik geht (max. Abwesenheitsdauer ca. 2 Stunden). Wenn er dann ein Fläschchen mit abgepumpter Milch hat und das schreien wirklich Hunger ist wird das Kind schon trinken. Versuch mal die neuen Flaschen von Medela "Medela Calma". Wenn Du wirklich nur so selten Muttermilch füttern willst reicht EINE Flasche mit Sauger.

LG, Andrea

Beitrag von claerchen81 23.11.10 - 12:27 Uhr

Hi,

danke für deinen Post. Es war nicht die Intention, mich zu verteidigen, habe meine Motivation erläutert, um mein Problem verständlicher zu machen.

Unser Sohn ist nicht körperlich oder geistig behindert, mir war nicht bewusst, dass "besondere Bedürfnisse" immer gleichgesetzt werden mit Behinderung. Ich kenne diesen Begriff auch von dem, was klassisch als "Schreikind" bezeichnet wird. Dieser Begriff beschreibt unseren Sohn jedoch nicht richtig, er hatte einfach ein extremes Nähebedürfnis, d.h. ich hatte ihn 24h am Tag, 7 Tage die Woche am Körper. Und zwar nur ich, keine andere Person hat er akzeptiert.

Es ist Einstellungssache, man einen Säugling weinen/schreien lassen kann. Ich kann es nicht. Durch die begrenzten kognitiven Fähigkeiten eines Säuglings sind Erläuterungen meiner Motive nicht möglich, ich löse durch Nahrungsentzug (Brust) jedoch Panik bei ihr aus. Ihr daraufhin logisches Schreien bedeutet für die betreuenden Personen unglaublichen Stress, auch das ist mir nicht egal und stresst mich auch während der Abwesenheit. Ich suche daher eine sanftere Methode für alle Beteiligten, daher möchte ich sie gern früh an die Flasche gewöhnen.

Ich habe starke Befürchtungen, dass es erneut zu so einer 24/7/365-Situation kommen könnte, daher möchte ich frühzeitig gegensteuern. Wenn Töchterchen ähnlich wie ihr Bruder wird, werde ich es akzeptieren, aber solange es Möglichkeiten gibt, mir selbst Freiheiten zu erhalten (stressfreie Rückbildung wäre schon nett!), möchte ich diese nutzen.

Medela Calma klingt super, werde ich probieren, auch wenn die eine Stange Geld kostet. Danke für den Tipp.

Gruß, C. - offensichtlich traumatisiert #schwitz

Beitrag von berry26 23.11.10 - 11:23 Uhr

Hi,

natürlich kannst du abpumpen und füttern. Warum befürchtest du das deine Kleine keine Flasche nimmt? Das ist nur bei einigen Kindern der Fall und dann gibt es ja noch die Möglichkeit mit dem Becher o.ä. zu füttern. Meine Tochter nimmt die Flasche problemlos (Avent). Das musste sie zwar erst zweimal (einmal zur Probe und einmal während eines Termins) aber es hat prima geklappt. Ich würde es in deinem Fall aber noch ein paar Wochen sein lassen. Je eher du damit anfängst desto größer die Gefahr einer Saugverwirrung. Die ersten 8-10 Wochen solltest du schon voll stillen, ohne Flasche.

LG

Judith

Beitrag von steffi0413 23.11.10 - 11:43 Uhr

Hallo,

mit der Flasche würde ich vorsichtig sein. Die kann zur Saugverwirrung führen. Das ist ganz unterschiedlich welche Häufigkeit schon Probleme verursacht. Manche Babys haben mit Flasche-Brust parallel monatenlang keine Probleme, manche nach 2-3 Versuchen (wie zB. mein Sohn #schock).
Die Experten sagen, der Sauger je ähnlicher der Brust ist, desto grösser die Chance der Verwirrung....

Ihr könnt aber aus dem Becher versuchen. Hier auf der 2. Seite findet ihr Tipps, wie das klappt:
http://www.afs-stillen.de/upload/faltblaetter/FB_Richtig_stillen.PDF

LG
Steffi

Beitrag von fragmaledeltraud 23.11.10 - 14:37 Uhr

Aventflaschen mit kleinster Saugergröße, MAM-Flaschen mit kleinster Saugergröße, Medela Calma, Medela Softcup sind im Allgemeinen sehr beliebt bei an Brust Gewöhnte.