Eingewöhnung - Problem

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sunflower.1976 23.11.10 - 13:49 Uhr

Hallo!

Mein kleiner Sohn (25 Mon.) geht seit gut einem Monat in den Kindergarten. Die ersten zwei Wochen liefen prima, er war stolz, dass er jetzt - wie auch der große Bruder - in den Kindergarten gehen darf. In den ersten drei Tagen war ich komplett dabei, dann eine halbe Stunde und dann eine Stunde außerhalb des Gruppenraumes. Am 6. Tag meinte die Erzieherin, dass ich gehen könne. Also war ich in den Folgetagen von ca. 9:15 bis 11:45 zuhause und alles lief völlig problemlos und ohne Tränen.

Dann kamen ein paar Tage, an denen mein Sohn beim Abschied geweint hat, sich aber schnell beruhigen ließ und zufrieden gespielt hat. Vor knapp zwei Wochen weinte er an zwei Tagen wohl sehr häufig und ließ sich nicht richtig beruhigen. Leider wurde ich nicht angerufen, obwohl ich mehrfach darum gebeten habe, dass ich in solchen Fällen angerufen werde. Zwei der drei Erzieherinnen der Gruppe sind leider ziemlich inkompetent (es läuft einiges schief und da wird es auch noch einige Gespräche geben).

Ich vermute, dass unser Sohn in den zwei Tagen einen Infekt ausgebrütet hatte, denn anschließend hatte er einige Tage einen Virusinfekt mit hohem Fieber (immer wieder 40 Grad). Nachdem er wieder gesund war, ging er weiterhin gerne in den Kindergarten - aber er lässt mich nicht mehr weg. Er hat wohl Angst, dass er wieder so lange weinen muss und ich einfach nicht komme. Keine Ahnung. Ich darf nicht den Raum verlassen.
Im KiGa ist es üblich, dass den Kindern die Zeit gegeben wird, die sie brauchen. Also sitze ich morgens für drei Stunden im KiGa und lese ein Buch. Mein Sohn hat es morgens ganz eilig in den KiGa zu kommen, will mittags nicht nach Hause gehen. In der Gruppe klammert er nicht an mir sondern spielt zufrieden, singt die Lieder mit usw.. Aber er lässt mich nicht raus und weint bitterlich (nicht bockig) wenn ich für ein paar Minuten außerhalb des Raumes bin. Die Erzieherinnen sehen das nicht negativ sondern denken, dass er sich gut eingewöhnen wird.

Aber trotzdem bin ich ratlos, wie es weiter geht. Ihn wieder rausnehmen ist keine Lösung weil er sehr gerne in den KiGa geht, sonntags weint, weil der KiGa zu hat usw. Außerdem würde er es nicht verstehen, wenn nur noch der große Bruder dort spielen darf und er wieder zuhause bleiben muss.

War es bei einem Eurer Kinder auch so extrem? Wie seit Ihr vorgegangen?

Lg Silvia

Beitrag von liz.lemon 23.11.10 - 13:59 Uhr

Hallo Silvia,

es ist ja oft so, dass die Kinder erstmal weinen, wenn Mama geht, aber meistens beruhigen sie sich in der Gruppe schnell und sind dann den ganzen Tag zufrieden.

Ich würde sagen, es wird nicht einfacher, wenn du immer stundenlang dabei sitzt und dann für ein paar Minuten mal rausgehst. So kriegt das Kind nicht die Gelegenheit, sich auch ohne dich wieder zu beruhigen und dann auch in deiner Abwesenheit zufrieden zu spielen.

An deiner Stelle würde ich anfangen, ihn wieder länger dort zu lassen. Aber vorher nochmal mit den Erzieherinnen abklären, dass sie dich auf jeden Fall anrufen sollen, falls er sich nun wirklich gar nicht beruhigen lässt.

Good luck!
Liz

Beitrag von sunflower.1976 23.11.10 - 14:25 Uhr

Hallo!

Danke für Deine Antwort!
Morgen suche ich auf jeden Fall nochmal das Gespräch mit der Erzieherin um den weirteren Ablauf zu klären. Eine Dauerlösung ist es so wirklich nicht.

LG Silvia

Beitrag von lisasimpson 23.11.10 - 14:11 Uhr

hallo!

Ich finde es gut, daß ihr wieder neu anfangt mit der eingewöhnung.
Ich würde an deiner stelle schauen, daß dein sohn eine beziehung zu dne erwachsenen dort eingeht.
wenn du das gefühl hast, daß es eine bezugsperson dort gibt, dann besprich mit ihm, daß du ab morgen( übermorgen/ freitag anfangen wirst, immer wieder zu gehen.
im kindergarten spielen nun mal die kinder ohne eltern- das sieht er jeden tag bei den anderen kindern und so wird es bei ihm auch sein.

geh am anfang immer nur gaaanz kurz raus (aufs klo, ein buich holen, ein kind auf die toilette begleiten...) so daß er die erfahrung macht: mama kommt wieder. es ist nicht schlimm wenn sie geht.
mach das so oft es geht.
wenn du meinst, daß das gut läuft, dann bleib mal länger weg (10 minuten) und steiger das so langsam.

wichtig ist, daß er eine bezugsperson dort hat.
Ganz gehen (also für 2-3 stunden würde ich dann, wenn er auch ohne dich dort spielt und sich beschäftigen kann.
auch dann kan nes vorkommen, daß er weint beim hinbringen- das ist aber in ordnung, so lange er sich dan nberuhigen läßt von einer erzieherin dort (daher: wichtig, dort vertrauen aufzubauen- auch für dich:)

lisasimpson

Beitrag von sunflower.1976 23.11.10 - 14:23 Uhr

Hallo!
Danke für Deine Antwort!
Ja, so wird es in dem KiGa üblicherweise auch gehandhabt, nur dass diese Phase der Eingewöhnungszeit bei unserem Sohn verkürzt wurde (leider, wie ich im Nachhinein sagen muss). Aber anfangs lief es wirklich super.

Die Sache mit der Beziehung zu den Erzieherinnen ist zur Zeit ein allgemeines Problem. Die wirklich fähige und engagierte Erzieherin der Gruppe muss seit Mai die dauerhaft erkrankte Leitung vertreten (Ende offen). Ihre beiden direkten Kolleginnen sind ziemlich unmotiviert, lustlos und leider auch unfähig (ich weiß, klingt heftig, aber es ist leider so). Eine dieser beiden Erzieherinnen ist die "Bezugserzieherin" unseres Sohnes und sie hat sich NIE um ihn gekümmert. Seit ein bzw. zwei Wochen sind diese beiden unfähigen Erzieherinnen krank, so dass im Wechsel eine Erzieherin aus anderen Gruppen einspringen. Auch wenn eigentlich eine Betreuungsperson weniger anwesend ist, läuft es viel besser, die Atmosphäre in der Gruppe ist entspannter usw.
Es wird in Zukunft noch einige Gespräche mit Elternausschuss, Erziehrinnen und ggf. auch dem Träger diesbezüglich geben.
Leider ist ein Gruppenwechsel nicht möglich weil es nur diese einge Gruppe für die unter Dreijährigen gibt und ansonsten gibt es keinen KiGa im Ort (Wechsel käme eh nicht in Frage, weil unsere Söhne sehr aneinander hängen).

Eigentlich geht unser Sohn so gerne in den Kindergarten. Auch wenn er noch sehr klein ist, habe ich eigentlich nicht das Gefühl, dass es für ihn zu früh ist. Dann hätte er es morgens nicht so eilig, dorthin zu gehen und würde mehr an mir hängen.

LG Silvia